Vergleich von drei Familienporträts Francisco de Goyas: Die Familie des Infanten Don Luis, Herzog und Herzogin von Osuna mit ihren Kindern und Karl IV. und seine Familie


Hausarbeit, 2005
33 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorikonographische, ikonographische und ikonologische Untersuchung
2.1 Francisco de Goya: Die Familie des Infanten Don Luis de Borbón
2.2 Francisco de Goya: Herzog und Herzogin von Osuna mit ihren Kindern
2.3 Francisco de Goya: Karl IV. und seine Familie

3. Bildvergleich
3.1 Vergleich der Bildkompositionen und der Bedeutung des Lichtes
3.2 Das Selbstverständnis der porträtierten Familien

4. Resümee

5. Abbildungsnachweise

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die in der Gattungshierarchie hinter der Historienmalerei den zweiten Rang einnehmende Porträtmalerei thematisiert die Darstellung eines oder mehrerer Menschen mit der Zielsetzung, eine gewisse Ähnlichkeit zu den porträtierten Personen zu erreichen.[1] Dabei gilt es, die Individualität des jeweiligen Modells anschaulich zu vergegenwärtigen und hinter seiner körperlichen Erscheinung seine seelische Persönlichkeit sichtbar zu machen. Keine andere Bildgattung erweckt solch ein Gefühl direkter Nähe und Vertrautheit wie das Porträt, was aus der unbewussten Unterstellung von Authentizität resultiert.[2]

Porträtmalerei nahm auch im Leben des spanischen Malers Francisco de Goya eine zentrale Rolle ein, da Bildnisse in seinem Œuvre der Anzahl nach den ersten Platz belegen.[3] Der am 30. März 1746 in Fuendetodos in der Nähe von Saragossa in Aragón geborene[4] Künstler erhielt nach seiner Aufnahme in die Königliche Akademie 1780 bedeutsame Porträtaufträge[5] und zudem eine Stellung in der Madrider Kunstwelt.[6] Nachdem er die ersten 40 Jahre darauf fixiert war, sich und sein Werk in autonomer Identität und Integrität aufzubauen,[7] erhielt er mit der Ernennung zum Königlichen Maler 1786 und der Beförderung zum Hofmaler 1789[8] aufgrund seines Erfolges die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen.[9] Goya, der nicht das Schöne, sondern das Wahre malen wollte,[10] kommt eine Schlüsselstellung für die Entwicklung der modernen, europäischen Malerei zu, da er zwischen der Epoche des Rokoko und der frühen Romantik stand.[11]

Die drei im Zentrum stehenden Familienporträts Francisco de Goyas Die Familie des Infanten Don Luis de Borbón, Herzog und Herzogin von Osuna mit ihren Kindern sowie Karl IV. und seine Familie werde ich zunächst vorikonographisch, ikonographisch und ikonologisch untersuchen. Familienporträts dienen oftmals dazu, der Öffentlichkeit einen gewünschten Status zu präsentieren und zugleich intern Positionen und Rollen zu definieren.[12] Daher werde ich, im Anschluss an einen Vergleich der Bilder im Hinblick auf ihre Komposition und Lichtverhältnisse, den Aspekt des Selbstverständnisses der porträtierten Familie analysieren.

2. Vorikonographische, ikonographische und ikonologische Untersuchung

2.1 Francisco de Goya: Die Familie des Infanten Don Luis de Borbón

Als eines der ersten Gruppenporträts Goyas entstand das, sich heute in der Magnani-Rocca Foundation in Parma befindliche und die Maße 248 x 330 cm tragende Ölgemälde Die Familie des Infanten Don Luis de Borbón im Jahre 1784.[13] Goya porträtiert in diesem Bild 14 Personen, anhand derer er eine Vielfalt von Körperhaltungen, Gesten und Physiognomien demonstriert. Das Bild, welches sich in einen mehrschichtigen Vordergrund und einen schlichten Hintergrund untergliedern lässt, thematisiert eine intime Szene, in der zwei, jeweils eine Bildhälfte einnehmende Personengruppen um eine, das Zentrum ausweisende, weibliche Figur versammelt sind.

Im linken Vordergrund des Bildes leitet eine nach rechts ausgerichtete, parallel zum linken Bildrand verlaufende und mit Stoff bespannte Holzplatte aufgrund ihrer, aus perspektivischer Verkürzung resultierenden, diagonal verlaufenden oberen und unteren Kante ins Bild hinein. Vor dieser orangefarbenen, rautenförmigen Formation, hinter deren oberem Ende ein abgerundeter, breiter Holzstab hervorkommt, hockt eine Rückenfigur, die einen Schatten auf selbige wirft. Der nahe des linken, unteren Bildrandes im Halbdunkel auf einem kistenförmigen Möbel sitzende Mann mit langem, grauen, zu einem Zopf frisierten Haar trägt einen bordeauxrot schimmernden Rock sowie eine dunkle Hose. Während er dem Betrachter in gekrümmter Haltung seinen Rücken zuwendet, ist sein Kopf aufgrund einer Rechtsdrehung im Profil dargestellt. In seiner rechten Hand des ausgestreckten Armes hält er einen dünnen Holzstab, der in Richtung des Bildzentrums zeigt. Auf seinem linken, angewinkelten Unterarm balanciert der Mann eine ovale, bunt getupfte Längsform, welche mit ihrem äußersten, linken Punkt die Kontur der Holzfläche nahe des Bildrandes berührt. In seiner, von jenem ovalen Gegenstand verdeckten, linken Hand hält er vier lange, dünne Holzstäbe, die mittig hinter seinem Oberarm herführen. Ein weiterer gerader, jedoch bedeutend längerer Holzstab, dessen oberes Ende vom Kopf des Mannes verdeckt wird, scheint die kleineren Stäbe hinter seinem Oberarm zu kreuzen, bevor dieser unterhalb des Ellbogens wieder erscheint und steil diagonal bis zum unteren Bildrand führt, wo er von selbigem abgeschnitten wird.

Oberhalb des Mannes tritt hinter der Holzfläche eine noch teils von selbiger verdeckte weibliche Person ins Bild, die, im Dreiviertelprofil dargestellt, ihren Blick mit leicht geneigtem Kopf dem Betrachter zugewandt hat. Ihr graues Haar ist großzügig von einem silbergrauen Tuch umhüllt, welches von der Farbe her dem Kragen ihres grün-roten Kleides ähnelt. In den Händen ihrer angewinkelten, waagerecht zur Bildmitte hin ausgerichteten Arme hält sie ein Tablett, auf welchem sich silbergraue Stoffe sowie grün-goldener Schmuck zu einer halbkreisförmigen Formation türmen.

Unmittelbar neben dieser Frau befindet sich eine weitere, leicht nach rechts hinten versetzte, weibliche Person, die en-face dargestellt ist. Auch ihr dunkles Haar ist von opulentem, bunt geblümtem Stoff umhüllt, der nahezu kreisförmig ihre Kopfform nachzeichnet. Der V-förmig an ihr blasses Dekolletee grenzende, graue Kragen ihres roten Kleides legt sich – ihre Schultern einschließend – halbkreisförmig um ihren Oberkörper. Auf gleicher Höhe wie die links neben ihr stehende Frau hält sie, leicht nach rechts versetzt, ein kleines, schwarzes Kästchen mit silberner Verzierung in ihren Händen.

Vor dieser Dame ist ein kleines blondes Mädchen zu sehen, dessen schräg zur Bildmitte hin ausgerichteter Körper ab der Hüfte von dem Oberarm sowie dem Körper des im Vordergrund sitzenden Mannes verdeckt wird. Das zarte, puppenhaft wirkende Gesicht des Mädchens zieren neugierige, blaue Augen und rote Wangen, die sich von einem, den Nacken umspielenden, stehenden, grünen Kragen abheben. Das Mädchen, das die stoffbespannte Holzplatte zu betrachten scheint, trägt ein bordeauxrotes Kleid, dessen Ärmelabschlüsse und Halsausschnitt von mintgrünem, goldverziertem Stoff gesäumt sind.

Rechts vor dem Mädchen steht ein etwas älterer, sie um eine Kopflänge überragender Junge, dessen langen, blonden Haaren zu einem, von einem schwarzen Band gehaltenen Zopf gebunden sind. Während die linke Kontur seines Zopfes die schräge Körperausrichtung des Mädchens nachzeichnet, greift die rechte Kontur des herabfallenden Haares seine aufrechte Haltung auf. Der einen blauen Rock tragende Junge ist im Profil mit Blick in Richtung des Bildzentrums dargestellt; man gewinnt jedoch den Eindruck, als habe er seine Position im Bilde gerade erst eingenommen, da sich seine linke, von einem weißen Strumpf umhüllte Wade in Schrittstellung befindet. Die vordere, der Bildmitte nähere Körperhälfte des Jungen wird von einem, vor ihm auf einem hölzernen Stuhl sitzenden Mann verdeckt, der ebenso im Profil erscheint.

Dieser, ebenfalls der Bildmitte zugewandte Herr mit leicht faltigem Gesicht und einer markanten Nase, sitzt an einem Holztisch mit blassgrüner Tischplatte, deren Ecken von kreisförmigen Ausbuchtungen umzeichnet sind. Der Rock des älteren, weißhaarigen Mannes, der in seiner Farbigkeit dem des am Boden sitzenden Mannes gleicht, bedeckt ein weißes, von Rüschen geziertes Hemd, welches am Halse, am Oberschenkel sowie am Handgelenk – durch zwei geöffnete Knöpfe des Saumes – in Erscheinung tritt. Während er seine, in eine schwarze Kniebundhose und weiße Strümpfe gehüllten Beine angewinkelt unter dem Tisch platziert hat, befinden sich seine Arme auf der Tischplatte. Entgegen des linken Armes, von welchem aufgrund der Körperausrichtung des Mannes einzig die leicht geballte, auf dem Tisch ruhende Hand zu sehen ist, liegt der rechte, dem Betrachter zugewandte Arm entspannt auf der Tischplatte auf. Dieser leitet in seinem leicht diagonal ansteigenden Verlauf zu einer Ansammlung bemalter Karten über, die in der Mitte des Tisches, scheinbar willkürlich angeordnet, vorzufinden sind. Rechts der Karten befindet sich die Lichtquelle des Raumes – eine weiße, von Glas umgebene Kerze, die ihren Halt in einem kostbaren Ständer findet.

Im Bildzentrum hinter dem Tisch und somit den Platz neben dem eben beschriebenen Mann einnehmend, sitzt eine weibliche, im Dreiviertelprofil dargestellte Person auf einem edlen Stuhl, von dem einzig die mit grünem Stoff bespannte, von einem goldenen Rahmen nachgezeichnete Rückenlehne rechts von ihr zu sehen ist. Der Oberkörper der jungen Frau ist in weit fallenden, weißen Stoff gehüllt, der jegliche Zuordnung von Körperlichkeit verwährt. Die blasse, dunkelhaarige Person trägt ihr nach hinten gekämmtes, welliges Haar offen, wobei eine breite Strähne seitlich ihres linken Ohres senkrecht vor ihrem Körper nach unten fällt und von der waagerechten Tischkante abgeschnitten wird. Unterhalb des Tisches, der einen Teil ihres Körpers verdeckt, sind die Beine der Dame unter einem Rock aus rötlichem, silbern und gold verziertem Stoff zu erahnen.

Oberhalb zwischen den beiden am Tisch sitzenden Person erscheint, auf Höhe der nahe des linken Bildrandes stehenden Damen, ein im Dreiviertelprofil gegebener Mann, dessen schräg zur oberen Bildmitte hin ausgerichteter Körper von der Brust an aufwärts zu sehen ist. Mit konzentriertem Blick und angewinkeltem, linken Arm scheint der, einen grauen Rock sowie ein weißes Hemd tragende Mann mit seiner linken Hand einen Gegenstand hinter dem Kopf der in weiß gekleideten Dame zu fixieren.

Rechts der Person im Bildzentrum steht leicht nach hinten versetzt eine ältere Dame, die, seitlich zur Bildmitte hin ausgerichtet, ein kleines Kind auf dem Arm hält. Das blonde Kind mit kurzem Haar trägt ein graues Kleid, welches am Ärmelabschluss den linken Oberarm mit einer weißen Schleife ziert. Der oberhalb des Armes der es tragenden Frau erscheinende Saum des Kleidchens ist bläulich gefärbt und erscheint, ebenso wie die gelben Schühchen, auch unterhalb des waagerecht ausgerichteten Frauenarmes. Das kleine Kind, welches den Betrachter mit schüchternem Blick ansieht, schmiegt sich mit leicht nach rechts geneigtem Kopf an die linke Schulter der schwarzhaarigen Frau. Diese ist im Dreiviertelprofil zur links von ihr liegenden Bildmitte hin ausgerichtet und blickt in Richtung des am Tisch sitzenden Mannes. Ihr schwarzes Haar ist von einer grau-weißen, mit Rüschen versehenen Haube umgeben, die den Kopfbedeckungen der beiden in der linken Bildhälfte stehenden Frauen gleicht. Zu ihrem roten Rock, der zu Teilen von der Tischplatte verdeckt ist, scheint sie ein weißes, rüschenbesetztes Hemd zu tragen, welches jedoch aufgrund des Kindes sowie eines rechts vor ihr stehenden Mannes nur ausschnitthaft zu sehen ist.

Die Positionierung dieses dickbäuchigen, ebenfalls den am Tisch sitzenden Mann fixierenden Herrn erfolgt in Richtung der Bildmitte. Der rotgewandete Mann, dessen fülliges, faltiges Gesicht von verhältnismäßig dunkler Farbnuance ist, trägt unter seinem Rock eine Weste, unter der wiederum am Halse ein weißes Hemd erkennbar ist. Sein rechter Arm sowie Teile seiner rechten Körperhälfte werden wiederum von einem weiter im Vordergrund befindendlichen Herrn verdeckt.

Dieser großgewachsene, junge Mann, der seine Arme vor der Brust verschränkt hält, ist im Profil dargestellt und blickt mit geneigtem, von einer grau gepuderten Perücke gezierten Kopf in Richtung des am Tisch sitzenden Mannes. Auch er trägt einen rötlich schimmernden Rock, unter welchem ein weißes Rüschenhemd zu erkennen ist, sowie eine schwarze Kniebundhose, weiße Strümpfe und schwarze, mit einer goldenen Schnalle versehene Schuhe.

In unmittelbarer Nähe des Mannes steht seitlich nach rechts hinten versetzt eine weitere männliche Person, die – wenn auch im Dreiviertelprofil ausgerichtet – tendenziell die Haltung des im Profil gegebenen Mannes nachahmt. Auch er wendet sich mit seinem Körper dem Geschehen im Bildzentrum zu, blickt jedoch mit grinsender Miene in Richtung des Betrachters. Um den Kopf des braungebrannten Herrn ist weißer Stoff gewickelt, der in der Farbigkeit des, unter dem ockerfarbenen Rock hervorkommenden Hemdkragens wieder aufgegriffen wird. Seine hinter dem Rücken zusammengenommenen Hände leiten zu einer weiteren männlichen Figur über, die – die Personengruppe abschließend – nahe des rechten Bildrandes platziert ist.

Dieser, ein wenig kleinere, schmächtige Herr, ebenfalls im Dreiviertelprofil dargestellt, bildet aufgrund seiner dem Bildrand zugewandten Positionierung das Pendant zu dem vor ihm stehenden Herrn im ockerfarbenen Gewand. Sein blasses, gräulich schimmerndes Gesicht ist von einem skeptisch wirkenden Ausdruck geprägt, der aus den fragenden, schwarzen Augen sowie seinem leicht geöffneten Mund resultiert. Der Körper des Mannes, der in silbergraue Kleidung gehüllt ist, verschwindet mit schwächer werdendem Licht im Halbdunkel des rechten Hintergrundes.

Entgegen der von Personen belebten Ebene des Vordergrundes, erscheint der kulissenhafte Hintergrund der Darstellung schlicht und zurückhaltend. Die Farbigkeit der vermutlich vertäfelten, in der oberen linken und rechten Bildhälfte in Erscheinung tretenden Wand tendiert aufgrund des kaum den Hintergrund erreichenden Lichts in einen dunklen Braunton. Zudem weist ein am oberen Bildrand in die Darstellung tretender, dunkelgrüner, üppig fallender Samtstoff beinahe dreiecksförmig auf die im Zentrum thronende weibliche Person hin.

Das zunächst fokussierte Gemälde zeigt die Familie des Infanten Don Luis de Borbón, die in intimer, unkonventioneller Atmosphäre dargestellt ist. Im Bildzentrum sitzt Doña María Teresa de Vallabriga, die 24jährige Ehefrau des Infanten.[14] Neben dem links von ihr sitzenden, eine Patience legenden[15] Don Luis stehen ihre gemeinsamen Kinder – Luis Maria de Borbón, gefolgt von seiner Schwester, der zukünftigen Comtesse de Chinchón, die die Staffelei des als Rückenfigur ins Bild integrierten und vor seiner Staffelei sitzenden Goyas anblickt.[16] An der abendlichen Szene, in der der Prinz sein Kartenspiel unterbrochen hat und der, mit einem Negligee bekleideten Doña María Teresa die Frisur gerichtet wird,[17] nehmen zudem einige Bedienstete des Hauses teil: Die hinter der Staffelei hervortretenden Damen Doña Antonia de Vanderbrocht und Doña Petronila Valdearenas bringen Dinge für die Frisur der Protagonistin herbei.[18] Bei den Personen der rechten Bildhälfte handelt es sich zunächst um Doña Isidra Fuentes, die die ein Jahr zuvor geborene Tochter des Ehepaares, María Josefa auf dem Arm hält. Daneben befindet sich der Sekretär des Infanten, Don Manuel Moreno, gefolgt von dem Assistenten Gregorio Ruiz de Arce, dem, einen Kopfverband tragenden Hofmaler Don Alejandro de la Cruz sowie dem Hofsekretär Francisco de Campo.

Don Luis, der erfolglose Bruder Karl III.,[19] war im Spanien des ausgehenden 18. Jahrhunderts eine aufsehnerregende Persönlichkeit.[20] Zunächst verzichtete der, bereits seit seinem sechsten Lebensjahr Erzbischof von Toledo gewesene Prinz im Alter von 26 Jahren auf den Kardinalshut sowie das Amt des Erzbischofs. Seine skandalöse Liebesheirat mit der nicht standesgemäßen, deutlich jüngeren Doña María Teresa de Vallabriga hatte dann zur Folge, dass er von der Familie verstoßen wurde und den Titel des Infanten sowie das Recht, seinen Familiennamen zu benutzen, verlor.[21]

Für dieses Familienbildnis rief Don Luis Francisco de Goya nach Arenas de San Pedro, an den Ort, den er für sein Exil auserkoren hatte.[22] Goya, der bereits 1783 auf Einladung des Infanten nach Arenas de San Pedro gereist war, um eine Reihe von Porträts der Familie anzufertigen,[23] verschaffte sich durch diese Arbeit, die er während seines zweiten Besuches 1784 schuf, enormes Ansehen als Porträtmaler und zudem wichtige Kontakte.[24] Unter anderem führte Don Luis Francisco de Goya kurz vor seinem Tode 1785 bei der Herzogin und dem Herzog von Osuna ein,[25] auf deren berühmtes Familienporträt im Folgenden der Fokus gelegt.

[...]


[1] Vgl.: Jahn, J.: Wörterbuch der Kunst, Stuttgart 1966, S. 75.

[2] Vgl.: Schneider, N.: Porträtmalerei, Köln 1992, S. 12.

[3] Vgl.: Messerer, W.: Francisco de Goya. Form und Gehalt seiner Kunst, Freren 1983, S. 115.

[4] Vgl.: Licht, F.: Goya. Die Geburt der Moderne, München 2001, S. 12.

[5] Vgl.: Wright, P.: Goya, Stuttgart, Zürich 1994, S. 18.

[6] Vgl.: Klingender, F.D.: Goya in der demokratischen Tradition Spaniens, Berlin 1948, S. 66.

[7] Vgl.: Williams, G.A.: Goya, Reinbek bei Hamburg 1978, S. 81.

[8] Vgl.: Licht 2001, S. 14.

[9] Vgl.: Williams 1978, S. 81.

[10] Vgl.: Seidel, M.; Bihalji-Merin, O.: Gemälde, Porträts, Fresken, Stuttgart, Zürich o.J., S. 52.

[11] Vgl.: Gudiol, J.: Goya, Recklinghausen 1991, S. 7.

[12] Vgl.: Schneider 1992, S. 8.

[13] Vgl.: Pérez Sánchez,. A.E.: Goya, London 1990, S. 47.

[14] Vgl.: Pérez Sánchez, A.E.; Sayre, E.A.: Goya and the spirit of enlightenment, Boston, Toronto, London o.J., S. 12.

[15] Vgl.: Licht 2001, S. 106.

[16] Vgl.: o.V.: Goya, Paris o.J., S. 40.

[17] Vgl.: Symmons, S.: Goya. In Pursuit of Patronage, London 1988, S. 96.

[18] Vgl. hierzu und im Folgenden: Pérez Sánchez, Sayre o.J., S. 12.

[19] Vgl.: Hughes, R.: Goya, München 2004, S. 123.

[20] Vgl. hierzu und im Folgenden: Pérez Sánchez, Sayre o.J., S. 11.

[21] Vgl.: Hughes 2004, S. 124.

[22] Vgl.: Wright 1994, S. 18.

[23] Vgl.: Wilson-Bareau, J.; Mena Marqués, M.B.: Goya. Truth and Fantasy. The Small Paintings, o.O. 1994, S. 247.

[24] Vgl.: Wilson-Bareau, Mena Marqués 1994, S. 248.

[25] Vgl.: Gassier, P.: Francisco de Goya, Würzburg 1983, S. 134.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Vergleich von drei Familienporträts Francisco de Goyas: Die Familie des Infanten Don Luis, Herzog und Herzogin von Osuna mit ihren Kindern und Karl IV. und seine Familie
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Einführung in die Kunstgeschichte: Porträtmalerei
Note
1,3
Autor
Jahr
2005
Seiten
33
Katalognummer
V47724
ISBN (eBook)
9783638446051
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Achtung: Die Abbildungen sind hier nicht enthalten - sie können aber über den exakten Abbildungsnachweis oder über das Internet ganz einfach gefunden werden.
Schlagworte
Vergleich, Familienporträts, Francisco, Goyas, Familie, Infanten, Luis, Herzog, Herzogin, Osuna, Kindern, Karl, Einführung, Kunstgeschichte, Porträtmalerei
Arbeit zitieren
Katharina Lang (Autor), 2005, Vergleich von drei Familienporträts Francisco de Goyas: Die Familie des Infanten Don Luis, Herzog und Herzogin von Osuna mit ihren Kindern und Karl IV. und seine Familie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47724

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