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Bildungskiller Armut? Der Einfluss von Armut und sozialen Phänomenen auf die Bildungschancen

Título: Bildungskiller Armut? Der Einfluss von Armut und sozialen Phänomenen auf die Bildungschancen

Trabajo de Seminario , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 2,5

Autor:in: Bachelor of Arts (B.A.) Nicolas Seibel (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Armut ist ein Phänomen, welches es zu jeder Zeit der Menschheit gegeben hat. Dabei handelt es sich meist um schlichte und objektiv messbare Unterschiede von Hab und Gut zwischen Gesellschaftsgruppen oder einzelnen Individuen.

Armut ist dabei jedoch heute nicht mehr genauso zu verstehen wie noch vor einiger Zeit. So beschränkt sich die Definition von Armut schon lange nicht mehr auf objektive Rahmenbedingungen, sondern bezieht sich immer häufiger auch auf subjektive Aspekte und soziale Phänomene als Ursachen für diese Armut. noch immer als Synonym für die Hürde zu einer guten Bildung steht.

Inwieweit und in welchem Kontext dies der Fall ist, und welche sozialen Rahmenbedingungen eine gute Bildung begünstigen oder sie erschweren, möchte ich im Laufe dieser Arbeit beleuchten. Die im Seminar „Soziale Ungleichheit und globale Gerechtigkeit“ behandelten Theorien von Gerd Spittler, welcher sich mit Mangelgesellschaften und Ar mut im Kontext von Bildungschancen auseinandergesetzt hat, sollen dafür als theoretisches Fundament dienen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Armut – Eine Definition

2.1 Definition aus der Literatur

2.2 Subjektive Empfindung von Armut

2.3 Aktuelle Zahlen und Fakten

3. Auswirkungen von Armut auf die Bildungschancen

4. Einfluss sozialer Phänomene

4.1 Vergleich Deutschland – Afrika

4.2 Die Bedeutung der Bedürfnisse

4.2.1 Einfache Bedürfnisse

4.2.2 Begrenzte Bedürfnisse

4.2.3 Bedeutung für die Menschen

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den wechselseitigen Einfluss von Armut, sozialen Phänomenen und Bildungschancen, wobei insbesondere die Unterschiede zwischen Industrie- und Entwicklungsländern beleuchtet werden, um die Frage zu klären, inwieweit Armut als "Bildungskiller" fungiert.

  • Definition und Formen von Armut (objektiv vs. subjektiv)
  • Wechselwirkung zwischen Bildungsgrad und Armutsgefährdung
  • Einfluss sozialer Phänomene und Lebensstile auf den Bildungszugang
  • Vergleich der Bildungssituation in Deutschland und Afrika
  • Bedeutung kultureller Bedürfnisse und Traditionen für Bildungsentscheidungen

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Einfache Bedürfnisse

Für die Tuareg-Familien zeichnen eine wohlhabende Familie vor allem die Möglichkeiten aus, sich selbst ohne Hilfe von außen alles beschaffen zu können, was nach gängigen Standards benötigt wird. Auch wenn sie nach Kriterien der Weltbank in größtem Elend leben, sehen sie sich selbst keineswegs als arm an, da sie ihre eigenen Bedürfnisse voll erfüllen können. Einfache Bedürfnisse bedeuten in diesem Zusammenhang allerdings ausdrücklich nicht, dass diese Familien gleichgültig gegenüber materiellen Gütern sind, sondern dass im Einfachen das Vollkommene gesehen wird. Der sinnhafte und pflegliche Umgang mit vorhandenen Gütern sehen sie kulturell bedingt höher an als eine breite Masse an unterschiedlichen Gütern. Einfache Bedürfnisse gelten laut Spittler daher auch als besonders stabile Bedürfnisse.

Die Tatsache, dass alle benötigten Güter von der Familie selbst organisiert werden können, hat allerdings besondere Auswirkungen auch auf die Schulbildung der Nachkommen, denn in vielen Fällen sehen die Familien daher keinen Grund, ihren Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen, selbst wenn sie die Möglichkeiten dazu hätten. Da die Tuareg ihre Bedürfnisse selbst nach eigenen Angaben völlig befriedigen können, sehen sie für eine komplexe und kostenpflichtige Schulbildung in vielen Fällen keinen Sinn. Stattdessen sehen sie sich selbst als glücklich an, wenn die Kinder nicht zu Schule gehen und die Eltern bei der täglichen Arbeit auf dem Land unterstützen können.18 Einfache Bedürfnisse haben in traditionell geführten Familien Afrikas damit offensichtlich direkte Auswirkungen auf die Bildungschancen der Kinder. Oft korrelieren einfache Bedürfnisse auch mit begrenzten Bedürfnissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, Armut als potenziellen Bildungskiller zu untersuchen und legt das theoretische Fundament mittels der Theorien von Gerd Spittler.

2. Armut – Eine Definition: Das Kapitel differenziert zwischen objektiven und subjektiven Armutsbegriffen sowie relativer und absoluter Armut unter Einbeziehung aktueller Zahlen.

3. Auswirkungen von Armut auf die Bildungschancen: Hier wird der Zusammenhang zwischen Bildungsgrad und Armutsrisiko analysiert sowie der Teufelskreis aus fehlender Bildung und materieller Not verdeutlicht.

4. Einfluss sozialer Phänomene: Dieses Hauptkapitel untersucht, wie kulturelle Lebensstile, Traditionen und Bedürfnisse – beispielhaft anhand der Tuareg – den Bildungszugang unabhängig vom materiellen Wohlstand beeinflussen.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert, dass Bildung Armut lindern kann, der Bildungserfolg jedoch stark durch soziale Umstände und subjektive Wahrnehmungen geprägt bleibt.

Schlüsselwörter

Armut, Bildungschancen, Bildungsungleichheit, Soziale Phänomene, Lebensstile, Industrieländer, Entwicklungsländer, Gerd Spittler, Subjektive Armut, Bildungskiller, Tuareg, Mangelgesellschaft, Bildungsabschluss, Armutsgefährdung, Soziale Herkunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Armut und Bildungschancen und fragt, ob Armut tatsächlich als "Bildungskiller" bezeichnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Definition von Armut, die Auswirkungen mangelnder Ressourcen auf die Bildung sowie der Einfluss kultureller und sozialer Faktoren auf Bildungsentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, welche sozialen und materiellen Faktoren eine gute Bildung begünstigen oder erschweren und wie sich der soziale Kontext auf die Bildungschancen auswirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und stützt sich dabei insbesondere auf die Theorien des Ethnologen Gerd Spittler zu Mangelgesellschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Formen von Armut, die statistischen Auswirkungen von Bildung auf die Armutsgefährdung sowie einen Vergleich zwischen Deutschland und afrikanischen Gesellschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind Armut, Bildungsungleichheit, soziale Phänomene, subjektive Armutsempfindung und der Einfluss von Traditionen auf Bildung.

Wie unterscheiden sich die Bildungshürden in Deutschland von denen in Entwicklungsländern laut der Arbeit?

Während in Deutschland soziale Schichtzugehörigkeit und Bildungskosten Hürden darstellen, sind es in vielen Entwicklungsländern oft Infrastrukturprobleme sowie bewusste Abgrenzungen durch Traditionen.

Welche Rolle spielt die "gefühlte Armut" für Bildungschancen?

Die "gefühlte Armut" beeinflusst die Selbstwahrnehmung und Planungssicherheit von Individuen; zudem führt sie oft zu anderen Bedürfniskonstellationen, die Bildung als weniger relevant erscheinen lassen.

Warum verzichten manche Familien bewusst auf eine Schulbildung für ihre Kinder?

Einige Gruppen, wie etwa die Tuareg, sehen ihre Bedürfnisse durch ihre traditionelle Lebensweise bereits als gedeckt an und erachten den Aufwand einer komplexen, kostenpflichtigen Schulbildung daher als nicht sinnvoll.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Bildungskiller Armut? Der Einfluss von Armut und sozialen Phänomenen auf die Bildungschancen
Universidad
University of Marburg
Calificación
2,5
Autor
Bachelor of Arts (B.A.) Nicolas Seibel (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V478158
ISBN (Ebook)
9783668963887
ISBN (Libro)
9783668963894
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialwissenschaften Bildung Armut soziale phänomene
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Bachelor of Arts (B.A.) Nicolas Seibel (Autor), 2016, Bildungskiller Armut? Der Einfluss von Armut und sozialen Phänomenen auf die Bildungschancen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/478158
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