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Welche Funktionen hat das Vergessen für die menschliche Kognition?

Titre: Welche Funktionen hat das Vergessen für die menschliche Kognition?

Essai , 2017 , 5 Pages

Autor:in: Dilara Diegelmann (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
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Résumé Extrait Résumé des informations

"Vergessen" bezeichnet entweder das nicht Abspeichern können von Ereignissen im Gehirn oder (häufiger) den Verlust von Erinnerungen, das heißt den Verlust von Informationen aus dem Gedächtnis. Dabei wird in diesem Essay vor allem das Langzeitgedächtnis betrachtet. Bei dem "Verlust von Informationen" handelt es sich jedoch nur selten um ein absolutes Wegstreichen aus dem Gedächtnis, in den meisten Fällen eher um ein Unerreichbar machen.

"Kognition" bezeichnet Prozesse der Informationsgewinnung, -verarbeitung und -nutzung, einschließlich Aufmerksamkeit,
Gedächtnis und Schlussfolgern. Teilgebiete sind Wahrnehmung, Sprache, Denken und Problemlösen sowie Intelligenz. Das "Gedächtnis" meint die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf wieder abzurufen. "Speichern" heißt behalten über eine bestimmte Zeitspanne hinweg. Diese ist nicht zu kurz (siehe Kurzzeitgedächtnis), jedoch auch nicht ewig. In welchem Bereich sich die Dauer bewegt, kann hier nicht behandelt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische und psychologische Bewertung des Vergessens und hinterfragt kritisch, ob das Vergessen tatsächlich als ein Defizit des menschlichen Geistes zu verstehen ist oder vielmehr eine notwendige, adaptive Funktion für die Kognition darstellt.

  • Definition und Abgrenzung grundlegender Begriffe (Gedächtnis, Kognition)
  • Analyse der Extreme des Gedächtnisses (Demenz vs. hyperthymestisches Syndrom)
  • Untersuchung der Schutzfunktion und ordnenden Wirkung des Vergessens
  • Reflexion über die soziale Relevanz und Nachteile des Vergessens

Auszug aus dem Buch

Der Wert des Vergessens

Das Vergessen stellt einen Mittelweg zwischen dem alles Vergessen und dem sich an alles Erinnern dar. Beide Extreme sind nicht frei wählbar oder selbstständig erreichbar, sondern Krankheiten oder Störungen. Das bedeutet, sie sind nicht natürlich, nicht üblich und nicht erstrebenswert. Dass es gesund und natürlich ist, einige Teile zu vergessen, impliziert jedoch nicht gleich, dass es auch „gut“ oder erstrebenswert ist. Dies soll wiederum im Folgenden gezeigt werden. Ein Beispiel für das erste Extrem ist Demenz. Das Gedächtnis versagt überdurchschnittlich oft darin, den Zugriff zu Erinnerungen, die man noch braucht, aufrecht zu erhalten, was in der Regel zu einem Nachteil im Überleben und häufig einer Abnahme an Lebensqualität führt und daher von den meisten Menschen als negativ bewertet wird. Ein Beispiel für das zweite Extrem ist das „hyperthymestische Syndrom“. Betroffene erinnern sich exakt an jedes Detail aus ihrem Leben. Infolgedessen verursachen externe Anstöße, die sie an bestimmte Situationen erinnern (z.B. Gerüche oder Geräusche), dass sie vergangene Ereignisse erneut durchleben und alle damaligen Emotionen noch einmal in ihrer ursprünglichen Stärke aufkommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe der Arbeit wie Vergessen, Kognition und Gedächtnis definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Funktionen des Vergessens, beleuchtet Extremzustände wie Demenz und das hyperthymestische Syndrom und erörtert sowohl die adaptiven Vorteile als auch die potenziellen Nachteile des Vergessens.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass das Vergessen kein bloßes Defizit darstellt, sondern eine notwendige Balancegleichung für ein funktionales menschliches Leben bildet.

Schlüsselwörter

Vergessen, Gedächtnis, Kognition, Langzeitgedächtnis, Demenz, hyperthymestisches Syndrom, Schutzfunktion, Selektion, Identität, Selbstakzeptanz, Kristalline Intelligenz, Subjektivität, Informationsverarbeitung, Fehlerkultur, Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen und kognitionspsychologischen Rolle des Vergessens und untersucht, ob dieses als ein notwendiger Prozess oder als ein Mangel verstanden werden muss.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit thematisiert die Funktionsweise des menschlichen Gedächtnisses, die positiven Schutzfunktionen des Vergessens sowie die Grenzen des Erinnerns anhand von pathologischen Beispielen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das negative Image des Vergessens zu hinterfragen und aufzuzeigen, warum die Fähigkeit, Informationen zu selektieren, für die menschliche Kognition essenziell ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auseinandersetzung mit philosophischen und psychologischen Fachkonzepten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird das Vergessen als "Mittelweg" definiert und durch eine Analyse der Vor- und Nachteile sowie durch Extrembeispiele (Demenz und hyperthymestisches Syndrom) wissenschaftlich eingeordnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Vergessen, Selektion, Identität, Kognition, Gedächtnisleistung und die Balance zwischen Speicherung und Abruf.

Was unterscheidet ein "gesundes" Gedächtnis laut Autorin von einem fehlerhaften?

Ein gesundes Gedächtnis ist dadurch gekennzeichnet, dass es irrelevante Informationen filtert und den Zugang zu notwendigem Wissen flexibel an die aktuellen Lebensanforderungen anpasst.

Warum wird das hyperthymestische Syndrom als Beispiel angeführt?

Es dient als Gegenpol zum Vergessen, um zu zeigen, dass ein absolut fehlerfreies Erinnern keine kognitive Verbesserung, sondern eine Belastung für das tägliche Leben und die Konzentrationsfähigkeit darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Welche Funktionen hat das Vergessen für die menschliche Kognition?
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Auteur
Dilara Diegelmann (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
5
N° de catalogue
V470743
ISBN (ebook)
9783668953482
Langue
allemand
mots-clé
welche funktionen vergessen kognition philosophie psychologie gedächtnis philosophie der psychologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dilara Diegelmann (Auteur), 2017, Welche Funktionen hat das Vergessen für die menschliche Kognition?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470743
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Extrait de  5  pages
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