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Adhocracy - Arbeit in dynamischen und komplexen Umwelten

Title: Adhocracy - Arbeit in dynamischen und komplexen Umwelten

Seminar Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. Thomas Rilling (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die Ausgestaltung der Arbeit in den vergangenen Jahren und der Gegenwart wird durch einige auffällige Tatbestände charakterisiert. So ist zu beobachten, dass in weiten Teilen der Wirtschaft formalisierte Arbeitsabläufe zugunsten von flexibleren Strukturen aufgegeben werden. Darüber hinaus erhält die Arbeit Einzug in das Privatleben und damit eine wachsende gesellschaftliche Bedeutung. Die Globalisierung und die dadurch zunehmende Dynamisierung der wirtschaftlichen Entwicklung tragen ihr Übriges dazu bei. Dies kann als sozio-ökonomisches Phänomen verstanden werden.
Bereits gegen Ende der siebziger Jahre fing Henry Mintzberg an, Organisationen und ihre Strukturen zu untersuchen (vgl. Mintzberg, H., 1978 sowie 1979) und entwickelte daraus bis Anfang der achtziger Jahre ein Organisationskonzept (vgl. u.a. Mintzberg, H., 1980 sowie 1983 a), das in diesem Zusammenhang Bedeutung erlangen könnte – bezieht sich doch ein Bestandteil dieses Konzeptes auf Umwelten, die dynamisch und komplex sind und somit einer außerordentlich flexiblen Organisationsform bedürfen. Dies erscheint – Jahre später – in einigen Bereichen der heutigen Arbeitswelt gegeben zu sein, so etwa in der New Economy und den Creative Industries. Aus diesem Grunde ist es interessant, den – zugegebenermaßen nicht wenigen – Untersuchungen der genannten Bereiche eine weitere hinzuzufügen.
Ziel der Arbeit ist es, das Organisationskonzept Henry Mintzbergs darzustellen und dessen empirische Relevanz aufzuzeigen. Das Hauptaugenmerk soll dabei auf der Frage liegen, inwieweit bisherige empirische Studien und sonstige Arbeiten das Auftauchen dieses Organisationstypus bestätigen können, und wie die Organisationen konkret ausgestaltet sind. Mithilfe einer Meta-Studie sollen bereits vorliegende Arbeiten bezüglich der Organisationsformen der New Economy und den Creative Industries analysiert werden, da das zugrunde gelegte Organisationskonzept auf diese Bereiche sinnvoll anwendbar erscheint.
Dazu wird in Abschnitt 2 dieser Arbeit zunächst das Organisationskonzept von Mintzberg und dessen Bestandteile ausführlich dargestellt. Anschließend wird in Abschnitt 3 die empirische Relevanz dieses Organisationskonzepts untersucht, indem zunächst die Arbeitsumwelten und die Ausgestaltung der Organisationen der untersuchten Bereiche dargestellt und anschließend mit Mintzbergs Ansatz verglichen werden. Abschließend erfolgt in Abschnitt 4 eine Schlussbetrachtung der Ergebnisse.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Organisationskonzept nach Mintzberg

2.1 Grundlegendes

2.2 Konfigurationen

2.2.1 Die Einfachstruktur

2.2.2 Die Maschinenbürokratie

2.2.3 Die Profibürokratie

2.2.4 Die Spartenstruktur

2.2.5 Die Adhocracy

3 Empirische Befunde

3.1 Vorbemerkungen

3.2 New Economy

3.2.1 Definition

3.2.2 Arbeit in der New Economy

3.2.3 Vergleich mit der Adhocracy

3.3 Creative Industries

3.3.1 Definition

3.3.2 Arbeit in den Creative Industries

3.3.3 Vergleich mit der Adhocracy

3.4 Zur empirischen Relevanz des Idealtyps der Adhocracy

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das von Henry Mintzberg entwickelte Organisationskonzept – insbesondere den Idealtypus der Adhocracy – theoretisch darzustellen und dessen empirische Relevanz anhand aktueller Arbeitsformen zu überprüfen. Dabei wird untersucht, inwieweit Organisationen der New Economy und der Creative Industries den Merkmalen einer Adhocracy entsprechen.

  • Theoretische Fundierung durch das Organisationskonzept nach Mintzberg.
  • Analyse der fünf Konfigurationen, mit Schwerpunkt auf der Adhocracy.
  • Empirische Untersuchung der New Economy hinsichtlich ihrer Organisationsstrukturen.
  • Empirische Untersuchung der Creative Industries und Vergleich mit dem Idealtyp der Adhocracy.
  • Diskussion der Verschmelzung von Arbeit und Privatleben als sozio-ökonomisches Phänomen.

Auszug aus dem Buch

2.2.5 Die Adhocracy

Eine Adhocracy ist ein extrem flexibler Organisationstypus und stellt damit das Gegenstück zu einer reinen Bürokratie dar – sie „specializes in ‚ad hoc’ tasks“ (Deutschmann, C., 1995, S. 38). Als wichtigstes Charakteristikum der Adhocracy kann das wenig formalisierte Verhalten angesehen werden (vgl. Mintzberg, H., 1980, S. 337). Dieses kommt beispielsweise durch die Koordinationsform der gegenseitigen Abstimmung zum Ausdruck. Hierarchien, Leistungskontrollen sowie Regeln sind in der Adhocracy kaum entwickelt (vgl. Mintzberg, H./McHugh, A., 1985, S. 161). Die Adhocracy ist in der Lage, Experten verschiedener Fachgebiete in funktionierenden Ad hoc-Projekten zu vereinen und entwickelt dadurch eine enorme Innovationskraft.

Da innovative Organisationen aus „überkommenen Strukturen“ (Mintzberg, H., 1992, S. 337) ausbrechen, kommt für sie keine Form der Standardisierung in Frage. Die komplexen Aufgaben der Adhocracy sind horizontal spezialisiert. Dabei kommen die Mitarbeiter einerseits in Expertengruppen als funktionale Einheiten, andererseits in marktorientierten Projektgruppen zum Einsatz (Mintzberg, H., 1992, S. 336 ff.), was einer Tendenz zur Matrixstruktur gleichkommt. Die klassischen Managementprinzipien finden in der Adhocracy kaum Anwendung. Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse verlaufen informell und flexibel und dienen dem Ziel der Innovationsförderung. Dies hat mitunter zur Folge, dass Autoritätsketten durchbrochen werden.

Eine Adhocracy ist auf hochqualifizierte Experten angewiesen, die mit Macht ausgestattet werden müssen. Eine Standardisierung der Qualifikationen wäre jedoch ein Hindernis für die Innovationsfähigkeit. Durch das Steuerungsmittel der gegenseitigen Abstimmung kommt dem jeweiligen Kontaktinstrumentarium eine besondere Bedeutung zu. Infolge der Matrixstruktur gibt es außerordentlich viele Führungskräfte und Projektmanager. Entscheidend ist weiterhin die von Mintzberg als selektiv bezeichnete Dezentralisation der Macht. Dies bedeutet, dass die Machtbefugnisse „auf verschiedene Stellen in der Organisation verteilt“ sind (Mintzberg, H., 1992, S. 142) – und zwar auf Führungs- und Nichtführungskräfte aller Hierarchieebenen: „Keiner in der Adhokratie besitzt das Monopol für Innovationsmacht.“ (Mintzberg, H., 1992, S. 340).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themengebiets Arbeit als sozio-ökonomisches Phänomen und Darlegung der Zielsetzung, Mintzbergs Adhocracy-Modell auf moderne Branchen anzuwenden.

2 Das Organisationskonzept nach Mintzberg: Systematische Einführung in die fünf Koordinationsmechanismen und die verschiedenen organisationalen Konfigurationen nach Mintzberg.

3 Empirische Befunde: Untersuchung der New Economy und Creative Industries auf ihre strukturelle Übereinstimmung mit dem Idealtyp der Adhocracy.

4 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse und kritische Reflexion über die empirische Validität des Modells sowie Ausblick auf die Verschmelzung von Arbeit und Leben.

Schlüsselwörter

Adhocracy, Henry Mintzberg, Organisationskonzept, New Economy, Creative Industries, Arbeit, Flexibilität, Innovation, Projektarbeit, sozio-ökonomisches Phänomen, Arbeitskraftunternehmer, Selbstregulierung, Wissensarbeit, Dezentralisierung, Arbeitsteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob moderne Arbeitsumgebungen, wie die New Economy oder die Creative Industries, mit dem von Henry Mintzberg entwickelten Konzept der "Adhocracy" beschrieben werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Organisationsstrukturen, die Dynamik moderner Wirtschaftsbereiche und die theoretische Einordnung von Arbeitsbedingungen in flexible Organisationsformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Organisationskonzept von Mintzberg darzustellen und zu prüfen, ob es empirisch relevant ist, um die Strukturen in innovativen, dynamischen Branchen zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet die Methode einer Meta-Studie, bei der bereits vorliegende empirische Arbeiten und Studien zur New Economy und den Creative Industries analysiert und mit den theoretischen Kriterien der Adhocracy verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen von Mintzbergs Modell erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der New Economy und Creative Industries hinsichtlich ihrer strukturellen Merkmale, gefolgt von einem direkten Vergleich mit der Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adhocracy, Flexibilität, Innovation, Projektarbeit und Arbeitskraftunternehmer charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Adhocracy von der klassischen Bürokratie?

Im Gegensatz zur Bürokratie, die auf Standardisierung und klaren Hierarchien basiert, zeichnet sich die Adhocracy durch eine hohe Flexibilität, informelle Kommunikation und eine horizontale Spezialisierung aus, um komplexe "ad hoc"-Aufgaben zu bewältigen.

Welche Rolle spielt die "Verschmelzung von Arbeit und Leben" im Fazit?

Der Autor stellt fest, dass in den untersuchten Bereichen die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmt und Arbeit zum zentralen Lebensinhalt wird, was als potenzielles weiteres Merkmal einer Adhocracy interpretiert wird.

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Details

Title
Adhocracy - Arbeit in dynamischen und komplexen Umwelten
College
University of Hamburg
Grade
1,0
Author
Dipl.-Kfm. Thomas Rilling (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V47570
ISBN (eBook)
9783638444927
ISBN (Book)
9783638692809
Language
German
Tags
Adhocracy Arbeit Umwelten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Thomas Rilling (Author), 2004, Adhocracy - Arbeit in dynamischen und komplexen Umwelten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47570
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