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Von der Kunst des Erzählens in pädagogischen Settings

Die Bildungswirksamkeit von Narrativ und Narrationen aus pädagogischer und didaktischer Perspektive

Titel: Von der Kunst des Erzählens in pädagogischen Settings

Hausarbeit , 2018 , 68 Seiten

Autor:in: Nadia Houri (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für die vorliegende Arbeit soll zunächst eine Eingrenzung zwischen den beiden Begriffen Geschichte und Erzählung stattfinden. Aristoteles befasst sich in der zweiten Poetik damit, dass erzählte Geschichten nicht zwangsläufig Abbilder der Wirklichkeit darstellen. Bei genauerer Betrachtung unterscheiden sich die beiden Darstellungsformen in der Ebene, in der sie ihre Quelle beziehen. Es wird deutlich, dass eine Erzählung nicht gleich eine Geschichte darstellt, da Geschichten in erster Linie das Ziel verfolgen, eine reale und zugleich vereinfachte Darstellung eines Geschehens zu präsentieren. Vielmehr scheint die Unterscheidung zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu liegen. Die Geschichte bedarf eines linearen Verlaufs von Ereignissen der bei Erzählungen nicht immer der Wirklichkeit entsprechen muss.

Nach einer Grundlagenvorstellung, bedarf es einer dimensionalen Betrachtung des Erzählens. Das Erzählen lässt sich neben einer bereits angerissenen individuellen Ebene auch in einen kulturellen Rahmen und sozialen Hintergrund integrieren. Basierend auf der vorhergehenden erkenntnistheoretischen und inhaltsanalytischen Darstellung des Untersuchungsschwerpunktes kann im fünften Teil dieser Arbeit auf lerntheoretische Hintergründe eingegangen werden.

Abschließend werden in einem Resümee Schlüsse aus dem vorher Erarbeiteten hinsichtlich des praktischen Nutzens des Erzählens in pädagogischen Settings basierend auf die theoretischen Erkenntnisse gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung: Das Selbst als Lebensgeschichte: Geschichten, Erzählungen und das Narrative an der eigenen Identität

2 Zum Forschungsstand: Theoretischer Bezugsrahmen und methodisches Vorgehen

3 Grundlagen des Erzählens

3.1 Der Mensch als Homo Narrator

3.1.2 Die Sprache das Mittel jeder Erzählung

3.2.1 Erzählen und Erzählungen

3.2.2 Das narrative am Erzählen

3.2.3 Die funktionale Bedeutung von Geschichten für den pädagogisch-didaktischen Kontext

3.3 Formen und Funktionen des Erzählens

3.3.1 Formen des Erzählens

3.3.2 Funktionen des Erzählens

4 Dimensionale Ebenen des Erzählens

4.1 Die kulturelle Dimension des Erzählens

4.2 Die soziale Dimension des Erzählens

4.3. Die individuelle Dimension des Erzählens

5. Erzählen als Ressource der pädagogischen Praxis

5.1 Lern- und Bildungstheoretische Hintergründe des Erzählens

5.2 Methoden des Erzählens in der pädagogischen Arbeit

5.2.1 Storytelling

5.2.2 Storyline

6 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische und didaktische Wirksamkeit des Erzählens. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern das Erzählen als eine effektive Methode in pädagogischen Settings genutzt werden kann, um Lernprozesse zu fördern und die Identitätsbildung zu unterstützen.

  • Interdisziplinäre Untersuchung der Bedeutung von Narrativen für Lern- und Bildungsprozesse.
  • Theoretische Fundierung des "Homo Narrator" und der Rolle der Sprache.
  • Analyse der kulturellen, sozialen und individuellen Dimensionen des Erzählens.
  • Praktische Erörterung didaktischer Methoden wie Storytelling und Storyline im Schulunterricht.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung: Das Selbst als Lebensgeschichte: Geschichten, Erzählungen und das Narrative an der eigenen Identität

“Man is the story telling animal.” (Graham 1992, S.60)

Mit der Geburt des Menschen ist der Beginn einer kontinuierlichen Begegnung mit Geschichten und Erzählungen festgelegt. Sie erstrecken sich über alle Lebensbereiche und sind somit ein nicht wegdenkbarer Lebensbegleiter. Dieser unterbrochene Prozess wird basierend auf der Komponente der Zeit von einem Selbst erfahren. Dieses Selbst befindet sich in einem geistlich sowie physisch stetig wandelnden Prozess. Das Selbst ist in der Lage, sich durch die Bezeichnung „Ich“ in Geschichten darzustellen und sich selbst durch eine Einbettung in ausgewählte Geschichten zu definieren. Dieses Potenzial erkennen bereits Vorschulkinder und nutzen dieses spielerisch aus. Auch mir wurde diese Möglichkeit der eigenen Inszenierung in einer äußeren Welt schnell bewusst.

Wenn meine Lehrerin am Montag unsere Erlebnisse aus dem Wochenende hören wollte, erzählte ich stolz, wie aufregend der Ausflug in den Zoo oder die Eissporthalle war. Das „Ich“, von dem meine Person in diesen Geschichten sprach, war nicht meine wirkliche Identität. Vielmehr war es eine Fiktion. Ich wünschte mir ein solches Wochenende tatsächlich erlebt zu haben und versetzte mich in das „Ich“, welches diese Szenen in dieser Form erlebt haben könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Selbst als Lebensgeschichte: Geschichten, Erzählungen und das Narrative an der eigenen Identität: Einführung in die Bedeutung von Geschichten für die menschliche Identitätsentwicklung und erste begriffliche Annäherung.

2 Zum Forschungsstand: Theoretischer Bezugsrahmen und methodisches Vorgehen: Erläuterung des theoretischen Rahmens sowie der in der Arbeit angewandten inhaltsanalytischen Methode.

3 Grundlagen des Erzählens: Philosophische und theoretische Begründung des Menschen als Homo Narrator sowie die zentrale Rolle der Sprache als Kommunikationsmittel.

4 Dimensionale Ebenen des Erzählens: Betrachtung der kulturellen, sozialen und individuellen Dimensionen des Erzählens und deren Bedeutung für das menschliche Zusammenleben.

5. Erzählen als Ressource der pädagogischen Praxis: Untersuchung der Anwendungsmöglichkeiten des Erzählens im pädagogischen Alltag sowie konkrete didaktische Methoden.

6 Resümee und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit des Erzählens und Ausblick auf die Bedeutung für zukünftige Lernkulturen.

Schlüsselwörter

Erzählen, Narration, Narrative Identität, Homo Narrator, Pädagogik, Didaktik, Bildungsprozesse, Sprachkompetenz, Storytelling, Storyline, Identitätsbildung, Interkulturelles Lernen, Lernkulturen, Erfahrungswissen, Wissensvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial des Erzählens als pädagogische Methode und deren Wirksamkeit in bildungsrelevanten Kontexten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die anthropologische Bedeutung des Erzählens, dessen kulturelle und soziale Dimensionen sowie die praktische Anwendung didaktischer Erzählmethoden.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das Erzählen als eine effektive, sinnstiftende Methode für den pädagogischen Alltag zu erörtern, die über die bloße Wissensvermittlung hinausgeht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, um interdisziplinäres Textmaterial zu untersuchen und daraus die Wirksamkeit narrativer Ansätze abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Homo Narrator), die drei Dimensionen (kulturell, sozial, individuell) sowie die didaktische Umsetzung mittels Methoden wie Storytelling und Storyline detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Narration, narrative Identität, pädagogische Praxis, Kompetenzbildung und didaktische Methode stehen im Zentrum der Untersuchung.

Welche Rolle spielen Märchen in dieser Arbeit?

Märchen werden als eine besondere Form des Erzählens analysiert, die aufgrund ihrer moralischen Struktur und Identifikationspotenziale besonders für die Entwicklung des Selbst im Kindesalter geeignet sind.

Warum ist das Thema für den Religionsunterricht relevant?

Die Autorin zeigt auf, dass koranische Erzählungen und religiöse Narrative als Medium für interkulturelle und theologische Austauschprozesse im schulischen Rahmen dienen können.

Wie ist die "narrative Identität" definiert?

Sie beschreibt das Selbst als ein dynamisches Konstrukt, das durch die eigene, kontinuierliche (Selbst-)Erzählung und die zeitliche Verknüpfung von Erfahrungen geformt wird.

Welchen Mehrwert bietet die Methode der Storyline für den Unterricht?

Storyline ermöglicht eine handlungsorientierte und schülerzentrierte Projektarbeit, bei der Lernende durch Leitfragen sequenziell durch eine Geschichte geführt werden und so komplexe Lerninhalte aktiv erschließen.

Ende der Leseprobe aus 68 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Von der Kunst des Erzählens in pädagogischen Settings
Untertitel
Die Bildungswirksamkeit von Narrativ und Narrationen aus pädagogischer und didaktischer Perspektive
Autor
Nadia Houri (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
68
Katalognummer
V470483
ISBN (eBook)
9783668954090
ISBN (Buch)
9783668954106
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kunst erzählens settings bildungswirksamkeit narrativ narrationen perspektive
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadia Houri (Autor:in), 2018, Von der Kunst des Erzählens in pädagogischen Settings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470483
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Leseprobe aus  68  Seiten
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