Das Referat befasste sich mit einem Teil der NLP-Didaktik auf der Grundlage des Buches: „Das Lernen Lehren“ von B. F. Cleveland woraus ich hier noch ausführlich zitieren werde. Die Gruppe von drei Referenten/innen, zu denen ich gehörte, stellte dem Kurs den letzten Teil des o.g. Buches vor. Mein Teil des Vortrages setzte sich mit dem Thema emotionsverändernde Techniken und Techniken grundlegender Verhaltensänderung auseinander. Darin habe ich versucht mit Hilfe von Interaktiven Übungen, die Kursteilnehmer zu aktivieren und einige wenige Techniken des großen NLP-Didaktikkonzeptes am eigenen Leib erfahren zu lassen.
Um die Abhängigkeit der Informationsaufnahme vom gewählten Kanal zu veranschaulichen, habe ich mit dem Kurs, am Anfang des Referates eine aktivierende Übung gemacht, die den folgenden Verlauf hatte:
Alle Teilnehmer sollten als erstes aufstehen und sich einen Partner suchen. Diesem sollten sie dann den Satz: „Du bist ein toller Typ!“ abwechselnd in das linke und in das rechte Ohr sagen. Die zwei Ohren stellen hier verschieden Kommunikationseingangskanäle dar. Der Ausdruck und Rhythmus der Stimme musste hierbei in jedem Fall so ähnlich wie nur möglich gehalten werden. Nachdem jedes Paar dies getan hatte, sollten sie durch ein Gespräch herausfinden, ob und auf welchem Ohr sie das Kompliment eher angenommen haben bzw. dieses als wahrhaftiger empfanden.
Auch wenn einige keinen Unterschied bei sich feststellen konnten, gab es viele Kursteilnehmer, die vom Ergebnis verblüfft waren. Ich gewann den Eindruck, dass die allgemeine Akzeptanz gegenüber der didaktischen Methode NLP, durch dieses kleine Experiment gesteigert wurde. Die Methode hatte ich selbst in einem persönlichen Gespräch mit einem Bekannten, der den NLP-Practitioner Kurs gemacht hatte, erfahren.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Einordnung im NLP-Didaktikgefüge
3. Emotionsverändernde Techniken
3.1 Das Ankern
3.2 Ein Beispiel zum Ankern
3.3 Bedingungen für das Etablieren von Ankern
3.4 Tipps für den Gebrauch von Ankern in der Schule
4. Techniken grundlegender Verhaltensänderung
4.1 Das Reframing
4.2 Beispiele für Reframing-Arten
5. Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Teilbereich der NLP-Didaktik aufzuarbeiten, um Lehrkräften methodische Werkzeuge zur aktiven Steuerung von Emotionen und zur nachhaltigen Verhaltensänderung von Schülern an die Hand zu geben.
- Grundlagen der NLP-Didaktik und Aufbau einer tragfähigen Lernbasis
- Einsatz von Anker-Techniken zur gezielten Emotionsveränderung
- Theoretische Prinzipien und praktische Anwendung des Reframing
- Didaktische Integration von NLP-Methoden in den Schulalltag
- Kritische Reflexion über die wissenschaftliche Basis der Neurolinguistischen Didaktik
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Ankern
Als Anker werden innerhalb der NLP "gefühlte Erinnerungen" bezeichnet. Diese können positiv oder negativ besetzt sein und sämtliche Wahrnehmungskanäle und Repräsentationssysteme betreffen. „Man spricht von Ankern, wenn durch einen Reiz ein genau vorhersehbares Verhalten ausgelöst wird. Anker können mit jedem Sinnesorgan verknüpft sein und brauchen nicht längere Zeit um stabilisiert zu sein“.
Die Theorie des NLP besagt, dass jeder von uns durch seine gemachten Erfahrungen eine Vielzahl solcher Anker mit sich herumträgt. Aus psychologischer Sicht ähneln Anker sehr stark der klassischen Konditionierung. „Die wissenschaftliche Lernpsychologie hält derartige Konditionierungen allerdings nicht oder nicht ohne weiteres für möglich, wahrscheinlich funktioniert das ´Ankern´ wie andere Methoden des NLP vor allem, solange man an seine Wirkung glaubt.“ Auch wenn es nicht auf den stabilsten wissenschaftlichen Füssen steht, hat das Ankern richtig angewendet auf unsere Gefühlswelt eine Wirkung und diese habe ich versucht im folgenden Kapitel mit einem Beispiel zu belegen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Referatsthemas zur NLP-Didaktik und Schilderung eines praktischen Experiments zur Veranschaulichung der Informationsaufnahme über verschiedene Kommunikationskanäle.
2. Einordnung im NLP-Didaktikgefüge: Beschreibung der notwendigen Schritte zum Aufbau einer Kommunikationsbasis, bestehend aus Rapport, Kalibrierung, Zieldefinition und der Erschließung von Ressourcen.
3. Emotionsverändernde Techniken: Erläuterung der Bedeutung von Gefühlen für die Realitätskonstruktion und Einführung in die Technik des Ankerns sowie deren Bedingungen und Anwendungsmöglichkeiten in der Schule.
4. Techniken grundlegender Verhaltensänderung: Vorstellung des Reframings als Instrument zur Umdeutung von Sachverhalten oder Erfahrungen in eine positive Richtung, differenziert in Kontext- und Inhalts-Reframing.
5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende kritische Betrachtung des Nutzens von NLP-Methoden für Lehrer im Schulalltag bei gleichzeitiger Anerkennung der wissenschaftlich dünnen Datenlage.
Schlüsselwörter
Neurolinguistische Didaktik, NLP, Ankern, Reframing, Emotionssteuerung, Verhaltensänderung, Lernstrategien, Rapport, Kalibrierung, Zieldefinition, Interventionsmethode, Pädagogik, Kommunikation, Ressourcen, Schulalltag.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Techniken aus dem Neurolinguistischen Programmieren (NLP) im didaktischen Kontext, insbesondere mit emotionsverändernden Verfahren und Methoden zur Verhaltensänderung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder sind die methodischen Grundlagen des NLP (wie Rapport und Kalibrierung), die Technik des Ankerns zur Stimmungsregulation sowie das Reframing als Instrument zur kognitiven Umdeutung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften konkrete NLP-Werkzeuge vorzustellen, die im Schulalltag helfen können, die Motivation zu beeinflussen und Lernprozesse zu strukturieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine auf Literatur basierende Ausarbeitung, die durch praktische Referat-Erfahrungen des Autors sowie durch die Darstellung kleiner, mit Kursen durchgeführter Experimente ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des NLP-Didaktikgefüges, die detaillierte Darstellung und Anwendung von Ankern sowie die Erklärung der verschiedenen Reframing-Arten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist maßgeblich durch Begriffe wie NLP-Didaktik, Ankern, Reframing, Emotionssteuerung und schulische Anwendungsformen charakterisiert.
Warum ist laut Autor die Bedeutung der Augenbewegungen im NLP umstritten?
Der Autor führt an, dass für die angebliche Bedeutung von Augenbewegungen innerhalb der Wissenschaft kein empirischer Beweis existiert und diese Annahme eher behauptet wird.
Welches spezifische Beispiel für Kontext-Reframing nennt der Text?
Der Autor führt ein Beispiel an, in dem ein Lehrer einen Schüler, der die Arbeit als "schwer" bezeichnet, fragt, ob er sich an eine Zeit erinnern könne, in der er schwer gearbeitet und dafür Wertschätzung oder Erfolg erfahren habe.
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- Alex Weber (Author), 2005, Neurolinguistische Didaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/47891