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Gewalt an Schulen - Eine Untersuchung auf mögliche Einflussfaktoren und Präventionsansätze im Heimalltag - dargestellt an der Stulz von Ortenbergschule

Title: Gewalt an Schulen - Eine Untersuchung auf mögliche Einflussfaktoren und Präventionsansätze im Heimalltag - dargestellt an der Stulz von Ortenbergschule

Diploma Thesis , 2005 , 117 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Melanie Durst (Author)

Social Work
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Warum ich dieses Thema gewählt habe, hat einen Grund.
Während meiner Tätigkeit in den Praxisphasen im Kinder- und Jugendheim Baden- Baden werde ich sehr häufig mit „Gewalt an Schulen“ konfrontiert. Die Kinder kommen nach dem Unterricht auf die Heimgruppe und fast täglich wird über Vorfälle wie schlagen, treten oder erpressen geklagt. Schon auf dem Weg zum Schulgebäude, welches nur ein paar Meter von der Gruppe entfernt ist, beginnt der Terror auf die Kleinen, die Schwachen oder die Hilflosen. Die Kinder weinen sich bei uns Erziehern dann oft nach der Schule aus und bitten uns um Hilfe.
Sehr häufig wird mir in solchen Situationen bewusst, dass ich nicht genau weiß, wie ich nun richtig zu handeln und zu reagieren habe. Alles was mir dann noch bleibt, war es ein Kind zu trösten oder auf anderen Gruppen anzurufen um den Vorfall zu schildern. Doch das Gefühl, das ich hierbei gehabt habe, war sehr unbefriedigend für mich, denn eigentlich konnte ich den Kindern nicht richtig helfen….
Diese Situation hat mir den Anlass gegeben mich näher mit dem Thema „Gewalt an Schulen“ zu beschäftigen. Ist Gewalt wirklich ein Thema an unserer Schule? Ich möchte in dieser Arbeit nun genauer auf das Ausmaß und Erscheinungsformenversuchen eingehen und die Ursachen für Gewalttätigkeit unter Kindern und Jugendlichen erforschen. Mein eigentliches Interesse gilt hierbei allerdings den Präventionsansätzen und Interventionsformen, die sich im Heimalltag anwenden lassen um Gewalt zu verhindern oder zu verringern, mit Tätern umgehen und Opfer helfen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Theoretischer Teil

1. Gewalt

1.1 Gewaltdefinition- Vorabüberlegungen

1.2 Die enge Definition- Körperlicher Zwang und psychische Störung

1.3 Erweiterter Gewaltbegriff

1.3.1 Psychische Gewalt

1.3.2 Verbale Gewalt

1.3.3 Sexuelle Gewalt

1.3.4 Frauenfeindliche und fremdenfeindliche bzw. rassistische Gewalt

1.3.5 Vandalismus

1.4 Institutionelle und strukturelle Gewalt

2. Gewalt- Aggression

2.1 Begriffliche Abgrenzung

2.2 Aggression und Gewalt in der Schule nach Korte

2.3 Aggressions- und Gewaltentstehung

2.3.1 Aggression- und Gewaltentstehung nach Bayer

2.3.2 Prozessmodell der Aggression nach Geen

2.4 Erklärungsansätze aggressiven und gewalttätigen Verhaltens- Die Aggressionstheorien

2.4.1 Triebtheorien

2.4.2 Frustrations- Aggressionstheorien

2.4.3 Aggressive Hinweisreize und andere Randbedingungen

2.4.4 Soziale Lerntheorien

2.4.5 Sozialisationstheorien

3. Aggression und Gewalt im Jugendalter

3.1 Aktuelle Jugendszene

3.2 Jugendspezifische Entwicklung aggressiven antisozialen Verhaltens

4. Geschichtlicher Abriss über Gewalt an der Schule

5. Erscheinungsformen und Ausmaß von Gewalt an Schulen- Die gegenwärtige Situation und aktuelle Zahlen

5.1 Erscheinungsformen

5.1.1 Bullying und Mobbing als Hauptphänomen

5.1.2 Weitere Erscheinungsformen

5.2 Aktuelle Zahlen und Ausmaß

6. Beziehungen zwischen der Opfer- und der Täterrolle

6.1 Die zwei Kulturen

6.2 Charakteristika und Persönlichkeit des Gewalttäters

6.3 Charakteristika und Persönlichkeit des Gewaltopfers

6.4 Die Rolle der Äußerlichkeiten

6.5 Unveränderlichkeit des Aggressionspotentials

7. Entstehungsbedingungen und Ursachen für Gewalt an Schulen

7.1 Innerschulische Faktoren

7.1.1 Die Schule selbst

7.1.2 Einfluss der Schulform

7.1.2.1 Sonderschulen

7.1.2.2 Sekundarschulen

7.1.2.3 Berufsbildende Schulen

7.1.2.4 Grundschulen

7.1.2.5 Gymnasien

7.1.2 Einfluss der Schulgröße

7.1.3 Einfluss der Schullage

7.1.4 Schulstress

7.1.5 Unzureichendes Lehrerengagement und schlechtes Klassenklima

7.2 Soziokulturelle Faktoren

7.2.1 Drogenkonsum

7.2.2 Konsumzwang

7.2.3 Die neuen Medien

7.3 Familiäre Risikofaktoren

7.3.1 Faktoren, die sich aus den Erziehungsbedingungen und dem Familienklima ergeben

7.3.2 Sprachlosigkeit in der Familie

7.3.3 Fehlende Streitfähigkeit

7.3.4 Gewalt in der Familie

7.3.5 Räumliche Enge und Bewegungslosigkeit

7.4 Gruppenspezifischer Einfluss- Die Peer- Group

7.5 Individuelle Risikofaktoren

7.5.1 Persönlichkeitsmerkmale des Kindes

7.5.2 Einfluss des Alters

7.5.3 Das Geschlecht

III. Empirischer Teil

1. Vorstellung meiner Untersuchung über Gewalt an Schulen

1.1 Basisdaten meiner Untersuchung

1.2 Darstellung der Stulz- von Ortenbergschule

1.3 Wahl meines Untersuchungsinstrumentes

1.4 Konstruktion meines Fragebogens

1.5 Die Untersuchungsgruppe

2. Ablauf meiner Untersuchung

2.1 Der Vortest

2.2 Absprachen mit dem Schuldirektor

2.3 Durchführung der Befragung

3. Thesen

3.1 These 1

3.2 These 2

3.3 These 3

3.4 These 4

3.5 These 5

3.6 These 6

3.7 These 7

3.8 These 8

3.9 Anmerkungen zu meinen gewählten Thesen

4. Auswertung und Interpretation meiner Untersuchung

4.1 Einfluss der Schulform

4.2 Einfluss der Überforderung

4.3 Einfluss des Familien- und Erziehungsklimas

4.3.1 Das Verhältnis zu den Eltern

4.3.2 Zusammenhang zwischen dem Verhältnis zu den Eltern und der Gewaltbereitschaft

4.3.3 Zusammenhang zwischen dem Erziehungsstil der Eltern und dem Gewaltpotentials des Kindes

4.4 Einfluss der Persönlichkeit

4.5 Einfluss der Peer- Group

4.5.1 Einfluss des Gruppenzwangs und Nachlassen der Selbstkontrolle

4.5.2 Von anderen wahrgenommene Gewalt

4.5.3 Weitere Anmerkungen

4.6 Einfluss der Vereinszugehörigkeit

4.7 Einfluss von gewalthaltigen Computerspielen

4.8 Einfluss von gewalthaltigen Filmen

4.9 Anmerkungen zu meinen Fragebogenergebnissen

4.9.1 Gewalt geht hauptsächlich von Jungen aus

4.9.2 Einfluss des Alters

4.9.3 Gewaltformen und Häufigkeiten

5. Folgerung für die Gewaltpräventions- und Interventionsarbeit

IV. Ansätze der Gewaltprävention auf den Heimgruppen

1. Vorab: Begrifflich- theoretische Grundlagen der Prävention

1.1 Definitionen

1.1.1 Primärprävention

1.1.2 Sekundärprävention

1.1.3 Tertiärprävention

1.2 Sinn und Ziele der Prävention

2. Familienbezogene Prävention

3. Schulbezogene Prävention

3.1 Kooperation zwischen Lehrern und Erziehern- Verbesserung der außerschulischen Bedingungen

3.2 Verbesserung der innerschulischen Bedingungen

3.3 Mediation als Konfliktlösungsstrategie

3.3.1 Phasen und Ablauf der Mediation

4. Therapeutische Intervention

4.1 Therapie im Kinder- und Jugendheim

4.2 Verhaltenstraining

4.3 Aggressionstheorie

4.4 Kompetenztraining

5. Freizeit- und erlebnispädagogische Maßnahmen

5.1 Ziele der Erlebnispädagogik

5.2 Natursportlich orientierte Unternehmungen

5.3 Sport und Spiel

5.4 „In door- Pädagogik“

5.5 Grenzen der Erlebnispädagogik

6. Kommunikationsförderung

7. Medienpädagogische Maßnahmen und Medienerziehung

8. Prävention im Peergruppenbereich

9. Geschlechterspezifische Prävention

10. Gemeindebezogene und netzwerkorientierte Prävention

11. Pädagogischer Auftrag an die Gruppenmitarbeiter

11.1 Kinder müssen konfliktfähig werden

11.2 Kinder müssen Werte bilden und moralisch handeln können

11.3 Die Gemeinschaftsfähigkeit muss geschult werden

11.4 Rituale und Regeln müssen verinnerlicht werden

11.5 Soziales Lernen ermöglichen

13. Tertiär präventive Maßnahme

13.1 Mit Intensivtätern umgehen

13.2 Verhaltensmodifikation

13.2.1 Aggressives Verhalten ignorieren

13.2.2 Bestrafung

13.2.3 Positive Verstärkung

V. Schluss und Reflexion meiner Arbeit

VI. Literaturverzeichnis

VII. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen Gewalt an Schulen durch eine empirische Erhebung an der Stulz- von Ortenbergschule. Das primäre Ziel ist es, Einflussfaktoren für aggressives Verhalten bei Kindern und Jugendlichen zu identifizieren und daraus zielgerichtete Präventions- und Interventionskonzepte für den pädagogischen Heimalltag abzuleiten.

  • Analyse theoretischer Ursachen für Aggression und Gewalt
  • Untersuchung von Schulfaktoren und familiären Bedingungen als Risikofaktoren
  • Einfluss der Peergruppe auf das Gewaltverhalten
  • Bedeutung von Medienkonsum (Computerspiele, Filme)
  • Entwicklung von Präventionsmodellen (Mediation, Erlebnispädagogik, Verhaltensmodifikation)

Auszug aus dem Buch

1.2 Die enge Definition- Körperlicher Zwang und psychische Schädigung

Bei diesen Gewaltformen wendet mindestens eine Person physische Mittel wie z.B. Waffen oder Körperkraft an, um die andere Person zu schädigen bzw. mit einer Schädigung zu drohen. Die Gewalt beruht hier auf körperlichen Angriffen und deren Folgen. Jedoch reichen die Definitionskriterien „körperlicher Zwang“ und „Schädigungsabsicht“ nicht aus; vielmehr spielen normative Momente eine wesentliche Rolle, denn von Gewalt kann erst gesprochen werden, wenn der physische Zwang als unangemessen gilt. Auch für den Bereich Schule vollzog sich ein Wandel des normativen Verständnisses: Bis in die sechziger Jahre hinein war die „Prügelstrafe“ an deutschen Schulen legalisiert. Was damals als „Wahrnehmung des Erziehungsauftrages“ galt, wird heute strafrechtlich verfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Hinführung zum Thema Gewalt an Schulen, die Relevanz des Problems in der heutigen Gesellschaft und Vorstellung der drei Bereiche der Diplomarbeit.

II Theoretischer Teil: Detaillierte theoretische Auseinandersetzung mit Gewalt- und Aggressionsdefinitionen, Entstehungsmodellen, den Hintergründen im Jugendalter sowie ursächlichen Faktoren wie Schule, Familie, Medien und Peergruppen.

III. Empirischer Teil: Beschreibung der durchgeführten Fragebogenerhebung an der Stulz- von Ortenbergschule, Vorstellung der Thesen, Auswertung der Daten und Interpretation der Ergebnisse hinsichtlich der verschiedenen Risikofaktoren.

IV. Ansätze der Gewaltprävention auf den Heimgruppen: Zusammenstellung praktischer pädagogischer Handlungsansätze und Strategien wie Mediation, Therapie, Erlebnispädagogik und Medienarbeit, um Gewalttätigkeit in der Schule und im Heimalltag entgegenzuwirken.

V. Schluss und Reflexion meiner Arbeit: Fazit der Untersuchung mit der Erkenntnis, dass eine komplexe Präventionsstrategie und intensive Zusammenarbeit zwischen Schule, Jugendhilfe und Elternhaus erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Gewalt an Schulen, Aggression, Gewaltprävention, pädagogische Intervention, Jugendalter, Mobbing, Bullying, Familienklima, Schulstress, Peer-Group, Medienkonsum, Erlebnispädagogik, Sozialverhalten, Verhaltensmodifikation, Jungenphänomen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Diplomarbeit untersucht das Ausmaß und die Ursachen von Gewalt an Schulen sowie Möglichkeiten der pädagogischen Prävention, speziell im Kontext eines Kinder- und Jugendheims.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet die Definitionen von Gewalt und Aggression, soziale und familiäre Risikofaktoren sowie die Rolle von Medien und der Peergruppe.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es, den Einflussfaktoren auf die Gewaltbereitschaft von Schülern auf den Grund zu gehen, um daraus effektive Präventions- und Interventionskonzepte für den Alltag in Heimgruppen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Literatur sowie einer empirischen Fragebogenerhebung unter 184 Schülern der Stulz- von Ortenbergschule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Aggressionstheorien und einen empirischen Teil, der die Untersuchungsergebnisse zur Stulz- von Ortenbergschule auswertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Gewaltprävention, Aggression, Schulalltag, Heimpädagogik, Mobbing und Erziehungsstil.

Welche Rolle spielt die Peer-Group bei der Gewaltentstehung?

Die Autorin stellt fest, dass die Peer-Group durch Gruppenzwang eine maßgebliche Rolle spielt, da das Individuum in der Gruppe Verantwortung abgibt und zu unüberlegtem Verhalten neigt.

Welchen Einfluss haben Medien auf das Verhalten der Schüler?

Laut der Studie fördert der Konsum gewalthaltiger Medien (Filme, Computerspiele) die Gewaltbereitschaft, da Kinder und Jugendliche häufig nicht zwischen Realität und fiktiver Gewalt unterscheiden können.

Warum ist die Kooperation zwischen Schule und Heim so wichtig?

Da Schüler mit Problemen in der Familie oft in der Schule überfordert sind, ist ein stetiger Austausch zwischen Lehrern und Erziehern zwingend notwendig, um ganzheitlich intervenieren zu können.

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Details

Title
Gewalt an Schulen - Eine Untersuchung auf mögliche Einflussfaktoren und Präventionsansätze im Heimalltag - dargestellt an der Stulz von Ortenbergschule
College
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Grade
1,7
Author
Melanie Durst (Author)
Publication Year
2005
Pages
117
Catalog Number
V48298
ISBN (eBook)
9783638450447
Language
German
Tags
Gewalt Schulen Eine Untersuchung Einflussfaktoren Präventionsansätze Heimalltag Stulz Ortenbergschule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Durst (Author), 2005, Gewalt an Schulen - Eine Untersuchung auf mögliche Einflussfaktoren und Präventionsansätze im Heimalltag - dargestellt an der Stulz von Ortenbergschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48298
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