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Bacchussymbolik in den Gedichten C. F. Meyers

Title: Bacchussymbolik in den Gedichten C. F. Meyers

Seminar Paper , 2005 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christopher Späth (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Motive aus der Welt der antiken Mythologie sind im Gedichtwerk Conrad Ferdinand Meyers ein immer wiederkehrendes Element. Oft geben schon die Titel der Gedichte, wie zum Beispiel „Lethe“, „Bacchus in Bünden“ oder „Pentheus“ einen Hinweis auf die Themenwelt der antiken Mythologie. In einigen Gedichten greift C. F. Meyer den Stoff einer antiken Sage, wie etwa im „Pentheus“, auf und gibt deren Inhalt, wenn auch oft mit Veränderungen an den Personen oder im Ablauf, wieder. Die Anspielung auf einen mythologischen Hintergrund ist in C. F. Meyers Gedichten jedoch nicht immer klar ersichtlich. Ein von C. F. Meyer häufig verwendetes Motiv ist die Welt des Bacchus, sein Wirken auf die Menschen und die daraus resultierenden Folgen. In manchen Gedichten greift der Gott direkt in eine Szene ein („Bacchus in Bünden“), in anderen erinnert nur das Verhalten der Menschen an das Wirken des Gottes („Der Blutstropfen“). In den Gedichten der zweiten Kategorie ist der mythologische Hinter-grund erst bei näherem Hinsehen zu erkennen.
In der folgenden Arbeit soll genauer auf die Bacchussymbolik und ihre Bedeutung für C. F. Meyers Werk einge-gangen werden. Es wird versucht, die Frage zu klären, woher das Interesse C. F. Meyers an der Beschäftigung mit antiken Stoffen kommt und wieso gerade die Welt des Bacchus so großen Einfluss auf sein Schaffen hat. Hierfür werden einige repräsentative Gedichte textanalytisch behandelt. Zudem soll geklärt werden inwieweit C. F. Meyers Biographie Hinweise auf die Begeisterung des Dichters für die Welt des Bacchus gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Antike Stoffe als Motive

1. Die Romreise und ihre Folgen auf C. F. Meyers Werk

2. Betrachtungsweise

III. Bacchussymbolik in den Gedichten C. F. Meyers

1. Bacchus – Charakteristika einer Doppelgestalt

2. Bacchusgedichte

„Die Schule des Silen“

„Bacchus in Bünden“

„Der Blutstropfen“

„Pentheus“

„Der trunkene Gott“

IV. Bacchische Bewegung vs. konservatives Bürgerleben

V. Schluß

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bacchussymbolik im lyrischen Werk von Conrad Ferdinand Meyer und analysiert, inwieweit diese antike Motivik als Ausdruck einer bewussten Abgrenzung zu Meyers bürgerlich-konservativer Lebenswelt dient.

  • Mythologische Hintergründe und antike Stoffe im Werk C. F. Meyers
  • Die Doppelgestalt des Bacchus als Gott der Schönheit und des Schreckens
  • Textanalytische Untersuchung ausgewählter Bacchus-Gedichte
  • Einfluss der Biografie und des Romaufenthalts auf die Motivwahl
  • Spannungsfeld zwischen bacchischer Ekstase und bürgerlicher Ordnung

Auszug aus dem Buch

Bacchus – Charakteristika einer Doppelgestalt

Um die bacchischen Motive in C. F. Meyers Gedichten richtig deuten zu können, müss erst das Wesen des Gottes, sein Wirken und die Folgen, die sein Auftreten auf die Menschen hat, dargelegt werden.

Meyers Verständnis des Bacchischen geht auf den antiken Dionysos zurück, der in der römischen Mythologie der Gott Bacchus ist. Dieser war ein Unterweltsgott und ursprünglich der Herr der Toten. Im Frühjahr, so glaubten die Athener, würden die Verstorbenen für ein paar Tage aus der Unterwelt auf die Erde zurückkehren. Sie führten an den Festen des Dionysos „jene Maskenchöre auf, aus denen später die attische Komödie hervorgegangen ist.“ Dort wo der Gott Dionysos erscheint, kehrt sich das Leben in „Schauspiel und Maskerade“. Die Geister der Toten mischen sich in das gegenwärtige Leben und die Lebenden maskieren sich, um sich den Verstorbenen anzugleichen. In diesem Treiben sind Tod und Leben, Gegenwart und Vergangenheit vereint, aber beide Welten gelten als real. Sobald das Unterirdische an die Erdoberfläche gelangt, werden die Menschen von Tanz und Ekstase ergriffen, „da der Gott sie mit Rausch und Wahnsinn schlägt“, wodurch es bei ihnen zu starken Gefühlsregungen kommt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung antiker Motive bei C. F. Meyer ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Rolle der Bacchussymbolik.

II. Antike Stoffe als Motive: Es wird analysiert, wie Meyers Italienreise und seine Begegnung mit der Antike sein Verständnis für künstlerische Formen und Ausdrucksmittel prägten.

III. Bacchussymbolik in den Gedichten C. F. Meyers: In diesem Hauptteil wird das Wesen der bacchischen Doppelgestalt erläutert und anhand einer detaillierten Analyse von fünf zentralen Gedichten deren Wirkung verdeutlicht.

IV. Bacchische Bewegung vs. konservatives Bürgerleben: Das Kapitel reflektiert den biografischen Kontrast zwischen Meyers beengtem Leben und seiner Sehnsucht nach der bacchischen, ungebundenen Welt.

V. Schluß: Das Fazit fasst zusammen, dass die Bacchussymbolik als Ventil für den Wunsch nach Freiheit von gesellschaftlichen Konventionen fungiert.

Schlüsselwörter

Conrad Ferdinand Meyer, Bacchus, Dionysos, antike Mythologie, Gedichtanalyse, Symbolik, Literaturgeschichte, Doppelgestalt, Bacchische Bewegung, Lyrik, Romreise, bürgerliche Existenz, Mänaden, Ekstase, Motivik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion des Bacchus-Motivs in ausgewählten Gedichten von Conrad Ferdinand Meyer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die antike Mythologie bei Meyer, die Interpretation der Doppelgestalt des Bacchus sowie die biografischen Hintergründe des Dichters.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, warum Meyer sich intensiv mit Bacchus befasste und welche Auswirkungen dieses Interesse auf seine ästhetische Gestaltung hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt schwerpunktmäßig die textanalytische Methode, um die bacchischen Motive in den Gedichten zu entschlüsseln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Charakterisierung der Doppelgestalt des Bacchus und der Untersuchung konkreter Gedichte wie „Die Schule des Silen“ oder „Pentheus“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Bacchussymbolik, C. F. Meyer, Antike, Lyrik, Mythologie und das Spannungsfeld zwischen Bürgertum und Exzess.

Wie unterscheidet sich Meyers Darstellung von der antiken Vorlage im Gedicht „Pentheus“?

Meyer macht Agave im Gegensatz zum antiken Ovid nicht zur Mutter, sondern zur Tochter des Pentheus, was die Generationenkonflikte stärker betont.

Warum spielt die Romreise für die Analyse eine Rolle?

Die Romreise wird als Wendepunkt für Meyers Verhältnis zur Antike und zur bildenden Kunst betrachtet, was maßgeblich sein späteres Dichten beeinflusste.

Wie verhält sich das „konservative Bürgerleben“ zum „bacchischen Treiben“?

Das bacchische Treiben dient als kompensatorisches Gegenbild zum sehr konservativen, bürgerlich-verschlossenen Leben, das Meyer selbst führte.

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Details

Title
Bacchussymbolik in den Gedichten C. F. Meyers
College
LMU Munich
Grade
2,0
Author
Christopher Späth (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V48356
ISBN (eBook)
9783638450935
ISBN (Book)
9783638817813
Language
German
Tags
Bacchussymbolik Gedichten Meyers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christopher Späth (Author), 2005, Bacchussymbolik in den Gedichten C. F. Meyers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48356
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