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Gated Communities in Südafrika und Südost-Asien

Título: Gated Communities in Südafrika und Südost-Asien

Trabajo , 2002 , 26 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Maren Heeger (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía económica
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1. Einleitung

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik geschlossener Wohnkomplexe, sogenannter "gated communities". Es handelt sich hierbei um ein relativ junges Forschungsgebiet, da die Entwicklung solcher Wohnformen erst seit etwa zwei Jahrzehnten zu beobachten ist. Die Untersuchungen beschränkten sich bisher vorwiegend auf die US-amerikanische Situation, wo geschlossene Wohnkomplexe seit den 90er Jahren in den Blickwinkel der Medien gerückt sind und das Interesse der Sozialwissenschaftler geweckt haben. Außerhalb der USA sind derartige Wohnformen bisher kaum erforscht. Doch erste Untersuchungen lassen auf einen Boom dieses Phänomens in vielen Teilen der Welt schließen, insbesondere auch in den rasch wachsenden Ballungsräumen vieler Entwicklungsländer . So titelte "Die Zeit" am 18.05.2000: "In den Megastädten der Südhalbkugel flüchten die Reichen in luxuriöse Wohnburgen". Mit den möglichen Ursachen und Konsequenzen einer solchen Entwicklung will sich diese Arbeit auseinandersetzen, wobei der Schwerpunkt auf Südafrika und Südostasien liegen soll.
Zunächst wird allgemein auf die Erscheinungsform der privatwirtschaftlich organisierten gated community eingegangen. Nachdem man eine Vorstellung davon erhalten hat, wie diese Wohnform aussieht, soll die Problematik zunächst anhand von Beispielen in Südafrika konkretisiert werden. Hierbei wird vor allem auf den Großraum Johannesburg eingegangen. In einem nächsten Punkt soll die Situation in Südostasien am Beispiel des Großraums Jakarta in Indonesien vorgestellt werden. Die Gründe für die Entstehung und die Beliebtheit der geschlossenen Wohnformen werden in einem nächsten Abschnitt noch einmal gesondert dargestellt, da hier interessante Unterschiede zwischen den Beispielregionen festzustellen sind. In einem weiteren Kapitel werden die Organisationsformen der gated communities behandelt. Da diese privatwirtschaftlicher Natur sind, muss hier das Verhältnis der geschlossenen Wohnform zur öffentlichen Kommune bzw. dem Staat untersucht werden. Schließlich erfolgt abschließend eine Diskussion darüber, welche Folgen die Herausbildung solcher Wohnformen für die Stadtentwicklung und vor allem für die Gesellschaft hat.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gated communities - Eine Form geschlossener Wohnkomplexe

3. Gated communities In Südafrika

3.1. Der politische Hintergrund

3.2. Die Entstehung von gated communities

3.3. Die Beispiele Forestdale und Santa Cruz in Johannesburg

4. Gated communities in Südost-Asien

4.1. Die Planungsregion JABOTABEK und ihre Probleme

4.2. Die Entstehung von Satellitenstädten um JABOTABEK

4.3. Die Entstehung von gated communities in den Satellitenstädten

4.4. Die Beispiele Lippo Karawaci und Bumi Serpong Damai

5. Gründe für gated communities in Südafrika und Südost-Asien

6. Gated community vs. öffentliche Kommune

7. Auswirkungen von gated communities auf die Gesellschaft

8. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen geschlossener Wohnkomplexe, sogenannter „gated communities“, als eine weltweit zunehmende Form der Stadtentwicklung. Dabei steht die Analyse der Ursachen, Organisationsstrukturen und gesellschaftlichen Konsequenzen im Vordergrund, mit einem besonderen Fokus auf den Vergleich der Entwicklungen in Südafrika und Südostasien.

  • Grundlagen und Definitionen geschlossener Wohnformen
  • Soziopolitische Hintergründe und Ursachen für die Entstehung in Südafrika und Indonesien
  • Privatwirtschaftliche Selbstverwaltung als alternatives Regierungsmodell
  • Auswirkungen von Segregation und Privatisierung auf die Stadtentwicklung
  • Kritische Diskussion über demokratische Prinzipien und soziale Kohäsion

Auszug aus dem Buch

3.2. Die Entstehung von gated communities

In Südafrika gab es bereits 1987 erstmals das Angebot, Grundstücke in einem von Anfang an ummauerten Gebiet zu erwerben. Die Nachfrage nach dieser Wohnform war zu dieser Zeit allerdings noch relativ gering. Ein wesentlicher Grund dafür war die Tatsache, dass man in einem eingezäunten Gebiet räumlich sehr eingeschränkt ist. Das eigentliche südafrikanische Lebensgefühl spricht gegen diese Wohnform, denn nahezu jeder träumt dort von einem Eigenheim auf einem großen Grundstück. Seit dem Ende der Apartheid und den ersten demokratischen Wahlen jedoch ist das Interesse an gated communities stark angestiegen.

Die Nachfrager kommen vor allem aus der Oberschicht und aus der weißen und aufstrebenden schwarzen Mittelschicht. Der Wunsch nach Sicherheit überwiegt den Wunsch nach räumlicher Freiheit und Großzügigkeit. So kann man heute einen Boom des sogenannten gash-market beobachten, was soviel wie good adress, small home bedeutet. Die gated communities befinden sich meist in einer spektakulären Lage, zum Beispiel an Berghängen oder direkt am Meer. Auch sind sie oft als Themensiedlungen angelegt, was wiederum beeindruckend und anziehend auf die Menschen wirkt. So wird beispielsweise oft mit südeuropäischem Lebensstil geworben, was sich dann unter anderem in der Architektur der Gebäude niederschlägt und unter der Bevölkerung hohen Anklang findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das junge Forschungsgebiet der geschlossenen Wohnkomplexe ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die sich besonders auf Südafrika und Südostasien konzentriert.

2. Gated communities - Eine Form geschlossener Wohnkomplexe: Dieses Kapitel definiert die baulichen und strukturellen Merkmale von Gated Communities und grenzt verschiedene Typen dieser Wohnformen voneinander ab.

3. Gated communities In Südafrika: Es wird der politische Hintergrund der Apartheid und deren Auswirkungen auf die Stadtstruktur analysiert, gefolgt von der Entstehung der Wohnanlagen in Johannesburg anhand konkreter Beispiele.

4. Gated communities in Südost-Asien: Das Kapitel beleuchtet die Problematik der Planungsregion JABOTABEK und zeigt auf, wie durch private Investoren Satellitenstädte und darin eingebettete Gated Communities entstehen.

5. Gründe für gated communities in Südafrika und Südost-Asien: Hier erfolgt ein Vergleich der unterschiedlichen Beweggründe für den Zuzug in Gated Communities, wobei Sicherheit in Südafrika und Infrastruktur in Südostasien dominieren.

6. Gated community vs. öffentliche Kommune: Die Organisationsformen der privatwirtschaftlichen Selbstverwaltung werden untersucht und inwieweit diese die demokratische Mitbestimmung ersetzen oder gefährden.

7. Auswirkungen von gated communities auf die Gesellschaft: Das Kapitel diskutiert die negativen Folgen für die gesellschaftliche Solidarität und die Zunahme sozialer Segregation.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein Umdenken in der Stadtentwicklung hin zu mehr sozialer Kommunikation statt physischer Abschottung.

Schlüsselwörter

Gated Communities, Südafrika, Südostasien, Segregation, Stadtentwicklung, Sicherheit, Privatisierung, Apartheid, JABOTABEK, Infrastruktur, Wohnkomplexe, Selbstverwaltung, soziale Selektion, Johannesburg, Jakarta.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und den Auswirkungen geschlossener Wohnkomplexe, bekannt als „gated communities“, und deren Bedeutung für die Stadtentwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Motivation der Bewohner, die architektonische und organisatorische Struktur dieser Anlagen sowie die sozioökonomischen und politischen Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für den weltweiten Boom dieser Wohnform zu identifizieren und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen den Beispielregionen Südafrika und Südostasien aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller stadtgeographischer Fallstudien zu den genannten Beispielregionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Untersuchung der Regionen Südafrika und Südostasien, den Vergleich der Beweggründe sowie eine kritische Analyse der Selbstverwaltung und gesellschaftlichen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gated Communities, Segregation, Privatisierung, Stadtentwicklung, Sicherheit und soziale Selektion.

Warum ist die Selbstverwaltung in Gated Communities problematisch für das demokratische Prinzip?

Da die Verwaltung oft in den Händen privater Investoren liegt und keine wirkliche Gegenpartei existiert, entstehen häufig undemokratische, oligarchische Strukturen, in denen Mieter oder Bewohner wenig Einfluss auf Entscheidungsprozesse haben.

Welche Rolle spielt die Kriminalität bei der Entstehung von Gated Communities in Südafrika im Vergleich zu Südostasien?

In Südafrika ist die Angst vor Kriminalität der primäre Grund für die Flucht in geschlossene Anlagen, während in Südostasien, insbesondere um Jakarta, die mangelhafte staatliche Infrastruktur wie Wasser- und Müllentsorgung oft der Haupttreiber ist.

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Detalles

Título
Gated Communities in Südafrika und Südost-Asien
Universidad
University of Münster  (Institut für Geographie)
Curso
Wirtschaftsräume
Calificación
1,7
Autor
Maren Heeger (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
26
No. de catálogo
V4801
ISBN (Ebook)
9783638129329
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gated communities Südafrika Südostasien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Maren Heeger (Autor), 2002, Gated Communities in Südafrika und Südost-Asien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4801
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