Zur Entstehung und Zusammenarbeit der Sprachakademien in den spanischsprachigen Ländern

El desbalance de poder en la ASALE. Überblick. Kritik. Ausblick


Hausarbeit (Hauptseminar), 2018
24 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Real Academia Española (RAE) als Mutter der spanischen Sprachakademien

3 Die Asociación de Academias de la Lengua Española (ASALE)
3.1 La Academia Colombiana de la Lengua Española (ACL)
3.2 La Academia Norteamericana de la Lengua Española (ANLE)
3.3 La Academia Ecuatoguineana de la Lengua Española (AEGLE)

4 Gemeinsame Projekte der ASALE-Mitglieder

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

1 Einleitung

El lenguaje nos ayuda a capturar el mundo, y cuanto menos lenguaje tengamos, menos mundo capturamos. O más deficientemente. Una mayor capacidad expresiva supone una mayor capacidad de comprensión de las cosas. Si se empobrece la lengua se empobrece el pensamiento.

Fernando Lázaro Carreter, lingüista español. (PensamientosCelebres.com 2018)

Ob man in der heutigen Zeit ein spanisches Wörterbuch, eine Grammatik oder eine Übersetzung oder anderes sprachliches Meisterwerk in den Händen hält oder diese im Internet oder mit Hilfe anderer neuer Medien nutzt, so stellt sich die Frage, wer diesen Sprachgebrauch und die kodifizierte Schriftsprache grundlegend geprägt hat, wo es seinen Ursprung genommen hat und wofür das alles dient. Wie dem Zitat Lázaro Carreters entnommen werden kann, ist Sprache ein bedeutendes Element unserer Welt. Es gilt sie zu bewahren. Für die spanische Sprache kommt dabei den Sprachakademien ab dem 19. Jahrhunderts eine tragende Rolle zu, beginnend mit der Real Academia de la Lengua Española (RAE). Sie macht es sich zur Aufgabe, die in Ansehen und Ursprünglichkeit beeinträchtigte spanische Sprache, wie in ihrem Motto Limpia, fija y da esplendor (RAE 2018) zu lesen ist, wieder (sprachlich) zu „säubern“, diese zu erhalten und vor allem gegenüber anderen (Volks-)Sprachen zu etablieren und somit Glanz zu verleihen. Sie beschäftigen sich also mit der Sprachplanung, Sprachkultur und Sprachpflege der Sprache. Es kann festgestellt werden, dass Sprachakademien an für die jeweiligen Sprachgemeinschaften wichtigen Themen arbeiten, die von praktischer Bedeutung sind. Dies erfolgt meist im staatlichen Auftrag. In den romanischen Ländern spielen sie eine maßgebliche Rolle.

Die spanische Sprachwissenschaft beschäftigt sich also schon seit einiger Zeit mit den Themen Sprachplanung, Sprachkultur, Sprachpflege. Dennoch kann keine verbindliche Terminologie ausgemacht werden. Im folgenden Abschnitt soll dennoch der Versuch einer Unterscheidung unternommen werden.

Sprachkultur ist demnach eine Form der Sprachlenkung, bezugnehmend „auf Sprachen mit einer längeren Schrifttradition und einer zumeist bereits in der frühen Neuzeit ausgearbeiteten, seitdem immer wieder modernisierten Sprachnorm“ bezieht. Sprachnormen sollen erweitern und präzisiert werden, um die Kommunikationsfähigkeit von Sprechern zu verbessern. Sprachkultur trägt also zur Kommunikationskultur bei. Sprachmittel müssen in der sprachlichen Interaktion durch den Sprecher möglichst gut – das heißt sprachlich richtig und dem Kommunikationszweck angemessen eingesetzt werden. Dann erfüllen sie die erwünschte Norm (Educalingo 2018: Sprachkultur).

Welche Varietät des Spanischen kann, soll, muss hier betrachtet werden? Lebsanft entscheidet sich für das Kastilische, weil er es aus diatopischer Sicht sinnvoll findet (vgl. Lebsanft 1997). Die Sprachplanung ist nach Moser ebenso wie die Sprachpflege als Unterfall der Sprachlenkung zu definieren. Sprachlenkung, so äußert er sich, ist der

Vorgang systematischen Eingreifens in das sprachliche Geschehen mit der Absicht, in einem bestimmten Teil oder im ganzen Bereich der Geltung der Sprache, in gestaltlicher oder inhaltlicher Beziehung oder beiderlei Hinsicht, systematische Veränderungen durchzusetzen und eine neue Norm zu schaffen. Der Terminus Sprachlenkung beinhaltet demnach ein bewusstes Eingreifen in die Sprache mit dem Ziel eine neue, veränderte Norm zu bilden. (Lebsanft 1997: 81)

Die Sprachplanung hat die Aufgabe in die aktuelle Sprachsituation einzugreifen und sie neu zu definieren, die Sprachpflege hingegen soll Existierendes aufrechterhalten und gegebenenfalls verbessern beziehungsweise den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Die Sprachpflege hat also die „Erhaltung der Kontinuität der sprachlichen Norm“ zur Aufgabe (Lebesanft 1997: 81). Hierbei ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, dass nicht nur das Traditionelle der Sprache bewahrt wird, sondern auch neue Formulierungen oder Schreibweisen berücksichtigt und bei Eignung und weitläufiger Verbreitung unter den Sprechern als Norm anerkannt werden. In diesem Zusammenhang spricht Moser von einer „doppelten Blickrichtung der Sprachpflege“ (Moser 1967: 38), die sowohl der Vergangenheit als auch der Zukunft der Sprache Rechnung tragen soll.

Es handelt sich hier sicher nur um eine kurze Definition der Sprachplanung und Sprachpflege. Welche Rolle die Sprachakademien bezüglich der Sprachplanung und Sprachpflege des Spanischen spielen, wird in dieser Arbeit deutlich werden.

Im folgenden Hauptteil der Arbeit soll zunächst ein Überblick über die Entstehung und Zusammenarbeit der Sprachakademien in den spanischsprachigen Ländern, vor allem Hispanoamerika und den USA gegeben werden. Nach einer kurzen Vorstellung der RAE werden die älteste Akademie, die spanische Akademie in den Vereinigten Staaten von Amerika und das jüngste Mitglied exemplarisch für die Vereinigung etwas detaillierter vorgestellt. Wann entstehen sie, was sind ihre Absichten, wie sind sie aufgebaut, welche Bedeutung haben sie als nationale Akademie und in der Asociación de Academias de la Lengua Española (ASALE)? Das sich anschließende Kapitel wirft einen kritischen Blick auf die gemeinsamen Projekte der ASALE und besonders auf die Rolle der Real Academia Española (RAE) in der Entwicklung der Sprachakademien und innerhalb der ASALE. Das Fazit gibt auch einen Ausblick auf (mögliche) zukünftige Aufgaben und Veränderungen der ASALE und fasst die Absicht der Hausarbeit nochmals zusammen.

2 Die Real Academia de la Lengua Española (RAE) als Mutter der spanischen Sprachakademien

Die „Königlich Spanische Akademie“ (spanisch: Real Academia Española) wie sie umgangssprachlich genannt wird oder „Königliche Akademie für Sprache“ (spanisch: Real Academia de la Lengua) mit oder ohne den Zusatz Española oder einfach „die RAE“ (spanisch: la RAE) ist DIE Institution in Spanien, welche sich für die Pflege der spanischen Sprache und Sprachkultur einsetzt. Seit sie 1713 durch eine Initiative des Marqués de Villena- Juan Manuel Fernández Pacheco y Zúñiga - gegründet wurde, gibt sie mehrere Wörterbücher, Grammatiken und orthographische Wörterbücher sowie wichtige Quellen der spanischen Sprachgeschichte heraus. Als ihr Vorbild gilt unter anderem die in Frankreich unter dem Schutz von Kardinal Richelieu 1634 gegründete Académie Française. Seit 1714 erhält auch die spanische Sprachakademie Schutz durch ihren König Philipp den V. In der Schule und in den Behörden wird seitdem nach den Vorgaben der RAE gearbeitet. Ihr Einfluss beschränkt sich jedoch nicht nur auf Spanien, sondern wirkt auch auf die spanisch sprechenden Ländern Amerikas. Das wird in den folgenden Abschnitten noch genauer betrachtet. (Vgl. RAE 2018: La institución)

Die RAE ist mit zwei Sitzen in Madrid vertreten, dem Edificio institucional und dem Centro de Estudios de la RAE y de la Asociación de Academias de la Lengua Española (ASALE). Dies war nicht immer der Fall. Bis zu seinem Tod hatte die Akademie ihren Sitz im Haus ihres Gründers, später trafen sich die Mitglieder in verschiedenen anderen Häusern (vgl. RAE 2018: La institución).

Geleitet wird die Real Academia seit dem 8. Januar 2015 vom gewählten Akademieleiter Darío Villanueva, der übrigens zugleich der Präsident der ASALE ist und zuvor bereits als secretario fungierte. Er ist seit Beginn der dreißigste Leiter der Akademie.(Vgl. RAE 2018: Saludo del director 2015). Seine Aufgabe und die der Akademie sieht er darin d esarrollar un plan cuatrienal que le permita a la RAE colocarse en un horizonte alejado de incertidumbres y estar plenamente dedicada a su misión fundacional, al servicio de la lengua española. [...]Lo importante, ya sea en la hoja de papel o en la pantalla, es mantener y preservar el valor de la palabra. Por eso, mi deseo fundamental, en este comienzo de mandato al frente de la Academia, es, además de lo indicado anteriormente, que los recursos y contenidos puestos a disposición de los usuarios en nuestras páginas electrónicas —los actuales y los que vendrán— contribuyan a un mejor uso de la lengua que compartimos quinientos millones de hispanohablantes en el mundo y ayuden a mantener su unidad. (RAE 2018: Saludo del director 2015)

Zu den Statuten der RAE kann festgehalten werden, dass seit 1993 der Hauptauftrag in „la defensa de la unidad de la lengua española“ (RAE 2018: La institución) liegt. Im ersten Artikel ihrer aktuellen Statuten kann gelesen werden, dass die RAE es una institución con personalidad jurídica propia que tiene como misión principal velar por que los cambios que experimente la lengua española en su constante adaptación a las necesidades de sus hablantes no quiebren la esencial unidad que mantiene en todo el ámbito hispánico (RAE Online 2018: La institución).

2005 werden sie letztmalig überarbeitet. Hierbei geht es vor allem um die Wahl neuer Akademiker und Ämter.

Auch die Vorschriften der RAE werden 2014 nochmals angepasst. Dies wurde veranlasst, da zum einen nochmals an die bestehenden Vorschriften erinnert werden sollte, allerdings geht es auch um wirtschaftliche, soziale und andere Veränderungen, die neue Vorschriften verlangen (Vgl. RAE 2018: Estatuos y Reglamentos Nuevo). Im Vorwort finden sich die folgenden Zeilen, die unter anderem erklären sollen, welchen Charakter die RAE besitzt, welchen Statuten und Regeln sie unterliegt und wie sie zu ASALE steht:

Aunqu e la Real Academia Española es una institución de carácter asociativo y privado, que tiene una antigüedad tres veces centenaria y presenta singularidades que no se repiten en ningún otro establecimiento cultural, no puede dejar de aprovechar, al aprobar sus propias normas, dicha clase de experiencias regulatorias. Ello sin perjuicio de la aplicación de las normas generales de obligado cumplimiento o, en su caso, de que la Academia inspire en ellas su comportamiento corporativo, aun en el caso de que no le sean directamente aplicables, como ocurre con las prescripciones sobre mérito y capacidad en materia de personal, concurrencia en la contratación y transparencia en las operaciones financieras. La actividad académica ha multiplicado su proyección en los últimos años gracias a la intensa colaboración entre todas Academias reunidas actualmente en la Asociación de Academias de la Lengua Española (ASALE), que han asumido como tarea colectiva velar por la unidad de la lengua española. (RAE Online 2018: Estatuos y Reglamentos Nuevo 4f.)

und begründet weiter:

Esta circunstancia impone igualmente una puesta al día del Reglamento. Por último, la reforma del Reglamento también viene aconsejada por los cambios tecnológicos y la transformación de la situación económica en España. En cuanto a lo primero es evidente que algunas de las obras editadas por la Academia en papel van a tener en el futuro su soporte preferente en Internet. La gran red ofrece oportunidades continuamente renovadas de incrementar los contenidos que la Academia ofrece a los usuarios de los diccionarios, gramáticas y otras obras, pero también impone un enorme esfuerzo para la ampliación de dichos contenidos. La Academia tiene que seguir ofreciendo en las redes información ordenada y útil sobre la lengua española, pero el trabajo a desarrollar, ahora que desaparecen los límites de las ediciones impresas, es inmenso. (RAE Online 2018: Estatuos y Reglamentos Nuevo 5)

Hier findet sich auch ein Hinweis zu Veränderungen bezüglich der neuen Medien. Die RAE ist sich bewusst, dass die Zukunft ohne die Nutzung des Internets für ihre Zwecke viele Möglichkeiten ungenutzt lassen würde. Obwohl die Akademie nicht davon ausgeht, dass die Printmedien in Vergessenheit geraten werden, ist ihnen allerdings auch klar, dass die Arbeit am Projekt Zukunft notwendig ist und einige Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen wird. Die Abteilung Español al Día, ebenfalls Bestandteil der RAE, bearbeitet die Anfragen zu Zweifelsfällen der spanischen Sprache oft über Twitter (vgl. https://twitter.com/raeinforma?lang=de 2018) und hat hier aktuell 1,21 Millionen Follower (Stand September 2018). Die ASALE (vgl. https://twitter.com/ASALEinforma 2018) hingegen weist beispielsweise nur 20 Tausend Menschen, die ihr folgen. Auch, RSS, YouTube, Facebook, Instagram und Flickr gehören zu den Plattformen, auf denen die RAE bestehen muss.

Zum Vorgehen der Lexikographen der RAE bezüglich der Recherche und Vorschlägen zum Wörterbuch kann außerdem folgendes gesagt werden:

Los lexicógrafos documentan aquí [en la Casa de las Palabras] el uso de la palabra – en libros y medios de información, sobre todo–. Después le dan su investigación a alguna de las comisiones de académicos, y su resolución vuelve a este centro, desde donde se envía a las academias americanas para que brinden sus opiniones y precisiones al respecto. Entonces se filtra toda la información y se remite una propuesta al pleno de la Academia, donde una tarde de jueves, a las siete y media –en punto–, en torno a la ovalada mesa del salón de plenos, en medio de la formalidad y la solemnidad propias de la sesión, se estudiará y se aprobará su inclusión en el Diccionario. (Núñez Jaime 2013)

Die RAE erhält für ihre geplanten Aktivitäten und Projekte neben den Einnahmen aus den Bücherverkäufen auch finanzielle Unterstützung öffentlicher und privater Art. Zu den Unterstützern zählen neben der Regierung auch verschiedene öffentliche und private Institutionen wie das Ministerio de Educación, Cultura y Deporte, das Ministerio de Asuntos Exteriores y de Cooperación – AECID, die Acción Cultural Española (AC/E), die Biblioteca Nacional de España, die Fundación Carolina oder das Instituto Nacional de las Artes Escénicas y de la Música (INAEM) oder ALSA, Banco de España, Banco Santander, Coca- Cola, El Corte Inglés, El País, Ernst & Young, Hermes Traducciones y Servicios Lingüísticos, IBM España, Repsol, Telefónica, Universidad de Granada. Eine ausführliche Übersicht findet sich nochmals im Anhang. (M1) Auch individuelle Hilfe verschiedener Personen fließt ein. Seit den 1980er Jahren ist es die Aufgabe der Asociación de Amigos de la Academia die Hilfen entsprechend zu leiten. (Vgl. RAE Online 2018: Patrocinios) „[Die RAE]ist eine öffentliche Körperschaft, die über die Stiftung Pro RAE zu 50 % von großen spanischen Unternehmen […] finanziert wird. Diese Stiftung wurde 1993 gegründet, um „die Unterstützung für die RAE durch die Zivilgesellschaft zu bündeln“ (Neuhaus 2011).

Ehrenvorsitzender der Stiftung ist der spanische König.

Wie bereits erwähnt hat sich die lexikografische Arbeit der neuen Informationstechnik angepasst. Seit 1995 werden hier zwei Datenbanken aufgebaut: Das Corpus de Referencia del Español Actual (Beschäftigungsfeld: repräsentative Stichprobe des zeitgenössischen Spanisch seit 1975) und das Corpus Diacrónico del Español (Beschäftigungsfeld: historische Texte von den Anfängen der spanischen Sprache bis 1974). Diese Datenbank bildet die Arbeitsgrundlage für das historische Wörterbuch. 1995 erscheint eine Ausgabe des Akademie-Wörterbuchs auf CD-ROM, doch schon 2001 wird das Wörterbuch online verfügbar gemacht und bis 2013 inzwischen mehrfach aktualisiert (RAE 2018: Más información). Die Presse würdigt diese penible Leistung und schreibt “Una nueva lupa para mirar dentro de las palabras” (Grijelmo 2013). Pilar Salas Quesado und y Abelardo Torres Morcillo titulieren ihren Beitrag Jahre später “RAE: cimentando el diccionario del futuro” (Salas Quesada 2014). Sie sehen diese Entwicklung als fundamentalen Schritt in die Zukunft. 2017 lautet es in El País: „Una donación de Inditex resucita los trabajos del diccionario histórico“ (Ruiz Mantilla 2017), denn trotz mehrerer Anläufe scheint das Projekt fast noch an der fehlenden finanziellen Unterstützung zu scheitern. Diese sichert ihnen Inditex jetzt regelmäßig zu. „Como el mito de Sísifo, así es la evolución de la Real Academia Española (RAE) con su Diccionario Histórico” ( Ruiz Mantilla 2017) meint Ruiz Mantilla in seinem Beitrag in El País, sei die Arbeit der RAE. Diese kleinschrittige Arbeit mit kleinsten Ressourcen sei nun etwas verbessert worden. “[U]n equipo de 11 personas impulsará un proyecto que perdió la subvención estatal. Se trata de incorporar 6.000 vocablos en un lustro con su origen, versiones y derivaciones” ( Ruiz Mantilla 2017)” . Aktuell findet El Mundo anerkennende Worte über die Arbeit der RAE: “El 'Diccionario histórico' da su primer estirón: 1057 nuevos artículos y creciendo” (Alemany 2018). Mar Campos, welche seit 2010 mit an diesem Projekt arbeitet, kommentiert in diesem Beitrag, dass “[h]a habido momentos en los que sólo había tres personas trabajando. Ahora, somos ocho lexicógrafos, una informática, estoy yo como coordinadora y José Antonio Pascual como académico responsable.” (Alemany 2018)

Doch die RAE hat nicht nur eigene nationale Projekte, sondern arbeitet auch mit den anderen nationalen hispanoamerikanischen Akademien zusammen.

3 Die Asociación de Academias de la Lengua Española (ASALE)

Die Real Academia Española nimmt sicherlich eine Schrittmacherrolle bei der Gründung entsprechender nationaler Akademien ein, indem sie zunächst einzelne südamerikanische Persönlichkeiten zu korrespondierenden Mitgliedern ernennt und sie dann auffordert, nach Mitstreitern zu suchen. Dabei finden sich die unterschiedlichsten Beweg- und Hintergründe der Gründer und Leiter der jeweiligen Akademien, solche Institutionen in ihren Ländern anzuregen. Einige Sprachakademien entstehen unabhängig von der Real Academia, pflegen aber gute Beziehungen zu ihr wie die Argentinische und die Uruguayische Akademie. Die erste hispanoamerikanische Akademie ist 1871 die Academia Colombiana de la Lengua, gegründet durch den Schriftsteller José María Vergara y Vergara. 1874 folgt die Academia Ecuatoriana de la Lengua (1875) durch den Politiker und Historiker Pedro Fermín Cevallos, 1875 die Academia Mexicana de la Lengua. Die Organisation und Gründung erfolgt hier durch den Congreso Fundacional de la Asociación de Academias. Nur ein Jahr darauf folgt die Gründung der Academia Salvadoreña de la Lengua durch den Staatsmann Pablo Buitrago. 1883 gründet Präsident Antonio Guzmán Blanco die Academia Venezolana de la Lengua, 1885 wird die Academia Chilena de la Lengua dank dem Schriftsteller und Politiker José Victorino Lastarria ins Leben gerufen. Eine Akademie in Peru durch den damaligen Staatspräsidenten Francisco García Calderón erfolgt 1887 (Academia Peruana de la Lengua). Im selben Jahr kann sich auch Guatemala über seine Academia Guatemalteca de la Lengua freuen. Es folgen die Gründungen in Costa Rica (1923) und der Politiker und Historiker Cleto González Víquez wird als Leiter eingesetzt, 1924 die Academia Filipina de la Lengua Española dank dem Poeten und Essayisten Fernando María Guerrero und schließlich 1926 die Gründung Academia Panameña de la Lengua in Istmo. Dies gelingt vor allem dank des Geschäftsmannes Samuel Lewis García de Paredes. Auch Kuba schließt sich der Gruppierung an, die einmal zur ASALE werden soll und zwar im gleichen Jahr und gründet die Academia Cubana de la Lengua in La Habana. Der Jurist Luis De Gásperi sorgt 1927 für die Gründung der Academia Paraguaya de la Lengua in Asunción und der Publizist Rosendo Villalobos der Academia Boliviana de la Lengua. Erzbischof Adolfo A. Nouel kann die Gründung der Academia Dominicana de la Lengua zugeschrieben werden. Nicaragua folgt 1928 (Academia Nicaragüense de la Lengua).

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Zur Entstehung und Zusammenarbeit der Sprachakademien in den spanischsprachigen Ländern
Untertitel
El desbalance de poder en la ASALE. Überblick. Kritik. Ausblick
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Romanistik)
Veranstaltung
Aufbaumodul Spanische Sprachwissenschaft: Der spanische Wortschatz
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V469003
ISBN (eBook)
9783668946262
ISBN (Buch)
9783668946279
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ASALE Sprachakademien Real Academia Espanola
Arbeit zitieren
Sina Neumann (Autor), 2018, Zur Entstehung und Zusammenarbeit der Sprachakademien in den spanischsprachigen Ländern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469003

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