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Das Stratarchiekonzept von Samuel Eldersveld. Organisationssoziologische Lehren und Weiterentwicklungen

Título: Das Stratarchiekonzept von Samuel Eldersveld. Organisationssoziologische Lehren und Weiterentwicklungen

Trabajo , 2005 , 34 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Johannes Stadler (Autor)

Política - Sistemas políticos en general y en comparación
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„Basisdemokratie“, bzw. „Demokratie bis nach unten“!

Diese Schlagwörter begegnen uns fast täglich in den verschiedensten politischen Auseinandersetzungen. Natürlich wird je nach politischer Anschauung diesen Forderungen mehr oder weniger Gewicht beigemessen, dennoch richtet sich das Augenmerk der Öffentlichkeit immer wieder darauf, z.B. wenn des öfteren Forderungen nach einer Volksabstimmung auf Bundesebene artikuliert werden.

Dass aber die großen gesellschaftlichen Interessengruppen wie politische Parteien oder Verbände selbst auf „basisdemokratischen Füssen“ ruhen, wird dabei weniger in Frage gestellt. Betrachtet man jedoch den Aufbau solcher Interessengruppen näher, stellen sich berechtigte Zweifel ein, ob deren Organisationswirklichkeit tatsächlich demokratisch genannt werden kann.

Vor allem das Konzept der "Stratarchie" des amerikanischen Wissenschaftlers Samuel Eldersveld ist in diesem Zusammenhang von Interesse. Er untersuchte die Organisationswirklichkeit, bzw. den Grad der innerorganisatorischen Demokratie US-amerikanischer Parteien und erlangte dadurch viele, zum Teil sehr überraschende Erkenntnisse.

Samuel Eldersvelds Werk vorzustellen, die wesentlichen Vordenker, aber auch Weiterentwicklungen seines Modells herauszuarbeiten, sowie zu versuchen, die wichtigsten Erkenntnisse auf die deutsche Parteien- und Verbändelandschaft zu übertragen (exemplarisch an der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands), ist Ziel dieser Arbeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Organigramm vs. Organisationswirklichkeit 1, „die Anfänge“

2.1 Grundlegendes

2.2 Vorläufer und Vordenker Eldersvelds: Robert Michels und sein „ehernes Gesetz der Oligarchie“

3. Organigramm vs. Organisationswirklichkeit 2, „Parteien als diffuse Stratarchien“ – Samuel Eldersveld

3.1 Überblick über die Arbeit Eldersvelds

3.2 Das Stratarchie-Modell

3.2.1 Grundlegendes

3.2.2 Die Partei als bürokratisches System

3.2.3 Die Basis als „kritischer Handlungsort“

3.3 Die empirische Arbeit Eldersvelds

3.3.1 Grad der Hierarchie bis nach unten

3.3.2 Der „Index of Organizational Awareness“

3.3.3 Rollenerwartungen vs. Realität

4. Die Partei als lose verkoppelte Anarchie: E. Wiesendahl

4.1 Grundlegendes

4.2 Strukturbesonderheiten der Organisationswirklichkeit politischer Parteien

4.2.1 Unbestimmtheit

4.2.2 Fragmentierung

4.2.3 Lose Kopplung

4.2.4 Hypokrisie

4.3 Parteien als fragmentierte, lose verkoppelte Anarchien

5. Fallbeispiel: die Sozialdemokratische Partei Deutschlands

5.1 Die SPD vor 1914 eine „eherne Oligarchie“?

5.2 Die SPD nach dem 2. Weltkrieg: Zentralisierungstendenzen

5.3 Die moderne SPD als „lose verkoppelte Anarchie“

6. Fazit

7. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Organisationswirklichkeit politischer Parteien und hinterfragt kritisch den Grad der innerorganisatorischen Demokratie. Dabei werden das Konzept der Stratarchie von Samuel Eldersveld sowie die Weiterentwicklung zur „lose verkoppelten Anarchie“ durch Elmar Wiesendahl analysiert und anhand des Fallbeispiels der SPD auf ihre Praxistauglichkeit überprüft.

  • Das Modell der Stratarchie im Vergleich zur oligarchischen Struktur nach Robert Michels.
  • Die empirische Analyse von Parteistrukturen durch Eldersveld (Index of Organizational Awareness).
  • Strukturbesonderheiten moderner Parteien (Unbestimmtheit, Fragmentierung, lose Kopplung, Hypokrisie).
  • Die Entwicklung der SPD von einer vermeintlichen „ehernen Oligarchie“ zur „lose verkoppelten Anarchie“.
  • Die Problematik der Übertragbarkeit organisationssoziologischer Konzepte auf politische Parteien.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Grundlegendes

Den Begriff der Stratarchie „leiht“ sich Samuel Eldersveld von Harold Lasswell und Abraham Kaplan: „Intermediate between an oligarchy and a republic is a type of rule which might be called stratarchy. The ruling group proliferates into an extensive hierarchy, to such a degree that a high proportion of the body politic may be exercising some weight of power. The oligarchy has been stratified and considerably enlarged“. Stratarchie als Wort ist abgeleitet von den englischen Begriffen “stratum“, „strata“, bzw. „stratified“ was Schicht, Schichten, bzw. geschichtet bedeutet.

Dies heisst nach Eldersveld: „...the enlargement of the ruling group of an organization, its power stratification, the involvement of large numbers of people in group decision-making, and, thus, the diffusion and proliferation of control throughout the structure“. Das Stratarchie-Modell meint also ein „Modell der gestuften und geschichteten Herrschaft von pluralen Eliten und Teilgruppen in den Parteien. Keine Gruppe hat die völlige Kontrolle, nicht die Parteiführung über die Basis und nicht umgekehrt“. Eldersveld spricht gar von einer „Balkanisierung“ der Machtverhältnisse.

Parteien werden also als intern mehrfach fragmentierte Organisationen betrachtet, bei denen die Macht nicht in einer herrschenden Oligarchie konzentriert ist, sondern von einer jeweils dominanten Koalition ausgeübt wird und bei der jede Ebene der Partei der anderen in ihren Entscheidungen freie Hand gewährt. Herring: „...our political parties are temporary alliances of local leaders...“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen offiziellen Organisationsstrukturen und der tatsächlichen inneren Demokratie politischer Parteien.

2. Organigramm vs. Organisationswirklichkeit 1, „die Anfänge“: Dieses Kapitel setzt sich mit der klassischen Perspektive von Robert Michels und seinem „ehernen Gesetz der Oligarchie“ als theoretischem Ausgangspunkt auseinander.

3. Organigramm vs. Organisationswirklichkeit 2, „Parteien als diffuse Stratarchien“ – Samuel Eldersveld: Hier wird das Stratarchie-Modell detailliert vorgestellt und durch die empirischen Erkenntnisse Eldersvelds zur Struktur und Rollenwahrnehmung innerhalb amerikanischer Parteien untermauert.

4. Die Partei als lose verkoppelte Anarchie: E. Wiesendahl: Das Kapitel führt das Konzept der „lose verkoppelten Anarchie“ ein und analysiert die vier Prinzipien Unbestimmtheit, Fragmentierung, lose Kopplung und Hypokrisie als Merkmale moderner Parteien.

5. Fallbeispiel: die Sozialdemokratische Partei Deutschlands: Die theoretischen Ansätze werden hier auf das Fallbeispiel der SPD angewendet, um deren Wandlungsprozesse von der historischen Oligarchie-Annahme bis zur modernen, fragmentierten Struktur nachzuvollziehen.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Anwendbarkeit der vorgestellten Theorien auf Parteien und Verbände und kommt zu dem Schluss, dass die Organisationswirklichkeit meist eine Mischung aus verschiedenen Elementen darstellt.

7. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Stratarchie, Organisationswirklichkeit, lose verkoppelte Anarchie, politische Parteien, Robert Michels, Samuel Eldersveld, Elmar Wiesendahl, SPD, Oligarchie, innerparteiliche Demokratie, Fragmentierung, Machtverteilung, Parteienforschung, Organisationssoziologie, Rollenwahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Organisationsstruktur von politischen Parteien und hinterfragt kritisch, ob deren Aufbau tatsächlich dem demokratischen Anspruch entspricht oder ob andere Mechanismen der Machtverteilung dominieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Konzepte der Stratarchie nach Eldersveld und der „lose verkoppelten Anarchie“ nach Wiesendahl sowie deren empirische Überprüfung an der SPD.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszufinden, was die Theorien von Eldersveld und seinen Nachfolgern über die tatsächliche Organisationswirklichkeit von Interessengruppen und Parteien lehren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die mit empirischen Studien (Eldersvelds Detroiter Studie, Grabows Untersuchung zur SPD/CDU) verknüpft wird, um die Modelle zu validieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet den Paradigmenwechsel in der Parteienforschung, von klassischen hierarchischen Modellen hin zur modernen Sichtweise, die Parteien als fragmentierte und oft ineffizient strukturierte Gebilde begreift.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Stratarchie, Organisationswirklichkeit, lose verkoppelte Anarchie, Fragmentierung, Machtverteilung und innerparteiliche Demokratie.

Warum wird die SPD als Fallbeispiel gewählt?

Die SPD bietet sich an, da sich bereits Robert Michels mit ihr auseinandersetzte, was einen direkten historischen Vergleich zwischen den verschiedenen theoretischen Modellen der Parteienforschung ermöglicht.

Wie unterscheidet sich die „lose verkoppelte Anarchie“ vom Chaos?

Die Anarchie bedeutet hier kein reines Chaos, sondern beschreibt ein System, das durch Dezentralisation und eine gewisse Autonomie der Teileinheiten gekennzeichnet ist, um so Spannungen und divergierende Interessen innerhalb der Partei besser ausbalancieren zu können.

Final del extracto de 34 páginas  - subir

Detalles

Título
Das Stratarchiekonzept von Samuel Eldersveld. Organisationssoziologische Lehren und Weiterentwicklungen
Universidad
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Verbände und Interessenvermittlung in westlichen Demokratien: Grundmuster und Wandlungsprozesse
Calificación
1,7
Autor
Johannes Stadler (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
34
No. de catálogo
V48036
ISBN (Ebook)
9783638448444
ISBN (Libro)
9783638692847
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stratarchiekonzept Samuel Eldersveld Organisationssoziologische Lehren Weiterentwicklungen Verbände Interessenvermittlung Demokratien Grundmuster Wandlungsprozesse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johannes Stadler (Autor), 2005, Das Stratarchiekonzept von Samuel Eldersveld. Organisationssoziologische Lehren und Weiterentwicklungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48036
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