Ausgehend vom Bruderkonflikt und Brudermord, der sich im Streit um das Erstgeburtsrecht und einer privilegierten Stellung äußert, soll diese Arbeit den intertextuellen Bezügen innerhalb Friedrich Maximilian Klingers Drama ,Die Zwillinge‘ nachspüren und sie durch eine didaktische Aufbereitung für den Deutschunterricht in der Oberstufe ergänzen. Dazu sollen sowohl die biblische Geschichte von Kain und Abel und Jakob und Esau, als auch der Mythos von Romulus und Remus als Beispiele für intertextuelle Bezüge im Drama herangezogen und auf ihre Referenzbezüge innerhalb der Dramenhandlung geprüft werden.
Nach der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem gewählten Themenschwerpunkt erfolgt anschließend die exemplarische Umsetzung als Stundenthema im Fach Deutsch. Hierbei wird die didaktische Vorgehensweise erläutert und in Bezug zu den Vorgaben der Rahmenlehrpläne für die SEK I in Berlin/Brandenburg gesetzt. Ebenso erfolgt dabei eine Erläuterung der Zielsetzungen für den Unterricht, des Kompetenzgewinns anhand der curricularen Vorgaben und ein exemplarischer Ablauf einer Unterrichtsstunde zum Thema Intertextualität in „Die Zwillinge“.
Zudem wird die Option einer fächerübergreifenden Auseinandersetzung mit dem Thema ,Bruderkonflikt‘ durch thematische Überschneidungen in den Fächern Ethik und Religionslehre eröffnet und anhand von Beispielen erläutert.
Zuletzt wird das Stundenthema in einer Abschlussreflexion noch einmal aufgegriffen und auf positive und negative Aspekte hinsichtlich der Umsetzbarkeit im Unterricht untersucht.
Inhaltsverzeichnis
1) Einführung
2) Definition des Begriffs .Intertextualität‘
2.1) Der Bruderkonflikt im Alten Testament und antiker Quelle
3) Intertextualität als Thema im Deutschunterricht
3.1) Intertextuelle Bezüge in Klingers „Die Zwillinge“ – Hauptmotive und Unterschiede
4) Darstellung einer Schulstunde zum Thema „Intertextuelle Bezüge und Textreferenzen in F. M. Klingers Drama ,Die Zwillinge‘“
5) Abschlussreflexion
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die intertextuellen Bezüge in Friedrich Maximilian Klingers Drama „Die Zwillinge“, insbesondere im Hinblick auf das Motiv des Bruderkonflikts. Ziel ist es, diese literaturwissenschaftliche Analyse didaktisch aufzubereiten und ein Konzept für den Deutschunterricht in der gymnasialen Oberstufe zu entwickeln, das den bewussten Umgang mit literarischen Textreferenzen fördert.
- Analyse des Bruderkonflikts als zentrales Motiv in der Literatur (Kain und Abel, Jakob und Esau, Romulus und Remus).
- Erarbeitung des theoretischen Konzepts der Intertextualität nach Julia Kristeva.
- Didaktische Konzeption einer Unterrichtsstunde zum Thema Intertextualität für die 9./10. Klasse.
- Verknüpfung von Fachwissen mit den Anforderungen der Rahmenlehrpläne für Berlin/Brandenburg.
- Diskussion fächerübergreifender Ansätze in den Fächern Ethik und Religion.
Auszug aus dem Buch
1) Einführung
Ausgehend vom Bruderkonflikt und Brudermord, der sich im Streit um das Erstgeburtsrecht und einer privilegierten Stellung äußert, soll diese Arbeit den intertextuellen Bezügen innerhalb Friedrich Maximilian Klingers Drama ,Die Zwillinge‘ nachspüren und sie durch eine didaktische Aufbereitung für den Deutschunterricht in der Oberstufe ergänzen. Dazu sollen sowohl die biblische Geschichte von Kain und Abel und Jakob und Esau, als auch der Mythos von Romulus und Remus als Beispiele für intertextuelle Bezüge im Drama herangezogen und auf ihre Referenzbezüge innerhalb der Dramenhandlung geprüft werden.
Nach der literaturwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem gewählten Themenschwerpunkt erfolgt anschließend die exemplarische Umsetzung als Stundenthema im Fach Deutsch. Hierbei wird die didaktische Vorgehensweise erläutert und in Bezug zu den Vorgaben der Rahmenlehrpläne für die SEK I in Berlin/Brandenburg gesetzt. Ebenso erfolgt dabei eine Erläuterung der Zielsetzungen für den Unterricht, des Kompetenzgewinns anhand der curricularen Vorgaben und ein exemplarischer Ablauf einer Unterrichtsstunde zum Thema Intertextualität in „Die Zwillinge“.
Zudem wird die Option einer fächerübergreifenden Auseinandersetzung mit dem Thema ,Bruderkonflikt‘ durch thematische Überschneidungen in den Fächern Ethik und Religionslehre eröffnet und anhand von Beispielen erläutert.
Zuletzt wird das Stundenthema in einer Abschlussreflexion noch einmal aufgegriffen und auf positive und negative Aspekte hinsichtlich der Umsetzbarkeit im Unterricht untersucht.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einführung: Diese Einleitung skizziert die Zielsetzung der Arbeit, die intertextuellen Bezüge in Klingers Drama „Die Zwillinge“ zu analysieren und didaktisch für den Deutschunterricht aufzuarbeiten.
2) Definition des Begriffs .Intertextualität‘: Das Kapitel führt in das theoretische Konzept der Intertextualität nach Julia Kristeva ein und beleuchtet die literaturhistorische Beziehung zwischen Prätext und Rezeptionstext.
2.1) Der Bruderkonflikt im Alten Testament und antiker Quelle: Hier werden biblische und antike Vorlagen wie Kain und Abel, Jakob und Esau sowie Romulus und Remus als zentrale Prätexte für das Motiv des Bruderzwists vorgestellt.
3) Intertextualität als Thema im Deutschunterricht: Dieser Abschnitt erörtert die Bedeutung des Konzepts für den Literaturunterricht und die Förderung des literaturhistorischen Bewusstseins bei Lernenden.
3.1) Intertextuelle Bezüge in Klingers „Die Zwillinge“ – Hauptmotive und Unterschiede: Das Kapitel analysiert die konkreten Referenzen des Dramas zu biblischen Stoffen und arbeitet die inhaltlichen Abweichungen und spezifischen Motive des Dramenkontexts heraus.
4) Darstellung einer Schulstunde zum Thema „Intertextuelle Bezüge und Textreferenzen in F. M. Klingers Drama ,Die Zwillinge‘“: Hier wird ein konkretes didaktisches Unterrichtskonzept für die 9. bzw. 10. Jahrgangsstufe entworfen, inklusive Lernzielen und methodischem Ablauf.
5) Abschlussreflexion: Das Fazit bewertet die Chancen und Herausforderungen der didaktischen Umsetzung des Intertextualitätskonzepts in der Schule.
Schlüsselwörter
Intertextualität, Friedrich Maximilian Klinger, Die Zwillinge, Bruderkonflikt, Erstgeburtsrecht, Sturm und Drang, Literaturdidaktik, Prätext, Posttext, Deutschunterricht, Biblische Erzählungen, Kain und Abel, Jakob und Esau, Textreferenzen, Literaturgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die intertextuellen Bezüge in F. M. Klingers Drama „Die Zwillinge“ und entwickelt daraus ein didaktisches Konzept für den Deutschunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Motiv des Bruderkonflikts, der Literaturtheorie der Intertextualität und der unterrichtspraktischen Vermittlung dieser Konzepte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie biblische und antike Motive als Prätexte in das Drama einfließen und wie dieser Prozess Schülern im Rahmen des Deutschunterrichts vermittelt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin kombiniert literaturwissenschaftliche Analysen von Prä- und Posttexten mit didaktisch-methodischen Überlegungen zur Unterrichtsplanung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Intertextualität, die Analyse der spezifischen Referenztexte (Kain/Abel, Jakob/Esau, Romulus/Remus) sowie die detaillierte Darstellung einer Unterrichtskonzeption.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Intertextualität, Sturm und Drang, Bruderkonflikt, Literaturdidaktik und die Analyse von Textreferenzen.
Wie spielt das Erstgeburtsrecht eine Rolle im Drama „Die Zwillinge“?
Das Erstgeburtsrecht fungiert als Dreh- und Angelpunkt der Handlung, da die unklaren Geburtsumstände und der daraus resultierende Machtkampf zwischen den Zwillingen den Konflikt zwischen den Brüdern befeuern.
Warum wird das Thema Intertextualität als „problematisch“ für den Unterricht eingestuft?
Die Autorin weist darauf hin, dass die Wirksamkeit des Konzepts stark vom literarischen Vorwissen und der sozialen Herkunft der Schüler abhängt, was die didaktische Umsetzung in begrenzter Zeit erschweren kann.
- Citation du texte
- Bianca Weihrauch (Auteur), 2019, Intertextualität in der Deutschdidaktik. Der Bruderkonflikt in Friedrich Maximilian Klingers Drama "Die Zwillinge", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471243