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Economic Voting - Theorie und Forschungsstand

Titre: Economic Voting - Theorie und Forschungsstand

Dossier / Travail de Séminaire , 2005 , 19 Pages , Note: 1.7

Autor:in: Martin Förster (Auteur)

Sociologie - Politique, Majorités, Minorités
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Diese Arbeit bietet einen Überblick über die Grundlagen und Erweiterungen der Theorie des
Economic Voting. Der aktuelle Forschungsstand wird vermittelt und Forschungsresultate
unter dem Aspekt ihrer Inkonsistenz analysiert und bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EV-Kerntheorem und Ursprung

2. V-functions: Anspruch und theoretische Reichweite

3. ökonomische Kernvariablen: neuere Befunde

4. Forschungstechniken, Datensets und Spezifikationen – und ihr Beitrag zur Instabilität

5. innerparadigmatische Erweiterungen

5.1 ‚Clarity of Responsibility’

5.2 andere innerparadigmatische Erweiterungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand der Theorie des Economic Voting (EV), um die Gründe für die beobachtete Instabilität in den empirischen Ergebnissen verschiedener Studien zu analysieren und kritisch zu bewerten.

  • Grundlagen und theoretischer Kern der Economic-Voting-Hypothese
  • Differenzierung und Reichweite von V-functions (Vorhersagemodelle vs. Erklärungsmodelle)
  • Analyse ökonomischer Kernvariablen (Arbeitslosigkeit, Inflation, Wachstum)
  • Einfluss von Forschungstechniken, Datensets und Spezifikationen auf die Modellinstabilität
  • Innerparadigmatische Erweiterungen des EV-Konzeptes (u.a. Clarity of Responsibility)

Auszug aus dem Buch

1. EV-Kerntheorem und Ursprung

Die EV-Hypothese (EVH) beschreibt Wahlverhalten als Reaktion des Wählers auf ökonomische Konditionen. Wenn er diese als unbefriedigend einstuft, bestraft er die Regierung indem er nicht für sie stimmt. Die EVH impliziert, dass der Wähler der Regierung die Verantwortung für die ökonomische Situation zuschreibt.

Der Ursprung dieses Ansatzes zur Erklärung von Wahlverhalten liegt bei Downs (1957). Ihm zufolge kalkuliert der Wähler ein Parteiendifferential, d.h. er bewertet und vergleicht die Leistungen der Parteien gemessen an seinen Präferenzen. Dieses Parteiendifferential bildet die Grundlage seiner Wahlentscheidung: Der Wähler gibt der Partei seine Stimme, welche seine Präferenzen am meisten befriedigt. Mit Downs lässt sich also Wahlverhalten anders erklären als mit der Determinante Parteiidentifikation; das aggregierte Wahlergebnis ist nicht mehr nur Epiphänomen der Sozialstruktur.

Aber es steckt nicht das komplette Wählerbild von Downs in der EVH, sondern nur der Aspekt des von Parteiidentifikation und Sozialstruktur unabhängigen Bewertens von Parteileistung. Der idealtypische Economic Voter bildet kein Parteiendifferential und er bewertet auch nicht das komplette Leistungsspektrum einer Partei. Er bewertet nur die ökonomischen Konditionen und er bewertet diese als Regierungsleistung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EV-Kerntheorem und Ursprung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Economic Voting und die Ableitung der Hypothese aus dem Modell von Downs.

2. V-functions: Anspruch und theoretische Reichweite: Hier werden die verschiedenen Ansätze der EV-Forschung, insbesondere zwischen Erklärungs- und Vorhersagemodellen, sowie deren mathematische Grundlagen differenziert.

3. ökonomische Kernvariablen: neuere Befunde: Das Kapitel befasst sich mit der empirischen Relevanz ökonomischer Indikatoren wie Arbeitslosigkeit und Inflation und der Uneinigkeit über deren relative Bedeutung.

4. Forschungstechniken, Datensets und Spezifikationen – und ihr Beitrag zur Instabilität: Es wird analysiert, inwieweit methodische Entscheidungen, Datenverfügbarkeit und Modellkonstruktionen die Instabilität der Forschungsergebnisse beeinflussen.

5. innerparadigmatische Erweiterungen: Dieses Kapitel untersucht Ansätze wie ‚Clarity of Responsibility‘, die versuchen, das EV-Modell theoretisch zu präzisieren, um konsistentere Ergebnisse zu erzielen.

6. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die beobachtete Instabilität der Ergebnisse oft auf methodische Defizite und unterschiedliche Modellkonstruktionen zurückzuführen ist, statt auf eine inhärente Instabilität des Wahlverhaltens.

Schlüsselwörter

Economic Voting, Wahlverhalten, V-functions, Regierungsleistung, ökonomische Konditionen, Parteiendifferential, Clarity of Responsibility, Modellinstabilität, Forschungstechnik, Parteien, Regierungsverantwortung, Datensets, Wahlausgang, ökonomische Variablen, Empirische Wahlforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet einen Überblick über die Grundlagen und die aktuelle Forschungslage der Economic-Voting-Theorie und untersucht, warum empirische Studien in diesem Bereich zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die theoretischen Fundamente des Economic Voting, die verschiedenen Ansätze zur Modellierung des Wählerverhaltens sowie die kritische Analyse von Forschungstechniken und Variablenwahl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Instabilität der bisherigen Forschungsergebnisse zu vermitteln und kritisch zu prüfen, inwieweit diese Instabilität durch methodische Artefakte und theoretische Unschärfen bedingt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse und eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen ökonometrischen Spezifikationen und empirischen Modellen der Wahlforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Isolierung des theoretischen Kerns, die Unterscheidung verschiedener V-functions, die Diskussion ökonomischer Kernvariablen sowie die Analyse von Forschungstechniken und Erklärungsansätzen für die Modellinstabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Economic Voting, V-functions, Regierungsleistung, Modellinstabilität und Forschungsdesign.

Was besagt die Hypothese von Powell und Whitten (1993) konkret?

Sie stellen die These auf, dass politische Institutionen die Verantwortlichkeit der Regierung beeinflussen und somit die Stärke des Zusammenhangs zwischen wirtschaftlicher Lage und Wahlentscheidung graduell variieren.

Welche Rolle spielt die sogenannte "Instabilität" der V-functions für die Autoren?

Die Autoren argumentieren, dass die beobachtete Instabilität oft nicht inhärent ist, sondern als Ausdruck konkurrierender Modellansätze und unterschiedlicher Forschungstechniken betrachtet werden muss.

Warum kritisieren die Autoren Studien, die "Regierungspopularität" als Variable nutzen?

Sie kritisieren dies, da Popularität durch Befragungen zur Wahlabsicht erhoben wird, was ein weniger valider Indikator für die tatsächliche Wahlentscheidung an der Wahlurne ist.

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Résumé des informations

Titre
Economic Voting - Theorie und Forschungsstand
Université
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Cours
HS Neuere Befunde der Wahlforschung
Note
1.7
Auteur
Martin Förster (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
19
N° de catalogue
V47307
ISBN (ebook)
9783638442831
ISBN (Livre)
9783638764124
Langue
allemand
mots-clé
Economic Voting Theorie Forschungsstand Neuere Befunde Wahlforschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martin Förster (Auteur), 2005, Economic Voting - Theorie und Forschungsstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47307
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Extrait de  19  pages
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