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Etikettierung und Stigmatisierung in der Schule

Title: Etikettierung und Stigmatisierung in der Schule

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Feride Bayram (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

In meiner Arbeit möchte ich der Frage nachgehen, durch welche Ursachen abweichendes Verhalten in der Schule entsteht. Um die Ursachen abweichenden Verhaltens zu begründen, ist es erforderlich Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozesse mit einzubeziehen.
Das Jugendalter ist die Zeit zahlreicher Veränderungen und Einflüsse. Außer der Familie und der Schule wirken vor allem die Peer-Group auf das Verhalten der Jugendlichen ein. Da die Jugendphase geprägt ist durch Suchen, Ausprobieren und Differenzieren, treten dort viele Formen abweichenden Verhaltens auf. Die Verhaltensweisen der Schüler zeigen sich nicht nur in der Familie und in der Clique, sondern auch in der Schule. Schüler die von Etikettierungsprozessen betroffen sind werden als Abweichler angesehen und verhalten sich nicht norm-konform. Das Werteklima der außerschulischen Clique deckt sich nicht mit dem der Schule.
In meiner Arbeit zeigt sich, dass Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozesse in der Schule Auswirkungen auf das Gewaltverhalten der Jugendlichen haben.
Um ein besseres Verständnis der gesamten Arbeit zu verschaffen, wird am Anfang eine allgemeine Definition über abweichendes Verhalten und die Begriffe Typisierung, Etikettierung und Stigmatisierung gegeben. Im weiteren Verlauf folgen Typisierungsprozesse in der Schule und empirische Ergebnisse.

Excerpt


Gliederung

I Einleitung

1. Definitionen

1.1 Definition abweichenden Verhaltens/ Devianz

1.2 Definition Typisierung

1.3 Definition Etikettierung

1.4Definition Stigmatisierung

2. Schule als Instanz sozialer Kontrolle

3. Typisierungsprozesse in der Schule

3.1 Schulisches Unterrichtsgeschehen

3.2 Allgemeines Typsierungsmodell (F. Lösel)

4. Die Anomietheorie nach Merton

4.1 Schule als anomische Struktur

5. Empirische Untersuchungsergebnisse und Daten

5.1 Schülereinschätzungen zur sozialen Etikettierung

5.2 Zusammenhänge zwischen Etikettierung und Gewalt

5.3 Merkmale etikettierter Schüler

5.4 Psycho- soziale Situation von Etikettierten

5.5 Außerschulische Situation von Etikettierten

5.6 Zusammenfassung der empirischen Befunde

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für abweichendes Verhalten in der Schule unter besonderer Berücksichtigung von Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozessen sowie deren Zusammenhang mit Gewaltverhalten bei Jugendlichen.

  • Grundlagendefinitionen von Devianz, Typisierung und Stigmatisierung
  • Schule als Institution der sozialen Kontrolle und Selektion
  • Anwendung der Anomietheorie nach Merton auf schulische Strukturen
  • Empirische Analyse von Etikettierungseffekten und deren Auswirkungen auf das Selbstbild und Gewaltverhalten

Auszug aus dem Buch

3.1 Schulisches Unterrichtsgeschehen

An dem Unterrichtsgeschehen ist zu bemängeln, dass dieser nicht auf die Persönlichkeit des Schülers eingeht, sondern auf seine Rolle als Schüler. Von dem Schüler wird erwartet, dass er sich schulgemäß verhält. Schüler können ihre eigene Individualität und Persönlichkeit selten zeigen (z.B. durch Kleingruppenarbeit oder Projekttage etc.). Lehrer haben ein bestimmtes Bild von Schülern, sie können keine anderen soziale Rollen zeigen, diese gelten in der Schule als Abweichendes Verhalten. Auch Lehrer dürfen nicht aus ihrer Rolle fallen. Sie sollten ihre persönlichen Schwankungen sowie Launen nicht auf die Schule projizieren. Durch dieses Festhalten an der Schüler- oder Lehrerrolle ist vielen Lehrern nicht bewusst, dass sie die Schüler typisieren und etikettieren. Die Auswirkungen sind, dass sie die Schüler zu „schlechten Schülern“ erziehen und diese zu negativen Personen hinsichtlich Selbstwert und sozialer Anerkennung machen können. Durch Typisierungen versucht man den normalen Schulalltag zu organisieren. „Typisierungen machen die Schule funktions-, die Lehrer handlungs- und die Kinder und Jugendlichen schulfähig“.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage zur Entstehung abweichenden Verhaltens durch Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozesse im Jugendalter.

1. Definitionen: Begriffliche Klärung von abweichendem Verhalten, Typisierung, Etikettierung und Stigmatisierung als theoretische Basis.

2. Schule als Instanz sozialer Kontrolle: Analyse der Schule als legitimierte Institution, die durch Zwangsmitgliedschaft und spezifische Kontrollstile Verhaltenskonformität erzwingt.

3. Typisierungsprozesse in der Schule: Untersuchung, wie schulische Strukturen und Rollenerwartungen zu Typisierungen führen, inklusive des Modells von F. Lösel.

4. Die Anomietheorie nach Merton: Darstellung der Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Zielen und Mitteln und deren Übertragung auf die schulische Realität.

5. Empirische Untersuchungsergebnisse und Daten: Präsentation und Auswertung quantitativer und qualitativer Daten zu Etikettierungseffekten, Gewaltzusammenhängen und der Situation betroffener Schüler.

Schlüsselwörter

Schulische Sozialisation, Etikettierung, Stigmatisierung, Abweichendes Verhalten, Devianz, Anomietheorie, Soziale Kontrolle, Schulleistung, Gewaltverhalten, Peer-Group, Typisierungsprozesse, Schulformvergleich, Selbstwertgefühl, Selektionsdruck, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozesse innerhalb des schulischen Alltags die Entstehung von abweichendem Verhalten und Gewalt bei Jugendlichen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Labelings, die Schule als Kontrollinstanz, die Anwendung der Anomietheorie sowie die empirische Analyse von Schülereinschätzungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern schulische Prozesse der Kategorisierung von Schülern dazu beitragen, dass diese Verhaltensweisen entwickeln, die von der Norm abweichen oder gewalttätig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Konzepte (Böhnisch, Merton, Lösel) mit der Auswertung empirischer quantitativer Daten und qualitativer Interviews zum Schulerleben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der begrifflichen Definition über die Darstellung der Schule als Instanz sozialer Kontrolle bis hin zur Auswertung empirischer Daten zur Situation etikettierter Schüler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Etikettierung, Stigmatisierung, Schule, soziale Kontrolle, abweichendes Verhalten und Gewaltprävention.

Welche Rolle spielt die Peer-Group für etikettierte Schüler?

Die Peer-Group kann sowohl eine stabilisierende Wirkung auf das Selbstwertgefühl haben, wenn sie Rückhalt bietet, als auch zur Verstärkung von Konflikten beitragen, falls sie aggressive Normen fördert.

Warum sind Hauptschüler laut der Untersuchung stärker von Stigmatisierung betroffen?

Die Daten deuten darauf hin, dass die wahrgenommene Etikettierung in unterschiedlichen Schulformen variiert und mit sozialen Statusgruppen korreliert, wobei Hauptschüler eine höhere Betroffenheit berichten.

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Details

Title
Etikettierung und Stigmatisierung in der Schule
College
University of Duisburg-Essen
Course
Schulische Sozialisation - Theoretische Ansätze und empirische Ergebnisse
Grade
2,0
Author
Feride Bayram (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V48313
ISBN (eBook)
9783638450560
Language
German
Tags
Etikettierung Stigmatisierung Schule Schulische Sozialisation Theoretische Ansätze Ergebnisse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Feride Bayram (Author), 2005, Etikettierung und Stigmatisierung in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48313
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