KAIZEN. Unternehmungsphilosophie und -leitbild


Hausarbeit, 2002

10 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. KAIZEN
1.1 KAIZEN und das Vorschlagswesen
1.2 KAIZEN und der Wettbewerb
1.3 KAIZEN und Innovation
1.4 Qualitätskontrolle und Qualität der Mitarbeiter

2. Die drei Segmente des KAIZEN
2.1 Managementorentiertes KAIZEN
2.2 Gruppenorientiertes KAIZEN
2.3 Personenorientiertes KAIZEN

3. Zusammensetzung des KAIZENS
3.1 Die 5 Warum
3.2 3-Mu-Checkliste
3.3 5-S-Bewegung
3.4 Die 6 W
3.5 4-M-Checkliste (5-M-Checkliste)
3.6 Die 7 statistischen Werkzeuge

Quellenverzeichnis

1. KAIZEN

KAIZEN ist eine Unternehmungsphilosophie bzw. ein Unternehmungsleitbild, welches ein langfristig orientiertes und entwicklungsfähiges Konzept der Unternehmungspolitik darstellt. Es soll für die Mitarbeiter sowohl Orientierungs- als auch Motivationsfunktionen erfüllen. (1)

Die Philosophie von KAIZEN geht von der Annahme aus, dass unsere Art zu leben - sei es unser Arbeitsleben, unser soziales Leben oder unser häusliches Leben, einer ständigen Verbesserung bedarf. (2) KAIZEN setzt sich aus den beiden japanischen Wörtern KAI („Veränderung“) und ZEN („zum Besseren“) zusammen und meint als Unternehmensstrategie die „...ständige Verbesserung unter Einbeziehung aller Mitarbeiter – Geschäftsleitung, Führungskräfte und Arbeiter. (3) In dieser Philosophie kommt eine positive Lebenseinstellung zum Ausdruck die nach Verbesserung strebt. Dementsprechend bedeutet KAIZEN nicht lediglich Produktverbesserung, sondern Verbesserung sämtlicher Vorgänge, von der Idee über die Fertigstellung bis hin zur Vermarktung und Kundenpflege einschließlich der Weiterentwicklung des arbeitenden Menschen. Durch KAIZEN soll es jedem Belegschaftsmitglied möglich sein, seine Probleme zu erkennen und ohne Angst vor negativen Auswirkungen auf Ansehen oder berufliches Fortkommen zu thematisieren und zu lösen. Dies ermuntert die Belegschaft dazu, ständig über die Verbesserung des Arbeitsplatzes und dessen Umfeld nachzudenken. (4)

KAIZEN breitet sich wie ein Schirm über all die auf der ganzen Welt berühmt gewordenen japanischen Praktiken (Abb.1). Die Konzepte TQC und CWQC (Unternehmensweite Qualitätskontrolle) haben japanische Unternehmen die Einführung eines prozessorientierten Denkens und die Entwicklung von Strategien zur ständigen Verbesserung unter Einbeziehung von Mitarbeitern aller Hierarchieebenen ermöglicht. Die Botschaft von KAIZEN heißt, es soll kein Tag ohne irgendeine Verbesserung im Unternehmen vergehen. Die Überzeugung von der Notwendigkeit einer nie endenden Verbesserung ist tief in der japanischen Mentalität verwurzelt. Ein altes japanisches Sprichwort lautet (5):

„Wenn man einen Mann drei Tage lang nicht gesehen hat, sollten seine Freunde gut darauf achten, welche Veränderungen an ihm vorgegangen sind“. (Imai, Masaaki 1993)

Man geht davon aus, dass er sich innerhalb von drei Tagen verändert haben muss, deshalb sollten seine Freunde auch aufmerksam genug sein, diese Veränderung zu bemerken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Der KAIZEN-Schirm (6)

1.1 KAIZEN und das Vorschlagswesen

Eine der herausragenden Eigenschaften des japanischen Managements ist, dass es Mitarbeiter zu einer hohen Zahl von Vorschlägen anregt und dass es diese auch umzusetzen versucht. (7) Das japanische Management ist bereit, die Anstrengungen von Mitarbeitern zur Verbesserung anzuerkennen und verleiht dieser Bereitschaft, wo immer nur möglich, auch Ausdruck. Oft findet man an den einzelnen Arbeitsplätzen auf Tafeln Angaben über die Zahl der hier abgegebenen Verbesserungsvorschläge, um den Wettbewerb unter den Arbeitern zu fördern.

1.2 KAIZEN und der Wettbewerb

Normalerweise sind Preis, Qualität und Kundendienst Triebkräfte des Wettbewerbs. In Japan jedoch ist die Triebkraft des Wettbewerbs der Wettbewerb selbst. Japanische Unternehmen konkurrieren sogar bei der Einführung besserer und schnellerer KAIZEN-Programme. Wo Profit das wichtigste Kriterium für wirtschaftlichen Erfolg ist, ist es einleuchtend, dass ein Betrieb mehr als ein Vierteljahrhundert lang unverändert bleiben kann. Wo Betriebe jedoch um die Intensität von KAIZEN wetteifern, muss Verbesserung ein kontinuierlicher Prozess sein. Das Ziel von KAIZEN ist die kontinuierliche Verbesserung um der Verbesserung willen. Wo eine KAIZEN-Bewegung eingeleitet wurde, gibt es kein Zurück mehr.

1.3 KAIZEN und Innovation

Es gibt zwei Zugänge zum Erfolg: Der eine erfolgt in kleinen Schritten, der andere in großen. Japanische Unternehmen bevorzugen im Allgemeinen die kleinen Schritte, während westliche Unternehmen sich für die großen Schritte entscheiden - dieser Vorgang wird mit dem Begriff Innovation bezeichnet:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Unter Innovation sind die Einführung neuester Managementkonzepte und Produktionstechniken zu verstehen. (8) Die Innovation verläuft dramatisch und zieht die Aufmerksamkeit aller auf sich. Im Gegensatz dazu ist KAIZEN wenig spektakulär, und seine Auswirkungen springen selten sofort ins Auge. Während es sich beim KAIZEN um einen kontinuierlichen Prozess handelt, ist die Innovation meist ein einmaliges, abgeschlossenes Phänomen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
KAIZEN. Unternehmungsphilosophie und -leitbild
Veranstaltung
Betriebswirtschaft
Note
2
Autoren
Jahr
2002
Seiten
10
Katalognummer
V4718
ISBN (eBook)
9783638128834
Dateigröße
521 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Hausarbeit gibt einen kurzen Einblick über das umfangreiche Thema KAIZEN.
Schlagworte
KAIZEN, Unternehmensführung, Thema Kaizen
Arbeit zitieren
Christiane Rode (Autor)Sven Stock (Autor), 2002, KAIZEN. Unternehmungsphilosophie und -leitbild, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4718

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