Die folgende Arbeit befasst sich im Rahmen des Buchprojektes „Präventive Krisen PR für Kleinstunternehmen. Schwerpunkt Medienarbeit “ mit Instrumenten und Methoden der Presse-und Medienarbeit. Es geht hierbei ausschließlich um die klassischen Formen der PR, wobei zu erwähnen ist, dass prinzipiell fast alle Instrumente als klassisch eingeordnet werden können. Klar als „neue“ PR-Instrumente abgrenzbar sind lediglich Product- oder Corporate Placement, jegliche Formen von Sponsoring, Lobbyismus, Bartering sowie die Anwendung von elektronischen und digitalen Medien, wie das Internet. Eine Zwitterform von Werbung und PR sind PR-Anzeigen, Poster, Plakate und dergleichen und werden im Folgenden ebenfalls unberücksichtigt bleiben. Zudem wird aufgrund des Umfanges der Arbeit auf jeglichen Formen der internen Kommunikation verzichtet.
Die Anwendung von klassischen Tools der PR variiert in ihrer Sinnhaftigkeit je nach Unternehmen, Branche, Ausrichtung, Zielgruppen und Budget. In dieser Arbeit soll dargestellt werden, welche Instrumente für Kleinstunternehmen geeignet, aussichtsreich und realistisch durchführbar sind. Aufgrund der Fülle des klassischen PR-Instrumentariums ist es jedoch nicht möglich, einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben und jedes vorhandene Tool in vollem Umfang zu erläutern und zu bewerten. Es wird dennoch ein auf Kleinstunternehmen bezogener und umfassender Einblick gegeben, der durch die Argumentation von Chancen und Problemen ergänzt wird. Außerdem werden diejenigen Instrumente, die für Kleinstunternehmen eher ins Gewicht fallen, ausführlicher beschrieben als andere.
Einleitend erfolgt ein allgemeiner Einstieg, in dem Begrifflichkeiten (Kapitel 2) und Gruppierungen der Instrumente (Kapitel 3) erläutert werden. Im Hauptteil der Arbeit werden die einzelnen Instrumente betrachtet, wobei schwerpunktmäßig Veranstaltungen und Möglichkeiten des Direktmarketing beleuchtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begrifflichkeiten
3. Gruppierung der PR-Instrumente
4. Klassische PR-Instrumente
4.1 Pressemitteilung
4.2 Pressemappe
4.3 Veranstaltungen/ Events
4.3.1 Pressekonferenz
4.3.2 Sonstige Presseveranstaltungen
4.3.3 Tag der offenen Tür
4.3.4 Jubiläumsveranstaltungen
4.3.5 Messeauftritt
4.4 Kundenzeitschrift
4.5 Direct Mail
4.6 Broschüre/ Prospekt
4.7 Flyer
4.8 Newsletter (Print)
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz klassischer PR-Instrumente für Kleinstunternehmen unter Berücksichtigung begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen. Das primäre Ziel ist es, realistische und aussichtsreiche Methoden der Presse- und Medienarbeit zu identifizieren, die zur Imageförderung und Bekanntheitssteigerung beitragen, ohne die Kapazitäten kleiner Betriebe zu überfordern.
- Kategorisierung und Definition von PR-Instrumenten und Maßnahmen.
- Analyse klassischer PR-Tools hinsichtlich ihrer Eignung für Kleinstunternehmen.
- Bedeutung von persönlicher Kundenansprache und Beziehungsmanagement.
- Evaluation von Veranstaltungen, Direktmarketing und Printmedien als kosteneffiziente PR-Mittel.
- Strategische Planung und Durchführung von PR-Maßnahmen im lokalen Umfeld.
Auszug aus dem Buch
4.3.3. Tag der offenen Tür
Als eine Art von Event gibt dieses Instrument einem Unternehmen die Möglichkeit, sich nicht nur der Presse, sondern auch fast allen denkbaren Teilöffentlichkeiten (Angehörige der Mitarbeiter, Kunden, Anwohner, Behörden etc.) vorzustellen. Es handelt sich dabei um eine „erlebnis- und dialogorientierte Präsentation von Produkten und Dienstleistungen mit dem Ziel der Vermittlung von Kommunikationsbotschaften […] (Infotainment).“. Anonymität kann so äußerst effektiv abgebaut, Vertrauen und Interesse hingegen gebildet werden. Außerdem ist der Tag der offenen Tür in der Öffentlichkeit eine sehr bekannte Aktivität und wird grundsätzlich gerne angenommen.
In Bezug auf Kleinstunternehmen muss jedoch bedacht werden, dass solch ein Event mit sehr hohen Kosten und viel Organisationsaufwand verbunden ist. Die Vorbereitungszeit dauert ca. 8 – 10 Monate und der finanzielle Aufwand beläuft sich in der Regel bei etlichen tausend Euro. Hier bedarf es der individuellen Abwägung, ob der finanzielle und personelle Aufwand in Relation zum Ergebnis lohnenswert ist. Trotzdem kann ein Unternehmen mit gewisser Kreativität und einer motivierter Belegschaft einen interessanten Event mit geringeren Kosten organisieren. Beispielsweise bräuchte sich eine Bäckerei nicht mehr um das Catering zu kümmern, da sie Erzeugnisse aus eigener Herstellung zum Verzehr anbieten könnte. Mit wenig Aufwand und Kosten verbunden könnte weiterhin ein gemeinsames Backen mit Kindern veranstaltet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit definiert den Rahmen des Buchprojekts zur präventiven Krisen-PR für Kleinstunternehmen und grenzt die untersuchten klassischen PR-Instrumente ein.
2. Begrifflichkeiten: Es wird eine theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Instrument, Maßnahme und Mittel geführt, um eine einheitliche Grundlage für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Gruppierung der PR-Instrumente: Die PR-Tools werden in Instrumente mit direkter und indirekter Zielgruppenansprache unterteilt, um einen strukturierten Überblick über das Instrumentarium zu geben.
4. Klassische PR-Instrumente: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert detailliert verschiedene Tools wie Pressemitteilungen, Veranstaltungen, Direktmarketing und Printmedien unter dem Aspekt ihrer Anwendbarkeit für Kleinstunternehmen.
5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Kleinstunternehmen durch bewusste Nutzung ihrer Kundennähe und kreativen Einsatz kosteneffizienter PR-Instrumente erfolgreich ein positives Unternehmensimage aufbauen können.
Schlüsselwörter
Klassische PR-Instrumente, Kleinstunternehmen, Medienarbeit, Pressearbeit, Krisen-PR, Öffentlichkeitsarbeit, Direktmarketing, Kundenzeitschrift, Direct Mail, Unternehmensimage, Zielgruppenansprache, PR-Strategie, Kundenbindung, Veranstaltungsmanagement, Corporate Publishing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Kleinstunternehmen mit begrenzten Mitteln wirkungsvolle klassische PR-Instrumente zur Imagepflege und Kommunikation nutzen können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Fokus stehen die Analyse von PR-Begriffen, die Gruppierung von Kommunikationsinstrumenten sowie die praktische Bewertung von Tools wie Pressearbeit, Events und Direktmarketing.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, für Kleinstunternehmen realistische, kostengünstige und effektive Methoden der PR zu identifizieren, die eine strategische Kommunikation ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der systematisierenden Kategorisierung von PR-Instrumenten, ergänzt durch die Argumentation ihrer Übertragbarkeit auf kleine Unternehmensstrukturen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Instrumente wie Pressemitteilungen, Pressemappen, verschiedene Veranstaltungsarten, Kundenzeitschriften, Direct Mails, Broschüren und Newsletter.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie klassische PR-Instrumente, Kleinstunternehmen, Direktmarketing, Kundenbindung und strategische Unternehmenskommunikation.
Warum wird die Pressekonferenz für Kleinstunternehmen kritisch betrachtet?
Aufgrund des hohen Kosten- und Zeitaufwandes sowie der geringen Relevanz der Themen für eine breite Öffentlichkeit gilt sie meist als nicht realistische und fruchtlose Methode.
Welchen Vorteil haben Kleinstunternehmen bei der PR-Arbeit laut Autor?
Sie profitieren von ihrer inhärenten Nähe zum Kunden und kleinen Kundenkreisen, was eine sehr persönliche und authentische Beziehungsarbeit ermöglicht, die Großunternehmen oft fehlt.
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- Christiane Seidel (Author), 2005, Krisen-PR: Klassische PR-Tools, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46943