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Das Geschlechterverhältnis zu Zeiten des Nationalsozialismus

Titel: Das Geschlechterverhältnis zu Zeiten des Nationalsozialismus

Hausarbeit , 2019 , 12 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Alexander Engel (Autor:in)

Soziologie - Krieg und Frieden, Militär
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der nun folgenden Arbeit werde ich das Männer- und Frauenbild in der Zeit des Nationalsozialismus betrachten.
Ziel dieser Arbeit wird es sein, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Erziehung von jungen Frauen und jungen Männern aufzuzeigen. Dabei gehe ich auf die Sozialisation der Jugendlichen in den jeweiligen Organisationen – der Hitlerjugend und dem Bund Deutscher Mädel – ein und beleuchtet die unterschiedlichen Herangehensweisen in den Organisationen.

Dies ist notwendig, um das Frauen- und Männerbild des NS-Regimes zu verstehen. Außerdem soll aufgezeigt werden, inwiefern sich die Betrachtungsweisen auf die beiden Geschlechter in Zeiten des Krieges änderten. Dies wird genauer in Abschnitt 4. sowie Abschnitt 5 betrachtet. Zunächst werde ich aber die Organisationsstrukturen der beiden Jugendorganisationen aufzeigen, um ein näheres Verständnis über das Erziehungsideal der damaligen Zeit zu ermöglichen. Beginnen werde ich hierbei mit dem Bund Deutscher Mädel.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das nationalsozialistische Frauen- und Mädchenbild

3. Das nationalsozialistische Männer- und Jungenbild

4. Analyse und Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das geschlechtsspezifische Rollenverständnis und die unterschiedlichen Erziehungsideale von jungen Frauen und Männern während der Zeit des Nationalsozialismus, um die Indoktrinationsmechanismen des NS-Regimes zu verdeutlichen.

  • Sozialisationsprozesse in Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel
  • Gegenüberstellung von politischer Soldatenerziehung und Ausrichtung auf das Muttertum
  • Einfluss von Ideologie und Propaganda auf das tägliche Leben und die Kleidung
  • Veränderung der Rollenbilder unter dem Druck des Zweiten Weltkriegs

Auszug aus dem Buch

3. Das nationalsozialistische Männer- und Jungenbild

Im NS-Staat gab es nicht nur ein staatlich geschaffenes Mädchenbündnis, sondern auch ein Jungenbündnis, besser bekannt als die Hitlerjugend.

Erstes Mittel und Ziel der Hitlerjugend war es, die Jugendlichen sportlich zu ertüchtigen. So kam es zu jeder Zeit zu sportlichen Wettkämpfen innerhalb der HJ, was sich in zahlreichen Leistungsabzeichen innerhalb der HJ manifestierte (Klönne: 1982: 77f.).

Die körperliche Ertüchtigung war ein wichtiger Charakterzug der Hitlerjugend für Adolf Hitler. Dies begründet sich wie so oft im rassistischen Biologismus des NS-Regimes. Jeder Junge sollte darauf getrimmt sein, der Beste sein zu wollen und seine Kameraden im Sport überflügeln zu wollen, was zu einer rassischen Auslese der Besten führen sollte. Diese Art der Ertüchtigung sollte den Jugendlichen das Selbstvertrauen beibringen, sich gegenüber anderen überlegen zu fühlen und auch fühlen zu wollen, während sie aber auch die Unterlegenheit gegen Stärkere anzuerkennen vermögen (ebd.: 78).

Auch wurde eine militärischer Drill auf die jugendlichen Männer ausgeübt. Im Gegensatz zu früheren Jugendorganisationen war die Hitlerjugend stramm durchorganisiert mit Appellen, Geländesport und Luftgewehrschießen. Zudem wurden Geländekenntnisse vermittelt und weltanschauliche Vorträge zur Indoktrination gehalten (ebd.: 57).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Ziel der Arbeit vor, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Erziehung von Jungen und Mädchen in den NS-Jugendorganisationen zu untersuchen.

2. Das nationalsozialistische Frauen- und Mädchenbild: Dieses Kapitel analysiert die Aufgaben und Ziele der Erziehung im Bund Deutscher Mädel, die primär auf die Rolle als Mutter und Unterstützerin des NS-Staates ausgerichtet war.

3. Das nationalsozialistische Männer- und Jungenbild: Das Kapitel erläutert die Formung des „politischen Soldaten“ innerhalb der Hitlerjugend durch körperliche Ertüchtigung, Drill und ideologische Indoktrination.

4. Analyse und Vergleich: Hier werden die beiden Erziehungskonzepte gegenübergestellt, wobei vor allem die ideologische Überlappung und der geschlechtsspezifische Unterschied zwischen Kämpferrolle und Unterstützerrolle hervorgehoben werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass während das Männerbild über die NS-Zeit hinweg stabil auf Kriegsbereitschaft ausgerichtet blieb, sich das Frauenbild kriegsbedingt pragmatisch anpassen musste.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Indoktrination, Geschlechterrollen, politischer Soldat, Erziehungsideal, Volksgemeinschaft, Kriegsdienst, Rollenverständnis, Propaganda, NS-Ideologie, Mädchenerziehung, Jungenerziehung, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die unterschiedlichen Erziehungsideale und Rollenbilder für Jungen und Mädchen im Nationalsozialismus anhand der Jugendorganisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ideologisierung durch Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel sowie der Vorbereitung auf die gesellschaftlichen Rollen als Soldat bzw. Mutter.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die spezifischen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Erziehung der Geschlechter unter dem NS-Regime aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Analyse der theoretischen Grundlagen und der Organisationsstrukturen basierend auf zeitgenössischer Literatur und historischen Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Mädchenbildes, die Analyse des Männerbildes sowie den direkten Vergleich beider Konzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Nationalsozialismus, Hitlerjugend, Bund Deutscher Mädel, Indoktrination, Geschlechterrollen und politischer Soldat.

Wie hat sich das Rollenbild der Frau im Krieg verändert?

Durch den kriegsbedingten Mangel an Arbeitskräften und Soldaten mussten Frauen auch in Bereichen tätig werden, die zuvor als unpassend für ihre Rolle galten.

Welche Bedeutung hatte das Thema „Mutter des Volkes“?

Es war ein zentrales Ziel der Mädchenerziehung, diese auf die Rolle der Mutter als Garantin der arischen „Erbgesundheit“ vorzubereiten.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Geschlechterverhältnis zu Zeiten des Nationalsozialismus
Hochschule
Technische Universität Darmstadt
Note
3,0
Autor
Alexander Engel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
12
Katalognummer
V470159
ISBN (eBook)
9783668946927
ISBN (Buch)
9783668946934
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalsozialismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Engel (Autor:in), 2019, Das Geschlechterverhältnis zu Zeiten des Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470159
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Leseprobe aus  12  Seiten
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