Schizophrenie im Alter


Studienarbeit, 2019
8 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhalt

1 Einordnung und Epidemiologie der Schizophrenie

2 Symptomatik

3 Verschiedene Formen der Schizophrenie
3.1 Der paranoide Typus (F20.0)
3.2 Der hebephrene Typus (F20.1)
3.3 Der katatone Typus (F20.2)

4 Risikofaktoren

5 Schizophrenie im Alter

6 Aufgaben der Sozialen Arbeit

Literaturverzeichnis

1 Einordnung und Epidemiologie der Schizophrenie

In Deutschland liegt das Risiko im Verlauf des Lebens an einer Psychose zu erkranken, die als Schizophrenie diagnostiziert wird bei etwas unter einem Prozent. Bezieht man auch die leichten Formen der Krankheit mit ein, wie z.B. die paranoiden Wahnkrankheiten, steigt das Risiko bereits auf zwei Prozent (Häfner, 2017). Zwischen dem 15. und dem 35. Lebensjahr, tritt diese/ treten diese bevorzugt auf (Wobrock, Pajonk & Falkai, 2004). In der ICD10-Klassifikation ist die Schizophrenie als F20 bekannt (Weyerer & Bickel, 2007).

2 Symptomatik

Die Schizophrenie hat viele verschiedene Symptome, die jedoch alle nicht zwingend auftreten müssen. Die Krankheit kann sowohl (wie in den meisten Fällen) schleichend und unscheinbar, als auch akut und plötzlich auftreten (Häfner, 2017).

Deshalb ist es auch für erfahrene Psychologen nicht einfach, eine genaue Diagnose zu stellen. Die drei Kernsymptome der Schizophrenie sind Halluzinationen, Denkstörungen und (oder) der Wahn. Sollten also die vorliegenden Krankheitserscheinungen weit von der Kernsymptomatik entfernt liegen, kann man sie eher den Randstörungen des Schizophreniespektrums zuordnen (Häfner, 2017).

Da die verschiedenen Formen, die die Schizophrenie annimmt nicht zu verallgemeinern sind, werden im Folgenden Beispiele und häufig auftretende Symptome und Abläufe der Krankheit beschrieben.

Die ersten Anzeichen einer Schizophrenie sind meistens geprägt von Lust- und Energielosigkeit, Niedergeschlagenheit und einer verzerrten Wahrnehmung. Da diese Symptome aber teilweise auch normale Begleiterscheinungen verschiedener Lebenssituationen sind, fällt es Betroffenen und Angehörigen meistens schwer, die Schizophrenie als eine solche festzustellen. Einfacher zu erkennen ist die akute Entstehung der Krankheit, die sich innerhalb weniger Wochen entwickelt, da sie meistens früher erkannt und behandelt werden kann. Wie bei vielen Krankheiten bestimmt auch hier der Zeitpunkt der Feststellung teilweise sogar über Leben und Tod (Häfner, 2017).

Neben den bereits aufgezeigten ersten Anzeichen kann die Schizophrenie auch durch die folgenden Warnsignale bemerkt werden:

1. „Die Persönlichkeit hat sich in auffälliger Weise verändert“ (Arieti, 2001, S. 45).
2. Die betroffene Person reagiert oft empfindlich und deutet harmlose Bemerkungen abwertend. Dem Umfeld werden bösartige Absichten zugeschrieben, wie etwa das Stellen von zu hohen Anforderungen.
3. Eine allgemeine Verschlossenheit gegenüber Menschen, die der erkrankten Person einst sehr nahestanden und das Reduzieren der Kontakte auf ein Minimum.
4. Die Person ist sehr ängstlich und hat Zweifel an ihren Vorhaben, bzw. geht davon aus, dass ihm/ ihr nichts davon gelingt.
5. Der Konsum von Alkohol und Drogen wird missbraucht (Arieti, 2001).

Im Prinzip tritt im Verlauf der Erkrankung eine Vielfalt an verschiedenen Symptomen auf, die die Wahrnehmung des Betroffenen beeinflusst und verändert. Diese abgewandelte Auffassung des Geschehens festigt sich und nimmt im Laufe der Zeit größere Ausmaße an. Sollten sich die genannten Verhaltensmuster sollte psychologische Hilfe gesucht werden, um die Schizophrenie, bzw. deren Episode frühzeitig zu behandeln.

Überwiegend verläuft die Erkrankung in sogenannten Episoden, die unregelmäßig auftreten und zumeist nicht lange andauern. Wenn diese frühzeitig erkannt und behandelt werden, dauert sie oft nur einige Tage an. In 20 Prozent der Fälle erleben die Betroffenen eine einmalige Episode und es kommt nicht zu Rückfällen. Die restlichen 80 Prozent verlaufen jedoch sehr unterschiedlich. Teilweise kommt es zu weiteren Episoden, die bestenfalls therapeutisch behandelt werden. Ein, wenn auch nur geringer Anteil der Erkrankungen, läuft langsam fortschreitend weiter und führt zu abnehmenden kognitiven Leistungsfähigkeiten und der Verminderung von Fähigkeiten im sozialen, emotionalen und mentalen Bereich (Häfner, 2016).

3 Verschiedene Formen der Schizophrenie

Da die Schizophrenie viele verschiedene Formen annimmt, ist sie in drei Haupttypen einzuteilen. Diese sind „nach den Hauptmerkmalen, die sie kennzeichnen, auf vielerlei Weise klassifiziert worden“ (Arieti, 2001, S. 66), auch wenn sich in der Praxis viele verschiedene Mischformen finden lassen, die nicht eindeutig einem Schema zuzuordnen sind.

3.1 Der paranoide Typus (F20.0)

Der Kern des paranoiden Typus ist das Misstrauen. Betroffene Personen gehen davon aus, dass ihnen andere Menschen nichts Gutes wollen, weshalb sie ständig aufpassen und vorsichtig sind, was sie von sich preisgeben. (Sachse, 2013).

Das Misstrauen führt oft zu einer Fehleinschätzung von Dingen und Ereignisse. „Der paranoide Schizophrene externalisiert sofort sein vorherrschendes Gefühl in [Bezug] auf sich selbst und nimmt es als negative Wertung wahr, die andere von ihm haben“ (Arieti, 2001, S. 67). Fühlt sich der Patient beispielsweise minderwertig oder unbeholfen, entsteht bei ihm der Eindruck (und später die Gewissheit), von allen ausgelacht zu werden. Der paranoide Patient leidet häufig an Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Diese Form der Schizophrenie tritt oftmals auch bei Erkrankungen im fortgeschrittenen Alter auf (Arieti, 2001).

3.2 Der hebephrene Typus (F20.1)

Dieser Typus unterscheidet sich von dem paranoiden nur wenig. Der offenkundigste Unterschied ist, dass der hebephrene Typus mit viel Verwirrtheit einherkommt. Viele Gedankengänge sind unzusammenhängend und konfus. Oftmals wird auch das Verhalten von Menschen, die an einer hebephrenen Schizophrenie leiden in verschiedenen Situationen als unpassend und unangebracht empfunden. Beginnt diese Krankheit in einem frühen Lebensabschnitt und bleibt lange unbehandelt, ist die Gefahr groß, dass viele Verhaltensmuster andauern. Häufig haben die Erkrankten größenwahnhafte und unlogische Wahnvorstellungen, die des Öfteren auf den als verletz und beeinträchtigt angesehenen Körper bezogen werden. Die hebephrene Schizophrenie tritt vermehrt bei Erkrankungen im jüngeren Alter auf (Arieti, 2001).

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Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Schizophrenie im Alter
Hochschule
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
8
Katalognummer
V471098
ISBN (eBook)
9783668942875
ISBN (Buch)
9783668942882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schizophrenie, alter, psychische störung, altern, gerontologie, psychologie, sozialpsychologie, soziale arbeit, Schizophrenia, Mental Illness, krankheit, Störung, Psychose, Studienarbeit, Ausarbeitung, Probleme, Klinik, Klinische Sozialarbeit, epidemiologie
Arbeit zitieren
Ina Jäger (Autor), 2019, Schizophrenie im Alter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471098

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