Dieses Portfolio für das Fach Deutsch, rund um das Thema Sprache, behandelt zunächst die Thematik der interkulturellen Kompetenz und spezialisiert sich auf interkulturelles Training für Lehrkräfte. Interkulturelles Training ist eine Möglichkeit, Lehrkräfte auf verschiedene kulturelle Hintergründe sowie auf Fremd- und Selbstreflexion, zu sensibilisieren.
Anschließend geht die Autorin auf kreatives Schreiben im Unterricht durch Bildimpulse und Clustering ein. Die Vertreter dieses Ansatzes sind der Meinung, dass kreatives Schreiben die Schüler stärker zum Schreiben motiviert und Themen mit dieser Herangehensweise subjektiver zu bearbeiten und offener zu gestalten sind.
Das Portfolio beschäftigt sich überdies mit fantastischer Kinderliteratur und deren Verwendung im Literaturunterricht am Beispiel von Paul Maars "Eine Woche voller Samstage".
Des Weiteren thematisiert die Autorin das literarische Gespräch als Methode beim literarischen Lernen. Grundlegend für diese Methode ist es, Leseerfahrungen mit der eigenen Sprache zum Ausdruck zu bringen, individuelle Verstehens-Ansätze zu artikulieren, Anderen zuzuhören und sich über Inhalte und verschiedene Meinungen auszutauschen. Daraus resultiert ein angemessener Umgang mit Literatur.
Abschließendes Thema des Portfolios ist Deutsch als Zweitsprache, speziell der bilinguale Erstspracherwerb sowie Sprachmischungsphänomene am Beispiel Wortinterner Sprachmischung.
Inhaltsverzeichnis
1. Über Sprache und Sprachgebrauch nachdenken
Interkulturelle Kompetenz: Interkulturelles Training für Lehrkräfte
2. Schreiben lernen und reflektieren
Kreatives Schreiben durch Bildimpulse und Clustering
3. Umgang mit Literatur und Medien
´Eine Woche voller Samstage` - Fantastische Kinderliteratur und deren Verwendung im Literaturunterricht
4. Mündlichkeit
Das literarische Gespräch als Methode beim literarischen Lernen
5. Deutsch als Zweitsprache
Bilingualer Erstspracherwerb und Sprachmischungsphänomene am Beispiel Wortinterner Mischung
6. Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit verschiedenen zentralen Didaktik-Bereichen des Deutschunterrichts auseinander und beleuchtet Ansätze zur Förderung interkultureller, schriftsprachlicher, literarischer sowie mehrsprachiger Kompetenzen von Grundschulkindern.
- Interkulturelle Kompetenz und Trainingsansätze für Lehrkräfte
- Methoden des kreativen Schreibens, insbesondere Bildimpulse und Clustering
- Einsatz fantastischer Kinderliteratur zur Förderung des literarischen Lernens
- Das literarische Gespräch als Methode der Mündlichkeitsförderung
- Phänomene des bilingualen Erstspracherwerbs und der Sprachmischung
Auszug aus dem Buch
Clustering
Das Cluster ist eine ungeordnete oder nicht lineare Form des Brainstormings, wobei sich erst aus dem Verfahren heraus die eigentliche Idee entwickelt. Es wird ein eingekreistes Wort aufgeschrieben und zu diesem passende Verknüpfungen erstellt und Gedanken aufgeschrieben. Diese Gedanken und Assoziationen werden weitergeführt, geordnet oder verknüpft. Jede Assoziation wird umkreist und mit dem jeweiligen Begriff, welcher diese Assoziation hervorgerufen hat, verbunden. (vgl. BÖTTCHER 2010, 49) Dies kann sowohl in Gruppen als auch alleine passieren und soll den Kindern helfen, sich zu einem Bild oder einem vorgegebenen Wort eigene Gedanken zu machen, diese weiterzuführen und herauszufinden, was man persönlich mit dem Bild oder Impuls assoziiert. Auffallend ist, dass nicht immer der erste Begriff des Clusters die Grundstruktur prägt, sondern dass sich das Cluster entwickelt und es so zu ganz verschiedenen, sehr unterschiedlichen Einfällen innerhalb der Klasse kommt. (vgl. FIX 2006, 153f.) Daher werden innerhalb einer Klasse, trotz desselben Impulses sehr unterschiedliche und individuelle Texte geschrieben. Mit dem Cluster wird die Planung des kreativen Schreibprozesses übernommen, bei dem die Kinder sich ihre Themen für den zu schreibenden Text überlegen (vgl. BÖTTCHER 2010, 18f.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Über Sprache und Sprachgebrauch nachdenken: Dieses Kapitel definiert interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation und plädiert für interkulturelle Trainings, um Lehrkräfte für die Herausforderungen in heterogenen Klassen zu sensibilisieren.
2. Schreiben lernen und reflektieren: Hier wird der Ansatz des kreativen Schreibens vorgestellt und erläutert, wie Bildimpulse in Kombination mit der Clustering-Methode Schreibanlässe schaffen und die individuelle Textproduktion unterstützen können.
3. Umgang mit Literatur und Medien: Dieses Kapitel analysiert das Werk ´Eine Woche voller Samstage` von Paul Maar hinsichtlich seiner fantastischen Elemente und diskutiert dessen Eignung für den Literaturunterricht der Grundschule.
4. Mündlichkeit: Die Autorin untersucht das literarische Gespräch als Methode, um Schülerinnen und Schüler zu einem authentischen, reflektierten Austausch über Texte und unterschiedliche Perspektiven zu befähigen.
5. Deutsch als Zweitsprache: Das Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen des bilingualen Erstspracherwerbs und analysiert linguistische Sprachmischungsphänomene, insbesondere bei Kindern, die mehrsprachig aufwachsen.
6. Reflexion: Zum Abschluss werden die behandelten Themen zusammengeführt und die Bedeutung von Sprachkompetenz, interkultureller Offenheit und Lesemotivation für das pädagogische Handeln im Deutschunterricht hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Interkulturelle Kompetenz, Kreatives Schreiben, Clustering, Bildimpulse, Fantastische Kinderliteratur, Literarisches Lernen, Literarisches Gespräch, Mündlichkeit, Bilingualer Erstspracherwerb, Sprachmischung, Wortinterne Mischung, Grundschule, Deutschunterricht, Heterogenität, Sprachdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über verschiedene didaktische Handlungsfelder im Deutschunterricht an Grundschulen, die von der interkulturellen Sensibilisierung bis zur Sprachmischung bei bilingualen Kindern reichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem kreativen Schreiben, der Arbeit mit fantastischer Literatur, der Förderung der Mündlichkeit durch literarische Gespräche und dem Verständnis von Mehrsprachigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, theoretische Ansätze aus der Fachdidaktik für die Schulpraxis nutzbar zu machen, um die Kompetenzen von Kindern in einem heterogenen, sprachlich vielfältigen Umfeld gezielt zu fördern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse einschlägiger fachdidaktischer Standardwerke und offizieller Bildungspläne, um die dargestellten Konzepte theoretisch zu untermauern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in fünf fachspezifische Kapitel, die interkulturelles Training, Schreibmethodik, Literaturdidaktik, Gesprächsführung im Unterricht und bilinguale Erwerbsprozesse detailliert analysieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, kreatives Schreiben, literarisches Lernen, Mehrsprachigkeit und Sprachdidaktik geprägt.
Warum ist das Clustering-Verfahren für den Schreibunterricht so effektiv?
Es ermöglicht eine ungeordnete, assoziative Vorplanung, die individuelle Zugänge zu einem Thema erlaubt und Schreibblockaden bei den Kindern durch eine visuelle Strukturierung der eigenen Gedanken verringert.
Welche Rolle nimmt die Lehrkraft im literarischen Gespräch ein?
Die Lehrkraft agiert nicht als Wissensvermittler mit Deutungshoheit, sondern als Moderator und Impulsgeber, der eine offene, wertschätzende Atmosphäre für den Austausch unterschiedlicher Interpretationen schafft.
Wie bewertet die Arbeit das Phänomen der Sprachmischung bei Kindern?
Sprachmischungen werden nicht als Defizit verstanden, sondern als natürliche Begleiterscheinung des bilingualen Erwerbsprozesses, die auf die produktive Anwendung erlernter Sprachstrukturen hinweist.
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- Helen Kramer (Autor), 2017, Portfolio für das Fach Deutsch über das Themenfeld "Sprache", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/476831