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Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung von Nachhaltigkeit

Beschreibung und Diskussion der Auswirkungen der Novellierungen des EEG (Erneuerbare- Energien-Gesetz) auf den Biomassenanbau

Titel: Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung von Nachhaltigkeit

Ausarbeitung , 2018 , 21 Seiten

Autor:in: Rolf Schacht (Autor:in)

Energiewissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

11. März 2011, 14:46 Uhr Ortszeit Fukushima, zu diesem Zeitpunkt änderte sich die Entwicklung der Energiewende in Deutschland drastisch. Durch eine Reihe an katastrophalen Un- und Störfällen erreichte die Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi die höchste Stufe sieben auf der INES-Skala . Die bereits etwa 1990 begonnene Energiewende in Deutschland, durch das Energieeinspeisungsgesetz, welches zu Beginn des Jahres 1991 in Kraft trat, wurde schneller und radikaler vorangetrieben. Seit 2000, mit Einführung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes (EEG) und dessen Anpassungen in den Jahren 2004, 2009, 2012, 2014 und aktuell in 2016/2017, versucht die Bundesregierung die Wende in der Energiewirtschaft voranzutreiben. Bereits zwei Tage nach der Katastrophe wurden die sieben ältesten Kernkraftwerke in Deutschland vom Netz genommen, allein diese Tatsache zwingt die Energiewirtschaft und Politik zur Alternativenbildung um Versorgungsengpässe und -lücken zu vermeiden.

Der global kontinuierliche Anstieg des Energiebedarfes wird überwiegend aus fossilen und daraus resultierend endlichen Energieträgern gedeckt. Durch die Endlichkeit fossiler Brennstoffe und Energieträger, ist die Energieversorgung nur temporär gesichert und es müssen Alternativen entwickelt, vorangetrieben und gefördert werden. Die Energiewende ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten das meist diskutierte Thema in Politik und Gesellschaft. Die Folgen des Klimawandels werden Jahr für Jahr stärker wahrgenommen und auch die Gesellschaft fordert immer inständiger die Abkehr von alten überholten Energiegewinnungsmethoden.
„Alle Länder werden ihre Emissionen erheblich reduzieren müssen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu verwirklichen. Welchen Pfad sie dorthin wählen, wird abhängen von länderspezifischen Faktoren, unter anderem ihrem Einkommensniveau, sein.“ In Deutschland versucht die Bundesregierung diese Klimaziele und den damit verbundenen Wandel durch die Durchsetzung des EEG voranzutreiben und zu fördern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Abriss

3. EEG Förderinstrument der Bioenergie

3.1 Biomasseanlagen

3.2 Halmartige Biomasse

3.3 Flüssige Biomasse

3.4 Holzartige Biomasse

4. Umweltfolgen der Bioenergie

4.1 Halmartige Biomasse

4.2 Flüssige Biomasse

4.3 Holzartige Biomasse

4.4 Bioenergiedorf

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und analysiert deren Auswirkungen auf den Biomassenanbau in Deutschland sowie die damit verbundenen ökologischen Konsequenzen.

  • Historische Entwicklung der gesetzlichen Regelungen zur Förderung erneuerbarer Energien
  • Anreizstrukturen für verschiedene Arten der Biomasse (halmartig, flüssig, holzartig)
  • Ökologische Auswirkungen des intensivierten Energiepflanzenanbaus auf Boden und Biodiversität
  • Diskussion von Zielkonflikten zwischen Energiegewinnung und Nachhaltigkeitszielen
  • Analyse von Fallbeispielen wie dem Bioenergiedorf

Auszug aus dem Buch

3.2 Halmartige Biomasse

Die Förderung von Biomasse durch das EEG eröffnet insbesondere den Landwirten in Deutschland einen neuen Absatzmarkt. Ergänzend zum üblichen Anbau von Nutzpflanzen können nun Energiepflanzen angebaut werden und als Substratmasse in Biomasseanlagen verwendet werden. Das daraus resultierende Endprodukt ist Biokraftstoff, Strom bzw. das Nebenprodukt Wärme.

In Deutschland erhöhte sich die Anbaufläche im Zeitraum von 1993 bis in das Jahr 2007 um ca. 2 Millionen Hektar. Die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe, d.h. das Verwenden von Substratmasse für Biomasseanlagen ist primär dafür verantwortlich. 2006 stieg die Anbaufläche von Energiepflanzen um 37 %. In diesem Kontext wurde verstärkt Mais als Energiepflanze angebaut damit Biomasseanlagen betrieben werden können. In diesem Zusammenhang ist neben der festgesetzten Vergütung der „NaWaRo“ Bonus von Bedeutung, d.h. Betreiber einer Biomasseanlage erhalten einen Bonus je produzierter Stromeinheit, wenn nachwachsende Rohstoffe, z.B. Mais verwendet werden.

Des Weiteren wurde die Anbaufläche von Mais im Zeitraum von 2004 bis 2010 um weitere 32% erhöht. Punktuell nimmt der Maisanbau einen Anteil von über 50% der bestehenden Ackerfläche ein. Ein Beispiel dafür ist der Landkreis Rotenburg.

Ein Grund für die Dominanz der Energiepflanze ist die Tatsache das Mais bereits als Nutzpflanze z.B. für Futtermittel eingesetzt wurde. Gewonnene Erfahrungen der Landwirte mit der Maispflanze begünstigen somit den Gebrauch für die energetische Nutzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext der Energiewende in Deutschland und die Relevanz des EEG vor dem Hintergrund globaler Klimaziele.

2. Geschichtlicher Abriss: Erläutert die Entwicklung der gesetzlichen Förderinstrumente von der Einführung des Stromeinspeisungsgesetzes 1991 bis zu den aktuellen EEG-Novellierungen.

3. EEG Förderinstrument der Bioenergie: Untersucht die Anreizstrukturen des EEG für verschiedene Biomassearten und deren Entwicklung im deutschen Markt.

4. Umweltfolgen der Bioenergie: Analysiert die ökologischen Auswirkungen des Energiepflanzenanbaus, insbesondere im Hinblick auf Bodenqualität, Biodiversität und Flächennutzung.

5. Fazit: Reflektiert die Zielkonflikte zwischen wirtschaftlichem Ausbau der Biomasse-Technologie und der Notwendigkeit nachhaltiger ökologischer Standards.

Schlüsselwörter

Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG, Bioenergie, Biomasseanbau, Energiepflanzen, Maisanbau, Nachhaltigkeit, Energiewende, Stromerzeugung, Agrarpolitik, ökologische Folgen, Klimaschutz, Substratmasse, Biodiversität, Bioenergiedorf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Förderung von Nachhaltigkeit in der deutschen Bioenergiebranche, insbesondere die Auswirkungen des EEG auf den Anbau von Biomasse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der EEG-Gesetzgebung, den technologischen Anforderungen an Biomasseanlagen sowie den resultierenden ökologischen und ökonomischen Auswirkungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Beschreibung und kritische Diskussion der Auswirkungen verschiedener EEG-Novellierungen auf den Biomassenanbau und die Bewertung der Vereinbarkeit dieser Maßnahmen mit Umwelt- und Klimaschutzzielen.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Berichten, um die Marktentwicklung und die ökologischen Folgen des Biomasseanbaus nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Biomassearten (halmartig, flüssig, holzartig) untersucht, ihre jeweilige Förderungsgeschichte durch das EEG analysiert und deren Umweltfolgen, wie Bodenerosion oder Einfluss auf die Biodiversität, diskutiert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die zentralen Begriffe umfassen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), Bioenergie, Energiepflanzen, Nachhaltigkeit, Maisanbau sowie Zielkonflikte in der Agrarpolitik.

Was ist der sogenannte „Maisdeckel“ und warum wurde er eingeführt?

Der Maisdeckel wurde mit dem EEG 2012 eingeführt, um den Anreiz zur intensiven Nutzung von Mais als Substratmasse zu begrenzen, da dies ökologische Nachteile durch Monokulturen und Flächenkonkurrenz mit sich brachte.

Welchen Zielkonflikt identifiziert der Autor bei der holzartigen Biomasse?

Der Autor zeigt auf, dass eine ökologisch sinnvolle „Kaskadennutzung“ (erst stoffliche Nutzung, dann energetisch) zwar nachhaltiger ist, jedoch den direkten Ausbau der Bioenergie als Stromquelle kurzfristig bremsen würde.

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Details

Titel
Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung von Nachhaltigkeit
Untertitel
Beschreibung und Diskussion der Auswirkungen der Novellierungen des EEG (Erneuerbare- Energien-Gesetz) auf den Biomassenanbau
Autor
Rolf Schacht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V477499
ISBN (eBook)
9783668962309
ISBN (Buch)
9783668962316
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesetzliche energien-gesetz erneuerbare- novellierungen auswirkungen diskussion beschreibung nachhaltigkeit förderung rahmenbedingungen biomassenanbau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rolf Schacht (Autor:in), 2018, Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung von Nachhaltigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/477499
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Leseprobe aus  21  Seiten
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