Die eigentliche Entwicklung des Starsystems in Hollywood ist ein Resultat der Veränderung von Publikumsvorlieben und der Medien – und Filmwirtschaft. Daher muss bei einer genauen Betrachtung auch stets ein Blick in die Vergangenheit geworfen werden, um heutige Systeme und institutionelle Hierarchien nachvollziehen zu können. Diese Entwicklung soll näher erläutert werden. Anschließend erfolgt eine Analyse des heutigen Starsystems in Hollywood.
Besonders in der heutigen Zeit ist die Filmbranche vielen Veränderungen unterworfen, die Wirtschaftskrise hat die Filmindustrie verändert und auch die Gagen der Hollywoodschauspieler sinken. Stars sind jedoch nach wie vor ein wichtiger ökonomischer Faktor für Hollywood. Die Erschaffung und die Kontrolle von Star Images soll in der vorliegende Arbeit im Mittelpunkt stehen,
wobei medial vermittelte Begriffe wie „Prominenz“ oder „Celebrities“ dabei nicht mit einbezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. „More Stars than there are in Heaven“: Die Entwicklung des Starsystems in Hollywood
2.1. Das amerikanische Theater und die Entwicklung des frühen Starsystems
2.2. Wie man entdeckte mit Images Geld zu machen
2.3. Mehr Macht und höhere Gagen: Der Untergang des klassischen Studiosystems
3. Das Image als persönliches Kapital der Stars
3.1. Kein Star fällt vom Himmel: Stars und ihre Images
3.2. Produktion und Vertrieb von Starimages
4. Analyse eines Starimage
4.1. Theoretische Vorüberlegungen
4.2. Biographie und Phasen der Imagebildung
4.3. Inner- und außerfilmisches Image
5. Schlussbetrachtung
7. Auswahlfilmographie Hugh Grant
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung, Steuerung und ökonomische Bedeutung von Star-Images in Hollywood, wobei der Fokus auf der Wechselwirkung zwischen innerfilmischen Rollen und außerfilmischer medialer Repräsentation liegt. Es wird analysiert, inwiefern die gezielte Konstruktion eines Images als persönliches Kapital des Stars dient und wie dies maßgeblich den Vermarktungserfolg von Filmproduktionen beeinflusst.
- Historische Entwicklung des Starsystems von den Anfängen bis zum modernen Studiosystem.
- Die ökonomische Funktion von Star-Images als Risikominimierung und Marketinginstrument.
- Methodische Ansätze zur Analyse von Star-Images anhand einer Fallstudie.
- Exemplarische Untersuchung des Schauspielers Hugh Grant und seines Rollenbildes.
- Die Authentizität des Stars als Produkt aus medialer Berichterstattung und Leinwandpräsenz.
Auszug aus dem Buch
3.1 Kein Star fällt vom Himmel: Stars und ihre Images
Wie bereits innerhalb des ersten Kapitels erläutert, waren Stars nicht einfach da, sondern das Resultat eines ökonomischen Prozesses, abhängig von der Entwicklung der Studios und Vorlieben des Publikums. Betrachtet man Stars, so betrachtet man die „öffentliche Kunstfigur“. Das Image eines Stars ist dessen Hülle und spiegelt genau das wider, was der Star auf der Leinwand darstellt. Den Begriff des Images für die Betrachtung von Stars zu definieren ist wichtig, um zu verstehen, warum diese einen so bedeutenden Faktor für den Star selber als auch für die Studios und heutige Filmindustrie darstellen. Das Image von Stars ist ein Resultat verschiedenster Stereotypen und stellt eine Verbindung zwischen dem Star als Person und seinem öffentlichen Erscheinungsbild dar. Nicht die Person, sondern das Image des Schauspielers ist dabei der Gegenstand der öffentlichen Aufmerksamkeit und ist Ergebnis von Promotion, Kritiken, Magazinen und Interviews. Rychard Dyer definiert die Erschaffung von Star Images als eine Konstruktion von Identität: „a complex configuration of visual, verbal and aural signs.“ Das Image, so Dyer, ist das Kapital eines Stars. Verbunden mit dem eigenen Image hält er das Monopol für jenes bestimmte Produkt und wird zum Symbol für verschiedenste Arten von Entertainment.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Filmstars als zentrales Element der amerikanischen Filmindustrie ein und skizziert das Forschungsziel, die Erschaffung und Kontrolle von Star-Images zu untersuchen.
2. „More Stars than there are in Heaven“: Die Entwicklung des Starsystems in Hollywood: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung vom amerikanischen Theater bis zum modernen Studiosystem nach und beleuchtet, wie Stars zu einem wesentlichen Marketinginstrument wurden.
3. Das Image als persönliches Kapital der Stars: Es wird dargelegt, wie das Image eines Stars als Konstrukt aus Zeichen und öffentlichen Erwartungen entsteht und als persönliches Kapital fungiert, das der Vermarktung dient.
4. Analyse eines Starimage: Anhand einer exemplarischen Fallstudie des Schauspielers Hugh Grant wird analysiert, wie sich innerfilmische Rollen und außerfilmische mediale Berichterstattung zu einem konsistenten Image verknüpfen.
5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Hollywood weiterhin das größte Zentrum für die Produktion von Star-Images ist und betont die Notwendigkeit der kontinuierlichen Imagepflege zur Risikominimierung in Großprojekten.
7. Auswahlfilmographie Hugh Grant: Eine Auflistung der relevanten Filme des Schauspielers Hugh Grant ab dem Jahr 1994, die als Grundlage für die durchgeführte Imageanalyse dient.
Schlüsselwörter
Hollywood, Starsystem, Star-Image, Filmindustrie, Marketinginstrument, Identitätskonstruktion, Rollenbild, Authentizität, Hugh Grant, Publikumsgeschmack, ökonomischer Faktor, Medienberichterstattung, Blockbuster, Vermarktungsstrategien, Rezeptionsprozess
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der ökonomischen Bedeutung von Star-Images im Hollywood-Kino.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die historische Entwicklung des Studiosystems, die ökonomische Funktion von Stars als Marketinginstrumente sowie die mediale Konstruktion von Star-Identitäten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Stars durch die gezielte Abstimmung von innerfilmischen Rollen und außerfilmischer Präsenz zu einem „verkäuflichen“ Markenimage werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine exemplarische Imageanalyse, gestützt auf Fachliteratur und Medientexte, um die Wechselwirkung zwischen Medienberichterstattung und Leinwanddarstellung zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Mechanismen der Imagebildung und führt eine spezifische Fallstudie zu Hugh Grant durch, um die Kontinuität und Authentizität seines Rollenbildes zu belegen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Hollywood-Starsystem, Imagekonstruktion, Marketing, Authentizität und die ökonomische Analyse des Starphänomens beschreiben.
Wie beeinflusst der Skandal von 1995 das Image von Hugh Grant?
Der Skandal schadete dem Image nicht, da er durch die Übereinstimmung mit dem damals verkörperten Filmcharakter in „Neun Monate“ sogar zur Authentizität des Stars in der medialen Wahrnehmung beitrug.
Warum ist das Image für die Filmstudios so entscheidend?
Das Image dient als Orientierungshilfe für das Publikum und reduziert als „Marketing-Event“ die finanziellen Risiken bei der Vermarktung von Filmen.
- Arbeit zitieren
- Juliane Fricke (Autor:in), 2011, Stars und ihre Images. Eine Analyse des Hollywood Starsystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/475199