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Der Militärputsch in Chile. Wie lässt sich das Wirken der USA mit den Imperialismustheorien Monroe Doktrin und John Rawls "Recht der Völker" vereinbaren?

Titel: Der Militärputsch in Chile. Wie lässt sich das Wirken der USA mit den Imperialismustheorien Monroe Doktrin und John Rawls "Recht der Völker" vereinbaren?

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jonas Franke (Autor:in)

Geschichte - Amerika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht, wie sich das amerikanische Wirken beim Militärputsch in Chile anhand von zwei Imperialismus-Theorien auslegen lässt. Dabei wurden Theorien gewählt, die sich grundlegend voneinander unterscheiden. Die Monroe Doktrin legte einen Grundpfeiler für den Hegemonialanspruch der USA gegenüber der Nord-, Mittel und Südamerika, auf die sich Richard Nixon in Bezug auf die gewonnen Wahl von Salvador Allende bezog. Dieser Theorie wird John Rawls "Recht der Völker" gegenübergestellt.

Der Militärputsch in Chile am 11. September 1973 gilt als einer der strittigsten Interventionen der USA. Die Vereinigten Staaten versuchten mit allen Mitteln die Machtergreifung und die den Erhalt der Regierung des chilenischen sozialistischen Präsidenten Salvador Allende-Gossen zu verhindern und waren schließlich mit der gewaltsamen Machtübernahme von General Augusto Pinochet erfolgreich. Von offizieller Seite wurde zwar noch während des kalten Krieges kein Bekenntnis zu einer Beteiligung von der US-amerikanischen Regierung gegeben. dennoch war kurze Zeit später klar, dass das CIA einen erheblichen Teil zur Machtergreifung Pinochets beitrug. Die Folge von diesem Putsch war die Machtausübung eines äußerst autoritäres Regime, das sich vor allem durch das Verschwindenlassen und Foltern von politischen Gegnern wie ein schwarzer Schatten über Chiles Geschichte legt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Das Eingreifen der USA in die chilenische Politik: Geschichtliche Einordnung.

3.1 Das Eingreifen der USA in die chilenische Politik nach der Monroe Doktrin.

3.2 Das Eingreifen der USA in die chilenische Politik nach dem „Recht der Völker“ von John Rawls.

4. Fazit.

5. Literatur.

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle der Vereinigten Staaten beim Militärputsch in Chile 1973 und analysiert das US-amerikanische Handeln vor dem Hintergrund der Monroe-Doktrin sowie John Rawls' „Recht der Völker“, um die Legitimität dieser Intervention kritisch zu hinterfragen.

  • Die historische Einordnung des US-amerikanischen Einflusses in Südamerika.
  • Die Anwendung und Interpretation der Monroe-Doktrin im Kontext des Kalten Krieges.
  • Die Analyse des chilenischen Machtwechsels anhand der Idealtheorie von John Rawls.
  • Die kritische Bewertung der amerikanischen Rechtfertigungsstrategien und Interessen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Eingreifen der USA in Chile nach dem „Recht der Völker“ von John Rawls.

John Rawls beschreibt in seinem Werk „Das Recht der Völker“ über die Souveränität jedes Volkes. Er beschreibt dabei, dass jedes Volk in der Lage ist eigenständig zu handeln und mit einem Verständnis von Fairness auf ein anderes Volk zugeht und somit ein Leben in der Völkergemeinschaft für alle Teilnehmer möglich macht. Rawls spricht bewusst von Völkern und nicht Staaten, weil der Begriff Völker zum einem moralisch handelnde Akteure darstellt.

Zum anderem, weil Völker als Akteure innerhalb einer Völkergemeinschaft handeln, genauso wie Bürger innerhalb einer heimischen Gesellschaft handeln und zusammenleben. Auf die heimische Gesellschaft bezogen, geht er davon aus, dass jeder Akteur gleiche Rechte hat und sich gleichstark an der Gesellschaft beteiligen kann und dass ihn die Grundsätze durch Bildung weitervermittelt werden, so dass sich die Bürger effektiv einbringen und sich gegenseitig mit Fairness und Toleranz entgegenkommen können.

Außerdem soll darauf vertraut werden, dass es in einer heimischen Gesellschaft einen Konsens von Moral gibt, der über das religiöse oder politische hinausgeht. Völker die diese Kriterien erfüllen, werden im „Recht der Völker“ als liberal bezeichnet. Selbige Prinzipien könnten auch auf die Gesellschaft von Völkern angewendet werden, sofern sich die demokratischen Strukturen, die innerhalb der heimischen Gesellschaft stattfinden, auf eine Völkergemeinschaft ausweiten lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung.: Einführung in die Thematik des Militärputsches in Chile und Vorstellung der zwei gewählten Imperialismus-Theorien zur Analyse.

2. Das Eingreifen der USA in die chilenische Politik: Geschichtliche Einordnung.: Darstellung der Vorgeschichte, geprägt durch US-Interessen nach dem Zweiten Weltkrieg, die Truman-Doktrin und Versuche der politischen Einflussnahme vor 1973.

3.1 Das Eingreifen der USA in die chilenische Politik nach der Monroe Doktrin.: Analyse der US-Intervention unter der Prämisse der Monroe-Doktrin und der Sorge vor einem hegemonialen Verlust sowie dem Eindringen des Kommunismus.

3.2 Das Eingreifen der USA in die chilenische Politik nach dem „Recht der Völker“ von John Rawls.: Untersuchung des Putschgeschehens anhand von Rawls' Idealtheorie zur moralischen Handlungsweise von liberalen Völkern.

4. Fazit.: Zusammenfassende Bewertung, dass der Putsch weder durch die Monroe-Doktrin noch durch Rawls' „Recht der Völker“ legitimiert werden kann.

5. Literatur.: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Chile, Militärputsch, USA, Monroe-Doktrin, John Rawls, Recht der Völker, Salvador Allende, Augusto Pinochet, Imperialismus, Außenpolitik, Kalter Krieg, Intervention, Demokratie, Hegemonie, Wirtschaftspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die US-amerikanische Beteiligung am chilenischen Militärputsch 1973 und prüft diese Handlung anhand zweier theoretischer Konzepte: der Monroe-Doktrin und John Rawls’ Werk „Das Recht der Völker“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das imperiale Wirken der USA in Lateinamerika, die Ideologie des Kalten Krieges, die politische Situation in Chile unter Salvador Allende sowie die völkerrechtliche und ethische Bewertung von Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Intervention der USA in Chile durch die Monroe-Doktrin oder die Prinzipien von John Rawls legitimiert werden kann oder ob sie einen Widerspruch zu diesen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die durch den Vergleich von realpolitischen Geschehnissen mit theoretischen Imperialismus- und Gerechtigkeitsmodellen geleitet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Aufarbeitung der US-Interventionspolitik seit 1945, die Anwendung der Monroe-Doktrin auf das Chile der 1970er Jahre sowie die Analyse des Verhaltens der USA gegenüber dem Rawls’schen Konzept „Recht der Völker“.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Chile, Militärputsch, USA, Monroe-Doktrin, John Rawls, Intervention und Souveränität.

Warum spielt die Person Salvador Allende eine zentrale Rolle in der Argumentation?

Allende wird als gewählter Basisdemokrat dargestellt, dessen Politik der nationalen Unabhängigkeit und Verstaatlichung den Interessen der USA widersprach, was als Hauptgrund für die Destabilisierung durch Washington identifiziert wird.

Welches Fazit zieht der Autor hinsichtlich der amerikanischen Begründung für den Putsch?

Der Autor kommt zum Schluss, dass die offizielle Begründung der „Sicherung der Demokratie“ eine bloße Fassade war und die USA primär wirtschaftliche Eigeninteressen und Wohlstandssicherung verfolgten.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Militärputsch in Chile. Wie lässt sich das Wirken der USA mit den Imperialismustheorien Monroe Doktrin und John Rawls "Recht der Völker" vereinbaren?
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für anglo-amerikanische Geschichte)
Veranstaltung
“Das Imperium schlägt zurück: Strategien imperialer Politik von der Monroe Doktrin bis zur Administration George W. Bush”,
Note
1,3
Autor
Jonas Franke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V470105
ISBN (eBook)
9783668945326
ISBN (Buch)
9783668945333
Sprache
Deutsch
Schlagworte
chile usa Monroe-Doktrin John Rawls Recht der Völker Völkerrecht Putsch Pinochet Allende Südamerika Lateinamerika 20. Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jonas Franke (Autor:in), 2013, Der Militärputsch in Chile. Wie lässt sich das Wirken der USA mit den Imperialismustheorien Monroe Doktrin und John Rawls "Recht der Völker" vereinbaren?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470105
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Leseprobe aus  18  Seiten
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