Führungsstile und deren Auswirkung auf die Mitarbeiter


Hausarbeit, 2019
16 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung Führungsstil

3 Begriffsklärung Führungstechnik

4 Zusammenhang von Führungstechniken und Führungsstilen

5 Anforderungen an eine Führungskraft

6 Aufgaben einer Führungskraft

7 Führungsstile
7.1 Der patriarchische Führungsstil
7.2 Der charismatische Führungsstil
7.3 Der autoritäre Führungsstil
7.4 Bürokratischer Führungsstil
7.5 Kooperativer Führungsstil
7.6 Demokratischer Führungsstil

8 Führung fängt beim Menschen an
8.1 Personalauswahl
8.2 Bedürfnis nach Anerkennung
8.3 Führung und soziale Interaktion
8.4 Unterschiedliche Sichtweisen
8.5 Unterschiedliche Motivationsansätze der Mitarbeiter

9 Zusammenfassung

10 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Die Vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den in der Praxis anzufindenden Führungsstilen und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiter innerhalb einer Organisation.

Das oberste Ziel z.B. von Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen, ist die Gewinnmaximierung. In Zeiten der fortschreitenden Globalisierung und der neu entstandenen internationalen Finanzmärkte, sind Unternehmen, nach und nach immer mehr dazu gezwungen einige Dinge umzustrukturieren Finanzierungsplanung zu betreiben, Kosten einzusparen, jeden ihrer Schritte genau zu durchdenken und auch einen Führungsstil noch einmal zu überdenken oder eventuell anzupassen.

Nicht selten wirkt sich das straffe Einsparungsprogramm der Unternehmen auch unmittelbar auf dessen Mitarbeiter aus, denn auch sie sind häufig dazu gezwungen Zugeständnisse zu machen und Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Zeit- und Kurzarbeit prägen den Alltag in vielen Unternehmen.

Durch die Einschränkungen, die die Mitarbeiter in Kauf nehmen vermindert sich auch ihre Motivation und die allgemeine Leistungsbereitschaft des Personals, ohne dessen Arbeitskraft, wirtschaftliche Erfolge nicht zu erzielen sind.

Wenn man jedoch davon ausgeht, dass langfristige Gewinnmaximierung einer Organisation, auch die uneingeschränkte Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter voraussetzt, steht dies augenscheinlich im Kontrast zu den jeweiligen Einsparungsmaßnahmen beim Personal.

Es ist daher sehr bedeutsam, das Personal auch in schwierigen Zeiten so zu fördern und zu motivieren, dass es trotz der aufgezeigten Einschränkungen bereit ist, dem Unternehmen am Markt den Rücken zu stärken.

Diese Aufgabe liegt ohne Frage bei den Führungskräften eines Unternehmens. Ihre Aufgabe ist es, den durchaus entscheidenden Wettbewerbsfaktor „menschliche Arbeit“, so zu regeln und zu motivieren, dass optimale Leistungen erzielt werden können. Wenn es gut läuft gelingt es, den Mitarbeiter zur Eigeninitiative und zum zielgerichteten Denken im Sinne des Unternehmens zu bringen. Dazu muss man aber wissen, welche Motivationen bei den Mitarbeitern helfen.

Bei sozialen Einrichtungen ist das oberste Ziel den Menschen zu helfen und sie zu unterstützen.

Womit wir auch schon zur Fragestellung, „Was gehört zu einer guten Führung und wie wird der Mensch dabei berücksichtigt?“, kommen. Über Führungsstile gibt es unterschiedliche Vorstellungen bei den Menschen, solange sie sich nicht genauer mit diesem Begriff und dem was dahinter steckt beschäftigt haben. Die Begriffsklärung ist daher sehr wichtig, damit man anschließend versteht was dahintersteckt, welche Arten von Führungsstilen es gibt und wie sich diese bei unterschiedlichen Organisationen anwenden lassen.

Um der Aufgezeigten Fragestellung nachzugehen, soll der Begriff des Führungsstils und der Führungstechnik zunächst ausführlich definiert werden, bevor im Anschluss darauf der Zusammenhang von diesen Begriffen erklärt wird und die Anforderungen und Aufgaben einer Führungskraft dargestellt werden. Danach wird der Autor die verschiedenen Führungsstile vorstellen, bevor er anschließend zu den Auswirkungen eines Führungsstils auf die Mitarbeiter kommt. Folgende Gesichtspunkte werden dabei angesprochen: die Personalauswahl, das Bedürfnis nach Anerkennung, die Führung und soziale Interaktion, die unterschiedlichen Sichtweisen und die unterschiedlichen Motivationsansätze der Mitarbeiter

2 Begriffsklärung Führungsstil

„Als Führungsstil bezeichnet man das Verhaltensmuster eines Vorgesetzten gegenüber weisungsgebundenen Mitarbeitern.“1 Genauer gesagt beginnt es damit, dass in jeder Organisation eine rangmäßige Differenzierung der Stellen vorhanden ist und sich somit das Problem der Führung in jeder Organisation finden lässt. Es gibt Stelleninhaber, die im Rang der Organisation anderen Stelleninhabern rangmäßig übergeordnet sind und ihnen gegenüber ein Entscheidungs-, Anordnungs-, und Kontrollrecht besitzen. Auch in Organisationen, bei denen die rangmäßige Differenzierung schon abgeschwächt ist, lässt sich Führung erkennen, selbst wenn diese nur eine tiefgegliederte informale Rangabstufung beinhaltet. Ein ausüben bestimmter Techniken ist die Voraussetzung für die sinnvolle Durchführung eines bestimmten Führungsstils. Techniken allein, reichen jedoch nicht aus, um einen bestimmten Führungsstil und das damit verbundene Verhalten durchführen zu können. Es bedarf also einer angemessenen Führungseinstellung des Vorgesetzten. Eine Führungseinstellung ist nicht einer bestimmten Führungstechnik bedingt und umgekehrt bedingt eine gewisse Führungstechnik auch nicht einer bestimmten Führungseinstellung.2 Auf den Zusammenhang von Führungstechnik und Führungseinstellung gehe ich im Verlauf der Arbeit noch genauer ein. Des Weiteren lässt sich unter dem Wort Führungsstil ein relativ langfristiges und stabiles situationsvariierendes Verhaltensmuster des Führers, was von den Geführten immer ganzheitlich, eben als Führungsstil erlebt wird, verstehen. Einen Führungsstil kann man als ein in Situationen wechselndes Verhaltensmuster beschreiben, was gleichzeitig relativ konstant und sinnvoll strukturiert ist. Es dient zur Konkretisierung einer verhaltensorganisierenden Einstellung oder Grundhaltung.3

3 Begriffsklärung Führungstechnik

„Unter Führungstechnik sind zu verstehen: sämtliche Instrumente und Methoden formalorganisatorischer und sozialpsychologischer Art, die zur Verwirklichung eines Führungsstils eingesetzt werden können.“4

Die Durchführung von bestimmten Techniken ist die Voraussetzung für die Bewerkstelligung eines bestimmten Führungsstils. Eine Führungskonzeption kann nur sehr schwer ohne, außerhalb oder gegen bestehende Führungsinstrumente verwirklicht werden. Techniken allein reichen jedoch nicht aus, um ein bestimmtes Führungsverhalten zu erreichen. Es muss eine vergleichbare Führungseinstellung gewährleistet sein. Wie schon erwähnt zieht eine bestimmte Führungseinstellung nicht bestimmte Führungstechniken nach sich, sondern eine bewusste Abstimmung aufeinander ist notwendig und Führungseinstellung und Führungstechniken bedingen sich immer wechselseitig.5

4 Zusammenhang von Führungstechniken und Führungsstilen

In der Abbildung wird der Zusammenhang zwischen einer Führungseinstellung und den Führungstechniken einmal verdeutlicht dargestellt.

Abb.: 1 „Der Zusammenhang zwischen Führungstechniken und Führungsstilen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Baumgarten 1976, S. 17

Durch die Gesellschaft sind in den Köpfen der Menschen Vorstellungen über den „richtigen“ Führungsstil und die Anwendung entsprechender Führungstechniken entstanden. Dieses Wertesystem der Gesellschaft zum Bereich der „Führung“ steht unter ständigem Einfluss bestimmter externer Faktoren wie, sozio-kultureller, politisch-rechtlicher und technisch-wirtschaftlicher Art.6

Sozio-kulturelle Faktoren meinen alle Einflussfaktoren, die sich auf das organisierte Zusammenleben von Menschen beziehen, wie z.B. die zunehmenden bzw. sich verändernden Bedürfnisse des Einzelnen, die soziale Stellung des einzelnen und die Auffassung von der Würde des Menschen.

Zu den politisch-rechtlichen Einflussfaktoren zählen z.B. die Verknüpfung zwischen Politik und Gesetzgebung, welche sich in Diskussionen über betriebliche Mitbestimmung und bei der Entwicklung von Mitbestimmung zur rechtlichen Bewältigung der Autoritätsbeziehungen in der Unternehmung, zeigt.

In Organisationen sind, insbesondere seit der Revidierung des Betriebsverfassungsgesetzes (Betr. VG) im Jahre 1972, institutionell festgelegte und rechtlich abgesicherte Formen der Mitbestimmung zu gewährleisten. Diese beinhalten einen Zuwachs an Gestaltungsrechten für den Betriebsrat und den einzelnen Arbeitnehmer.

Dies dient als wirksamer Schutz vor Benachteiligung des Arbeitnehmers und oft auch als Grundlage für die Verwirklichung mehr kooperativer Formen eines Führungsverhaltens.

Einflussfaktoren, welche technisch-wirtschaftlicher Art sind bei den technischen z.B. technische Veränderungen bzw. Fortschritte, die durch eine Industrialisierung hervorgerufen werden können und zu Veränderungen in der Herrschaftsstruktur führen können.

Eine konjunkturelle Lage ist der wichtigste ökonomische Faktor, da mit den Konjunkturschwankungen die Lage auf dem Arbeitsmarkt eng verbunden ist. In Zeiten der Hochkonjunktur herrscht in der Regel Arbeitskräftemangel und in Zeiten der Rezession Arbeitslosigkeit in der Gesellschaft.7

Diese Vorstellungen des „richtigen“ Führungsstils werden also von Erfahrungen mit bestimmten Führungsstilen und Führungstechniken beeinflusst und beeinflussen sich wie dargestellt auch wechselseitig. Der Führungsstil beeinflusst also die Führungstechnik und die Führungstechnik auch umgekehrt den Führungsstil.8

5 Anforderungen an eine Führungskraft

Die in Stellenanzeigen, an die zukünftige Führungskraft gestellten Anforderungen scheinen, wenn man sie zum ersten Mal betrachtet unerfüllbar und utopisch.

Oft werden dort Anforderungen wie Führungsstärke, Entscheidungskompetenz, Teamfähigkeit und sozialer Kompetenz, Belastbarkeit, Flexibilität, Motivationsfähigkeit, Offenheit, Integrität und im besten Falle Kenntnisse mehrerer Fremdsprachen, vorausgesetzt.

Mit dem Gedanken, ein Alleskönner sein zu müssen und dem Gefühl der Ernüchterung, dem nicht zu genügen, ist niemand allein. Auch Reinhard K. Sprenger hält dies für völlig überzogen.

Es kann niemand all diese Fähigkeiten mitbringen, jedoch sollte man ein Mindestmaß dieser Anforderungen haben, damit alle anderen Fähigkeiten entwickelbar sind.

Einige historische Beispiele für erfolgreiche Führungspersönlichkeiten sind Mahatma Gandhi, Henry Ford, John F. Kennedy, Konrad Adenauer oder Steve Jobs.

Sie alle verbindet, dass es Menschen gab, die ihnen auf ihrem Weg gefolgt sind, die sich eine bessere Lebensqualität durch ihre Führung versprochen haben und die sie als Führungskraft anerkannt haben.9

6 Aufgaben einer Führungskraft

Führungsverantwortung besteht darin, andere Menschen anzuregen und sie in die Lage zu versetzten, sich mit Begeisterung für gemeinsame Ziele einzusetzen.

Jeder Mensch ist ein Führender, wenn er einen positiven Einfluss auf andere Menschen und ihr Verhalten ausübt. Eine erfolgreiche Führungskraft bezieht ihre größte Wirkung über die Fähigkeiten der anderen und nicht über ihr eigenes Wissen.

Eine gute Führungskraft achtet darauf, dass Stellvertreter und mögliche Nachfolger gefördert und herangeführt werden, damit wenn die Führungskraft einmal geplant aufgrund eines Urlaubs, oder auch ungeplant aufgrund einer Krankheit fehlen sollte, das Unternehmen weiterhin produktiv bleibt. Er fördert seine Mitarbeiter und bezieht sie so weit wie möglich bei Entscheidungen auch ihre Entwicklungsmöglichkeiten mit ein.

Es ist also besonders wichtig, dass eine Führungskraft die Personalentwicklung auch für wichtig erachtet.

Wenn eine Führungskraft wirksam sein will, sollte sie nach Thomas Scheutz folgende Aufgaben übernehmen: darauf achten, dass Ziele vorhanden sind und für sie sorgen, wobei die Aufgabe im Vordergrund steht und der Weg dahin dabei eher im Hintergrund steht organisieren.

Sie sollte sich um ihre Aufgabe, ihren Verantwortungsbereich und um sich selbst kümmern; Entscheidungen treffen können, da dies eine der wesentlichen Aufgaben einer Führungskraft ist; Kontrollieren können, auch wenn diese Aufgabe einer der umstrittensten und unbeliebtesten ist, ist sie doch sehr wichtig. Die letzte Aufgabe ist nach Thomas Scheutz, Mitarbeiter zu fördern und zu entwickeln, da der Erfolg eines Unternehmens mit unter auch von den Menschen abhängt.

Es sollten die Stärken der Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt werden und sie in den Bereichen eingesetzt werden, in denen sie ihre Stärken voll entfalten können. Gute Führungskräfte interessieren sich für die Stärken der Mitarbeiter und nicht für deren Schwächen.10

[...]


1 Wöhe 2005, S. 185

2 Vgl. Baumgarten 1976, S. 9ff.

3 Vgl. Staehle 1994, S. 314

4 Baumgarten 1976, S. 16

5 Vgl. Baumgarten 1976, S. 16

6 Vgl. Baumgarten 1976, S.17

7 Ebd., S. 100f.

8 Vgl. Baumgarten 1976, S.17

9 Vgl. Scheutz 2008, S. 23ff.

10 Vgl. Scheutz 2008, S. 19ff.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Führungsstile und deren Auswirkung auf die Mitarbeiter
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V471420
ISBN (eBook)
9783668952638
ISBN (Buch)
9783668952645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Führungsstil Führung Mitarbeiter Auswirkungen Management Wirtschaft
Arbeit zitieren
Melissa Tonne (Autor), 2019, Führungsstile und deren Auswirkung auf die Mitarbeiter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471420

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