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Die Bedeutung von Defiziten in der Emotionsregulation für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia Nervosa

Titre: Die Bedeutung von Defiziten in der Emotionsregulation für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia Nervosa

Dossier / Travail , 2018 , 15 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Saskia Jacobi (Auteur)

Psychologie - Psychologie biologique
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Jugendliche und auch eine Vielzahl der Erwachsenen suchen nach Vorbildern, an denen sie sich bezüglich des Verhaltens und Aussehens orientieren können. In den sozialen Medien wie Instagram oder Facebook wird zunehmend ein extrem schlanker und trainierter Körper als Schönheitsideal propagiert, sodass dieser insbesondere für junge Frauen als Orientierungspunkt dient und angestrebt wird zum Beispiel in Form von Diäten.

Diese soziokulturellen Faktoren, nämlich die Medien und Schönheitsideale in der Gesellschaft spiegeln einen Bereich der Ursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Essstörungen wider, die wiederum in Wechselwirkung zueinander stehen. Essstörungen werden definiert als Störungen der Gewichtskontrolle und/oder Essgewohnheiten und gehören der Gruppe der Verhaltensstörungen an. Laut des DSM-IV-TR, einem amerikanischen Klassifikationssystem von psychischen Störungen lassen sich drei Klassen von Essstörungen unterscheiden: Die Anorexia Nervosa (AN) (307.1), die Bulimia Nervosa (BN) (307.51) und die Kategorie der „nicht näher bezeichneten Esstörungen“, wozu zum Beispiel die „Binge-Eating-Störung“ zählt (307.50).

Nicht nur die Medien oder Schönheitsideale in der Gesellschaft können die Entstehung einer Essstörung begünstigen, sondern auch biologische-, familiäre- und individuelle Faktoren. Zu den individuellen Faktoren gehört beispielsweise die dysfunktionale Emotionsregulation (ER). Dieser Faktor wird in der bestehenden Literatur kontrovers diskutiert und einige Informationen bezüglich des Einflusses wurden noch nicht untersucht. Aufgrund der zunehmenden Thematisierung und für zukünftige, darauf aufbauende Therapieansätze soll im Folgenden die Bedeutung von Defiziten in der Emotionsregulation für die Entstehung und Aufrechterhaltung speziell im Rahmen der AN ergründet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Einleitung

2 Das Störungsbild der Anorexia Nervosa

2.1 Epidemiologie

2.2 Diagnostikkriterien

2.3 Symptomatik der Erkrankung

2.4 Ätiologie

3 Die Rolle von Emotionen bei der Anorexia Nervosa

3.1 Definition Emotionsregulation

3.2 Emotionsregulation bei der Anorexia Nervosa

4 Diskussion

5 Konklusion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle dysfunktionaler Emotionsregulation bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia Nervosa, um auf Basis aktueller Literatur zu ergründen, inwieweit Defizite im Umgang mit Emotionen als individueller Risikofaktor fungieren.

  • Epidemiologie und diagnostische Kriterien der Anorexia Nervosa
  • Biopsychosoziale Ätiologie von Essstörungen
  • Definition und wissenschaftliche Einordnung der Emotionsregulation
  • Zusammenhang zwischen Emotionsdysregulation und anorektischem Verhalten
  • Implikationen für künftige Therapieansätze

Auszug aus dem Buch

3.2 Emotionsregulation bei der Anorexia Nervosa

Die Befunde dafür, dass Defizite in der ER einen entscheidenden Faktor für die Essstörungen widerspiegeln, kumulierten sich in den letzten Jahren. Zwar stimmen nicht alle Ergebnisse mit der These überein aber mehrheitlich konnte diese belegt werden (Weinbach, 2017; Harrison, Sullivan, Tchanturia & Treasure, 2010). Zum Beispiel konnten in einer Untersuchung von Harrison, Sullivan, Tchanturia & Treasure im Jahr 2009 beachtliche Schwierigkeiten bei Patientinnen mit AN hinsichtlich der Emotionsregulation im Vergleich zur psychisch gesunden Kontrollgruppe festgestellt werden, welche mit der „Difficulties in Emotion Regulation Scale“ (DERS) erfasst wurden. Gleichzeitig konnte auch mithilfe der „Reading the Mind in the Eyes“ (RME) Aufgabe, die für die Emotionswahrnehmung und Erkennung genutzt wird, beobachtet werden, dass nicht nur Schwierigkeiten in der Regulation der Emotionen bestehen, sondern auch in der Wahrnehmung und Erkennung (Harrison, Sullivan, Tchanturia & Treasure, 2009).

In mehreren Untersuchungen konnte zudem festgestellt werden, dass das anorektische Verhalten als eine maladaptive Emotionsregulationsstrategie genutzt wird im Umgang mit negativen Emotionen (Fox et al. 2009; Schmidt et al. 2006, zitiert nach Backe, 2014). Auch in der Interviewstudie von Espeset und Kollegen 2012 konnte dieser Befund gestützt werden. Alle Patientinnen gaben an, ihre mit der AN assoziierten Verhaltensweisen für die Bewältigung negativer Emotionen wie Ekel, Angst, Wut und Traurigkeit zu verwenden. Spezifische Strategien konnten im Hinblick auf die verschiedenen Emotionen erfasst werden. Im Bezug auf Traurigkeit wurden mittels Nahrungsrestriktion, exzessiver sportlicher Betätigung oder Purging-Verhalten positive Gefühle wie Stolz oder Beherrschung induziert, wodurch wiederum die Traurigkeit supprimiert wurde. Die Vermeidung von Situationen, die die Emotion hervorrufen würden, beispielsweise soziale Interaktionen, wurde des Öfteren angegeben, da diese unter anderem Ekel aufgrund negativer Beurteilungen des Körpers auslösen könnten. Denn wenn laut Aussage der Patientinnen Ekel empfunden wurde laut der Patientinnen, stieg auch gleichzeitig die Unzufriedenheit mit dem Körper, woraus ein starker Druck Gewicht zu reduzieren oder den Magen zu entleeren resultierte (Espeset, Gulliksen, Nordbø, Skårderud & Holte, 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Die Arbeit beleuchtet die Rolle der Emotionsdysregulation als potenziellen Faktor für die Anorexia Nervosa und fordert weitere Forschung zur Verbesserung therapeutischer Maßnahmen.

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung von Emotionsregulationsdefiziten im Kontext der Anorexia Nervosa ein und erläutert das Ziel der theoretischen Arbeit.

2 Das Störungsbild der Anorexia Nervosa: Dieses Kapitel beschreibt Epidemiologie, diagnostische Kriterien, somatische Symptomatik sowie das multikausale Ätiologiemodell der Erkrankung.

3 Die Rolle von Emotionen bei der Anorexia Nervosa: Hier werden Definitionen der Emotionsregulation erarbeitet und der Zusammenhang zwischen Emotionsdefiziten sowie maladaptiven Bewältigungsstrategien wie Nahrungsrestriktion bei Betroffenen analysiert.

4 Diskussion: Die Diskussion kritisiert die aktuelle Studienlage, identifiziert Limitationen wie Querschnittsdesigns und Mängel bei der Differenzierung von Subtypen und formuliert Forschungsbedarfe.

5 Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Patienten und deren Familien stärker in das Verständnis und die Regulation von Emotionen einzubeziehen.

Schlüsselwörter

Anorexia Nervosa, Essstörung, Emotionsregulation, Emotionsdysregulation, Psychopathologie, Nahrungsrestriktion, Purging, Adoleszenz, Störungsbild, Ätiologie, psychische Gesundheit, maladaptive Strategien, Emotionswahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Annahme, dass Defizite in der Emotionsregulation ein zentraler Faktor bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia Nervosa sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Ätiologie der Magersucht, der Definition von Emotionsregulation und der Analyse, wie betroffene Patienten negative Emotionen durch essgestörtes Verhalten zu kompensieren versuchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zur Rolle von Emotionsregulationsdefiziten bei Anorexie-Patienten zusammenzutragen und aufzuzeigen, wo wissenschaftliche Lücken bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse und Synthese bestehender wissenschaftlicher Literatur und Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Störungsbildes und eine kritische Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Emotionen für die Aufrechterhaltung der Anorexie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anorexia Nervosa, Emotionsdysregulation, maladaptive Bewältigungsstrategien, Ätiologie sowie emotionale Wahrnehmung.

Welche Unterschiede gibt es bei den Subtypen der Anorexia Nervosa?

Studien deuten darauf hin, dass insbesondere jugendliche Patienten des Binge-Eating/Purging-Typs (AN-BP) größere Schwierigkeiten bei der Emotionsregulation aufweisen als Patienten des restriktiven Typs (AN-R).

Wie nutzen Betroffene ihr essgestörtes Verhalten zur Emotionskontrolle?

Patientinnen geben an, dass Verhaltensweisen wie Nahrungsrestriktion oder exzessiver Sport dazu dienen, negative Emotionen wie Wut oder Traurigkeit zu unterdrücken oder durch positive Gefühle wie Stolz auf Beherrschung zu ersetzen.

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Résumé des informations

Titre
Die Bedeutung von Defiziten in der Emotionsregulation für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia Nervosa
Université
Private University of Applied Sciences Goettingen
Note
1,0
Auteur
Saskia Jacobi (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
15
N° de catalogue
V469283
ISBN (ebook)
9783668945067
ISBN (Livre)
9783668945074
Langue
allemand
mots-clé
bedeutung defiziten emotionsregulation entstehung aufrechterhaltung anorexia nervosa
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Saskia Jacobi (Auteur), 2018, Die Bedeutung von Defiziten in der Emotionsregulation für die Entstehung und Aufrechterhaltung der Anorexia Nervosa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469283
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Extrait de  15  pages
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