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Risiken in Geschäftsbeziehungen

Title: Risiken in Geschäftsbeziehungen

Seminar Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Martin Bendmann (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Interorganisationale Zusammenarbeit, Konzentration auf Kernkompetenzen, verringerte Fertigungstiefe, Kooperation und zwischenbetriebliche
Vernetzung sind Schlagworte der betriebswirtschaftlichen Praxis und Theorie der letzten Jahre. Sie verdeutlichen einen aktuellen Trend: Unternehmen gehen verstärkt enge nationale und grenzüberschreitende Beziehungen ein. Die dahinter liegende Motivation ist folgendermaßen zu umreißen: Unternehmen agieren in einem von Wettbewerb geprägten Umfeld. Sie versuchen mit Hilfe eines Wettbewerbsvorteils gegenüber Konkurrenten, ihr Fortbestehen zu sichern und Gewinne zu erzielen. Dazu benötigen sie knappe Ressourcen, die ihnen teilweise nicht zur Verfügung stehen. Eine Beschaffung auf Märkten über die Abwicklung von Einzeltransaktionen stellt eine Möglichkeit dar. Dabei herrscht jedoch besonders bei Transaktionen auf Business-to-Business - Märkten (B2B) Unsicherheit über die Qualität der nachgefragten individuellen und komplexen Leistungen. Dieser Zustand wird in internationalen bzw. grenzüberschreitenden Austauschprozessen noch verstärkt. Es entsteht so häufig der Wunsch nach Begrenzung dieser Unsicherheit. Als ein Mittel werden Beziehungen auf Basis von Vertrauen und Erfahrungen angesehen. Zudem wird angenommen, dass gemeinschaftlich sich verändernden Marktprozessen besser entgegen getreten werden kann; Synergiepotentiale genutzt und Kosten gesenkt werden können. Gründe für eine längerfristige Zusammenarbeit sind so z.B. eine Verringerung des Transaktionsrisikos und eine Senkung der Transaktionskosten. Weiterhin dienen sie der Erreichung spezieller operativer oder strategischer Zielsetzungen, oder wirken als Markteintrittsbarrieren gegenüber potenziellen Wettbewerbern und stärken somit den Wettbewerbsvorteil. Doch Geschäftsbeziehungen bergen auch vielschichtige Risiken, deren Betrachtung im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit steht. Zunächst wird dazu die praktische Relevanz des Themas geklärt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Untersuchungsgegenstand und Problemstellung

1.2 Theoretischer Bezugsrahmen und Aufbau

2 ABGRENZUNG DER BEGRIFFLICHKEITEN

2.1 Definition ‚Risiko‘

2.2 Geschäftsbeziehung

2.2.1 Definition

2.2.2 Erfolg einer Geschäftsbeziehung

2.2.2.1 Effektivität

2.2.2.2 Effizienz

2.2.3 Einflußgrößen und Ebenen einer Geschäftsbeziehung

2.2.4 Management von Geschäftsbeziehungen

3 RISIKEN IN GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN

3.1 Risiken aus spezifischen Investitionen

3.1.1 Benefits sought

3.1.2 Hold up

3.1.3 Verbundeffekte

3.2 Spezielle Risiken innerhalb der Ebenen

3.2.1 Sachebene

3.2.1.1 Performance

3.2.1.2 Schwarzes Loch

3.2.2 Organisatorische Ebene

3.2.2.1 In Sourcing

3.2.3 Atmosphärische Ebene

3.2.3.1 Mißtrauen

3.2.3.2 Kulturelle Misfits

3.2.3.3 Interpersonale Beziehungen

3.3 Geschäftsbeziehungsumwelt

3.3.1 Subsystem ‚Konkurrenz‘

3.3.1.1 Imitation

3.3.1.2 Substitution

3.3.1.3 Effizienzrisiko

3.3.2 Subsystem ‚Behörden‘

3.3.2.1 Länderrisiken – politische Risiken im Ausland

3.3.2.2 Politische Risiken im Inland

4 FAZIT

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die vielschichtigen Risiken in nationalen und grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen zu identifizieren und diese systematisch den entsprechenden Ebenen zuzuordnen. Ausgehend von der Beobachtung, dass Literatur und Praxis den Fokus oft einseitig auf die Vorteile und das Management von Geschäftsbeziehungen legen, analysiert diese Arbeit kritisch die entstehenden Gefahrenpotentiale.

  • Analyse von Risiken aus spezifischen Investitionen
  • Untersuchung von Risiken innerhalb der Sacebene, organisatorischen und atmosphärischen Ebene
  • Betrachtung von Umwelteinflüssen wie Konkurrenz und politischer Risiken
  • Anwendung der Neuen Institutionenökonomik (Prinzipale-Agent-Ansatz und Transaktionskostentheorie)
  • Ableitung von Ansätzen für ein risiko-sensibles Beziehungsmanagement

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Hold up

Dieses Risiko entsteht aufgrund einer asymmetrischen Bindung, die auf einseitige spezifische Investitionen zurückzuführen ist. Der Partner, der Investitionen in die Geschäftsbeziehung getätigt hat, steckt in einer Art Falle und hat keine Ausweichmöglichkeiten aus der Verbindung. Es ist ihm nur schwer möglich, die Partnerschaft zu verlassen, da aufgrund der Investitionen, die nur unter Verlust oder erheblichen Einbußen für andere Beziehungen genutzt werden können, eine große Abhängigkeit entstanden ist. So liegt eine Faktorspezifität vor, die sich auf die Ressourcen beziehen, die ihn an den anderen Partner binden. Die Spezifität kann sich auf den Standort, das Sach- oder Humankapital sowie auf zweckgebundene Sachwerte beziehen. Diese Situation kann zu einer Gefahr, dem sog. Hold up – Verhalten, führen.

Es handelt sich um ein ex post Problem, das erst während der Geschäftsbeziehung auftritt, nachdem eine Seite spezifische Investitionen getätigt hat. Aufgrund der asymmetrischen Bindung ist es der nicht abhängigen Seite möglich, sich opportunistisch zu verhalten und seinen eigenen Nutzen aus der Geschäftsbeziehung auf Kosten des Partners zu erhöhen. Die Ausnutzung von Vertragslücken, Vertragsbrüche oder Nachverhandlungen sind Mittel, um Preissenkungen oder Leistungssteigerungen zu verlangen. Dieses Verhalten führt zu einer Verschlechterung der Effizienzposition des Partners, da seine Gewinnmarge sinkt. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis wird nachhaltig verschlechtert. Das heißt, der Partner, der Investitionen tätigte, ist nicht in der Lage bzw. in der Position sich gegen das extrem eigennützige und ausbeuterische Verhalten seines Gegenübers zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in den Untersuchungsgegenstand der Geschäftsbeziehungen ein, erläutert die Problemstellung im Kontext der Betriebswirtschaft und legt den theoretischen Bezugsrahmen sowie den Aufbau der Arbeit dar.

2 ABGRENZUNG DER BEGRIFFLICHKEITEN: Hier werden zentrale Begriffe wie Risiko und Geschäftsbeziehung definiert, der Erfolg einer Geschäftsbeziehung geklärt sowie deren Einflußgrößen und Ebenen dargelegt.

3 RISIKEN IN GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN: Das Hauptkapitel systematisiert verschiedene Risikokategorien, beginnend bei spezifischen Investitionen über Risiken auf verschiedenen Unternehmensebenen bis hin zu Gefahrenpotentialen aus der Geschäftsbeziehungsumwelt.

4 FAZIT: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit, das Risiko-Management in das allgemeine Beziehungsmanagement zu integrieren.

Schlüsselwörter

Geschäftsbeziehung, Risiko, Neue Institutionenökonomik, Transaktionskostentheorie, Prinzipal-Agent-Ansatz, spezifische Investitionen, Hold up, Effektivität, Effizienz, Beziehungsmanagement, Risikomanagement, Geschäftsumwelt, Opportunismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den vielschichtigen Risiken, die mit der Eingehung und Aufrechterhaltung von Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen einhergehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse von Investitionsrisiken, die Betrachtung von Risiken auf Sach-, Organisations- und Atmosphäre-Ebenen sowie der Einfluss der externen Geschäftsbeziehungsumwelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Identifizierung konkreter Risiken bei nationalen und grenzüberschreitenden Geschäftsbeziehungen und deren Einordnung auf verschiedenen Ebenen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretisches Fundament die Neue Institutionenökonomik, insbesondere den Prinzipal-Agent-Ansatz und die Transaktionskostentheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Risiken detailliert analysiert, unterteilt in Investitionsrisiken, interne Ebenenrisiken (Sachebene, Organisatorik, Atmosphäre) und externe Umweltrisiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Geschäftsbeziehung, Risiko, Transaktionskostentheorie, spezifische Investitionen, Effizienz und Beziehungsmanagement.

Was versteht die Arbeit unter einem „Schwarzen Loch“ als Risiko?

Dies ist ein Risiko im Anlagengeschäft, bei dem der Anbieter Unsicherheit darüber hat, ob er den Projektanforderungen gewachsen ist, während der Nachfrager die Qualifikation des Zulieferers nicht sicher einschätzen kann.

Welche politischen Risiken im Inland werden thematisiert?

Als inländische politische Risiken werden Gesetze oder Handelssperren genannt, welche die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus bestimmten Ländern reglementieren oder verbieten können.

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Details

Title
Risiken in Geschäftsbeziehungen
College
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Grade
2,3
Author
Martin Bendmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V47131
ISBN (eBook)
9783638441469
Language
German
Tags
Risiken Geschäftsbeziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Bendmann (Author), 2005, Risiken in Geschäftsbeziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47131
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