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Der anthropologische Kulturbegriff Arnold Gehlens

Título: Der anthropologische Kulturbegriff Arnold Gehlens

Trabajo , 2019 , 13 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Karl Huesmann (Autor)

Filosofía - Filosofía del siglo XIX
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Dieses Buch ist eine Abhandlung über den Kulturbegriff bei Arnold Gehlen.

Um die Funktion, aber auch die Notwendigkeit und den Prozess des Entstehens der Kultur und des negativ geprägten Kulturbegriffs bei Arnold Gehlen umfassend diskutieren zu können, wird sich die Arbeit in drei Bestandteile gliedern. Zunächst, und dies ist unabdingbar, um die Ursprünge des Kulturbegriffs zu ergründen, wird ein Vergleich hinsichtlich der Spezialisierung und der morphologischen Ausstattung zwischen Mensch und Tier erfolgen. Bereits in diesen frühen Schritten der Arbeit wird die Schutzbedürftigkeit und die Instinktlosigkeit des Menschen gegenüber dem Tier verdeutlicht. Anschließend und als Antwort auf diesen „negativen Kulturbegriff“ Gehlens wird die Notwendigkeit sowie die Funktion der menschlichen Kultur dargestellt, welche der Mensch in Folge des Handlungsbedürfnisses, entspringend aus der Unspezialisiertheit im Vergleich zum Tier, entwickeln muss.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Morphologie des Menschen im Vergleich zum Tier

III. Der Kulturbegriff Arnold Gehlens

IV. Der Prozess des Kulturbildens

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, den Kulturbegriff von Arnold Gehlen in seinem Werk "Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt" zu analysieren. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Mensch durch seine biologische Mangelhaftigkeit und Weltoffenheit dazu gezwungen ist, durch Kulturschaffen eine "zweite Natur" zu konstruieren, um sein Überleben zu sichern.

  • Die biologisch-morphologische Mängelwesenheit des Menschen
  • Der "negative" Kulturbegriff bei Arnold Gehlen
  • Die Funktion der "Entlastungsleistung" und des Handelns
  • Der Prozess des Symbolbildens und der Antriebsüberschuss
  • Evolutionäre Perspektiven der menschlichen Kulturentwicklung

Auszug aus dem Buch

Der Prozess des Kulturbildens

Durch die Weltoffenheit und die fehlende Spezialisierung des Menschen, verbunden mit seinem handelnden Charakter, gewinnt er eine Fülle an Umständen, die ihm im Überlebenskampf hilfreich sein können. Dieses Entlastungspotential, in welchem die Belastung produktiv in Existenzchancen konvertiert wird, nennt Arnold Gehlen die „Entlastungsleistung“. Das übergeordnete Ziel dieser Entlastungsleistung, welche sich in Form von Handlung, Wahrnehmung, Bewegung und Sprache ausbildet, ist es hierbei, „den Bannkreis der Unmittelbarkeit, in dem das Tier mit seinen unmittelbarem Sinnessuggestionen und Sofortreaktionen gefangen bleibt“, zu brechen und dem Menschen einen „Leerraum einer übersehbaren, andeutungsreichen und dahingestellt-verfügbaren Welt“ zu schaffen. Das Auge soll dadurch eine „geordnete, neutralisierte“ Welt vorfinden. Im Zuge dieser ordnenden Fähigkeit des Menschen nennt Arnold Gehlen ergänzend den Begriff des Symbolbildens. Dieser beschreibt die transformierte Umwelt vom Unmittelbaren in Symbolausdrücke, welche für die menschlichen Sinnesorgane einfacher zu ordnen und nachzuvollziehen sind.

Es beinhaltet somit das bereits im vorherigen Kapitel erwähnte Ersetzen der Umwelt durch die Kulturwelt, welche die Natur für den Menschen, trotz seiner Mangelhaftigkeit, zugänglich und begreifbar macht. Festzustellen ist also, dass alles am Menschen durch „symbolische Codierung hindurchgegangene Selbstentwürfe“ hervorgeht. Dazu gehören „seine Selbstdeutung, sein Leibschema, seine Körperempfindungen, seine Triebgeschichte und Befindlichkeiten.“

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Werk Arnold Gehlens ein und skizziert die methodische Vorgehensweise, die den Kulturbegriff als Antwort auf die biologische Unspezialisiertheit des Menschen begreift.

II. Die Morphologie des Menschen im Vergleich zum Tier: In diesem Kapitel wird der Mensch als "Mängelwesen" definiert, das durch seine Instinktlosigkeit und Reizüberflutung eine aktive Bewältigungsleistung erbringen muss.

III. Der Kulturbegriff Arnold Gehlens: Hier wird der "negative Kulturbegriff" erläutert, der Kultur als notwendige "zweite Natur" beschreibt, welche an die Stelle der unmittelbaren Umwelt tritt.

IV. Der Prozess des Kulturbildens: Dieses Kapitel analysiert, wie durch Entlastungsleistungen und Symbolbildung eine geordnete Welt geschaffen wird und welche Rolle der "Antriebsüberschuss" dabei spielt.

V. Fazit: Das Fazit fasst das Wechselspiel zwischen der Mangelhaftigkeit des Menschen und seiner durch Kultur erlangten Überlebensfähigkeit zusammen und reflektiert die evolutionäre Einordnung.

Schlüsselwörter

Arnold Gehlen, Kulturbegriff, Mängelwesen, Weltoffenheit, Entlastungsleistung, Anthropologie, Symbolbildung, Instinktlosigkeit, zweite Natur, Antriebsüberschuss, Handlung, Überlebensfähigkeit, Reizoffenheit, Kulturphilosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Kulturbegriff von Arnold Gehlen und dessen philosophische anthropologische Grundlegung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den Vergleich von Mensch und Tier, das Konzept des Mängelwesens sowie die Notwendigkeit von Kultur als Entlastung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehung der Kultur bei Gehlen als notwendige Antwort auf die biologische Unspezialisiertheit des Menschen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturkritische Analyse der Primärtexte von Gehlen unter Einbeziehung kulturphilosophischer Sekundärliteratur angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die morphologischen Unterschiede zum Tier, die Definition der "zweiten Natur" und den Prozess der aktiven Kulturbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Mängelwesen, Weltoffenheit, Entlastungsleistung, Symbolbildung und Antriebsüberschuss.

Was versteht Gehlen unter der „Entlastungsleistung“?

Die Entlastungsleistung ist die Fähigkeit des Menschen, durch Handeln und Symbolisierung die überfordernde Reizfülle der Welt in eine lebensdienliche Struktur zu verwandeln.

Inwiefern ist der Mensch laut Gehlen ein „Mängelwesen“?

Der Mensch ist aufgrund seiner fehlenden spezialisierten Instinkte und seiner biologischen Unfertigkeit im Vergleich zu Tieren „lebensunfähig“ und auf Kultur angewiesen.

Welche Rolle spielt das „Symbolbilden“?

Symbolbildung transformiert die unmittelbare, ungeordnete Welt in für den Menschen handhabbare, symbolische Ausdrücke, um Orientierung zu ermöglichen.

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Detalles

Título
Der anthropologische Kulturbegriff Arnold Gehlens
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Philosophisches Institut)
Curso
Anthropologie des 20. Jahrhunderts
Calificación
2,3
Autor
Karl Huesmann (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
13
No. de catálogo
V478181
ISBN (Ebook)
9783668964020
ISBN (Libro)
9783668964037
Idioma
Alemán
Etiqueta
Anthropologie Philosophie Gehlen Arnold
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Karl Huesmann (Autor), 2019, Der anthropologische Kulturbegriff Arnold Gehlens, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/478181
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