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Die Rolle der Leichtahtletik im Lehrplan Sport

Titre: Die Rolle der Leichtahtletik im Lehrplan Sport

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 30 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Michel Allendörfer (Auteur), Pierre Banek (Auteur)

Sport - Théorie et Pratique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Leichtathletik umfasst Disziplinen, die sich aus den natürlichen menschlichen Bewegungen entwickelt haben. Dazu gehört das Laufen, Springen und Werfen. Diese natürlichen Bewegungsformen waren bereits Bestandteil der ersten olympischen Spiele in der Antike. Damit wird deutlich, dass die Leichtathletik eine lange Tradition hat und zu einem wertvollen Kulturgut der Menschen gehört. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Sportunterricht jedoch zu sehr darauf beschränkt, den Schülerinnen und Schülern lediglich die leichtathletischen Fertigkeiten zu vermitteln. Die gesamte Dimension des Laufens, Springens und Werfens wurde somit nicht erfasst. Es ging vielmehr darum, die eigene Leistung so schnell wie möglich zu verbessern, anstatt möglichst viele Bewegungserfahrungen zu sammeln. Da man sich folglich zunehmend fragte, welchen Sinn der Sportunterricht in der Schule hat, suchte die Sportpädagogik nach Antworten. Ihr ist es zu verdanken, dass der Sportunterricht revolutioniert worden ist und nun wieder seine Berechtigung findet, indem sie Inhalte, Methoden und Ziele festgelegt hat, die sich im neuen Lehrplan für die gymnasiale Oberstufe durchgesetzt haben. Um zu verstehen, welche Rolle die Leichtathletik in der schulischen Ausbildung spielt, ist es erforderlich die Lehrpläne vorzustellen. Dabei möchten wir nicht jeden einzelnen Punkt wiedergeben. Wir sehen die Herausforderung dieser Arbeit vielmehr darin, einen Schritt weiter zu gehen und die Lehrpläne unter bestimmten Perspektiven zu untersuchen. Dazu sollen sowohl pädagogische Leitgedanken, als auch historische Hintergründe erklärt werden. Die Rolle der Leichtathletik steht dabei natürlich im Zentrum, deshalb haben wir stets versucht Beispiele zu geben, wie etwas im Schulunterricht umgesetzt werden könnte. Dabei haben wir viele Ideen und Anregungen einfließen lassen, die wir im Rahmen des Schwerpunktes Leichtathletik (SS 2004, Seminarleitung: Silke Brand) und des Seminars: „Welche Leichtathletik für die Schule?“ (SS 2004, Seminarleitung: Silke Brand u.M.v. Robert Prohl) gesammelt haben. Deshalb möchten wir uns in diesem Zusammenhang bei der Seminarleitung bedanken.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Lehrplan für die Grundschule

2.1 Zielebene

2.2 Inhaltsebene

2.3 Methodenebene

2.4 Leistungsbeurteilung

2.5 „Laufen, Springen, Werfen“ in der Grundschule

3 Lehrplan für die Mittelstufe

3.1 Zielebene

3.2 Inhaltsebene

3.3 Methodenebene

3.4 Leistungsbeurteilung

3.5 „Leichtathletik“ in der Mittelstufe

4 Lehrplan für die gymnasiale Oberstufe

4.1 Zielebene

4.2 Inhaltsebene

4.3 Methodenebene

4.4 Leistungsbeurteilung

4.5 „Laufen, Springen, Werfen“ in der gymnasialen Oberstufe

4.6 Wie sieht die praktische Umsetzung des neuen Lehrplans aktuell aus?

5 Fazit

6 Lehrprobe

6.1 Überlegungen zur praktischen Umsetzung

6.2 Durchführung der Lehrprobe

6.3 Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Rolle der Leichtathletik im schulischen Lehrplan und untersucht, wie sich der Fokus von rein leistungsorientierten Disziplinen hin zu einer ganzheitlichen, pädagogisch orientierten Bewegungserziehung entwickelt hat, wobei der Schwerpunkt auf der gymnasialen Oberstufe liegt.

  • Vergleich der Lehrplankonzepte für Grundschule, Mittelstufe und gymnasiale Oberstufe.
  • Die Transformation von klassischen sportartenbezogenen Inhalten zu kompetenzorientierten "Unterrichtsvorhaben".
  • Einfluss pädagogischer Leitgedanken auf die methodische Gestaltung des Sportunterrichts.
  • Herausforderungen und Chancen bei der praktischen Umsetzung neuer Lehrplankonzepte.
  • Fallbeispiele zur modernen didaktischen Umsetzung im Bewegungsfeld "Laufen, Springen, Werfen".

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundschule - Zielebene

Der Sportunterricht in der Grundschule zielt vor allem darauf ab, den kindlichen Spiel- und Bewegungsdrang zu entfalten. Es ist davon auszugehen, dass die Schülerinnen und Schüler bis zum Zeitpunkt ihrer Einschulung nur wenige bis gar keine Erfahrungen in normierten Sportarten gesammelt haben. Deshalb wäre es falsch zu erwarten, dass die Kinder auf Anhieb wettkampfspezifische Bewegungsmuster erlernen. Stattdessen wird der Sportunterricht auf vereinfachte Lernprozesse ausgerichtet, die von den Lernmöglichkeiten und Erfahrungen der Kinder ausgehen – und nicht von denen eines erwachsenen Hochleistungssportlers.

Damit wird im Lehrplan für die Grundschule ein wichtiger pädagogischer Leitgedanke deutlich, der die Kindheit als eigenwertige Lebensphase anerkennt und nicht als schnellstmögliche „Heranzüchtung“ zu einem Erwachsenen, wie es zum Beispiel in der politischen Leibeserziehung der Fall war. Dort sollte das „schwache weggehämmert werden“ (vgl. Hitler, 1920) damit der Staat aus kräftigen und wehrtüchtigen Soldaten besteht. Der heutige Sportunterricht, der neben dem zielgerichteten Kennen lernen von Bewegungen auch das freie Experimentieren beinhaltet, um vielfältige Bewegungs- und Körpererfahrungen zu sammeln, nähert sich den Grundideen von Rousseaus Emile (1762): „Denkt auch an erster Stelle daran, daß ihr ihm nur selten vorschreiben solltet, was er lernen soll. Er selbst muß es wünschen, suchen, finden.“ (Rousseau, 2001, S. 174). Damit wird auch das Kind als freies Wesen anerkannt, das sich selbst verwirklichen und die Welt erkunden will.

Darüber hinaus sollen die Kinder bewusst koedukativ unterrichtet werden, damit sie das Fach Sport als Erfahrungsraum für gemeinsame und unterschiedliche Interessen wahrnehmen. In der Auseinandersetzung mit dem anderen Geschlecht sollen die Mädchen und Jungen lernen sich gegenseitig zu unterstützen und auf die Bedürfnisse der anderen Rücksicht zu nehmen (? soziale Kompetenz). Gesundheitliche Aspekte sind ebenso von großer Bedeutung, denn auch schwächere Schülerinnen und Schüler sollen durch den Sportunterricht gefördert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die historische Entwicklung der Leichtathletik und die notwendige pädagogische Neuausrichtung des Sportunterrichts weg von reinen Fertigkeiten hin zu umfassenden Bewegungserfahrungen.

2 Lehrplan für die Grundschule: Der Fokus liegt auf der kindlichen Entwicklung, der Förderung des natürlichen Bewegungsdrangs durch offene Aufgabenstellungen und der Einführung von Handlungsbereichen statt starrer Sportarten.

3 Lehrplan für die Mittelstufe: Dieses Kapitel thematisiert den Übergang zu normierteren sportartenspezifischen Fertigkeiten und den Stellenwert der Leichtathletik als verbindliche Individualsportart.

4 Lehrplan für die gymnasiale Oberstufe: Es wird die Einführung pädagogischer Perspektiven und die Konzeption von Unterrichtsvorhaben diskutiert, die eine Vernetzung von Theorie und Praxis in der Oberstufe ermöglichen sollen.

5 Fazit: Das Fazit stellt den Wandel von strukturellen, traditionellen Bildungsansätzen hin zu prozessorientierten Bewegungserfahrungen dar und fordert eine ausgewogene Integration beider Aspekte.

6 Lehrprobe: Die Autoren dokumentieren ihre praktische Umsetzung eines Unterrichtsversuchs, der moderne Lehrplankriterien wie "Orientierungslauf" und "besondere Aufgabenstellungen" integriert.

Schlüsselwörter

Leichtathletik, Sportunterricht, Lehrplan, Grundschule, Mittelstufe, gymnasiale Oberstufe, Bewegungserziehung, Pädagogik, Unterrichtsvorhaben, Bewegungserfahrung, Leistungsbeurteilung, Kompetenzorientierung, Didaktik, Schulsport, Bewegungsfeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und die didaktische Einordnung der Leichtathletik innerhalb verschiedener schulischer Lehrpläne von der Grundschule bis zur Oberstufe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Wandel von der traditionellen Sportartenvermittlung zu mehrperspektivischen "Unterrichtsvorhaben", die Bedeutung pädagogischer Leitgedanken und die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Konzepte in der Schulpraxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der Sportunterricht von einer leistungszentrierten "Heranzüchtung" zu einer ganzheitlichen, prozessorientierten Bildung hin entwickelt hat und welche Konsequenzen dies für die Vermittlung leichtathletischer Inhalte hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autoren nutzen eine Kombination aus Literaturanalyse der aktuellen Lehrpläne sowie eine reflektierte Fallstudie in Form einer selbst durchgeführten Lehrprobe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der verschiedenen Schulstufen, wobei jeweils Zielebenen, Inhaltsebenen, Methodik und Leistungsbeurteilung unter Berücksichtigung des neuen Lehrplankonzepts gegenübergestellt werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Begriffe wie "mehrperspektivische Bewegungserfahrung", "Unterrichtsvorhaben", "pädagogische Perspektiven" und "Laufen, Springen, Werfen" stehen im Zentrum der inhaltlichen Auseinandersetzung.

Warum wird in der gymnasialen Oberstufe nicht mehr von "Leichtathletik" gesprochen?

Weil der neue Lehrplan den Fokus auf "Bewegungsfelder" und "pädagogische Perspektiven" verschiebt, um den Sportunterricht nicht primär über sportartspezifische Techniken, sondern über thematische Schwerpunkte wie Gesundheit oder soziales Lernen zu definieren.

Was bemängeln die Autoren bei der praktischen Umsetzung der neuen Lehrpläne?

Sie kritisieren, dass es oft an Material, passenden Ausbildungen der Lehrkräfte und einer klaren, unterstützenden Fortbildungskultur fehlt, wodurch die innovative Konzeption teilweise nicht oder nur lückenhaft umgesetzt werden kann.

Welche Rolle spielt die "Lehrprobe" im Dokument?

Sie dient als praktischer Beweis dafür, dass die Forderungen des neuen Lehrplans, wie etwa die Verknüpfung von Disziplinen mit besonderen Aufgabenstellungen, auch unter realen Bedingungen mit Phantasie umsetzbar sind.

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Résumé des informations

Titre
Die Rolle der Leichtahtletik im Lehrplan Sport
Université
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Sportwissenschaften)
Cours
Schwerpunktsportart Leichtathletik
Note
1,0
Auteurs
Michel Allendörfer (Auteur), Pierre Banek (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
30
N° de catalogue
V47066
ISBN (ebook)
9783638441032
Langue
allemand
mots-clé
Rolle Leichtahtletik Lehrplan Sport Schwerpunktsportart Leichtathletik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michel Allendörfer (Auteur), Pierre Banek (Auteur), 2004, Die Rolle der Leichtahtletik im Lehrplan Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47066
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Extrait de  30  pages
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