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Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht am Beispiel von Kinderlyrik in der Grundschule

Titre: Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht am Beispiel von Kinderlyrik in der Grundschule

Dossier / Travail de Séminaire , 2017 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Kathleen Victoria Craig (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles
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„Wozu Lyrik heute?“ ist nicht nur der Buchtitel einer der bedeutendsten Lyrikerinnen der deutschen Gegenwartslyrik, Hilde Domin, sondern auch eine häufig gestellte Frage (junger) Erwachsener. Im Gegensatz dazu steht die Antwort einer Grundschülerin der vierten Klasse auf die Frage hin, wie sie Gedichte finde: „Ich liebe sie!“.

Kinder machen bereits vor Eintritt in die Schule viele Erfahrungen mit Lyrik, etwa durch Reime, Kinderlieder, oder Ähnlichem die fast, ausschließlich positiv sind.

Es liegt in der Verantwortung der Grundschulen dieses Interesse an Lyrik in den Unterricht einzubetten, stärker auszuprägen, zu vertiefen, sie nicht zu vernachlässigen und eine Brücke von der kindlichen Neugier auf Lyrik, zur Lust auf die vertiefte Auseinandersetzung im Erwachsenenalter zu schlagen.

Die Lehrkraft muss sich mit den Rahmenbedingungen vertraut machen: Wie können Begegnungen mit einem Text gestaltet werden, der sich von der gewohnten Alltagssprache abhebt? Laut Domin ist das Gedicht „eine Art Gegenstand, den dritte 'brauchen', das heißt: dessen sie bedürfen und dessen sie sich auch bedienen können" (Domin 1993, S.29). Daraus folgt, dass Lyrik nicht nur einen Gegenstand zum Selbstausdruck darstellt, sondern auch ein Mittel zur Herstellung des Kontakts mit anderen, woraus sich eine Relevanz von handlungs- und produktionsorientiertem Ansätzen ableitet lässt. Wird Kindern eine Vielfalt der Auseinandersetzung mit Gedichten geboten, können sie zeigen was sie berührt und beschäftigt, wodurch sich Gedichte auch für Erwachsene wieder neu öffnen, denn Gedichte sind für alle da.

In der folgenden Arbeit wird vorab der Begriff der Kinderlyrik definiert und in verschiedene Unterkategorien eingeordnet. Im Anschluss wird auf das Konzept des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts eingegangen und das didaktische Potenzial von Kinderlyrik hervorgehoben. Im Hinblick auf die Vielschichtigkeit soll diese Ausarbeitung zunächst einen Einblick in zwei besonders geeignete Methoden geben: szenische Interpretation von Gedichten und analoges Schreiben. Konkretisiert wird diese Darstellung an einem entsprechenden Umgang mit Lyrik, einem Gedicht von Jutta Richter. Diese Ausführung gibt verschiedene Antworten auf die voran gestellte Frage „Wozu Lyrik heute?“ und beleuchtet die Möglichkeiten szenischer Interpretationen und selbst produzierter lyrischer Texte als subjektives Ausdrucksmittel.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Definition und Abgrenzung Kinderlyrik

2 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht

2.1 Szenische Interpretation

2.2 Analoges Schreiben

3 Didaktisches Potenzial von Kinderlyrik in der Grundschule

3.1 Praxisbezogenes Beispiel

3.1.1 Unterrichtsdurchführung

Fazit

Reflexion der besuchten Seminare in Modul 3

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Kinderlyrik im Grundschulunterricht durch handlungs- und produktionsorientierte Methoden, um das Interesse der Schüler an Lyrik zu fördern und ihnen einen kreativen Zugang zu eigenen Ausdrucksformen zu ermöglichen.

  • Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
  • Szenische Interpretation als Zugangsmethode
  • Analoges Schreiben als kreatives Ausdrucksmittel
  • Didaktische Umsetzung am Beispiel von Kindergedichten
  • Reflexion der Seminarinhalte im Fach Deutsch

Auszug aus dem Buch

3.1 Praxisbezogenes Beispiel

Am Beispiel des folgenden Kindergedichts soll erläutert werden wie der Ansatz des handlungs- und produktionsorientiertem Unterrichts mithilfe von Kinderlyrik umgesetzt werden kann.

"Heute bin ich wild und böse,

bin ein Wolf im grauen Fell,

bin ein Drache, bin ein Löwe,

und ich beiße und ich bell.

Ich zertrete zwanzig Schnecken

und ich mache ganz viel Krach.

Schneide Löcher in die Decken,

mache meine Schwester wach!

Heute bin ich wild und böse

Und ich gehe nicht ins Bett,

knalle Türen mit Getöse,

bin ganz kratzig, bin nicht nett.

Ich geb heute keine Küsse

und ich schmuse nicht herum.

Ich bin stark, ich knacke Nüsse

und ich finde Schmusen dumm.

Aber endlich kommt der Abend

und das Bösesein ist schwer.

Und ich stehe in der Küche

und ich bin kein Löwe mehr.

Nimm mich bitte in die Arme!

Gib mir einen lieben Kuss!

Ich bin froh, dass ich jetzt endlich

keinen Wolf mehr spielen muss.“

(Richter 2014, S.59)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Lyrik in der kindlichen Erfahrungswelt und definiert die Zielsetzung der Arbeit, das Interesse an Gedichten durch handlungsorientierte Ansätze zu vertiefen.

1 Definition und Abgrenzung Kinderlyrik: Dieses Kapitel definiert Kinderlyrik als umfassenden Begriff, der über einfache Kinderreime hinausgeht, und betont deren Eigenwert als literarische Gattung.

2 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht: Hier werden methodische Ansätze beschrieben, die Literaturunterricht vom lehrerzentrierten Modell lösen und durch sinnliche Erfahrungen aktiv gestalten.

2.1 Szenische Interpretation: Dieser Unterpunkt erläutert, wie durch Rollenspiel, Pantomime oder Hörspiel ein tieferer Zugang zum Text und zu eigenen Emotionen ermöglicht wird.

2.2 Analoges Schreiben: Das Kapitel erklärt, wie Schüler auf Basis bekannter Gedichte eigene Texte verfassen, um als Mitproduzenten kreativ tätig zu werden.

3 Didaktisches Potenzial von Kinderlyrik in der Grundschule: Es wird analysiert, wie Kindergedichte als pädagogisches Werkzeug zur Förderung von Kreativität und Sozialisation eingesetzt werden können.

3.1 Praxisbezogenes Beispiel: Dieser Abschnitt verknüpft die theoretischen Ansätze mit der konkreten Arbeit an einem ausgewählten Gedicht im Unterricht.

3.1.1 Unterrichtsdurchführung: Hier wird detailliert der Ablauf einer Unterrichtseinheit beschrieben, von der Einführung bis hin zur praktischen szenischen und schreibenden Umsetzung.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die intensive Vorbereitung und eine bewusste Gedichtauswahl essenziell für einen erfolgreichen und schülerzentrierten Unterricht sind.

Reflexion der besuchten Seminare in Modul 3: Die Autorin reflektiert ihre eigenen Erfahrungen aus drei Seminaren des Moduls und zeigt deren Verknüpfung mit der Unterrichtspraxis auf.

Schlüsselwörter

Kinderlyrik, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Grundschule, Szenische Interpretation, Analoges Schreiben, Didaktik, Lyrikdidaktik, Kreativität, Sprachförderung, Literaturunterricht, Jutta Richter, Ausdrucksmittel, Unterrichtsplanung, Emotionen, Fach Deutsch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert Möglichkeiten, wie Kinder im Grundschulalter durch handlungs- und produktionsorientierte Methoden motiviert und befähigt werden können, sich intensiv mit Lyrik auseinanderzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Definition und Abgrenzung von Kinderlyrik, verschiedene didaktische Zugangsweisen wie das szenische Interpretieren und das analoge Schreiben sowie deren praktische Anwendung im Grundschulunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie das didaktische Potenzial von Gedichten ausgeschöpft werden kann, um Lyrik als Mittel zum Selbstausdruck und zur Kontaktgestaltung für Kinder nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Ansätze, die durch ein konkretes Praxisbeispiel illustriert und am Ende durch eine persönliche Reflexion der Studieninhalte ergänzt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Kinderlyrik, der Erläuterung methodischer Ansätze wie der szenischen Interpretation und dem analogen Schreiben sowie deren praktischer Umsetzung anhand eines konkreten Gedichtbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kinderlyrik, handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, szenische Interpretation, analoges Schreiben, didaktisches Potenzial, kreativer Deutschunterricht und literarisches Lernen.

Warum wird das Gedicht von Jutta Richter als Beispiel herangezogen?

Das Gedicht "Heute bin ich wild und böse" eignet sich aufgrund seiner klaren Struktur und der thematischen Relevanz für das emotionale Erleben von Kindern ideal für eine handlungsorientierte Erarbeitung.

Welchen Stellenwert nimmt die Reflexion der Seminare in der Arbeit ein?

Die Reflexion dient dazu, die im Studium erlernten theoretischen Grundlagen aus Modul 3 in Bezug auf die eigene Unterrichtspraxis und die persönliche Entwicklung als Lehrkraft zu hinterfragen und zu verknüpfen.

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Résumé des informations

Titre
Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht am Beispiel von Kinderlyrik in der Grundschule
Université
University of Education Freiburg im Breisgau
Cours
Kinderlyrik in der Grundschule
Note
1,0
Auteur
Kathleen Victoria Craig (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
22
N° de catalogue
V469844
ISBN (ebook)
9783668955424
ISBN (Livre)
9783668955431
Langue
allemand
mots-clé
Kinderlyrik Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht Unterrichtsstunde Unterrichtseinheit Gedichte Lyrik mit Kindern Szenische Interpretation Analoges Schreiben Didaktisches Potenzil Praxisbezug Unterrichtsdurchführung Ausdrucksmöglichkeiten für Kinder Emotionen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Kathleen Victoria Craig (Auteur), 2017, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht am Beispiel von Kinderlyrik in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/469844
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Extrait de  22  pages
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