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Literarische, theologische und musikalische Diskurse bei Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen und Christian Fürchtegott Gellert

Título: Literarische, theologische und musikalische Diskurse bei Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen und Christian Fürchtegott Gellert

Trabajo Escrito , 2016 , 77 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Jonas Abel (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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Diese Untersuchung führt auf Grundlage dreier thematisch ähnlicher Gedichte eine Analyse auf literarischer, theologischer und musikalischer Ebene durch und vergleicht deren Ergebnisse in einem letzten Schritt. Zunächst wird dabei auf die Vorreden der Dichter in dem entsprechenden Werk, in welchem das jeweilige Gedicht erschien, Bezug genommen, um deren Ansichten über den Zweck der Dichtung darzulegen. Daneben wird näher auf die Problematik der Terminologie geistliches Lied und Kirchenlied eingegangen, um eine korrekte Verwendung im Rahmen dieser Arbeit zu gewährleisten. Eine einzelne Analyse literarischer und theologischer Elemente erübrigt sich durch deren gemeinsame Berührungspunkte, sodass der literarisch-theologische Diskurs eine Einheit bildet.

Neben inhaltlichen Aspekten des Gedichts werden theologische und poetologische Bestandteile der jeweiligen Lyrik genannt und erläutert. Dieser Diskurs wird mit einer Auseinandersetzung über das im jeweiligen Gedicht skizzierte Bild von Zufriedenheit fortgeführt: Was bedeutet Zufriedenheit im Sinne des Dichters? Des Weiteren erweist sich auch ein Blick auf die Erzählperspektive als gewinnbringend, denn durch diese mag es den Autoren gelingen, ihrem theologischen Anliegen noch besser Ausdruck zu verleihen.

Der musikalische Diskurs befasst sich mit einer ausgewählten Vertonung des Gedichts. Zunächst werden grundlegende Informationen zum musikalischen Erscheinungswerk und jeweiligen Komponisten gegeben, um dann in einem nächsten Schritt näher auf das Text-Musik-Verhältnis einzugehen. Es wird untersucht, ob und wie es gelingen kann, grundlegende Textaussagen der Dichtung musikalisch umzusetzen, darzustellen oder gar zu verstärken. Versucht das musikalische Werk den Text als kompositorische Grundlage möglichst genau umzusetzen oder ist der Komponist eher an einer freieren, kunstvolleren Ausgestaltung interessiert? Zusammengefasst zeigt der abschließende Vergleich die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der lyrischen Dichtung der drei behandelten Autoren auf und lässt einen Wandel theologischer Glaubensinhalte und lyrischer Elemente deutlich werden. Auch der musikalische Diskurs findet Einzug in den Schlussteil, um an die anfangs erläuterte Terminologie von Kirchenlied und geistlichem Lied anzuknüpfen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorbemerkungen: Vorreden und Terminologie

3 Literarisch-theologischer Diskurs

3.1 Gerhard Tersteegen: «Die Seele entzieht sich der Mannigfaltigkeit»

3.1.1 Grundlegende Beobachtungen zum Inhalt

3.1.2 Elemente der Lyrik Tersteegens

3.1.3 Zufriedenheit

3.1.4 Erzählperspektive

3.2 Paul Gerhardt: «Gib dich zufrieden und sei stille»

3.2.1 Grundlegende Beobachtungen zum Inhalt

3.2.2 Elemente der Lyrik Gerhardts

3.2.3 Zufriedenheit

3.2.4 Erzählperspektive

3.3 Christian Fürchtegott Gellert: «Zufriedenheit mit seinem Zustande»

3.3.1 Grundlegende Beobachtungen zum Inhalt

3.3.2 Elemente der Lyrik Gellerts

3.3.3 Zufriedenheit

3.3.4 Erzählperspektive

4 Musikalischer Diskurs

4.1 Georg Neumark: «Wer nun den lieben Gott läßt walten»

4.1.1 Grundlegende Informationen zum Werk

4.1.2 Text-Musik-Verhältnis

4.2 Johann Sebastian Bach: «Geistliche Lieder und Arien»

4.2.1 Grundlegende Informationen zum Werk

4.2.2 Text-Musik-Verhältnis

4.3 Carl Philipp Emanuel Bach: «Herrn Professor Gellerts Geistliche Oden und Lieder»

4.3.1 Grundlegende Informationen zum Werk

4.3.2 Text-Musik-Verhältnis

5 Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die wissenschaftliche Arbeit untersucht jeweils ein Gedicht der Autoren Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen und Christian Fürchtegott Gellert. Ziel der Untersuchung ist es, auf Grundlage dieser thematisch verwandten Gedichte eine Analyse auf literarischer, theologischer und musikalischer Ebene durchzuführen und die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der lyrischen Dichtung dieser Autoren zu vergleichen und einzuordnen.

  • Analyse der literarischen und theologischen Diskurse in den Werken.
  • Untersuchung des Konzepts der "Zufriedenheit" im Kontext der jeweiligen Zeit und Theologie.
  • Betrachtung der Erzählperspektive als Ausdruck individueller oder kollektiver Glaubenserfahrungen.
  • Untersuchung ausgewählter Vertonungen und des Verhältnisses von Text und Musik.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Grundlegende Beobachtungen zum Inhalt

Schon der Titel ,Die Seele entzieht sich der Mannigfaltigkeit‘ lässt eine mögliche Gottesvorstellung Tersteegens erahnen. Ist der Titel des Gedichts womöglich eine Art Programm, welches der Laientheologe als Lebensmotto verwendet?

In der ersten Strophe konstatiert das lyrische Ich, es habe genug von der ,Mannigfaltigkeit‘. Diese Äußerlichkeit, eine solche nur scheinbare Fülle des Lebens werden negativ konnotiert: „Ich bin so satt an fremden Dingen“. (GBG, S.336, V.1) Das Ausgerichtet-Sein auf das Äußere ist eine Plage; die Fixierung auf das Äußere der Welt zieht lediglich diese nach sich: „Es kann doch nichts als Plage bringen.“ (GBG, S.336, V.3) Eben dadurch hat sich der Mensch an Gott versündigt: „Das Wesen der Sünde liegt darin, daß der Mensch sich von Gott abgewendet und sich der Welt außer Gott zugekehrt hat.“20 Ursprung dieses Gedankens ist die durch Adam verschuldete Erbsünde. Gott hat nicht die vom lyrischen Ich beschriebene Situation zu verantworten, sondern der Mensch selbst. Bemerkenswert ist die Ersetzung des Begriffes Gottes, welchen man wohl erwarten würde, durch den Terminus Ewigkeit, welche beide unumstößlich verbindet. So wird die Ewigkeit, nach welcher sich das lyrische Ich sehnt, mit Gott verbunden, und zwar so, dass eine solche nur durch Gott möglich erscheint. Gott, so die Forderung des Menschen, soll helfen, die Mannigfaltigkeit, die den Geist des Menschen befallen hat, wieder zu verbannen. Tersteegen baut schon in der ersten Strophe eine Gegensätzlichkeit oder zumindest eine Distanz zwischen Mensch und Gott auf, indem der Mensch als Sünder präsentiert wird und Gott als Herrscher von Ewigkeit zu Ewigkeit angerufen wird, welcher den Menschen aus seiner Notlage befreien soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands und Zielsetzung der Analyse der Lyrik von Gerhardt, Tersteegen und Gellert.

2 Vorbemerkungen: Vorreden und Terminologie: Erläuterung der poetologischen Vorverständnisse der Autoren sowie eine Klärung der Terminologie von geistlichem Lied und Kirchenlied.

3 Literarisch-theologischer Diskurs: Umfassende Untersuchung der drei ausgewählten Gedichte im Hinblick auf Inhalt, Lyrik-Elemente, das Konzept der Zufriedenheit und die Erzählperspektive.

4 Musikalischer Diskurs: Analyse ausgewählter Vertonungen der Gedichte durch Neumark, J.S. Bach und C.Ph.E. Bach unter besonderer Berücksichtigung des Text-Musik-Verhältnisses.

5 Schlussbemerkung: Synthetischer Vergleich der Ergebnisse und Einordnung der Dichter in ihre jeweilige geistesgeschichtliche Epoche.

Schlüsselwörter

Gedichtvergleich, Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen, Christian Fürchtegott Gellert, Zufriedenheit, Theologie, Kirchenlied, Geistliches Lied, Pietismus, Aufklärung, Empfindsamkeit, Text-Musik-Verhältnis, J.S. Bach, C.Ph.E. Bach, Lyrik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert und vergleicht jeweils ein Gedicht von Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen und Christian Fürchtegott Gellert hinsichtlich ihrer literarischen, theologischen und musikalischen Dimensionen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die theologische Verortung der Dichtung (insbesondere Barock, Pietismus und Aufklärung), das Verständnis von Zufriedenheit sowie die Bedeutung von Vertonungen für die Verbreitung und Interpretation der Lieder.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Gestaltung und Intention der Lyrik dieser drei Autoren aufzuzeigen und dabei den Wandel theologischer und literarischer Elemente über den Zeitraum von 150 Jahren zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literarisch-theologische sowie musikwissenschaftliche Analyse der Gedichte und ihrer Vertonungen vorgenommen, ergänzt durch einen Vergleich der jeweiligen Vorreden der Dichter und einer Einordnung in den geistesgeschichtlichen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen literarisch-theologischen Diskurs, in dem die Gedichte einzeln analysiert werden, und einen musikalischen Diskurs, der die Vertonungen der jeweiligen Texte durch verschiedene Komponisten untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind neben den Namen der Dichter vor allem Zufriedenheit, Pietismus, Aufklärung, Geistliches Lied und Text-Musik-Verhältnis.

Wie definiert Tersteegen den Begriff der Zufriedenheit in seinem Gedicht?

Für Tersteegen ist Zufriedenheit kein weltlicher Zustand, sondern ein innerer Seelenfrieden, der nur durch die vollständige Abkehr vom Weltlichen und die absolute Hingabe an Gott in der Gemeinschaft mit Christus erreicht werden kann.

Inwiefern unterscheidet sich der Ansatz von Gellert von dem seiner Vorgänger?

Gellert verbindet die christliche Theologie stärker mit den Ideen der Aufklärung, wobei er den Menschen zur autonomen Verantwortung und zum tugendhaften Handeln im Diesseits anhält, anstatt die Welt vollständig zu verneinen.

Welche Rolle spielt die Musik in der Rezeption der Texte?

Die Musik fungiert als Medium zur Verbreitung und emotionalen Verstärkung der textlichen Aussagen. Dabei wird untersucht, wie Komponisten wie Bach versuchen, die theologischen Kernaussagen musikalisch umzusetzen oder zu interpretieren.

Final del extracto de 77 páginas  - subir

Detalles

Título
Literarische, theologische und musikalische Diskurse bei Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen und Christian Fürchtegott Gellert
Universidad
Saarland University
Calificación
1,3
Autor
Jonas Abel (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
77
No. de catálogo
V471395
ISBN (Ebook)
9783668962125
ISBN (Libro)
9783668962132
Idioma
Alemán
Etiqueta
literarische diskurse paul gerhardt gerhard tersteegen christian fürchtegott gellert
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonas Abel (Autor), 2016, Literarische, theologische und musikalische Diskurse bei Paul Gerhardt, Gerhard Tersteegen und Christian Fürchtegott Gellert, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471395
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