In dieser Arbeit werden zunächst die Wissenschaftsbegriffe nach Wilhelm von Ockham und Karl Popper definiert. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich der Sozialwissenschaft, das begründet die Auswahl der drei hervorgehobenen Wissenschaftler, Karl Popper, Max Weber und Theodor Adorno. Zunächst wird ein kurzer Einblick in die Biografien der drei Wissenschaftler gegeben und ihre Theorien zur Sozialwissenschaft vorgestellt. Alle drei Wissenschaftler kamen aus dem Bereich der Philosophie und Sozialwissenschaft, sie lieferten fundierte Forschungsarbeit im Bereich der erkenntnisleitenden Wissenschaftstheorie.
Durch empirische Forschungen entstanden diverse Wissenschaften, die in verschiedene Kategorien eingeteilt sind, zum Beispiel Natur (Physik, Chemie etc.), Soziales (Psychologie, Philosophie). Sie beruhen auf akademischen Disziplinen und jede wissenschaftliche Arbeit oder Hintergrund hat eine gewählte Methode zur Auswahl, die entschieden wird. Die Methodenwahl ist von großer Bedeutung in den Sozialwissenschaften. In den Naturwissenschaften wird viel mit Naturgesetzen und Naturgewalten gearbeitet, sie sind nicht immer planbar. Aber was bedeutet eigentlich Wissenschaft?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Die Einführung zum gewählten Thema
2. Was ist Wissenschaft?
2.1. Begriffsdefinition
2.1.1. Wissenschaftsbegriff nach Wilhelm von Ockham
2.1.2. Wissenschaftsbegriff nach Karl Popper
2.2. Verschiedene Denkschulen der Wissenschaft
2.2.1. Evolutionäre Erkenntnistheorie nach Karl Popper
2.2.2. Rationalismus nach Karl Popper
2.2.3. Falsifikationismus oder Konventionalismus nach Karl Popper
2.2.4. Wissenschaftslehre nach Max Weber
2.2.5. Soziologie und empirische Forschung nach Theodor W. Adorno
3. Fazit der Arbeit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit setzt sich zum Ziel, den Begriff „Wissenschaft“ im Kontext der empirischen Sozialforschung zu definieren und zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie verschiedene wissenschaftstheoretische Denkschulen die Methoden der Wissensgenerierung begründen und welche Rolle der Mensch sowie die Gesellschaft in diesem Erkenntnisprozess spielen.
- Grundlagen des Wissenschaftsbegriffs nach Ockham und Popper
- Evolutionäre Erkenntnistheorie und Kritischer Rationalismus
- Falsifikationismus und Konventionalismus in den Wissenschaften
- Wissenschaftslehre nach Max Weber und die Rolle subjektiver Wertideen
- Empirische Sozialforschung und Kritik nach Theodor W. Adorno
Auszug aus dem Buch
1.2.1. Evolutionäre Erkenntnistheorie nach Karl Popper
Wie schon in Punkt 2.1.2 beschrieben, war Karl Popper ein Philosoph und kam im Jahr 1973 zu der evolutionären Erkenntnistheorie. Sie lässt wie folgt zitieren: „Lassen Sie mich jetzt zum Fortschritt in der Wissenschaft kommen. Ich werde ihn von einem biologischen oder evolutionären Standpunkt aus betrachten“ (Popper, 1997, S. 60). Popper betrachtete den Fortschritt in der Wissenschaft: „Vom biologischen oder evolutionären Standpunkt aus kann man die Wissenschaft, oder den Fortschritt in der Wissenschaft, als ein Mittel betrachten, das die Menschen als Spezies zu ihrer Anpassung an die Umgebung benützen…“ (Popper, 1997, S. 60). Hiermit beschrieb er den Fortschritt, dass sich Menschen an ihre Umgebung anpassen und versuchen, neue Wege zu finden, um sich ihrer Umgebung anzupassen und ein Teil in dieser Umwelt zu werden.
Doch diese Eroberung der Umgebung führte zu einem Problem, das lässt sich wie folgt beschreiben: „Wir können zwischen drei Ebenen der Anpassung unterscheiden: die genetische Anpassung; das adaptive Verhaltenslernen; und die wissenschaftliche Entdeckung, die ein Spezialfall des adaptiven Verhaltenslernens ist“ (Popper, 1997, S. 60). Die verschiedenen Anpassungsformen, um als Mensch seine Umgebung zu erobern, war damals ein Hauptproblem. Schwierig war, nach plötzlichem Fortschritt herauszufinden, wie gewisse Verhaltensmuster sich nach welcher Theorie begründen ließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Die Einführung zum gewählten Thema: Die Einleitung führt in die Bedeutung empirischer Forschung ein und erläutert die Motivation der Autorin, sich mit den theoretischen Fundamenten der Sozialwissenschaft zu befassen.
2. Was ist Wissenschaft?: Dieses Kapitel bildet den theoretischen Kern, in dem der Wissenschaftsbegriff anhand verschiedener Philosophen und Denkschulen präzise definiert wird.
2.1. Begriffsdefinition: Hier werden die Grundlagen des Wissenschaftsverständnisses durch Wilhelm von Ockham und Karl Popper gegenübergestellt.
2.2. Verschiedene Denkschulen der Wissenschaft: In diesem Unterpunkt werden die spezifischen Theorien von Popper, Weber und Adorno detailliert analysiert und kritisch gewürdigt.
3. Fazit der Arbeit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt einen Bezug zur praktischen Relevanz der behandelten Theorien für die soziale Arbeit her.
Schlüsselwörter
Wissenschaft, empirische Sozialforschung, Erkenntnistheorie, Karl Popper, Max Weber, Theodor W. Adorno, Falsifikationismus, Kritischer Rationalismus, Wissenschaftslehre, Empirie, Wissenschaftstheorie, Soziologie, Methodenwahl, Gesellschaft, Wahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Grundlegung dessen, was Wissenschaft ausmacht, mit einem besonderen Fokus auf die empirische Forschung in den Sozialwissenschaften.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Wissenschaftsverständnis, der evolutionären Erkenntnistheorie, dem Kritischen Rationalismus, der Wissenschaftslehre nach Max Weber sowie der soziologischen Forschungskritik nach Theodor W. Adorno.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis über die methodischen und philosophischen Grundlagen der Sozialforschung zu erlangen und die Ansätze bedeutender Wissenschaftler kritisch aufzuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch eine Literaturanalyse die Theorien ausgewählter Denker darstellt, vergleicht und für den Kontext der Sozialarbeit reflektiert.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Wissenschaftsbegriffs und die detaillierte Vorstellung verschiedener Denkschulen, ergänzt durch biografische Hintergründe der behandelten Wissenschaftler.
Welche Keywords charakterisieren die Publikation?
Zentrale Begriffe sind Wissenschaft, Empirie, Sozialforschung, Erkenntnistheorie, Falsifikationismus, Kritischer Rationalismus und methodische Reflexion.
Inwiefern beeinflusst Webers Denken die Arbeit?
Weber wird herangezogen, um das Verständnis von „Kultur“ und die Bedeutung von selektiven Wertideen in der Sozialforschung zu verdeutlichen und die Grenze zwischen Subjektivität und Objektivität zu beleuchten.
Warum spielt Adornos Kritik eine zentrale Rolle?
Adornos Ansatz dient als kritischer Gegenpol, um die Gefahren einer rein statistischen Marktforschung aufzuzeigen, die ohne einen tieferen empirischen oder theoretischen Hintergrund agiert.
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- Sandra Hübner (Autor), 2018, Was ist Wissenschaft? Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten in der Sozialforschung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469295