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Moderne Sklaverei? Arbeitsbedingungen von Migranten in der Landwirtschaft der Provinz Almería

Titre: Moderne Sklaverei? Arbeitsbedingungen von Migranten in der Landwirtschaft der Provinz Almería

Dossier / Travail , 2018 , 32 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Michelle Trautmann (Auteur)

Sociologie - Politique, Majorités, Minorités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit soll sich mit der "modernen Sklaverei" in Europa befassen. Seit einigen Jahren erscheinen wiederholt (Forschungs-) Berichte und Nachrichtenbeiträge, die sich mit den Arbeitsbedingungen (primär von Migranten) in der europäischen Landwirtschaft beschäftigen und hierbei mit dem Begriff der "modernen Sklaverei" arbeiten.

Insbesondere durch die steigenden Flüchtlingszahlen aus Afrika suchen zehntausende Menschen im Süden Europas nach Arbeit. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen um begrenzte Arbeitsplätze konkurrieren und Landwirte und Grundbesitzer die Löhne und Konditionen ihrer Arbeiter immer weiter absenken (können). Auch Gewerkschaften und Flüchtlingsorganisationen haben diese Umstände bereits als "moderne Sklaverei" bezeichnet.

Im Zentrum der Berichte steht unter anderem die in Spanien gelegene Provinz Almería. Es wird insbesondere auf die in Almería lebenden Immigranten verwiesen, welche vor allem in den dortigen Gewächshausplantagen Arbeit finden und dort unter prekären Bedingungen arbeiten und leben. Die Provinz Almería wird daher als Fallbeispiel herangezogen.

Spätestens seit der UN-Menschenrechtserklärung von 1948 stellt die Sklaverei zumindest in der Theorie ein Phänomen der Vergangenheit dar. Doch die Realität sieht anders aus: Sklaverei existiert noch immer. In absoluten Zahlen gibt es heute mehr Sklaven als jemals zuvor. Die Zahlen belaufen sich, je nach Definition, auf 20 bis 270 Millionen betroffene Menschen weltweit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: MODERNE SKLAVEREI UND IHRE AUSPRÄGUNGSFORMEN

2.1. MODERNE SKLAVEREI

2.2. ZWANGSARBEIT

2.3. LEIBEIGENSCHAFT

2.4. SKLAVEREI

2.5. ANDERE FORMEN

3. LITERATURGRUNDLAGE

4. PROVINZ ALMERÍA

4.1. VON DER EMIGRATION ZUR IMMIGRATION

4.2. LANDWIRTSCHAFT

4.3. LANDWIRTINNEN, KLEINBÄUERINNEN UND KLEINBAUERN

4.4. DIE AUSLÄNDISCHEN LANDARBEITERINNEN

4.5. ARBEITSBEDINGUNGEN

4.6. LEBENSBEDINGUNGEN

5. ANALYSE: HANDELT ES SICH BEI DER ARBEITSSITUATION DER MIGRANTINNEN IN ALMERÍAS LANDWIRTSCHAFT UM MODERNE SKLAVEREI?

5.1. ZWANGSARBEIT

5.2. LEIBEIGENSCHAFT

5.3. SKLAVEREI

6. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen ausländischer MigrantInnen in der Landwirtschaft der spanischen Provinz Almería rechtlich und faktisch als "moderne Sklaverei" klassifiziert werden können.

  • Theoretische Definitionen und Unterformen der modernen Sklaverei.
  • Die sozioökonomische Entwicklung der Provinz Almería und die Rolle des Agrarsektors.
  • Analyse der Arbeitsbedingungen von MigrantInnen (Lohndumping, Verträge, Arbeitsschutz).
  • Bewertung der Lebensbedingungen sowie der rechtlichen und sozialen Schutzlosigkeit.
  • Prüfung der Arbeitssituation anhand der Kriterien Zwangsarbeit, Leibeigenschaft und Sklaverei.

Auszug aus dem Buch

4.5. Arbeitsbedingungen

MigrantInnen, die in der Landwirtschaft arbeiten oder dort Saisonjobs annehmen, werden zunehmend zum Opfer ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse (vgl. Corrado 2017, S. 13). In der Regel nehmen sie die unattraktivsten Stellen in der Lebensmittelproduktion ein und werden dort im Verhältnis zu den einheimischen LandarbeiterInnen deutlich schlechter behandelt. Die LandwirtInnen unterscheiden klar zwischen den „Einheimischen“ und den MigrantInnen (vgl. Luque-Ribelles 2017, S. 8+12). Beispielsweise wird den ArbeiterInnen kein Arbeitslosengeld gewährt. Die ohnehin schon sehr arbeitnehmerfeindlichen Verträge werden überdies von den ArbeitgeberInnen oft nicht eingehalten (vgl. Kieninger 2012, S. 37f.).

Die Gewerkschafter der SAT betonen darüber hinaus, dass es keinen Unterschied macht, ob es sich bei den ArbeiterInnen um MigrantInnen mit oder ohne Papiere handelt (vgl. Schulz 2016, o. S.). Es herrschen generell sowohl für die illegalen als auch die legalen MigrantInnen harte Arbeitsbedingungen vor (vgl. Geiger 2008, S. 225).

Auch laut eines Mitarbeiters der Landarbeitergewerkschaft SOC, sind Verstöße gegen das Arbeitsrecht in den Gemüseplantagen der Provinz der Regelfall (vgl. INFOSperber 2018, o. S.). Auf die genaueren Ausprägungen und Arbeitsbedingungen wird im Folgenden eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik und Erläuterung der Fallbeispielwahl Almería zur Untersuchung von moderner Sklaverei.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: MODERNE SKLAVEREI UND IHRE AUSPRÄGUNGSFORMEN: Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe wie Zwangsarbeit, Leibeigenschaft und Sklaverei als Analyse-Grundlage.

3. LITERATURGRUNDLAGE: Erörterung der Quellenlage, die durch eine hohe Intransparenz des untersuchten Themas geprägt ist.

4. PROVINZ ALMERÍA: Detaillierte Darstellung des regionalen Kontexts, der ökonomischen Strukturen und der Arbeits- sowie Lebensbedingungen der dort beschäftigten MigrantInnen.

5. ANALYSE: HANDELT ES SICH BEI DER ARBEITSSITUATION DER MIGRANTINNEN IN ALMERÍAS LANDWIRTSCHAFT UM MODERNE SKLAVEREI?: Prüfung der vorab definierten Kriterien auf die Realität in Almería und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.

6. FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse, die Zwangsarbeit bejahen, Sklaverei jedoch ablehnen, sowie Ausblick auf politische Handlungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Moderne Sklaverei, Almería, Landwirtschaft, MigrantInnen, Zwangsarbeit, Leibeigenschaft, Arbeitsbedingungen, Lohndumping, Ausbeutung, Lebensbedingungen, Prekariat, Spanien, Menschenrechte, Arbeitsmarkt, Informalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse in der Landwirtschaft der Provinz Almería rechtlich als moderne Sklaverei bezeichnet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition der modernen Sklaverei, die sozioökonomische Transformation Almerías und die Analyse der prekären Arbeits- und Lebensverhältnisse ausländischer Arbeitskräfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine wissenschaftliche Einordnung der Arbeitssituation in Almería in die international anerkannten Kategorien von Zwangsarbeit, Leibeigenschaft und Sklaverei.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kriterienbasierte Analyse angewendet, bei der vorab festgelegte Definitionen (ILO, Global Slavery Index) auf empirische Studien und Berichte zur Situation in Almería übertragen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine empirische Beschreibung der Provinz Almería und die eigentliche Analyse unter Anwendung der erarbeiteten Kriterien auf die verschiedenen Arbeitergruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Moderne Sklaverei, Zwangsarbeit, Lohndumping, Arbeitsausbeutung und Prekarität charakterisiert.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Tagelöhnern und Saisonniers bezüglich ihrer Abhängigkeit?

Die Autorin stellt fest, dass Tagelöhner zwar einen größeren täglichen Überlebenskampf führen, aber durch die fehlende dauerhafte Bindung einen gewissen Freiraum haben, während Saisonniers durch die gestellte Unterkunft und längerfristige Verträge in eine stärkere Abhängigkeit geraten.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass keine Sklaverei im engeren Sinne vorliegt?

Die Autorin schlussfolgert, dass trotz extremer Ausbeutung und Gewaltandrohung keine so absolute Kontrolle über das Individuum vorliegt, dass diese einem eigentumsähnlichen Status gleichkäme, da weiterhin ein Rest an Handlungsspielraum existiert.

Welche Rolle spielt die lokale Politik in Almería laut der Analyse?

Die Analyse verdeutlicht eine Passivität der lokalen Politik, die aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Agrarsektors und der Abhängigkeit von billigen Arbeitskräften weitgehend untätig bleibt.

Was fordert die Autorin als Lösung für die beschriebenen Missstände?

Die Autorin fordert eine Änderung des Preisdrucks seitens der großen Handelsketten, ergänzt durch konsequentere staatliche Kontrollen und eine kritische Auseinandersetzung der Öffentlichkeit in den Konsumländern.

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Résumé des informations

Titre
Moderne Sklaverei? Arbeitsbedingungen von Migranten in der Landwirtschaft der Provinz Almería
Université
University of Bonn
Cours
Globalisierung und Entwicklung - Ungleichheiten und asymmetrische Abhängigkeiten: Eine globale Perspektive
Note
1,7
Auteur
Michelle Trautmann (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
32
N° de catalogue
V476721
ISBN (ebook)
9783668972636
ISBN (Livre)
9783668972643
Langue
allemand
mots-clé
moderne Sklaverei Almeria Spanien Landwirtschaft Arbeitsbedingungen Migration Soziologie Sklaverei Migranten Europa Zwangsarbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michelle Trautmann (Auteur), 2018, Moderne Sklaverei? Arbeitsbedingungen von Migranten in der Landwirtschaft der Provinz Almería, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/476721
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Extrait de  32  pages
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