Influencer Marketing als strategisches Instrument im Social Media Marketing. Ein erfolgsversprechender Ansatz?


Studienarbeit, 2018
39 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Marketing
2.1 Marketing Einführung
2.1.1 Definition und Zielsetzung
2.1.2 Einsatzgebiete, Instrumente und Erfolgskriterien
2.2 Marketing im Wandel der Digitalisierung
2.2.1 Entstehung des Social Media Marketings und Empfehlungsmarketings
2.2.2 Influencer Marketing

3 Einsatz des Influencer Marketing als strategisches Instrument
3.1 Wichtige Social-Media-Plattformen
3.1.1 Instagram
3.1.2 YouTube
3.1.3 Weblogs
3.2 Auswahl der Influencer

4 Auswirkungen auf das Kaufverhalten
4.1 Kaufverhalten Definition und Einflussfaktoren
4.2 Empirische Untersuchung
4.2.1 Problemstellung und Zielsetzung
4.2.2 Untersuchungsmethodik
4.2.3 Ergebnisse der Erhebung

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Modifizierte Markenerfolgskette zur Systematisierung der Wirkungs- und Erfolgsmessung

Abb. 2: Instagram – Pamela Reif

Abb. 3: YouTube – Pamela Reif (Pamelarf1)

Abb. 4: Weblog – Pamela Reif (About Pam)

Abb. 5: Beeinflussungsfaktoren im Kaufprozess

Abb. 6: Auswertung der Kreuztabelle

1 Einleitung

Marketing spielt seit geraumer Zeit eine wichtige Rolle für die Marktwirtschaft. Der Aus- tausch von Gütern jeglicher Art, sowie Dienstleistungen ist zu einem prägenden Prinzip geworden. Marketing ist also über alle Branchen hinweg ein notwendiges und heutzutage unverzichtbares Instrument um sich als Unternehmen auf den Märkten zu behaupten. 1

Durch den zunehmenden globalen Wettbewerb steigt der Druck auf Unternehmen, den Umfang und die Qualität Ihres Internetauftritts kontinuirlich im Wettbewerbsumfeld anzupassen und auszubauen.

Eine der wohl bekanntesten Varianten, welche durch die fortschreitende Digitalisierung der Marktwelt immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist das Social Media Marketing und damit einhergehend das sogenannte Influencer Marketing. 2 Beim Influencer Marketing werden gezielt Meinungsführer mit einer reichweitenstarken Community für Marketing- und Kom- munikationszwecke eingesetzt. Auf der Grundlage des Vertrauens der jeweiligen Zielgruppe zu den Influencern sollen so die Wertigkeit und Glaubwürdigkeit der eigenen Markenbotschaft gesteigert und promotet werden. Es geht vordergründig darum, Marken- oder Produkt- fürsprecher zu gewinnen, die als Experten auf bestimmten Themengebieten bekannt sind. Influencer können dadurch zum Beispiel Einfluss auf die Bewertung und Beurteilung von Produkten, Dienstleistungen, Marken, Unternehmen oder Arbeitgebern ausüben.3

Ziel dieser Arbeit soll es deshalb sein, herauszufinden ob und in wieweit das Influencer Mar- keting in sozialen Netzwerken als strategisches Instrument erfolgsversprechend ist. Zunächst wird die Entwicklung des Marketings dargestellt und die Gründe aufgezeigt, welche für die Entstehung und Notwendigkeit des Influencer Marketings ausschlaggebend sind. Um einen Einstieg zu schaffen werden übliche Definitionen, Zielsetzungen und Erfolgskriterien des Influencer Marketings dargelegt. Daraufhin soll untersucht werden wie sich der Einsatz von Influencern auf das Kaufverhalten verschiedener Personengruppen auswirkt, wobei die theo- retische Ausarbeitung durch eine empirische Untersuchung gestützt wird.

2 Marketing

Um die Entstehung und die Entwicklung des Influencer Marketings nachvollziehen zu kön- nen, ist es erforderlich die Geschichte des Marketings zu betrachten. Das Marketing und des- sen Maßnahmen haben sich im Laufe der Zeit erheblich verändert, daher soll im folgenden Kapitel zunächst eine Darstellung von Marketing Definitionen und Zielsetzungen und dessen Veränderungen erfolgen. Daraufhin wird das Influencer Marketing vorgestellt und erläutert.

2.1 Marketing Einführung

2.1.1 Definition und Zielsetzung

Wettbewerbsintensive Märkte sind in der heutigen Zeit extrem dynamischen Einflüssen und Veränderungen unterworfen, daher müssen die Konsumenten im Zentrum der Unternehmensführung stehen. Marketing beschreibt folglich den Versuch eines Unternehmens, die Bedürfnisse potentieller Kunden und der Interessengruppen zu erkennen und diese gezielt zu nutzen, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Somit stellt Marketing generell eine unternehmerische Denkhaltung dar. Um diese Denkhaltung als Unternehmenskonzept umsetzen zu können werden sämtliche Unternehmensaktivitäten an den Bedürfnissen gegenwärtiger, sowie potentieller Kunden ausgerichtet, um die vorgesehenen Unternehmensziele zu erreichen.4

Die unternehmerische, endkundenorientierte Perspektive wurde mehr und mehr auf weitere Stakeholder des Unternehmens ausgedehnt. Hierrunter fallen beispielsweise Mitarbeiter, Shareholder, Staat oder Umwelt. Somit wird die Gestaltung sämtlicher Austauschprozesse des Unternehmens mit den bestehenden Bezugsgruppen als Marketingaktivität angesehen, welche zunehmend als umfassendes Leitkonzept der Unternehmensführung dient.5

Dadurch, dass im Laufe der Zeit zunehmend mehr Anbieter in den Markt eingedrungen sind, wurde folglich das Angebot an Produkten, Gütern und Dienstleistungen umfangreicher und hat schließlich die Nachfrage überboten. So begann die marktgerechte Orientierung am Kon- sumenten. Dies war die wesentliche Voraussetzung für die Etablierung des Marketings als entscheidendes Führungskonzept im Unternehmen.6

„Marketing als Führungsphilosophie [ist] die bewusste Führung des gesamten Unternehmens vom Absatzmarkt her, d. h. der Kunde und seine Nutzenansprüche sowie ihre konsequente Erfüllung stehen im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns, um so unter Käufermarktbedingungen Erfolg und Existenz des Unternehmens dauerhaft zu sichern.“7

Sich von seinen Konkurrenten abzuheben, rückte somit in den Mittelpunkt unternehmerischer Aktivitäten, da nur so der Unternehmenserfolg langfristig gesichert werden konnte. Der Kunde steht im Fokus des unternehmerischen Handelns, welches das Ziel verfolgt, eine Beziehung zwischen dem Unternehmen und dem Kunden aufzubauen und zu stärken.8 Es werden allerdings verschiedene Ziele verfolgt, welche sich grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilen lassen. Zum einen handelt es sich um quantitative, ökonomische Faktoren wie Umsatz, Absatz und Kosten. Zum anderen werden auch qualitative, psychologische Faktoren wie Reputation, Kundenbindung, Bekanntheit und Image beeinflusst. Auf Basis der Ziele wird eine optimale Positionierung erarbeitet um danach die richtigen - für die Zielgruppe relevanten - Marketinginstrumente bestimmen zu können. Mit dem Marketingkonzept fließen schließlich alle Erkenntnisse in eine Art Masterplan, mit dessen Umsetzung man das eigentliche Ziel des Marketings erreichen sollte: Neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden binden. 9

2.1.2 Einsatzgebiete, Instrumente und Erfolgskriterien

Dem Marketing kommt die Aufgabe zu, strategische Wettbewerbsvorteile gegenüber den Konkurrenten aufzubauen und diese am Markt durchzusetzen bzw. zu verteidigen. Es beschreibt folglich den Versuch eines Unternehmens, die Bedürfnisse potentieller Kunden und der Interessengruppen zu erkennen und diese gezielt zu nutzen, um sich wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen. Somit stellt Marketing generell eine unternehmerische Denkhaltung dar.10

Alle eingesetzten Strategien und Optimierungen beeinflussen verschiedene Leistungskennzahlen, anhand derer sich der Erfolg messen lässt.11 Voraussetzung für das Messen des Erfolges ist die Formulierung von Zielen. Nur wenn definiert wird, was erreicht werden soll, kann im Nachhinein geprüft werden, ob das Ziel auch erreicht wurde. Ein Soll-Ist-Vergleich der Unternehmensziele führt nun zu einer Aussage über den Grad der Zielerreichung. Zur weiteren Kontrolle des Erfolgs werden oftmals ökonomische Zielgrößen wie z. B. Umsatz, Marktanteil oder Deckungsbeitrag der betreffenden Modelle und Marken herangezogen. Au- ßerökonomische Kontrollgrößen wie das Markenimage, die Kundenzufriedenheit und der Markenwert spielen heutzutage allerdings ebenfalls eine größere Rolle. Deren Wirkungs und Erfolgsmessung lässt sich anhand der Markenerfolgskette darstellen.12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Modifizierte Markenerfolgskette zur Systematisierung der Wirkungs- und Erfolgsmessung

Quelle: Esch, Franz-Rudolf (2013), S. 450.

Die Darstellung umfasst die Analyse der eingesetzten Instrumente über die ausschlaggebenden Erfolgsfaktoren bis hin zu den Zielgrößen. Die eingesetzten Marketinginstrumente werden hinsichtlich ihrer Effizienz analysiert, indem die direkten und indirekten Einflüsse der Marketinginstrumente auf die erlösorientierten Zielgrößen ermittelt werden. Es existieren zur Messung des Erfolgs von Marketingmaßnahmen auch Programme bei denen die Kostenkom- ponente mit betrachtet wird. Im Endeffekt ist das Ziel qualitative leads für den Vertrieb zu generieren. 13

2.2 Marketing im Wandel der Digitalisierung

2.2.1 Entstehung des Social Media Marketings und Empfehlungsmarketings

Unter dem heutigen, verstärkten Einfluss der innovativen Informations- und Kommunikati- onstechnologie kamen sowohl neue Möglichkeiten als auch Herausforderungen auf das Marketing zu. 14 Denn durch die Etablierung des Internets als Alltags- und Informationsmedium werden die Unternehmen dazu gezwungen, sich mit eine neuen Form des Marketings, nämlich dem Online Marketing, auseinander zu setzen.15

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist bereits online, wobei der Begriff „Online“ nicht allein mit dem Begriff „Internet“ gleichzusetzen ist.16 Dieser umfasst die gesamte Kommuni- kations-, Informations- und Interaktions-Ebene, welche auch die Möglichkeiten des Intranets, Extranets und der gesamten Telekommunikation bietet.17 Infolge dessen ist das Online- Marketing aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung heutzutage unverzichtbar für die Marktwirtschaft und steht somit in engem Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. 18

Die Konsumenten können dadurch zu jeder Tages- und Nachtzeit und von jedem Ort der Welt online mit anderen Nutzern kommunizieren und sich über ein bestimmtes Unternehmen oder auch ein Produkt informieren. Die Informationen stammen jedoch nicht nur von den betroffenen Unternehmen, die sich selbst im Internet präsentieren, sondern überwiegend von den vielen Internetnutzern, die auf diversen Bewertungsplattformen, in Internetforen und auf Social Media Plattformen aktiv sind. Dort werden regelmäßig Beiträge bezüglich gesammelten Erfahrungen mit Unternehmen, deren Marken, Produkten und Dienstleistungen mit ande- ren Internetnutzern geteilt. Somit verbreiten sich Bewertungen mit Hilfe des Internets mit einer enormen Geschwindigkeit über eine ebenso enorme Reichweite, sodass es vorkommen kann, dass Konsumenten schneller und besser über ein neues, innovatives Produkt und dessen Qualität, sowie die Kundenzufriedenheit informiert sind, als die Hersteller selbst.

Dass diese Informationen von unbekannten Nutzern stammen spielt für die potentiellen Konsumenten eine eher untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht, dass es sich bei diesen In- formationen um private Einträge und Quellen handelt, mit denen sich ein potentieller Kon- sument besser identifizieren kann. Dies ist keine von den Unternehmen anvisierte Werbe- maßnahme, sondern eine für den Kunden authentische und glaubwürdige Quelle.19 Dadurch, dass es eine für den Kunden glaubwürdige Quelle darstellt nimmt es bedeutenden Einfluss auf seine Kaufentscheidung. Vergleichbar ebenfalls mit einer Empfehlung durch Freunde und Bekannte, da so authentische Informationen herausgefiltert werden können. Diese Thematik wird auch durch die „Accessibility Diagnosticity Theory“ beschrieben.20 Somit sind soziale Netzwerke, Foren und Bewertungsplattformen ausschlaggebend dafür, ob ein Produkt tatsächlich gekauft wird, oder ob schlechte Bewertungen den Verkauf eines Produktes negativ beeinflussen. Der Erfolg absatzpolitischer Maßnahmen kann also durch interpersonelle Kommunikation wesentlich beeinflusst werden.21

Den Einfluss der aktiven Kommunikation auf die Kaufentscheidung wird als Empfehlungs- marketing oder auch „Mund-zu-Mund-Propaganda" bzw. „Word- of-Mouth" bezeichnet und erfährt eine steigende Aufmerksamkeit, welche insbesondere durch die fortschreitende Digi- talisierung zunehmend verstärkt wird.22

Das Empfehlungsmarketing ist eine spezielle Form des sozialen Einflusses im Konsumverhalten bei dem die Übermittlung von Produktinformation im Vordergrund steht. Es handelt sich um die persönliche, folglich subjektive Einschätzung und Kommunikation zwischen einem Sender und einem Empfänger. Der Empfänger kann jedoch aktiv kommunizieren und somit auch Feedback-Prozesse starten. Somit nimmt dieser die Informationen des Senders nicht nur auf, sondern kann darüber hinaus Fragen stellen und einen aktiven Part in der Kommunikation übernehmen. Dies wird dadurch unterstützt, dass die Nachrichten zudem im Netz speicherbar sind und dadurch eine aktive Suche ermöglicht wird.23 So können Teilnehmer die Inhalte nicht nur eigenständig erstellen und übermitteln, sondern auch verändern oder auf bestehende reagieren. 24

Durch die sozialen Medien hat sich ein großer Fortschritt in der Vernetzung von Menschen getan, da dies einen neuen Weg darstellt zwischenmenschliche Beziehungen einzugehen.25 Dies gilt auch für die Unternehmen. Diese versuchen die Verbreitung von interpersonellen Informationen wie Produkt- oder Unternehmensbewertungen zur Meinungsbildung zu ihrem Vorteil zu beeinflussen und entsprechend zu steuern. Unternehmensziele sind hierbei meist die Steigerung der Marken- bzw. Produktbekanntheit oder auch die Steigerung des Umsatzerlöses.26

2.2.2 Influencer Marketing

Verschiedene Konzepte wurden entwickelt, um Meinungsführer und Mundpropaganda in die Marketingstrategien von Unternehmen einzubinden. Bereits ein Großteil der am Markt plat- zierten Unternehmen wirkt auf Social Media Kanälen mit eigenen Unternehmensprofilen-mit, um die Meinungsbildung der Konsumenten zu ihrer Marke, ihrem Produkt oder ihrer Dienst- leistung unter Kontrolle zu halten und darüber hinaus ebenfalls mit eigenen Beiträgen aktiv zu beeinflussen. In letzter Zeit hat sich aber eine weitere neue Möglichkeit entwickelt, wie Unternehmen soziale Netzwerke nutzen können: das Influencer Marketing.27

Das Influencer Marketing zielt darauf ab, vom Einfluss und der Reichweite wichtiger Meinungsführer zu profitieren, indem diese eine Werbebotschaft für das kooperierende Unter- nehmen in den sozialen Netzwerken verbreiten. Die Meinungsführer, welche die Werbebot- schaften der Unternehmen im Netz verbreiten bezeichnet man als sogenannte Influencer.28

„Ein Influencer ist eine Person, die mit ihrem Handeln andere Personen beeinflusst“29

Der Begriff beschreibt eine Person, die in sozialen Netzwerken hohes Ansehen genießt. In- fluencer verfügen über eine hohe digitale Kompetenz und Aktivität in den sozialen Medien.

Sie haben sich über die Inhalte ihrer Beiträge, ihre Art zu kommunizieren, ihr Wissen und die Reichweite ihrer Beiträge eine große Community erarbeitet, die ihnen auf verschiedenen sozialen Kanälen folgt. Diese Nahbarkeit können Unternehmen im Rahmen des Influencer Marketings nutzen, um an ihre Kunden heranzukommen.30 Aufgrund dieser Faktoren nehmen Influencer eine Schlüsselfunktion in der interpersonellen Kommunikation ein. „Durch den hohen Einfluss auf die Kaufentscheidung potenzieller Kunden, gelten ihre Beurteilungen und Bewertungen zu Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens bzw. einer Marke, als wichtige Erfolgsfaktoren im Marketingmix.“31 Der Influencer schafft eine Vertrauensebene, mit der er die Glaubwürdigkeit und Authentizität seiner Beiträge unterstützt. In diese Ebene können Unternehmen somit einsteigen, um die Meinungsbildung bezüglich ihrer Marke oder Produkte in eine erwünschte Richtung zu lenken ohne dabei die Kreativität und Individualität der Influencer einzuschränken.32

Das Unternehmen muss die Kontrolle über die Werbemittel an die Influencer übertragen, um die Reichweiten- und Interaktionspotentiale bestmöglich nutzen zu können. Die Kontrolle über die Kampagne bleibt jedoch aufgrund der Begleitung und Zusammenarbeit mit den Influencern auf Seiten der Unternehmen.33

Influencer priorisieren ihre Glaubwürdigkeit, da diese ihr wichtigstes Kapital darstellt. Die Verbindung von Expertenwissen, Marktkenntnissen und sozialer Nähe führt zu einer höheren Glaubwürdigkeit von Meinungsführern als die der Massenmedien oder auch Unternehmen.34

Glaubwürdigkeit beschreibt in diesem Zusammenhang eine Eigenschaft, die den Influencern im Bezug auf ihre Beiträge und deren Wahrheitsgehalt zugeschrieben werden kann. Hier wiederum zeigt sich, dass diese von mehreren Faktoren beeinflusst wird, die sich nicht nur auf den Meinungsträger, sondern auch auf den Beitrag an sich, beziehen können.35 Durch eine hohe Glaubwürdigkeit eines Influencers erhält dieser durch seine Beiträge besonderen Einfluss auf die Kaufentscheidung seiner Follower.

Ziel des Influencer Marketing Konzepts ist es also spannende Inhalte für die Community des Influencers zu schaffen und gleichzeitig die Marke des Unternehmens glaubwürdig zu inszenieren.36

3 Einsatz des Influencer Marketing als strategisches Instrument

Die sozialen Netzwerke bilden die Brücke zwischen Konsument und Influencer. Dabei sind die Influencer nicht nur auf jeweils einem, sondern meistens in allen für sie relevanten sozialen Netzwerken vertreten, um eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen. Es gilt zunächst darzustellen, welche Social Media Plattformen die wichtigsten sind (Beispiel: Influencerin Pamela Reif) und wie das Unternehmen den richtigen Influencer auswählt. Zuletzt werden mögliche Risiken des Influencer Marketings aufgezeigt.

3.1 Wichtige Social-Media-Plattformen

3.1.1 Instagram

„Bilder sind in der Lage ganze Botschaften zu transportieren und selbst komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen“37

Instagram ist eine Foto- und Videosharing Community, die genau dies umsetzen möchte. 2010 wurde die App für das Smartphone veröffentlicht und wächst seit dem an Nutzern. Im Februar 2013 vernahm die App bereits 100 Mio. Nutzer und ist somit deutlich eine etablierte Social-Media-Plattform.38

Die App ist kostenlos für jeden zugänglich. Man erstellt sich zunächst ein Profil mit einer Biografie (1.), auf dem man sowohl Fotos (2.) als auch Videos (3.) veröffentlichen kann. Eine Mitgliedschaft ist zur Nutzung der Foto- und Videosharing Community Pflicht.39 Um sehen zu können was eine Person postet, kann man anderen Profilen folgen (4.) und bekommen dadurch die neuen posts der gefolgten Person direkt im eigenen Feed (Startseite) angezeigt. Durch „Gefällt mir“-Angaben und Kommentare bezüglichen eines einzelnen Beitrags kann man mit den anderen Usern interagieren. Zusätzlich kann man private Nachrichten (5.) oder Fotos an einen anderen Nutzer senden, welche dann nur dieser sehen kann. Darüber hinaus ist es möglich kurzzeitig Fotos oder Videos in die eigene „Story“ einzustellen. Diese erscheinen dann nur für 24 Stunden und werden danach ausgeblendet und nicht weiter im Profil angezeigt außer man speichert sie in den „Highlghts“ (6.).40

[...]


1 Vgl. Meffert, Heribert u.a. (2015), S. 3.

2 Vgl. Barowski, Mike / Müller, Achim (2000), S. 3.

3 Vgl. Jahnke, Marlis (2018), S. 1.

4 Vgl. Lücke, Jens (2008), S. 2f. und Kollmann, Tobias (2007), S. 12f. und Runia, Peter u.a. (2015), S. 2 -6.

5 Vgl. Rennhak, Carsten / Opresnik, Marc (2016), S. 3.

6 Vgl. Ebenda, S. 4f.

7 Becker (2006), S. 3.

8 Vgl. Rennhak, Carsten / Opresnik, Marc (2016), S. 3.

9 Vgl. Klemm, Rüdiger (2013), S. 10. Und Karstadt, Linn u.a. (2005), S. 20.

10 Vgl. Lücke, Jens (2008), S. 2f. und Kollmann, Tobias (2007), S. 12f. und Runia, Peter u.a. (2015), S. 2-6.

11 Vgl. Eng, Philipp (2017), S. 43.

12 Vgl. Esch, Franz-Rudolf (2013), S. 449 f.

13 Vgl. Ebenda, S. 450 ff.

14 Vgl. Lücke, Jens (2008), S. 2f. und Kollmann, Tobias (2007), S. 12f. und Runia, Peter u.a. (2015), S. 4.

15 Vgl. Ceyp / Scupin, Juhn-Petter (2013), S. 3-7

16 Vgl. Kreuzer, Ralf (2018), S. 1.

17 Vgl. Barowski, Mike / Müller, Achim (2000), S. 8f.

18 Vgl. Kollmann, Tobias (2007), S. 42.

19 Vgl. Ceyp, Michael, Scupin, Juhn-Petter, (2013), S. 3 ff

20 Vgl. Nießing, Daniel (2007), S. 98.

21 Vgl. Grabs, Anne / Bannour, Karim-Patrick / Vogl, Elisabeth ( 2016), S. 43 f.

22 Vgl. Lis, Bettina / Korchmar, Simon (2013), S. 2 ff

23 Vgl. Ebenda, S. 9-11.

24 Vgl. Kreuzer, Ralf (2018), S. 1393f

25 Vgl. Brown, Danny / Fiorella, Sam (2013), S. 37.

26 Vgl. Schmidt, Stephan (2009), S. 51.

27 Vgl. Grabs, Anne / Bannour, Karim-Patrick / Vogl, Elisabeth ( 2016), S. 56 f.

28 Vgl. Nirschl, Marco / Steinberg, Laurina (2018), S. 11.

29 Ebenda, S. 12.

30 Vgl. Grabs, Anne / Bannour, Karim-Patrick / Vogl, Elisabeth ( 2016), S. 56 f

31 Vgl. Ebenda, S. 12.

32 Vgl. Firsching, Jan / Bersch, Andreas (2016), S. 7.

33 Vgl. Ebenda, S. 7f.

34 Vgl. Dressler, Matthias / Telle, Gina (2009), S. 137 f.

35 Vgl. Lis, Bettina / Korchmar, Simon (2013):, S. 21-25.

36 Vgl. Firsching, Jan / Bersch, Andreas (2016), S. 12

37 Pein, Vivian (2014), S. 400.

38 Vgl. Faßmann, Manuel / Moss, Christoph (2016), S. 13f.

39 Vgl. Pein, Vivian (2014), S. 400.

40 Vgl. Instagram (Hrsg.) (2018).

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Influencer Marketing als strategisches Instrument im Social Media Marketing. Ein erfolgsversprechender Ansatz?
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
39
Katalognummer
V471477
ISBN (eBook)
9783668960404
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Influencer, Influencermarketing
Arbeit zitieren
Sabrina Lentzsch (Autor), 2018, Influencer Marketing als strategisches Instrument im Social Media Marketing. Ein erfolgsversprechender Ansatz?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/471477

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