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Italo Calvino: Se una notte d'inverno un viaggiatore (1979)

Title: Italo Calvino: Se una notte d'inverno un viaggiatore (1979)

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniela Scharnagl (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Summary Excerpt Details

Wie uns das Proseminar gezeigt hat, treffen wir literarische Parodien epochen- und gattungsübergreifend an. Angefangen bei Ludovico Ariosto im 15. Jahrhundert bis hin zu modernsten Autoren aus dem Jahre 1997 begegnen uns literarische Parodien unterschiedlichster Art. Gattungsspezifisch betrachtet lassen sich Parodien mit allen Sorten von Literaturgenres in Verbindung bringen, so beispielsweise mit dem Epos, der Lyrik, dem Dialog und der Prosa.
In der hier vorliegenden Arbeit wird im Speziellen ein Werk der Verbindung zwischen Parodie und Prosa näher untersucht. Es handelt sich um den Roman Se una notte d’inverno un viaggiatore des italienischsprachigen Autors Italo Calvino, den er in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts veröffentlicht hat. Um das Thema umfassend zu erörtern, ist es notwendig, sich dem Gegenstand von verschiedenen Standpunkten aus zu nähern.
Zunächst einmal erfolgt die Betrachtung der Biographie und der literarischen Vita des Autors. Leider gibt es meiner Meinung nach zu diesem Bereich noch keine ausreichend informative Forschungsliteratur.
Anschließend sollen die Merkmale der Postmoderne - jene Epoche, die das ausgehende 20. Jahrhundert geprägt hat - näher erläutert werden. Auch zu dieser Thematik sollte die Forschung noch zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um ausreichendes Informationsmaterial zur Verfügung stellen zu können. Werkspezifischer wird es ab dem dritten Abschnitt. Hier widmen wir uns der formalen und inhaltlichen Betrachtung des Romans, um im vierten und letzten Argument durch überwiegende Eigeninterpretation einige Beispiele literarischer Parodie anhand vorgegebener Definitionsmerkmale in Se una notte d’inverno un viaggiatore ausfindig zu machen.
Von besonderem Wert für die vorliegende Arbeit waren die Erläuterungen Beno Weiss’ und Susanne Knallers, um die Hintergründe und Motivationen Italo Calvinos beim Abfassen des Romans zu verstehen.
Doch durch die eher dürftige Bandbreite an adäquater Sekundärliteratur zum vorliegenden Thema basieren zahlreiche Überlegungen und Darstellungen auf Eigeninterpretationen und Vorstellungen meinerseits.
Ich hoffe jedoch, mich der Thematik umfassend und einleuchtend aus verständlichen Blickwinkeln genähert zu haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Relevanz literarischer Parodien im Laufe der Zeit

2. Italo Calvinos Se una notte d’inverno un viaggiatore und dessen literarische Parodie

2.1 Leben und Werk Italo Calvinos

2.1.1 Biographie des Autors

2.1.2 Das literarische Werk des Autors

2.2 Literaturgeschichtliche Einordnung – Die Postmoderne

2.2.1 Zeitliche Einordnung der Stilepoche

2.2.2 Epochenmerkmale der Postmoderne

2.3 Struktur und Inhalt des Romans Se una notte d’inverno un viaggiatore

2.3.1 Aufbau des Romans

2.3.2 Inhalt des Werkes

2.4 Parodistische Elemente des Romans

2.4.1 Allgemeine Definitionen zur Parodie

2.4.2 Ausgewählte Beispiele literarischer Parodie in Se una notte d’inverno un viaggiatore

3. Schlußbetrachtungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Roman "Se una notte d'inverno un viaggiatore" von Italo Calvino im Kontext der literarischen Parodie und analysiert, wie der Autor durch Metafiktion und Intertextualität eine Reflexion über den Prozess des Lesens selbst anstellt.

  • Biographische und werkspezifische Einordnung Italo Calvinos
  • Die literaturgeschichtliche Verortung des Werkes in der Postmoderne
  • Strukturanalytische Untersuchung des Romanaufbaus (Rahmenhandlung vs. Fragmente)
  • Definition der Parodie und Anwendung transtextueller Konzepte nach Gérard Genette
  • Analyse der Metatextualität als Mittel zur aktiven Einbeziehung des Lesers

Auszug aus dem Buch

2.4.1 ALLGEMEINE DEFINITIONEN ZUR PARODIE

Der Begriff Parodie stammt aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich Gegengesang. Laut dem Sachwörterbuch der Literatur bedeutet Parodie „die verspottende, verzerrende Überzeichnung oder übertreibende Nachahmung e. dem Publikum bekannten und geachteten, ernstgemeinten Werkes … oder einzelner Teile daraus unter Beibehaltung der äußeren Form …, doch mit anderem, nicht dazu passendem Inhalt ….“ (Wilpert 1964, 591)

Die Parodie strebt durch diese Diskrepanz Komik beim Leser an. Sie möchte entweder Mängel und Lücken eines Werkes aufdecken oder einfach nur harmlose Komik durch das Spiel mit vorhandenen Stoffen hervorrufen. Laut des LWR kann Parodie „als die komische und verzerrende Nachahmung einer ernsten lit. Vorlage, gewöhnlich in der Absicht, diese zu verspotten“ angesehen werden. „Vorraussetzung für das Gelingen dieser Absicht ist freilich die allgemeine Kenntnis der Vorlage ….“ (LWR 2003, 210)

Die Definition des Metzler-Lexikons Literatur zielt etwas näher auf die Parodie in dem Sinne ab, wie sie von Italo Calvino in Se una notte d’inverno un viaggiatore angewandt wird. Hier wird die Parodie „als eine Darstellungstechnik charakterisiert, die weniger die Außenwelt reflektiert, sondern sich primär auf andere literar. Texte bezieht. … Während die traditionelle Definition die P. eher als Gattung sieht, ist P. für die Vertreter des intertextuellen Ansatzes eine Schreibweise.“ (Nünning 2004, 415)

Für das vorliegende Thema von herausragender Bedeutung sind die Begriffsbestimmungen, die Gérard Genette vornimmt, wenn er in diesem Zusammenhang von Transtextualität spricht, denn „Transtextualität ist also alles, was den Text in eine manifeste oder geheime Beziehung zu anderen Texten bringt.“ (Genette 1993)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz literarischer Parodien im Laufe der Zeit: Einleitung in das Thema, die die weite Verbreitung der Parodie über Epochen hinweg skizziert und den Fokus auf Calvino legt.

2. Italo Calvinos Se una notte d’inverno un viaggiatore und dessen literarische Parodie: Hauptteil, der den Autor porträtiert, das Werk post-modern verortet und die Struktur sowie parodistische Elemente des Romans detailliert analysiert.

3. Schlußbetrachtungen: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion über die Herausforderungen bei der Analyse postmoderner Parodie-Elemente.

Schlüsselwörter

Italo Calvino, Postmoderne, Literaturparodie, Se una notte d'inverno un viaggiatore, Metafiktion, Intertextualität, Transtextualität, Leserrollen, Romanfragment, Rahmenhandlung, Gérard Genette, Literaturwissenschaft, Narratologie, Erzählstruktur, Rezeptionsästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Werk "Se una notte d'inverno un viaggiatore" von Italo Calvino im Hinblick auf seine parodistischen Qualitäten und seine Verortung in der postmodernen Literatur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Theorie der literarischen Parodie, die Merkmale der Postmoderne, Calvinos Autorenpersönlichkeit sowie die Struktur und Erzählweise seines Romans.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Roman formal und inhaltlich zu analysieren, um aufzuzeigen, wie Calvino mittels Parodie eine Philosophie über den Akt des Lesens entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf der Anwendung von Definitionen (z. B. Genettes Transtextualität) und dem Vergleich mit bestehender Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Biographie des Autors, die Merkmale der Postmoderne, den speziellen Aufbau des Romans aus zehn Fragmenten und die verschiedenen Arten parodistischer Elemente im Text.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Postmoderne, Parodie, Intertextualität, Metafiktion und den spezifischen Roman "Se una notte d'inverno un viaggiatore" charakterisiert.

Wie unterscheidet der Autor verschiedene Lesertypen im Roman?

Calvino stellt am Ende des Romans sieben verschiedene Leser vor, die jeweils unterschiedliche Rezeptionshaltungen widerspiegeln, von der rein inhaltlichen Suche bis zur literaturwissenschaftlichen Analyse.

Warum spielt die Intertextualität eine so zentrale Rolle bei Calvino?

Intertextualität dient als Mittel, um den Leser aus seiner passiven Rolle zu holen und ihn zur Auseinandersetzung mit Literatur als einem konstruierten und selbstreflexiven Prozess anzuregen.

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Details

Title
Italo Calvino: Se una notte d'inverno un viaggiatore (1979)
College
LMU Munich  (Institut für Italianistik)
Course
Proseminar Italienische Literaturwissenschaft "Literarische Parodien seit Ludovico Ariosto"
Grade
2,0
Author
Daniela Scharnagl (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V48372
ISBN (eBook)
9783638451055
ISBN (Book)
9783656486275
Language
German
Tags
Italo Calvino Proseminar Italienische Literaturwissenschaft Literarische Parodien Ludovico Ariosto
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Scharnagl (Author), 2005, Italo Calvino: Se una notte d'inverno un viaggiatore (1979), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48372
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