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Historische Ursprünge und internationale Dimensionen des Konflikts um Palästina bis zur Gründung des Staates Israel

Title: Historische Ursprünge und internationale Dimensionen des Konflikts um Palästina bis zur Gründung des Staates Israel

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 22 Pages , Grade: gut

Autor:in: Thomas Drews (Author)

History - Asia
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Das Gebiet, welches nach dem Ersten Weltkrieg das britische Mandat Palästina darstellte, war kaum größer als das Bundesland Schleswig-Holstein. Bis heute allerdings bewegt die Entwicklung dieses kleinen Teils des südlichen Syriens Gemüter auf der ganzen Welt, führte zu Beziehungen zwischen Großmächten und regionalen Verbänden, beeinflusste US-amerikanische und europäische Außenpolitik, bewirkte die Herbeiführung von fünf Kriegen, ergab über eine Million Flüchtlinge und hinterließ Missverständnisse und Bitterkeit unter allen beteiligten Parteien. Für viele Historiker ist das Scheitern einer Lösung des jüdisch palästinensischen Konflikts in der Politik zu suchen, welche die britische Regierung in den 28 Jahren ihrer Mandatsgewalt über Palästina (1920 - 1948) betrieb. Andere Historiker sehen im Konflikt kein Scheitern einer Lösung, sondern vielmehr den Triumph der zionistischen Immigranten, welche trotz arabischen Widerstandes, britischer Opposition und europäischen Antisemitismus in der Lage waren, einen souveränen Staat zu gründen.
Diese Arbeit versucht anhand einer untersuchenden Darstellung der Frage nachzugehen, wie aus einer etablierten arabischen Bevölkerungsmehrheit von ca. acht zu eins, welche seit etwa 1200 Jahren in dieser Gegend siedelte, eine Minderheit im neuen Israel nach 1948 werden konnte und warum der Zionismus, nicht der arabische bzw. palästinensische Nationalismus in Palästina die Oberhand gewann.
Hierbei darf nicht vergessen werden, dass der Konflikt seinen Ursprung hauptsächlich in Europa nahm und sein Ausgangspunkt in der Unfähigkeit bzw. der fehlenden Bereitschaft der europäischen Gesellschaften war, in Frieden mit den jüdischen Gemeinschaften in ihrer Mitte zu leben, dass es also ein Konflikt war, der dem Vorderen Orient von Europa aufgebürdet wurde und dass Palästina auch stets eine Figur auf dem Schachbrett regionaler und internationaler Politik darstellte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Aufstieg des Zionismus seit 1870

2.1 Emanzipation und Antisemitismus

2.2 Politischer Zionismus

3. Arabischer Nationalismus und britische Nahostpolitik während des 1. Weltkriegs

3.1 Husayn und die arabische Nationalbewegung

3.2 Die Husayn – McMahon Korrespondenz

3.3 Das Sykes-Picot Abkommen

3.4 Die Balfour Deklaration

4. britische Mandatsprobleme 1920 – 1945

4.1 Suche nach Legitimation und erste Unruhen

4.2 Die zionistische Einwanderung und Landnahme der 20er Jahre

4.3 Die Erosion britischer Palästinapolitik ab 1929

4.4 Die Eskalation des Palästinakonflikts 1933 – 1939

4.5 Das Weißbuch von 1939 und der 2. Weltkrieg

5. Zwischen Mandat und Unabhängigkeit 1945 – 1948

5.1 Zionistische Rebellion

5.2 Die britische Entscheidung der Mandatsaufgabe

5.3 Der UN Teilungsplan 1947 und Bürgerkrieg

5.4 Die Etablierung des Staates Israel

6. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die historischen Ursprünge und die internationale Dimension des Konflikts um Palästina von 1870 bis zur Gründung des Staates Israel im Jahr 1948, mit dem Ziel zu ergründen, warum sich der Zionismus gegenüber dem arabischen Nationalismus durchsetzen konnte.

  • Aufstieg des Zionismus als Reaktion auf europäischen Antisemitismus
  • Die Rolle der britischen Nahostpolitik während und nach dem Ersten Weltkrieg
  • Die Auswirkungen der britischen Mandatsverwaltung (1920–1945)
  • Dynamik der zionistischen Einwanderung und der arabischen Widerstandsbewegungen
  • Der Weg zur Staatsgründung Israels und die Folgen des Ersten arabisch-israelischen Krieges

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Balfour Deklaration

Wie bereits dargestellt worden ist, hatte die zionistische Bewegung ihren Ursprung hauptsächlich in Osteuropa. Im Ersten Weltkrieg wandte sich die Bewegung Großbritannien zu, nachdem dieses Kriegsgegner des Osmanischen Reiches geworden war. Nach einigem Zögern und nachdem sie ernsthaft erwogen hatten, ein Landangebot in Britisch-Ostafrika anzunehmen, hatten sich die Zionisten für die Rückkehr nach Palästina entschieden, dass sie Erez Jisrael, die Erde Israels, nannten. Aber um das Land zu erlangen, musste die türkische Herrschaft verdrängt werden. Darum bauten die Zionistenführer Chaim Weizman und Nahum Sokolow, die in London lebten, enge Verbindungen zu der Regierung des neuen Premierminister David Lloyd George auf.

Im Herbst 1917 erkannte Großbritannien, dass eine Geste des guten Willens gegenüber den Juden für seine Kriegsanstrengungen von großem Nutzen sein würde. Sie würde die amerikanischen Juden anspornen, die Vereinigten Staaten, die erst am 6. April jenen Jahres in den Krieg eingetreten waren, für ein schnelles Eingreifen auf dem europäischen Kriegsschauplatz zu gewinnen. Diese Geste würde den russischen Juden zusagen, die Einfluss auf die provisorische Regierung besaßen, die im Februar an die Stelle des Zarenregiments getreten war. Damit würde Russland zu größeren Anstrengungen an der östlichen Front ermuntert. Sie würde sogar eine Versuchung für die Loyalität der großen jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und Österreich darstellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des jüdisch-palästinensischen Konflikts während der britischen Mandatszeit ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2. Der Aufstieg des Zionismus seit 1870: Das Kapitel beleuchtet die ideologischen Wurzeln des Zionismus als Antwort auf den europäischen Antisemitismus und die Emanzipationsdebatten des 19. Jahrhunderts.

3. Arabischer Nationalismus und britische Nahostpolitik während des 1. Weltkriegs: Hier werden die widersprüchlichen Versprechungen Großbritanniens gegenüber Arabern und Zionisten während des Ersten Weltkriegs analysiert.

4. britische Mandatsprobleme 1920 – 1945: Dieser Teil untersucht die Schwierigkeiten der britischen Verwaltung, die interkommunalen Spannungen zu kontrollieren, und die Auswirkungen der zionistischen Einwanderung sowie der arabischen Revolten.

5. Zwischen Mandat und Unabhängigkeit 1945 – 1948: Das Kapitel beschreibt den Zusammenbruch der britischen Mandatsgewalt, die Rolle des UN-Teilungsplans und den Übergang zum ersten arabisch-israelischen Krieg.

6. Schlussbemerkungen: Zusammenfassend wird festgehalten, dass die britische Mandatspolitik primär nationalen Interessen folgte und das Scheitern einer bi-nationalen Lösung sowie die Vertreibung der Araber 1948 besiegelte.

Schlüsselwörter

Palästina, Zionismus, Britisches Mandat, Balfour-Deklaration, Arabischer Nationalismus, Nahostkonflikt, Unabhängigkeit Israels, Husayn-McMahon-Korrespondenz, Sykes-Picot-Abkommen, Mandatsverwaltung, 1948, Staatsgründung, Nahostpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historischen Wurzeln und die internationalen Einflüsse, die zur Entwicklung des Konflikts um Palästina und letztlich zur Gründung des Staates Israel führten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Entstehung des Zionismus, den arabischen Nationalismus, die Rolle der britischen Mandatsmacht und die diplomatischen sowie militärischen Ereignisse zwischen 1920 und 1948.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erklären, wie aus einer arabischen Bevölkerungsmehrheit eine Minderheit im neuen Staat Israel werden konnte und warum der Zionismus gegenüber dem palästinensischen Nationalismus die Oberhand gewann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen und untersuchenden Darstellung, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur und Dokumenten der Zeit basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch den Aufstieg des Zionismus, die widersprüchliche britische Politik im Ersten Weltkrieg, die eskalierenden Konflikte während der Mandatszeit und die diplomatischen Prozesse der UN bis zur Unabhängigkeit Israels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Palästina, Zionismus, Britisches Mandat, Balfour-Deklaration, arabischer Nationalismus und die Gründung Israels.

Welche Rolle spielte das Weißbuch von 1939 für die britische Politik?

Das Weißbuch von 1939 markierte einen Kurswechsel der Briten, indem es jüdische Einwanderung und Landkäufe einschränkte, um die arabische Bevölkerung zu beruhigen, was den Widerstand zionistischer Gruppen gegen die Mandatsmacht provozierte.

Wie beeinflusste der Erste Weltkrieg die Situation in Palästina?

Der Erste Weltkrieg veränderte die Machtverhältnisse im Mittleren Osten fundamental, führte zu britischen Interessenbekundungen sowohl gegenüber der arabischen Nationalbewegung als auch der zionistischen Bewegung und mündete in der Balfour-Deklaration.

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Details

Title
Historische Ursprünge und internationale Dimensionen des Konflikts um Palästina bis zur Gründung des Staates Israel
College
University of Hamburg
Grade
gut
Author
Thomas Drews (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V47098
ISBN (eBook)
9783638441247
ISBN (Book)
9783638659192
Language
German
Tags
Historische Ursprünge Dimensionen Konflikts Palästina Gründung Staates Israel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Drews (Author), 2004, Historische Ursprünge und internationale Dimensionen des Konflikts um Palästina bis zur Gründung des Staates Israel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47098
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