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Kritik am Modell Piagets

Titre: Kritik am Modell Piagets

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2000 , 19 Pages , Note: sehr zufriedenstellend

Autor:in: Marcel Haldenwang (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Diese Arbeit stellt zunächst wichtige biologische bzw. entwicklungspsychologische Annahmen Piagets und die Hauptbegriffe seiner Theorie dar. Anschließend wird versucht, wichtige, im Laufe der Zeit an Piagets Theorie geäußerte Kritik überblickshaft darzustellen. Die Arbeit schließt mit der Darstellung der Revison, wie sie Aebli an Piagets Theorie vornahm.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Piagets wichtigsten Grundannahmen und Hauptbegriffe

1.1. Assimilation, Akkomodation und Äquilibration

1.2. Piagets Stufen

1.2.1. Die sensomotorische Intelligenz

1.2.2. Das symbolisch-vorbegriffliche Denken

1.2.3. Das anschauliche Denken

1.2.4. Das konkret-operationale Denken

1.2.5. Das formal-operative Denken

2. Kritische Reflexion seiner Theorie

2.1. Metatheoretische Probleme

2.1.1. Kritische Beleuchtung des epigenetischen Einflusses

2.1.2. Piaget als Entwicklungspsychologe

2.1.3. Piaget aus pädagogischer Perspektive

2.1.4. Piaget als Epistemologe

2.2. Empirische Überprüfung der von Piaget postulierten Stufen

2.3. Kritik an den Methoden Piagets

2.3.1. Validität, Reliabilität, Objektivität

2.3.2. Aeblis Kritik an Piagets Methoden und seine Modifikation

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der entwicklungspsychologischen Theorie von Jean Piaget auseinander. Ziel ist es, nach einer Zusammenfassung der zentralen Grundbegriffe das Modell auf metatheoretischer Ebene zu hinterfragen, die empirische Belastbarkeit der postulierten Stufen zu prüfen sowie die methodischen Vorgehensweisen des Autors einer kritischen Analyse zu unterziehen.

  • Darstellung der kognitiven Grundannahmen nach Piaget
  • Kritische Analyse der epigenetischen Stufentheorie
  • Bewertung von Piaget aus entwicklungspsychologischer und pädagogischer Perspektive
  • Untersuchung der methodischen Validität, Reliabilität und Objektivität
  • Diskussion alternativer Ansätze, insbesondere durch Aebli

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Validität, Reliabilität, Objektivität

Unbestritten weisen Piagets Methoden zahlreiche Vorteile auf. Sie sind alltagsnah und kindgemäß, indem sie dem Kind etwa Fragen stellen, die es wirklich interessiert. Zudem sind sie flexibel an die Versuchspersonen anpaßbar.

Als Vorteil der Methoden erweist sich bei einer theorieimmanenten Betrachtung – angestrebt werden epistemologische Erkenntnisse – v. a. die Tatsache, daß sie inhaltlich valide Daten liefern.

Das wird aber nur auf Kosten der Reliabilität erreicht. Sie ist aufgrund der mangelnden Standardisierung und den unterschiedlichen Bedingungen nicht ausreichend gegeben.

Ebensowenig ist insbesondere im klinischen Interview die Objektivität gegeben: Von den Fähigkeiten des Experimentators hängt es ab, dem Kind zu folgen, ohne die Hypothesen aus dem Auge zu verlieren oder auf das Kind suggestiv einzuwirken und bestimmte Antworten zu provozieren. Der Interviewer könnte die Bedeutung einzelner Äußerungen falsch einschätzen oder übersehen, d. h., es gibt schon im Versuch einen großen Raum für Interpretation. So ist die Methode und damit das wissenschaftliche Ergebnis nur so gut wie der Forscher.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über Piagets Theorie und erläutert den Aufbau der kritischen Reflexion, die von der Theorieprüfung bis hin zu methodischen Ansätzen reicht.

1. Piagets wichtigsten Grundannahmen und Hauptbegriffe: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte der Assimilation, Akkomodation und Äquilibration sowie die vier kognitiven Entwicklungsstufen vom sensomotorischen bis zum formal-operativen Denken.

2. Kritische Reflexion seiner Theorie: Hier erfolgt eine tiefgreifende methodische und wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit Piagets Stufenmodell, inklusive seiner pädagogischen Nutzbarkeit und der empirischen Nachprüfbarkeit.

Schlüsselwörter

Jean Piaget, Entwicklungspsychologie, Kognitive Entwicklung, Stufentheorie, Assimilation, Akkomodation, Epigenese, Äquilibration, Pädagogik, Objektpermanenz, Klinische Methode, Konstruktivismus, Denkentwicklung, Validität, Reliabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Reflexion der entwicklungspsychologischen Theorie von Jean Piaget unter Berücksichtigung erkenntnistheoretischer und methodischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Darstellung der Grundannahmen, die metatheoretische Einordnung, die empirische Überprüfung der Stufen und die Kritik an den verwendeten Beobachtungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Piagetsche Modell nicht nur zusammenfassend darzustellen, sondern dessen wissenschaftliche Validität, insbesondere bezüglich der Stufenfolge und der Forschungsmethoden, kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der kritischen Rekonstruktion wissenschaftlicher Diskurse rund um das Werk von Jean Piaget basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Grundbegriffe, eine metatheoretische Reflexion, die empirische Prüfung der Stufen durch diverse Studien sowie eine detaillierte methodenkritische Analyse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben Piaget und Entwicklungspsychologie sind Begriffe wie Konstruktivismus, Validität, Reliabilität und das Verhältnis von Denken und Handeln zentral.

Warum wird Piaget in der Arbeit als "Epistemologe" bezeichnet?

Weil er selbst betonte, dass seine entwicklungspsychologischen Untersuchungen in den Diensten seiner erkenntnistheoretischen Fragen standen – er wollte wissen, wie wissenschaftliches Erkennen zustande kommt.

Was kritisiert Aebli konkret an der pädagogischen Anwendung von Piagets Theorie?

Aebli kritisiert, dass Piagets Stufenmodell zu einem "pädagogischen Pessimismus" führen kann, da das Kind in seiner Entwicklung passiv abgewartet wird, anstatt durch systematisches Lernen aktiv gefördert zu werden.

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Résumé des informations

Titre
Kritik am Modell Piagets
Université
University of Wuppertal  (Psychologie)
Note
sehr zufriedenstellend
Auteur
Marcel Haldenwang (Auteur)
Année de publication
2000
Pages
19
N° de catalogue
V4728
ISBN (ebook)
9783638128919
ISBN (Livre)
9783638798808
Langue
allemand
mots-clé
Kritik Modell Piagets Thema Jean Piaget
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcel Haldenwang (Auteur), 2000, Kritik am Modell Piagets, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4728
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Extrait de  19  pages
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