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Globalisierung - Konflikt zwischen Arbeitsteilung und Ausbeutung

Title: Globalisierung - Konflikt zwischen Arbeitsteilung und Ausbeutung

Seminar Paper , 2005 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Claudia Lorenz (Author)

Economics - International Economic Relations
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Nach Ulrich Beck ist Globalisierung „sicher das am meisten gebrauchte – missbrauchte – und am seltensten definierte, wahrscheinlich missverständlichste, nebulöseste und politisch wirkungsvollste (Schlag- und Streit-)Wort der letzten,
aber auch der kommenden Jahre.“ Nach einer Definition des Begriffes „Globalisierung“ wird der Frage nachgegangen,
welche Gründe es für diese wirtschaftliche Entwicklung gibt. Dabei wird untersucht, welche Formen internationale Arbeitsteilung annehmen kann. Insbesondere der Handel spielt in der Globalisierung eine wichtige Rolle. Schließlich war er das erste Gebiet, in dem die Internationalisierung als Vorstufe
der Globalisierung stattfand. Aufgrund der großen Bedeutung des Handels wird in dieser Arbeit die Globalisierung vor allem unter diesem Aspekt mit Schwerpunkt auf die afrikanischen Entwicklungsländer und das Schwellenland Brasilien betrachtet
werden. Welche Folgen hat die Liberalisierung des Handels nicht nur auf das deutsche Sozialsystem, sondern auch auf den Handel mit Entwicklungsländern und deren wirtschaftliche Situation? Und warum sind einige Entwicklungsländer im Rahmen der Globalisierung erfolgreicher als andere? Tatsache ist, dass nicht alle Staaten uneingeschränkt am Globalisierungstrend
teilnehmen möchten und deshalb verschiedene Schutzmechanismen etabliert haben, was am Beispiel der EU dargestellt wird. Doch auch diese Beschränkungen werden durch internationale Abkommen schrittweise abgebaut, um mehr Staaten die gleichberechtigte Teilnahme am globalen Handel zu ermöglichen.
In den 1980ern und 1990ern profitierten vor allem die Industrieländer und einige asiatische Schwellenländer. Ohne den wirtschaftlichen Erfolg Chinas stieg die Zahl derer, die in absoluter Armut leben, zwischen 1990 und 1999 um 21
Millionen Menschen an. Wie sollte die Globalisierung gestaltet werden und welche mikroökonomischen Maßnahmen in den Entwicklungsländern sind notwendig, um dieser Armut entgegenzuwirken?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen zur Globalisierung

2.1 Begriffe der Internationalisierung und Globalisierung

2.2 Ursachen und treibende Kräfte der Globalisierung

3. Internationale Arbeitsteilung – Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten

4. Die Rolle des Handels

4.1 Regionalisierung/Internationale Freihandelszonen

4.2 GATT und WTO

4.3 Die Liberalisierung des Handels und ihre Folgen

4.4 Auswirkungen der Globalisierung auf das Sozialsystem Deutschlands

5. Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer

5.1 Erfolgsfaktoren

5.2 Wie geht es den afrikanischen Ländern heute?

5.3 Beispiel für ein durch die Globalisierung erfolgreiches Schwellenland – Brasilien

6. Schutz trotz oder wegen der Globalisierung?

6.1 Die EU und der Handel mit Entwicklungsländern

6.2 Das Handelsabkommen von Cotonou

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld der Globalisierung unter besonderer Berücksichtigung des internationalen Handels, wobei analysiert wird, inwiefern Globalisierungsprozesse zur weltweiten Arbeitsteilung beitragen oder Ausbeutung begünstigen, und welche Auswirkungen dies auf Entwicklungsländer sowie das deutsche Sozialsystem hat.

  • Grundlagen der Internationalisierung und Globalisierung
  • Die Rolle des Handels, GATT und WTO
  • Auswirkungen der Handelsliberalisierung auf Deutschland
  • Differenzierte Entwicklungspfade: Afrikanische Länder vs. Brasilien
  • Handelsschutzmechanismen der EU (Cotonou-Abkommen)

Auszug aus dem Buch

3. Internationale Arbeitsteilung – Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten

Heute sind etwa 65.000 Muttergesellschaften und 850.000 dazugehörige Tochtergesellschaften international tätig. Die jährlichen Umsätze der Tochtergesellschaften belaufen sich auf fast 20 Billionen US-Dollar. Die Erschließung von Rohstoffquellen zur Sicherung der Versorgung mit natürlichen Rohstoffen ist nur eines der Investitionsmotive internationaler Unternehmen. Das Hauptmotiv dagegen ist die Durchdringung der ausländischen Märkte zur Absatzsicherung. Des Weiteren sind Effizientstrategien vor allem zur Kostensenkung ein Motiv für Auslandsinvestitionen. Die Vorteile eines Standortes, also beispielsweise niedrigere Lohnkosten, Steuervergünstigungen oder bereits vorhandene Infrastruktur, werden durch den Betrieb von Fabriken zur Herstellung von Gütern für den Weltmarkt oder den Unternehmensbedarf genutzt.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen Wertstrategien zur Steigerung des Unternehmenswertes durch Nutzung strategischer Ressourcen des Auslandes. Hauptsächlich geht es um den Zugang zu lokalen Wissensquellen und zu lokal gebundenem Wissen. Aus diesem Grund werden häufig Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Ausland durchgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Globalisierung ein, definiert das Forschungsinteresse und legt den Fokus auf die Auswirkungen des Handels auf Entwicklungs- und Schwellenländer.

2. Grundlagen zur Globalisierung: In diesem Kapitel werden die theoretischen Begrifflichkeiten geklärt und die Ursachen sowie treibenden Kräfte des Globalisierungsprozesses erläutert.

3. Internationale Arbeitsteilung – Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten: Es wird die wirtschaftliche Bedeutung multinationaler Konzerne und deren Motive für grenzüberschreitende Investitionen analysiert.

4. Die Rolle des Handels: Das Kapitel behandelt die Bedeutung von Freihandelszonen, GATT/WTO sowie die Folgen der Handelsliberalisierung für Industrie- und Entwicklungsländer.

5. Auswirkungen der Globalisierung auf Entwicklungsländer: Hier werden Erfolgsfaktoren für eine gelungene Globalisierungsteilnahme sowie spezifische Fallbeispiele in Afrika und Brasilien gegenübergestellt.

6. Schutz trotz oder wegen der Globalisierung?: Das Kapitel beleuchtet Handelsabkommen wie das von Cotonou und die protektionistischen Tendenzen der EU im Umgang mit Entwicklungsländern.

7. Ausblick: Der Ausblick formuliert notwendige Voraussetzungen und Strategien für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowie eine stärkere Inklusion afrikanischer Länder in den Welthandel.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Internationale Arbeitsteilung, Handelsliberalisierung, Entwicklungsländer, Schwellenländer, Brasilien, GATT, WTO, Außenhandel, Direktinvestitionen, Armutsbekämpfung, Protektionismus, Vertrag von Cotonou, Wirtschaftsreformen, Sozialsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen Globalisierung, internationalem Handel und den ökonomischen sowie sozialen Folgen für unterschiedliche Ländergruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Handelsliberalisierung, grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten, die Rolle internationaler Organisationen wie der WTO sowie die spezifischen wirtschaftlichen Herausforderungen in afrikanischen Staaten und Brasilien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob Globalisierung zu Wohlstand durch Arbeitsteilung führt oder ob sie in ärmeren Ländern Ausbeutung begünstigt, und unter welchen Bedingungen Entwicklungsländer profitieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und aktuelle wirtschaftliche Daten kombiniert, um die Auswirkungen der Globalisierung fundiert darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der Handelsrollen und Institutionen sowie eine detaillierte Betrachtung der unterschiedlichen ökonomischen Entwicklungen in Afrika und Brasilien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Globalisierung, Handelsliberalisierung, Schwellenländer, Direktinvestitionen und Armutsbekämpfung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Situation in Brasilien von afrikanischen Ländern?

Brasilien hat im Gegensatz zu vielen afrikanischen Staaten früher eine industrielle Basis geschaffen und konnte durch gezielte Wirtschaftsreformen und den Fokus auf Fertigprodukte den Globalisierungsprozess für sich nutzen, obwohl auch dort soziale Ungleichheit besteht.

Welche Rolle spielt das Cotonou-Abkommen für die Entwicklungsländer?

Das Cotonou-Abkommen ist ein zentraler Partnerschaftsvertrag zwischen der EU und AKP-Staaten, der darauf abzielt, durch Handelspräferenzen, Investitionsförderung und demokratische Reformen die Armut zu verringern und die Integration in das Welthandelssystem zu fördern.

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Details

Title
Globalisierung - Konflikt zwischen Arbeitsteilung und Ausbeutung
College
University of Applied Sciences Zwickau
Course
Internationale Wirtschaftspolitik
Grade
1,0
Author
Claudia Lorenz (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V47646
ISBN (eBook)
9783638445429
Language
German
Tags
Globalisierung Konflikt Arbeitsteilung Ausbeutung Internationale Wirtschaftspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Lorenz (Author), 2005, Globalisierung - Konflikt zwischen Arbeitsteilung und Ausbeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47646
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