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Fünf Fragen zum Themenbereich Lernen und Gedächtnis

Titre: Fünf Fragen zum Themenbereich Lernen und Gedächtnis

Notes (de cours) , 2005 , 7 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Timo Mauelshagen (Auteur)

Psychologie - Intelligence et Psychologie de l'apprentissage
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Lernen ist ein Prozess, der zu relativ stabilen Veränderungen im Verhalten oder im Verhaltenspotential führt und auf Erfahrung aufbaut. Lernen selbst kann dabei nicht beobachtet werden. Es wird nur aus den Veränderungen des beobachtbaren Verhaltens erschlossen. Dies beinhaltet auch, dass bei vorübergehenden Verhaltensänderungen noch kein Lernen stattgefunden haben muss. Doch auch der umgekehrte Fall ist möglich. So kann bereits Lernen stattgefunden haben, obwohl es sich zu einer bestimmten Zeit noch nicht im Verhalten gezeigt hat. Man spricht in diesem Fall von latentem Lernen. Dem Lernen liegen insgesamt zwei Grundannahmen zugrunde. Zum einen das Gesetz der Assoziation und zum anderen das Prinzip des adaptiven Hedonismus. Wichtig erscheint auch, dass es viele Lerntheorien gibt, die sich teilweise widersprechen oder aber ergänzen. Dies ist u. a. damit zu erklären, dass Lernen ein zentraler Begriff der päd. Psychologie ist, da jedes erzieherische und unterrichtliche Geschehen auf Lernen abzielt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Wie kann Lernen definiert werden?

2. Welche Lerntheorien können unterschieden werden?

3. Wie ist Gedächtnis definiert?

4. Was versteht man unter einem Mehrspeichermodell?

5. Warum vergessen wir eigentlich?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das vorliegende Skript dient der gezielten Prüfungsvorbereitung im Bereich der pädagogischen Psychologie und vermittelt grundlegende Konzepte rund um die kognitiven Prozesse des Lernens und Behaltens.

  • Definition und theoretische Grundlagen des Lernens
  • Vergleich behavioristischer Lerntheorien
  • Definition und Prozesscharakter des Gedächtnisses
  • Struktur und Funktionsweise des Mehrspeichermodells
  • Psychologische Theorien des Vergessens

Auszug aus dem Buch

4. Was versteht man unter einem Mehrspeichermodell?

Die Forschung geht davon aus, dass es drei Gedächtnissysteme, die unterschiedliche Stufen der Informationsverarbeitung darstellen gibt.

Die drei Systeme im Überblick:

1. Sensorisches Gedächtnis: Auch Ultra-Kurzzeitspeicher (UKS) genannt. Es ist die erste Stufe der Informationsverarbeitung. Es bewahrt flüchtige Impressionen sensorischer Reize – Bilder, Töne und Gerüche – 1 bis 2 Sekunden. Visuelle Erinnerungen werden als Ikon bezeichnet und dauern etwa eine halbe Sekunde. Auditive Erinnerungen werden als Echo bezeichnet und halten mehrere Sekunden an. Der Speicher des UKS wird nach dem Sinneseindruck, jedoch vor der Wiedererkennung von Mustern und Zuordnung einer Kategorie wirksam. Man nennt es daher auch präkategorial.

Wie erfolgt nun die Enkodierung? Physikalische Stimuli erreichen die Sinnesrezeptoren und werden in biochemische Prozesse umgesetzt, die Empfindungen und Wahrnehmungen hervorrufen. Es erfolgt eine Selektion zwischen lebensnotwendigen und unwichtigen Reizen. Anschließend folgt die sofortige Weiterverarbeitung und damit ein Verlassen des sensorischen Gedächtnisses um Platz für neue Informationen zu schaffen.

Sonst findet ein Zerfall oder eine rückwirkende Maskierung des alten Inputs statt, das Überschreiben durch neue ähnliche Inputs. Voraussetzung für die Aufnahme ins Kurzzeitgedächtnis und das Halten dort ist, dass man den Informationen Aufmerksamkeit schenkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wie kann Lernen definiert werden?: Lernen wird als Prozess definiert, der auf Erfahrung basiert und zu relativ stabilen Verhaltensänderungen führt, wobei zwischen beobachtbarem und latentem Lernen unterschieden wird.

2. Welche Lerntheorien können unterschieden werden?: Das Kapitel erläutert behavioristische Ansätze wie die klassische und instrumentelle Konditionierung sowie das Modelllernen nach Bandura.

3. Wie ist Gedächtnis definiert?: Gedächtnis wird als aktives Informationsverarbeitungssystem beschrieben, das Erfahrungen speichert, modifiziert und bei Bedarf abruft.

4. Was versteht man unter einem Mehrspeichermodell?: Es werden die drei Stufen des Gedächtnisses – sensorisches Gedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis – hinsichtlich ihrer Kapazität und Verarbeitungsweise detailliert dargelegt.

5. Warum vergessen wir eigentlich?: Das Kapitel stellt vier Haupttheorien vor, darunter Gedächtnisspurenzerfall, Interferenztheorie, Abrufprobleme und motiviertes Vergessen.

Schlüsselwörter

Lernen, Gedächtnis, Behaviorismus, Konditionierung, Mehrspeichermodell, Sensorisches Gedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Enkodierung, Vergessen, Interferenz, Verdrängung, Informationsverarbeitung, Chunking, Mnemotechniken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Skript?

Das Skript bietet eine kompakte Übersicht über die psychologischen Grundlagen von Lern- und Gedächtnisprozessen zur Vorbereitung auf Prüfungen.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Die Arbeit behandelt die Definitionen von Lernen und Gedächtnis, verschiedene Lerntheorien, das Mehrspeichermodell und die Ursachen des Vergessens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die wichtigsten wissenschaftlichen Konzepte der pädagogischen Psychologie zum Thema Lernen und Gedächtnis strukturiert zusammenzufassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Darstellung genutzt?

Es handelt sich um eine theoretische Zusammenfassung, die auf psychologischer Fachliteratur basiert und die Kernerkenntnisse in fünf Leitfragen aufbereitet.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Lernprozessen, die behavioristische Konditionierung, die Systematik des Gedächtnisses und die verschiedenen Stufen der Informationsverarbeitung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gedächtnissysteme, Konditionierung, Informationsverarbeitung und Vergessenstheorien definieren.

Was unterscheidet das sensorische Gedächtnis vom Kurzzeitgedächtnis?

Das sensorische Gedächtnis speichert flüchtige Reize präkategorial für nur wenige Sekunden, während das Kurzzeitgedächtnis Informationen bewusst verarbeitet und für etwa 20 Sekunden hält.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem "Gesetz des Effekts"?

Dieses von Thorndike geprägte Prinzip besagt, dass Lernen primär durch die Konsequenzen eines Verhaltens gesteuert wird, wobei positive Resultate die Wiederholung begünstigen.

Wie definiert die Arbeit "motiviertes Vergessen"?

Es beschreibt das willentliche Ausblenden unangenehmer Erinnerungen aus dem Bewusstsein, was in der Tiefenpsychologie als Verdrängung bezeichnet wird.

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Résumé des informations

Titre
Fünf Fragen zum Themenbereich Lernen und Gedächtnis
Université
University of Hannover  (FAchbereich Erziehungswissenschaften)
Cours
Examenscolloqium
Note
1,0
Auteur
Timo Mauelshagen (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
7
N° de catalogue
V47164
ISBN (ebook)
9783638441667
Langue
allemand
mots-clé
Fünf Fragen Themenbereich Lernen Gedächtnis Examenscolloqium
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Timo Mauelshagen (Auteur), 2005, Fünf Fragen zum Themenbereich Lernen und Gedächtnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47164
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