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Der Begriff des "Glauben" in David Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand

Título: Der Begriff des "Glauben" in David Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand

Trabajo , 2004 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Steffen Lasch (Autor)

Filosofía - Filosofía de los siglos XVII y XVIII
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Im folgenden soll der Begriff des Glaubens in David Humes Werk Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (im engl. Original: An Enquiry Concerning Human Understanding) erörtert werden. Der Glaube nimmt in diesem Werk eine sehr zentrale Stellung ein. Der englische Philosoph David Hume (1711-1776) vollendete die Untersuchung über den menschlichen Verstand im Jahr 1748. Er setzt sich in dieser Arbeit mit den Grenzen und Möglichkeiten des menschlichen Verstandes auseinander und will beim Leser Einsichten dafür bewirken, in welchen Grenzen der menschliche Verstand zu Erkenntnissen kommen kann und welches die Prinzipien und Werkzeuge eines fundierten Denkens sind.
Die zentrale Aussage der Untersuchung ist die von Hume immer wieder erläuterte Einsicht in die Abhängigkeit unseres Denkens und Handelns von Erfahrung, Erinnerung, Gewohnheit, Übung und dem Glauben, dass wir die in der Vergangenheit wiederholt erlebten Beziehungen von Gegenständen und Ereignissen auf unsere Zukunft übertragen können.
Hume wendet sich mit seinem Buch besonders gegen die Willkür der Metaphysiker seiner Zeit, die sich seiner Meinung nach in ihren Überlegungen von den Erdichtungen der Einbildungskraft leiten ließen.
Hume beschäftigt sich besonders im letzten Kapitel seines Buches aber auch kritisch mit dem Skeptizismus. Im Gegensatz zu einer vollständigen Auflösung der den Dingen eigenen Eigenschaften, wie sie von den Skeptikern betrieben werde, seien die Einsichten, die wir mit den uns gegebenen Möglichkeiten haben können zwar in gewisser Hinsicht begrenzt, taugten aber durchaus zu einem nutzvollen Umgang mit unserer Umwelt. Gerade die skeptische Sicht auf unsere Möglichkeiten des Denkens aber ist es, die Hume zu den Schlüssen gebracht hat, auf denen sein Denkgebäude ruht. So betont er auch, dass der Skeptizismus am Anfang jeder philosophischen Überlegung stehen sollte, dass er aber nicht alle dadurch ausgelösten Gedankengänge vereinnahmen dürfe, da dies am Ende zu einem totalen Stillstand des Handelns führen müsse.
Das vorliegende Buch kam nicht zuletzt deshalb zu seinem heutigen Ruhm, weil Immanuel Kant bekannte, er sei dadurch aus seinem „dogmatischen Schlummer“ erweckt und zu seinen kritischen Untersuchungen bewegt worden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in Humes Begriffe des menschlichen Verstandes

2. Der Begriff des Glauben in David Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand

2.1. Der Glaube und der Kausalzusammenhang

2.2. Der Glaube als Instinkt

2.3. Der Glaube an menschliches Zeugnis

2.4. Religiöser Glaube (faith) und Wunderglaube

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den zentralen Stellenwert und die Funktion des Glaubensbegriffs in David Humes Werk "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand". Dabei wird analysiert, wie Hume den Glauben von bloßen Vorstellungen abgrenzt und als notwendigen, instinktiven Mechanismus für den Umgang des Menschen mit Kausalität, Erfahrung und der Zukunft bestimmt.

  • Die Analyse des Glaubensbegriffs als natürlicher Instinkt versus Vernunfttätigkeit.
  • Die Rolle des Glaubens bei der Konstitution von Kausalzusammenhängen.
  • Die wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit historischem Zeugnis.
  • Die Abgrenzung des erfahrungsbasierten Glaubens vom religiösen Wunderglauben.
  • Humes kritische Position gegenüber dem radikalen Skeptizismus.

Auszug aus dem Buch

2.1. Der Glaube und der Kausalzusammenhang

Otto Quast schreibt: „Der belief entsteht unvermeidlich aus dem in der Imagination fest gewordenen gewohnheitsmäßigen Übergang von der Erscheinung eines Objektes zu seinem gewohnten Begleiter, sobald das erste Objekt oder ein ihm ähnliches erscheint.“

Unserem Gefühl nach haben wir bei jeder gewohnheitsmäßig erfahrenen Ursache-Wirkung-Beziehung die Empfindung einer notwendigen Verknüpfung. Es erscheint uns, als ob die Wirkungen durch eine Kraft der Ursache ausgelöst werden. Tatsächlich aber, so Hume, gäbe es nichts in der Abfolge der sich uns darbietenden Gegenstände, was eine Vorstellung von Kraft oder notwendiger Verknüpfung erwecken könne. Kein Stück Materie enthülle je durch seine sinnlichen Eigenschaften eine solche Kraft. Jens Kulenkampff macht die Dimension deutlich, die Humes Aussagen haben: „Daran ändert sich auch nichts, wenn wir einen Schritt weiter gehen und eine bestimmte molekulare Struktur dafür verantwortlich machen, dass Dinge, die sie aufweisen, zerbrechlich sind. Denn auch in diesem Fall sagen wir nichts weiter, als dass Dinge von dieser bestimmten molekularen Struktur sich unter gewissen Bedingungen in bestimmter Weise verhalten. Wir mögen bei unserer Forschung nach den kausalen Faktoren, die das Verhalten der Dinge erklären, in immer tiefere Schichten vordringen – das Muster unserer Aussagen und Erklärungen ändert sich nicht: Auf jeder Ebene fällt Licht auf den Einzelfall nur von einer Gesamtheit gleicher Fälle.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in Humes Begriffe des menschlichen Verstandes: Dieses Kapitel legt die erkenntnistheoretischen Grundlagen dar, indem es Humes Unterscheidung zwischen Eindrücken und Vorstellungen sowie die Bedeutung der Erfahrung für die menschliche Erkenntnis erläutert.

2. Der Begriff des Glauben in David Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand: Dieser Abschnitt analysiert die zentrale Rolle des Glaubens als instinktives Prinzip, das unsere Handlungen steuert und den Umgang mit Kausalität ermöglicht.

2.1. Der Glaube und der Kausalzusammenhang: Hier wird untersucht, wie Gewohnheit aus bloßer Abfolge von Ereignissen die Annahme einer notwendigen kausalen Verknüpfung erzeugt, die eigentlich nur eine psychologische Projektion darstellt.

2.2. Der Glaube als Instinkt: Dieses Unterkapitel beleuchtet den Glauben als einen natürlichen Instinkt, der uns vom radikalen Skeptizismus abgrenzt und ein lebenspraktisches Handeln überhaupt erst ermöglicht.

2.3. Der Glaube an menschliches Zeugnis: Hier wird analysiert, wie wir basierend auf Erfahrung und der Annahme einer gewissen Gleichförmigkeit der menschlichen Natur den Wahrheitsgehalt von historischen Berichten und Zeugnissen bewerten.

2.4. Religiöser Glaube (faith) und Wunderglaube: In diesem Kapitel wird dargelegt, dass der religiöse Glaube bei Hume auf Affekten beruht und in klarem Widerspruch zur erfahrungsbasierten Rationalität steht, weshalb er eine logische Untermauerung ablehnt.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Hume den Skeptizismus als notwendigen Ausgangspunkt für kritisches Denken sieht, ihn aber durch den erfahrungsabhängigen Glauben so begrenzt, dass ein konstruktiver Umgang mit der Welt möglich bleibt.

Schlüsselwörter

David Hume, Erkenntnistheorie, Glaube, belief, Kausalität, Gewohnheit, Instinkt, Skeptizismus, Empirismus, Wahrnehmung, Ursache-Wirkung, Wunderglaube, Vernunft, Erfahrung, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Bedeutung des Begriffs "Glaube" (belief) in David Humes Werk "Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand".

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Themenfelder Kausalität, Skeptizismus, die Abgrenzung von Vernunft und Instinkt sowie die kritische Betrachtung religiöser Glaubensformen und Wunderberichte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Glaubensbegriff bei Hume als ein notwendiges, instinktives Werkzeug des menschlichen Geistes freizulegen, das es dem Menschen ermöglicht, trotz der theoretischen Grenzen der Erkenntnis sinnvoll zu handeln.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine textanalytische Untersuchung des Primärwerks durch, wobei er systematisch Sekundärliteratur (u.a. Kulenkampff, Streminger, Quast) hinzuzieht, um die Argumentationslinien Humes zu explizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kausalzusammenhängen, den Charakter des Glaubens als Instinkt, die Problematik historischen Zeugnisses und eine differenzierte Analyse des religiösen Wunderglaubens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie David Hume, Glaube, Kausalität, Gewohnheit, Instinkt, Empirismus und Skeptizismus charakterisiert.

Wie unterscheidet Hume laut der Arbeit zwischen dem philosophischen Glauben und dem religiösen Glauben (faith)?

Hume ordnet den philosophischen Glauben als notwendigen, erfahrungsbasierten Instinkt ein, während er den religiösen Glauben als affektiv begründetes, der Erfahrung widersprechendes Konstrukt betrachtet, das sich logischer Beweisführung entzieht.

Warum hält Hume nach der Darstellung in der Arbeit eine logische Begründung der Religion für unmöglich?

Weil religiöse Wunderberichte der gleichförmigen Erfahrung des Menschen entgegenstehen und die Religion sich auf Affekte stützt, die mit den rationalen Prinzipien menschlichen Denkens nicht in Einklang zu bringen sind.

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Detalles

Título
Der Begriff des "Glauben" in David Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand
Universidad
University of Potsdam  (Philosophie/LER)
Calificación
1,0
Autor
Steffen Lasch (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
23
No. de catálogo
V47777
ISBN (Ebook)
9783638446501
Idioma
Alemán
Etiqueta
Begriff Glauben David Humes Untersuchung Verstand
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Steffen Lasch (Autor), 2004, Der Begriff des "Glauben" in David Humes Untersuchung über den menschlichen Verstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47777
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