Sorgt christliches Engagement für Gerechtigkeit?


Facharbeit (Schule), 2018
9 Seiten, Note: 7P

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Gerechtigkeit?

3. Die Kirche und ihr Engagement
3.1. Die Caritas International
3.2. Brot für die Welt

4. Mein eigenes Engagement

5. Fazit

6. Quellen
6.1. Internet
6.2. Literarische Quellen

1. Einleitung

„Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.“1

Ohne Gerechtigkeit geht in der heutigen Zeit fast gar nichts mehr. In allen Bereichen kämpfen verschiedene Menschen darum, Gerecht behandelt zu werden, vor allem aber, bei dem Thema faire Bezahlung, um sich und seine Familie gut ernähren zu können. Als Staat ist es allerdings keine einfache Aufgabe, für Gerechtigkeit zu sorgen, denn wenn jeder Gerecht behandelt werden möchte, ist es eigentlich unvermeidlich, dass jeder vom Satt Gerecht unterstützt wird. Die Christliche Kirche versucht hier, den Staat zu unterstützen und unter die Arme zu greifen, wenn die Mittel des Staates erschöpft sind. Aber auch international hilft die deutsche Christliche Kirche vor allem, in sozial benachteiligten Ländern um mehr Gerechtigkeit. Aber brauch man dieses Engagement der Kirche in Deutschland wirklich, oder ist es nur zur „Show“ da?

Diese Frage werde ich in der folgenden Hausarbeit klären.

2. Was ist Gerechtigkeit?

Was ist Gerechtigkeit? Das ist eine Frage die sehr schwer zu beantworten ist. Wie stellt man Gerechtigkeit her? Auch das ist eine Aufgabe die fast Unmöglich scheint.

Es gibt zurzeit etwa 7,5 Milliarden Menschen auf der Welt, jeder einzelne von ihnen wird wahrscheinlich eine eigene Definition von Gerechtigkeit haben. Aber all diese Menschen wollen trotzdem Gerecht behandelt werden. Das Heißt, alle wollen Gerecht behandelt werden ohne ganz genau zu wissen, was überhaupt gerecht ist. Es gibt einige einfache Fälle, in denen es Klar ist was Gerecht ist.

Zum Beispiel wenn zwei Menschen genau das Gleiche Arbeiten, und genau gleich lang, müsste man ja eigentlich denken, dass es Gerecht sei, dass die Beiden genau gleich bezahlt werden. Eine Umfrage der IW Köln aus dem Jahr 2015 besagt, dass ca. 61 % der Deutschen mit ihrer Bezahlung zufrieden sind, und diese gerecht finden. Dass Auffällige hierbei ist, dass desto mehr die Menschen verdienen, umso größer ist der Prozentsatz der zufriedenen. Das heißt in Zahlen, dass 78,4% der Menschen die mehr als 23,09 €/h verdienen, den Gehalt gerecht finden, allerdings nur 53,4% von denen, die nur 9,62 €/h verdienen. Bei Menschen die zwischen 9,26€/h und 13,24€/h verdienen, sind nicht einmal die Hälfte mit ihrem Gehalt zufrieden, nämlich nur 48,8% (siehe Abb.1 S. 3).2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aber was ist nun Gerechtigkeit? Ein Professor der Handelshochschule Leipzig, Zentrum für Globale Ethik, hat gesagt: „Gerechtigkeit regelt die Beziehungen von Menschen zu anderen Menschen, sie betrifft also Interaktionen, und sie enthält immer ein Moment von Gleichheit. Zentrale Frage ist, wie das „ius suum“, „sein Recht“, bestimmt wird.“3

Er redet auch von diesem einen Moment der Gleichheit. Gleichheit bedeutet, dass es egal ist welches Geschlecht, welche Religion, was für eine Körpergröße, etc. Gleich behandelt werden. Auch für den griechischen Philosoph Pythagoras aus der Zeit der Antike, war Gerechtigkeit gleich Gleichheit. Die Gleichheit bezeichnet man auch als „egalitär“. Als Bespiel: Ein Mensch gibt einem Menschen etwas, und bekommt etwas Gleichwertiges zurück. Aristoteles, ebenfalls ein griechischer Philosoph der Antike, meint, dass die Gerechtigkeit die Grundlage des menschlichen Zusammenlebens ist. Außerdem hat er die Gerechtigkeit zusätzlich in verschiedene Gerechtigkeitsgruppen eingeteilt, und sie miteinander verknüpft:4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Außerdem hat er noch gesagt, dass zusätzlich zur Gleichheit auch noch die Würde, der Verdienst und die Fähigkeiten eine Rolle bei der Gerechtigkeit spielen. Zusammenfassend kann man diese drei Begriffe unter die austeilende Gerechtigkeit fassen. Hier sieht man parallelen zu der Biblischen Geschichte „Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg“. In dieser Geschichte wird erzählt, dass ein Weinbergbesitzer mehrmals am Tag von morgens, bis eine Stunde vor Feierabend Arbeiter eine Tagesarbeit anbietet. Am Ende des Tages bekommen alle Arbeiter das Gleiche, nämlich ein Silberstück, der einen Tag lang reicht um die Familie zu versorgen. Die Arbeiter die seit morgens gearbeitet haben beschwerten sich, dass es nicht Gerecht sei, dass die, die nur eine Stunde gearbeitet haben genau gleich viel bekommen, wie die, die den ganzen Tag gearbeitet haben. Jetzt gibt es die eine Ansicht, dass Gerechtigkeit gleich Gleichheit ist, das heißt, dass alle Menschen die Gearbeitet haben gleich behandelt werden sollten. Andererseits kann man sagen, dass die austeilende Gerechtigkeit eine Rolle Spielt, denn warum sollte der, der weniger geleistet hat auch so viel bekommen wie der, der den ganzen Tag gearbeitet hat.

Man kann grundlegend unterscheiden zwischen der „Idee der Gerechtigkeit“ und der „subjektiven bzw. personale Gerechtigkeit“. Die Idee der Gerechtigkeit bezieht sich auf die Ordnung innerhalb einer Gesellschaft, und wird außerdem, wenn man diese dann weiter untergliedert, als strukturelle Gerechtigkeit angesehen. Die subjektive bzw. die personale Gerechtigkeit ist dadurch gekennzeichnet, wenn Menschen die darauf verzichten andere Menschen zu übervorteilen, und die Verwirklichung der Idee der Gerechtigkeit.

Abschließend kann man sagen, dass Gerechtigkeit der optimale Zustand zwischen Menschen ist, im Hinblick auf allen vergleichbaren Bereichen, in denen mehr als zwei Menschen miteinander zu tun haben. Gerechtigkeit ist, wenn die Menschen nachvollziehen können warum wer wie viel bekommt, und nicht bekommt. Die Ideale Gerechtigkeit unter Menschen ist jedoch fast unmöglich herzustellen.

3. Die Kirche und ihr Engagement

Die Kirche ist ein wichtiges Bauteil in der heutigen Gesellschaft. Auch wenn man es nicht merkt, aber die Kirche hat immer noch sehr viel Einfluss auf die Menschen. Auch im Thema Gerechtigkeit und sonstige Hilfsleistungen ist die Kirche sehr aktiv. Es gibt einige Hilfswerke, die von der christlichen Kirche geleitet werden. Die größten und bekanntesten sind zum Beispiel „Brot für die Welt“, „Caritas“, „Kindernothilfe“ und „Malteser Hilfsdienst“.

Aber sind diese Hilfseinrichtungen auch da, um für Gerechtigkeit zu sorgen oder nur um Menschen zu helfen die es nötig haben?

Generell kann man sagen, dass die meisten Organisationen sehr wahrscheinlich einen Vorteil darin sehen wenn sie Gerecht handeln. Denn wenn die Bürger sehen, wie Gerecht diese eine Organisation handelt, ist es wahrscheinlicher, dass die Bürger sich dieser Organisation anschließen, Spenden oder sich auf einer anderen Weiße zu Engagieren. Auf der anderen Seite, ist es vielleicht doch eher das „gute Herz“ der Organisationen, das neue Mitglieder bzw. Spenden fördert. Aber die meisten Organisationen, ob Kirchlich oder nicht versuche die Gerechtigkeit auf jeden Fall, auch unbewusst, zu fördern.

[...]


1 Thales von Milet (ca. 625-547 v.Chr.), griechischer Philosoph

2 http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/lohnungleichheit-wie-gerecht-fuehlen- deutsche-sich-bezahlt-a-1194750.html

3 Prof. Dr. Andreas Suchanek, Professor der Handelshochschule Leipzig, Zentrum für Globale Ethik

4 Buch: Abitur-Wissen Ethik – Recht und Gerechtigkeit

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Sorgt christliches Engagement für Gerechtigkeit?
Note
7P
Autor
Jahr
2018
Seiten
9
Katalognummer
V471465
ISBN (eBook)
9783668962484
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sorgt, engagement, gerechtigkeit
Arbeit zitieren
Lukas Rühle (Autor), 2018, Sorgt christliches Engagement für Gerechtigkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471465

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