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Das fremde Selbst in John H. Griffins Tagebuch "Black Like Me"

Kritische Analyse von Authentizität und Selbstdarstellung

Titre: Das fremde Selbst in John H. Griffins Tagebuch "Black Like Me"

Dossier / Travail , 2017 , 16 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Annika Wappelhorst (Auteur)

Médias / Communication - Autres
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In dieser Hausarbeit möchte ich mich dem Thema des fremden Selbst Griffins annähern und herausfinden: Wie stellt sich Griffin in seinem Tagebuch dar, während er aufgrund der Schwarzen Haut nicht mehr als "er selbst" erkannt wird? Inwiefern ist Black Like Me überhaupt dem Genre des Tagebuchs zuzuordnen? Wie prägen Stereotype Griffins Handeln als "fremdes Selbst" und die Art, wie er diese Erfahrungen niederschreibt? Wie kann die Authentizität der Niederschriften Griffins beurteilt werden?

Weiter soll angesprochen werden, dass "Black Like Me" ein zeitloses Werk ist, das auch interkulturell verstanden werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politisch korrekt über Hautfarben sprechen

3. Hintergrund und Inhaltsangabe von Black Like Me

4. Das fremde Selbst Griffins

4.1. Vom wahren Selbst zum fremden Selbst

4.2. Wie Stereotype Griffins Selbstdarstellung beeinflussen

5. Authentizität in Griffins Black Like Me

5.1 Die Einordnung als Tagebuch

5.2 Ein Schwarzer Griffin? - Authentizität des fremden Selbst

6. Universalität des Themas Fremdheit

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Darstellung des "fremden Selbst" in John H. Griffins Werk Black Like Me. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Griffin durch sein Experiment der temporären Hautfärbung sowohl seine eigene Identität als auch gesellschaftliche Stereotype reflektiert und ob das Werk als authentische Tagebuchaufzeichnung gelten kann.

  • Identitätskonstruktion und Selbstwahrnehmung bei Griffin
  • Einfluss gesellschaftlicher Stereotype und Fremdbilder auf die Selbstdarstellung
  • Authentizitätsprüfung des Werkes als Tagebuch im soziologischen Kontext
  • Die zeitlose Universalität des Themas Fremdheit

Auszug aus dem Buch

4.1. Vom wahren Selbst zum fremden Selbst

Der Leser kann anhand der Tagebucheinträge Griffins nachvollziehen, wie sehr ihn die Veränderung seiner Hautfarbe psychisch beansprucht und dass sie eine intensive Reflexion über seine Identität anregt. Sein Verhältnis zur „neuen“ Hautfarbe wandelt sich im Laufe des Experiments. Der Leser muss zwangsläufig davon ausgehen, dass das „literarische Ich“ dem wahren Ich Griffins und somit dem Schriftsteller entspricht.

Über den Moment unmittelbar nach der dermatologischen Behandlung in New Orleans und während seines ersten Blicks in den Spiegel schreibt der Autor, er sei schockiert und werde von Gefühlen der Panik übermannt. Er sehe sich selbst zunächst nicht mehr als er selbst, sondern als vollkommenen Unbekannten, neuen Menschen, dem gegenüber er eine intuitive Aversion verspüre: „I was imprisoned in the flesh of an utter stranger“. Als er erstmals nach seiner Verwandlung das Haus verlässt, vergleicht er sich selbst aus einer Beobachterrolle heraus mit einem Kind, das naiv eine fremde Welt entdeckt. Dies bezieht sich auf seine vorherige Feststellung, dass sein Schweiß sich nicht von dem seines ursprünglichen, weißen „Selbst“ unterscheidet. Offenbar ist seine Nervosität vor allem der Angst zuzuschreiben, als „falscher Schwarzer“ enttarnt zu werden, denn bei seinem ersten nächtlichen Ausflug durch New Orleans Straßen ist er erleichtert, nicht aufzufallen und schreibt, dies steigere sein Selbstbewusstsein.

In den darauffolgenden Tagen in New Orleans dokumentieren Griffins Aufzeichnungen, dass er seine Rolle immer mehr akzeptiert und hinnimmt, dass er nun für einige Zeit als Schwarzer Mensch leben wird. Er sucht Orte auf, die Schwarzen Menschen zugänglich sind, beispielsweise eine Unterkunft, in der er auf andere PoC trifft. Er beginnt, sich mit ihnen zu unterhalten und sich als Ihresgleichen aufzufassen: „I was having my first prolonged contact as a Negro with other Negroes.“ Hier beginnt er meiner Ansicht nach, sich als „fremdes Selbst“ zu sehen, d.h. als der John Griffin, der er immer schon war, in der Haut eines Schwarzen Mannes, der nicht mehr als John Griffin erkannt wird und sich dementsprechend nicht mehr wie das hellhäutige Selbst verhalten kann. Im Nachwort des Romans nennt Griffins Biograf Robert Bonazzi diesen Zustand „Other-as-Self“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des "fremden Selbst" ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen bezüglich Identität, Authentizität und Stereotypisierung.

2. Politisch korrekt über Hautfarben sprechen: Dieser Abschnitt erläutert die terminologische Wahl des Sprachgebrauchs in der Arbeit und rechtfertigt den Verzicht auf Begriffe wie "Afroamerikaner" zugunsten von "Schwarze Menschen" oder "PoC".

3. Hintergrund und Inhaltsangabe von Black Like Me: Es werden der biographische Hintergrund des Autors sowie der Ablauf und die Intention seines Experiments im "Deep South" der USA dargestellt.

4. Das fremde Selbst Griffins: Dieses Kapitel untersucht die psychische Belastung Griffins durch die Identitätsveränderung und analysiert, wie externe Stereotype seine Selbstdarstellung maßgeblich formen.

5. Authentizität in Griffins Black Like Me: Hier wird kritisch hinterfragt, inwieweit das Werk als authentisches Tagebuch fungiert und ob die Identitätserfahrung eines Weißen in Schwarzer Haut als wahrhaftig bewertet werden kann.

6. Universalität des Themas Fremdheit: Dieses Kapitel diskutiert Griffins Anspruch, dass sein Werk universelle Gültigkeit besitzt und die Erfahrung von Ausgrenzung auf jede unterdrückte Gruppe übertragbar ist.

7. Schluss: Die Arbeit schließt mit einem Fazit über die Bedeutung der Selbstdarstellung bei Griffin und betont die Botschaft des Autors bezüglich der menschlichen Gleichheit.

Schlüsselwörter

John H. Griffin, Black Like Me, Identität, Authentizität, Stereotype, Blackfacing, Fremdheit, Rassismus, Selbstdarstellung, Tagebuch, Deep South, Soziologie, Anderssein, Diskriminierung, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Werk "Black Like Me" von John H. Griffin kritisch unter dem Aspekt der Identitätsdarstellung, nachdem sich der Autor für ein Experiment seine Haut dunkel färben ließ.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Konstruktion von Identität, die Wirkung von Stereotypen in der Gesellschaft, die Authentizität literarischer Tagebuchaufzeichnungen sowie die universelle Erfahrung von Fremdheit.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es zu ergründen, wie Griffin sein "fremdes Selbst" darstellt, ob er dabei den gängigen Schwarzen Stereotypen verfällt und inwiefern diese Selbstdarstellung authentisch wahrgenommen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und medienwissenschaftliche Analyse, die das Buch im Kontext soziologischer Theorien, etwa von Stuart Hall, betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Prozess der Identitätswandlung, die Rolle von Fremdbildern durch Stereotypisierung und die Authentizitätsfrage des Tagebuchgenres im Hinblick auf Griffins tatsächliche Erfahrungen.

Welche Schlüsselwörter definieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Authentizität, Stereotype, Identitätskonstruktion, Fremdheit und Diskriminierung sind maßgeblich für das Verständnis der Untersuchung.

Wie bewertet die Autorin die Authentizität von Griffins Tagebuch?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein Tagebuch aufgrund der nachträglichen Bearbeitung und des Deutungsprozesses beim Schreiben nie eine Situation in absoluter Perfektion wiedergeben kann, Griffins Erfahrungen in der Rolle als PoC jedoch als authentisch für seine jeweilige Situation gewertet werden.

Wird Griffins Vorgehen als "Blackfacing" kritisiert?

Ja, die Arbeit reflektiert, dass Griffins Vorgehen aus heutiger Sicht als problematisches "Blackfacing" betrachtet werden könnte, wobei die Autorin den Unterschied in der Intention und der Radikalität des Experiments hervorhebt.

Warum bezieht sich die Arbeit auf Jean-Paul Sartre?

Der Verweis auf Sartres "Huis Clos" dient dazu, die psychische Belastung der Fremdbestimmtheit und die Abhängigkeit der Identität vom Blick der anderen ("regard d’autrui") theoretisch zu untermauern.

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Résumé des informations

Titre
Das fremde Selbst in John H. Griffins Tagebuch "Black Like Me"
Sous-titre
Kritische Analyse von Authentizität und Selbstdarstellung
Université
University of Weimar  (Fakultät Medien)
Note
1,0
Auteur
Annika Wappelhorst (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
16
N° de catalogue
V471093
ISBN (ebook)
9783668956223
ISBN (Livre)
9783668956230
Langue
allemand
mots-clé
Tagebuch Selbstdarstellung Rassismus Hautfarbe Authentizität Textanalyse Griffin USA Fremdheit Alltagsrassismus Diskriminierung Stereotype Afroamerikaner Black Like Me Roman
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Annika Wappelhorst (Auteur), 2017, Das fremde Selbst in John H. Griffins Tagebuch "Black Like Me", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471093
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Extrait de  16  pages
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