Diese Bachelorthesis befasst sich mit der Gegenüberstellung der Sprachpolitik der beiden autonomen Regionen Katalonien und dem Baskenland.
Nachdem im ersten Kapitel einige Definitionen zur Sprachpolitik und Sprachplanung geliefert, und die wichtigsten Begrifflichkeiten geklärt werden, folgt eine Enleitung zur Sprachpolitik in Spanien. Hierbei werden im Speziellen die spanische Verfassung beziehungsweise die relevanten Artikel präsentiert, welche die Voraussetzungen für eine regionale Sprachpolitik schaffen.
Nach einer Analyse der Sprachpolitik in den autonomen Regionen Baskenland und Katalonien werden anschließend Statistiken zur Sprachkompetenz der Bürger hinzugezogen, bevor im letzten Abschnitt ein Vergleich der sprachpolitischen Maßnahmen vollzogen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1. DEFINITIONEN
1.1. SPRACHPOLITIK – SPRACHPLANUNG
1.2. STATUSPLANUNG - KORPUSPLANUNG
2. SPRACHPOLITIK IN SPANIEN
2.1. DIE SPRACHSITUATION IN SPANIEN
2.2. GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.2.1. LA CONSTITUCIÓN ESPAÑOLA
3. KATALONIEN
3.1. GEOGRAPHISCHE UND DEMOGRAPHISCHE FAKTEN
3.2. DIE KATALANISCHE SPRACHE
3.2.1. Die Katalanischen Dialekte
3.3. SPRACHPOLITIK IN KATALONIEN
3.3.1. DIE AUTONOMIESTATUTE
3.3.1.1. Das Autonomiestatut von 1979
3.3.1.2. Das reformierte Autonomiestatut von 2006
3.3.2. SPRACHPOLITISCHE INSTANZEN
3.3.3. LLEI DE NORMALITZACIÓ LINGÜÍSTICA DE CATALUNYA
3.3.4. LEY 1/1998, DE 7 DE ENERO, DE POLÍTICA LINGÜÍSTICA
3.4. DIE KATALANISCHE SPRACHE IM SCHULWESEN
3.4.1. LEY DE EDUCACIÓN 2009
3.5. DIE AUSWIRKUNGEN DER SPRACHPOLITIK AUF DIE SPRACHKOMPETENZ
4. DAS BASKENLAND
4.1. GEOGRAPHISCHE UND DEMOGRAPHISCHE FAKTEN
4.2. DIE BASKISCHE SPRACHE
4.2.1. Die Baskischen Dialekte und Euskara batua
4.3. SPRACHPOLITIK IM BASKENLAND
4.3.1. AUTONOMIESTATUT
4.3.2. LEY BÁSICA DE NORMALIZACIÓN Y USO DEL EUSKERA
4.4. BASKISCH IM BILDUNGSWESEN
4.4.1. IKASTOLAS
4.4.2. GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
4.4.3. LOS MODELOS LINGÜÍSTICOS DE ENSEÑANZA
4.4.3.1. Verteilung der Schüler auf Modelle
4.5. DIE AUSWIRKUNGEN DER SPRACHPOLITIK AUF DIE SPRACHKOMPETENZ
5. KATALONIEN VS. BASKENLAND – VERGLEICH DER BILDUNGSPOLITK UND IHRER FOLGEN
6. SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Sprachpolitik in den spanischen autonomen Regionen Katalonien und dem Baskenland, mit einem spezifischen Fokus auf die Implementierung und den Erfolg der jeweiligen Sprachpolitik im Bildungswesen. Die Forschungsfrage widmet sich der Analyse, wie sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf den Erwerb der jeweiligen Landessprache auswirken und inwieweit Unterschiede oder Gemeinsamkeiten in den sprachpolitischen Strategien bestehen.
- Grundlegende Definitionen von Sprachpolitik und Sprachplanung
- Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen in Spanien, Katalonien und dem Baskenland
- Untersuchung der Rolle der Sprache im jeweiligen Bildungssystem
- Vergleichende Analyse der Sprachkompetenzentwicklung in beiden Regionen
- Bewertung des Erfolgs sprachpolitischer Maßnahmen
Auszug aus dem Buch
3.1. GEOGRAPHISCHE UND DEMOGRAPHISCHE FAKTEN
Katalonien ist eine der siebzehn Autonomen Regionen Spaniens und verteilt sich im extremen Nordosten der Iberischen Halbinsel über rund 31930 km² (Etxebarría 2002, S.109). Sie zählt mit der CAV (Comunidad Autónoma Vasca) und Galizien zu den Comunidades Históricas, wodurch sie in Spanien eine Sonderstellung einnehmen.
Im Norden grenzt Katalonien an die Pyrenäen und Andorra und bildet somit Teil der Grenze zu Frankreich; westlich trifft es auf die Comunidad Aragón und südlich auf die Comunidad Valenciana. Katalonien gliedert sich in die vier Provinzen Barcelona, Gerona, Lérida und Tarragona; Hauptstadt und Regierungssitz ist Barcelona, welche zugleich hinter Madrid die zweitgrößte Stadt Spaniens ist.
Bezüglich der Bevölkerungsstärke liegt Katalonien mit 7.475.420 nur hinter Andalusien. Hingegen ist es die reichste und wirtschaftsstärkste Region Spanien.
Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts erfuhr Katalonien eine starke Immigrantenwelle, besonders in und um Barcelona aufgrund der starken industriellen Situation. Auch heute ist der Immigrantenzufluss sehr hoch. So wurden 2009 62,4% der Bevölkerung in Katalonien geboren, 20,34% im restlichen Spanien und die restlichen 17,36% im Ausland.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Sprachpolitik in Katalonien und dem Baskenland sowie Erläuterung des methodischen Vorgehens der Arbeit.
1. DEFINITIONEN: Klärung der theoretischen Grundlagen, insbesondere der Begriffe Sprachpolitik, Sprachplanung, Statusplanung und Korpusplanung.
2. SPRACHPOLITIK IN SPANIEN: Überblick über die sprachliche Situation in Spanien und die gesetzlichen Grundlagen durch die spanische Verfassung.
3. KATALONIEN: Analyse der demografischen Lage, der katalanischen Sprache und der sprachpolitischen Gesetzgebungen sowie deren Einfluss auf das katalanische Bildungswesen.
4. DAS BASKENLAND: Darstellung der sprachpolitischen Situation, der baskischen Sprache und der spezifischen Implementierung von Bildungsmodellen im Baskenland.
5. KATALONIEN VS. BASKENLAND – VERGLEICH DER BILDUNGSPOLITK UND IHRER FOLGEN: Synoptische Gegenüberstellung der Sprachpolitik beider Regionen zur Bewertung ihrer Wirksamkeit.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige sprachpolitische Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Sprachpolitik, Sprachplanung, Katalonien, Baskenland, Bildungswesen, Immersionsmodell, Autonomiestatut, Zweisprachigkeit, Sprachkompetenz, Euskara, Katalanisch, Normalisierungsgesetz, Sprachstatus, Minderheitensprachen, Spanien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Sprachpolitik und deren Auswirkungen auf die Sprachkompetenz der Bevölkerung in den spanischen Regionen Katalonien und dem Baskenland.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Sprachen, die Implementierung dieser Sprachen im Schulsystem und die statistische Entwicklung der Sprachkenntnisse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der sprachpolitischen Maßnahmen in beiden Regionen aufzuzeigen und zu bewerten, wie erfolgreich die Integration der Sprachen im Bildungswesen verlaufen ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse in Verbindung mit der Untersuchung von Gesetzestexten und statistischen Daten zur Sprachkompetenz.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Autonomiestatute, sprachpolitische Instanzen und die spezifischen Bildungsmodelle, wie etwa das Immersionsmodell in Katalonien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachpolitik, Immersionsmodell, Autonomiestatut, Sprachkompetenz sowie die spezifischen Sprachnamen Katalanisch und Baskisch.
Wie unterscheidet sich die Sprachpolitik zwischen Katalonien und dem Baskenland?
Katalonien zeigt eine eher aggressive und progressive Strategie zur Förderung der Sprache, während das Baskenland stärker auf verschiedene Bildungsmodelle setzt, um die Sprachverbreitung zu steuern.
Welche Bedeutung haben die Ikastolas im baskischen Kontext?
Die Ikastolas waren als baskischsprachige Schulen ein entscheidender Faktor für die kulturelle Bewegung und die spätere Normalisierung des Baskischen im Bildungssystem.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2010, Die Sprachpolitik der spanischen Regierung in Katalonien und im Baskenlande. Wirksamkeit und Folgen für die regionale Bevölkerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471457