Diese Arbeit ist ein Beitrag zum Thema "Case Management in der Beratungsstelle". Ziel ist es, das Case Management anhand einer Beratungsstelle mit den verschiedenen Aufträgen und Problemlagen aufzuzeigen, die nur im Zusammenspiel und Interaktion mit anderen externen Dienstleistern bewältigt werden können.
Der Verfasser beschreibt den Prozess des Case Managements anhand eines erdachten Falles. In dem Fall wird eine pflegende Angehörige beschrieben, die sich aufgrund des immer weiter verschlechternden Krankheitszustandes (Demenz) ihres Ehemannes überfordert fühlt. Die aufgeführten Namen in der Arbeit sind frei erfunden ebenso wie Adresse und Unterschrift und haben keinen Bezug zur Realität. Im dargestellten Fall reicht das persönliche Netzwerk nicht aus, die Pflege auf Dauer ohne fremde Hilfe von externen Anbietern zu gewährleisten.
Die Grundlagen und der Ablauf des Case Managements werden genauer beschrieben, Assessment-Instrumente im Anhang aufgeführt. Eine vollstationäre Behandlung soll vermieden werden, da es auch nicht den Vorstellungen der Klientin und des Hilfebedürftigen entspricht. In Zusammenarbeit mit einem multiprofessionellen Team (Ärzte, Krankengymnastik, Ergotherapie, Sanitätshäuser, Case Manager, ambulante Pflegedienste) kann eine Heimnotwendigkeit abschließend abgewendet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Hinführende Einleitung
2 Schilderung der Ausgangssituation (Hintergrund der Beratung)
2.1 Beschreibung der Rahmenbedingungen
2.1.1 Umgebungsanalyse
2.1.2 Klienten Analyse (Eheleute H.)
2.1.3 persönliche Netzwerkkarte
2.1.4 Anamnese
2.1.5 Bedarfsermittlung
3 Ziele der Klientin
4 Meine Rolle als Pflegeberater bzw. Case Manager Eigenanalyse
4.1 Rolle im Case Management
4.1.1 Gate Keeper
4.1.2 Advocacy
4.1.3 Broker
4.1.4 Supporter
4.2 Rollen im Fallbeispiel
5 Beschreibung des Prozessablaufs mit beraterischer Intervention
6 Regelkreislauf im Case Management
6.1 Phasen im Überblick
6.2 Regelkreislauf Case Management (optische Darstellung)
7 Ergebnis
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit verfolgt das Ziel, den Prozess des Case Managements in einer öffentlichen Beratungsstelle anhand eines Fallbeispiels zu veranschaulichen, um die pflegende Angehörige zu entlasten und eine vollstationäre Heimunterbringung zu vermeiden.
- Strukturierter Ablauf des Case Managements und der Pflegeberatung.
- Analyse von Fallbeispielen zur Ermittlung von Versorgungsbedarfen.
- Einsatz von Instrumenten wie Netzwerkkarte, Assessment und Hilfeplan.
- Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit und Ressourcenorientierung.
Auszug aus dem Buch
1 Hinführende Einleitung
Die Facharbeit ist im Zuge der Weiterbildung zum Casemanager (DGCC zertifiziert) und Pflegeberater §7a SGB XI entstanden und beschäftigt sich mit dem Case Management und Pflegeberatung in einer öffentlichen Beratungsstelle der Stadt Arnsberg. Das Ärzteblatt beschreibt im Artikel „Pflegende Angehörige überlastet, oft Gewalterfahrungen“ vom 18.06.2018, dass mehr als ein Drittel der pflegenden Angehörigen, laut einer Studie über „Aggression und Gewalt in der informellen Pflege“ des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) erste Anzeichen einer Überlastung aufzeigen. Niedergeschlagenheit und Verärgerung, auch Gedanken zur Gewaltanwendung sind keine Seltenheit. (http://www.aerzteblatt.de/nachrichten; abgerufen am 02.01.2019) In der ZQP-Presseinformation wird der Vorstandsvorsitzende des ZQP, Ralf Suhr, zitiert: „Pflegende Angehörige müssen wirksamer unterstützt werden. Denn Pflege kann schwierig sein und auch mit negativen Emotionen einhergehen. Es ist bedeutsam, solche Gefühle zu erkennen und zu lernen, wie man damit umgehen kann.“ (http://www.zqp.de/haeusliche-pflege-vorbeugung-krisen/; abgerufen 02.01.2019) Mehr Unterstützungsangebote und Aufklärung zur Gewaltprävention sind dringend erforderlich um diesem Trend entgegenzuwirken.
Der Verfasser beschreibt den Prozess des Case Managements anhand eines erdachten Falles. In dem Fall wird eine pflegende Angehörige beschrieben, die sich aufgrund des immer weiter verschlechternden Krankheitszustandes (Demenz) ihres Ehemannes überfordert fühlt. Die aufgeführten Namen in der Arbeit sind frei erfunden ebenso wie Adresse und Unterschrift und haben keinen Bezug zur Realität. Im dargestellten Fall reicht das persönliche Netzwerk nicht aus, die Pflege auf Dauer ohne fremde Hilfe von externen Anbietern zu gewährleisten. Die Grundlagen und der Ablauf des Case Managements werden genauer beschrieben, Assessment-Instrumente im Anhang aufgeführt. Eine vollstationäre Behandlung soll vermieden werden, da es auch nicht den Vorstellungen der Klientin und des Hilfebedürftigen entspricht. In Zusammenarbeit mit einem multiprofessionellen Team (Ärzte, Krankengymnastik, Ergotherapie, Sanitätshäuser, Case Manager, ambulante Pflegedienste) kann eine Heimnotwendigkeit abschließend abgewendet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Hinführende Einleitung: Die Arbeit erläutert die Relevanz der Unterstützung pflegender Angehöriger und stellt den Prozess des Case Managements an einem Fallbeispiel vor, um eine Heimunterbringung zu vermeiden.
2 Schilderung der Ausgangssituation (Hintergrund der Beratung): In diesem Kapitel werden die Klienten, ihre Wohnsituation sowie die durch Krankheit (Demenz, Schlaganfall) entstandene Belastungssituation detailliert beschrieben.
3 Ziele der Klientin: Die Klientin formuliert den Wunsch nach Entlastung bei der Pflege ihres Ehemannes und bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, um eigene Freiräume zurückzugewinnen.
4 Meine Rolle als Pflegeberater bzw. Case Manager Eigenanalyse: Der Autor reflektiert seine Funktionen als Gatekeeper, Advocacy, Broker und Supporter im Kontext des Fallbeispiels.
5 Beschreibung des Prozessablaufs mit beraterischer Intervention: Dieses Kapitel dokumentiert chronologisch die Beratungsbesuche, die Inanspruchnahme von Leistungen sowie die Anpassung der Hilfsangebote im Zeitverlauf.
6 Regelkreislauf im Case Management: Die theoretischen Phasen des Case Managements, von Intake bis Evaluation, werden systematisch und praxisbezogen dargelegt.
7 Ergebnis: Die Wirksamkeit des Case Managements wird evaluiert; die Lebensqualität der Klienten konnte deutlich gesteigert und eine stationäre Heimaufnahme abgewendet werden.
Schlüsselwörter
Case Management, Pflegeberatung, Pflegende Angehörige, Demenz, häusliche Pflege, Pflegegrad, Hilfeplan, Entlastung, Unterstützung, SGB XI, Gesundheitswesen, Beratung, Beratungsprozess, Fallbeispiel, Gesundheitsförderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt den Prozess des Case Managements in einer öffentlichen Beratungsstelle am Beispiel eines pflegenden Ehepaares, um eine bedarfsgerechte häusliche Versorgung zu etablieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die Unterstützung pflegender Angehöriger bei Demenz, die Vermeidung von Heimunterbringung, die Beantragung von Pflegeleistungen und der Einsatz von Case Management im Gesundheitswesen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine strukturierte Beratung und Koordination von Hilfsangeboten die Entlastung pflegender Angehöriger gelingt und die häusliche Pflege langfristig gesichert wird.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt die Methode des Case Managements nach dem 6-Phasen-Modell (Intake, Assessment, Bedarf ermitteln, Hilfeplan, Monitoring, Evaluation) und veranschaulicht dies durch eine detaillierte Fallstudie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Schilderung der Ausgangssituation, der Rollenreflexion des Beraters, der chronologischen Prozessbeschreibung inklusive der Interventionen und der theoretischen Einbettung in den Regelkreislauf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Case Management, Pflegeberatung, Entlastung pflegender Angehöriger, häusliche Pflege und SGB XI.
Welche Rolle spielt die Vollmacht für die Tochter im Fallbeispiel?
Die Vollmacht entlastet die Ehefrau von finanziellen und organisatorischen Verwaltungsaufgaben, was ihr mehr Freiraum und psychische Entlastung ermöglicht.
Warum wurde die Tagespflege im Fallbeispiel zunächst wieder abgewählt?
Der Ehemann fühlte sich in der Tagespflege nicht wohl und zog sich zurück, woraufhin die Klientin entschied, das Testangebot zu beenden und alternative Unterstützungsformen zu wählen.
- Arbeit zitieren
- Marcel Niedack (Autor:in), 2019, Case Management in der Beratungsstelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/477178