Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Children and Youth

Die Wirkungen von Massenmedien bei Jugendlichen am Beispiel von Talkshows

Title: Die Wirkungen von Massenmedien bei Jugendlichen am Beispiel von Talkshows

Term Paper , 2005 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Kuhles (Author)

Sociology - Children and Youth
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ob „Oliver Geissen Show“, „Vera am Mittag“ oder „Talk, Talk, Talk“, Talkshows prägen das Nachmittagsprogramm vieler TV Sender. Gemeinsam haben diese Sendungen die emotionale Darstellung von Einzelschicksalen in all ihren privaten Facetten. Zwischenmenschliche Beziehungen werden thematisiert und sollen den Zuschauer dazu anleiten seine eigene Lebensführung zu überdenken. Obwohl sie nicht zu den Hauptrezipienten von Talkshows gehören, sollen Jugendlichen Gegenstand der folgenden Untersuchung dieser Arbeit sein. Sie befinden sich in einer Lebensphase der Selbstidentifikation und der beginnenden Differenzierung von Anderen, vornehmlich Älteren. Deswegen rückt verstärkt die Frage in den Vordergrund, wie sich Medien, hier am Beispiel der Talkshows, auf Jugendliche auswirken. Da Talkshows vorgeben, wahre Geschichten „Live“ zu präsentieren, stellt sich die Frage, ob Jugendliche das Gesehene auf ihre Vorstellung von Wirklichkeit übertragen. Diese Arbeit soll also untersuchen, welche Auswirkungen allgemein die Medien und im Besonderen die Talkshows auf die Realität von Jugendlichen haben.
Dabei soll es vornehmlich um das Fernsehen gehen. Andere Medien wie das Internet und der Hörfunk werden zwar ebenfalls auch ihre Verbreitung bei Jugendlichen untersucht, aber nur um einen umfassenderen Blick auf den medialen Alltag der Jugend zu bekommen.
Der Forschungsstand zum Thema Talkshow ist umfassend. Seit etwa 20 Jahren werden Talkshows und ihre Wirkung auf die Rezipienten untersucht. Dennoch ist zu sagen, dass die Talkshow als Bekenntnisshow wohl ihren Höhepunkt zu Ende des letzten Jahrtausends überschritten hat und heute nur noch wenige Talkshows im Programm der Fernsehsender auftauchen.
Die Arbeit orientiert sich vorrangig an dem Grundsatz vom Allgemeinen zum Besonderen. So werden zunächst die wichtigen Begriffe „Jugend“ und „Massenmedien“ näher definiert. Danach wird das mediale Nutzungsverhalten der Jugendlichen am Beispiel von Hörfunk, Internet und Fernsehen beschrieben, um dann davon ausgehend Motive der Mediennutzung zu erläutern. Im nächsten Teil soll dann geklärt werden, inwiefern Medien die Realität allgemein beeinflussen. Schließlich wird die zentrale Frage dieser Arbeit im letzten Teil untersucht, ob Talkshows Ein-fluss auf die Wahrnehmung von Wirklichkeit bei Jugendlichen haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

1.1 Begriffsbestimmung- Der Begriff „Jugend“

1.2 Begriffsbestimmung- Was sind Massenmedien?

2. Medienverhalten Jugendlicher

2.1 Hörfunk

2.2 Internet

2.3 Fernsehen

3. Motive des Fernsehkonsums

4. „Die Konstruktion der Wirklichkeit durch die Medien“

4.1 Was ist wirklich?

4.2 Die Rolle der Medien bei der Wirklichkeitskonstruktion

5. Der Einfluss des Fernsehens auf die Wirklichkeitswahrnehmung der Jugendlichen am Beispiel von Talkshows

5.1 Das Wesen von Talkshows

5.2 Welche Themen werden behandelt?

5.3 Zusammenhang Talkshownutzung – Wirklichkeitswahrnehmung

5.4 Bewertung der Beeinflussungswirkung

6. Zusammenfassung der Befunde und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Fernsehen – insbesondere im Genre der Talkshows – auf die Wirklichkeitswahrnehmung von Jugendlichen hat. Dabei wird analysiert, ob und inwieweit Jugendliche zwischen medial konstruierten Realitäten und ihrem tatsächlichen Lebensalltag differenzieren können.

  • Mediale Nutzungsverhalten von Jugendlichen
  • Motive und Funktionen des Fernsehkonsums
  • Konstruktion von Wirklichkeit durch Massenmedien
  • Strukturelle Analyse von Talkshows
  • Zusammenhang zwischen Talkshowkonsum und Realitätswahrnehmung

Auszug aus dem Buch

5.1 Das Wesen von Talkshows

Es gibt viele Kennzeichen von Talkshows, die sie vom „Fahrstuhl-Smalltalk“ unterscheiden. Talkshowprotagonisten kommen nicht zufällig zusammen, um sich über das Wetter zu unterhalten. Talkshows finden außerdem vor einem Publikum statt, das entweder aktiv in die Gespräche eingreifen kann oder sich als Fernsehzuschauer passiv das Geschehen ansieht. Somit sprechen die Talkshowteilnehmer nicht nur zum Gegenüber, sondern auch immer zum Publikum. Wie bereits angedeutet, beginnt das Gespräch nicht zufällig, sondern bewusst initiiert. Talkshows haben Seriencharakter, weil sich zu gleichen Sendezeiten ähnliche Ereignisse mit ähnlichen Ergebnissen darstellen. Talkshows vermitteln den Anspruch der Alltäglichkeit, dadurch dass sie alltägliche Gespräche simulieren. Talkshows bieten ebenso einen gewissen „Live- Charakter“. Der Zuschauer ist Zeuge eines stattfindenden Gespräches. Das Studiopublikum verstärkt den Reiz des „Live- Erlebnisses“ noch durch kommentierende Zwischenrufe oder Klatschen.

Das Publikum ist ein weiteres wichtiges Merkmal von Talkshows. Es repräsentiert den Fernsehzuschauer, der das passive Los vor dem Fernsehgerät gezogen hat. Es kommentiert Äußerungen der Talkshowteilnehmer durch Zustimmung oder Ablehnung im Kollektiv und wird damit zum Sprachrohr der Gesellschaft. Ein weiterer wichtiger Faktor in Talkshows ist der Moderator. Moderatoren leiten die Talkshowrunde. Sie stellen Fragen, mit denen sie Konflikte schüren und versuchen die Wahrheit, auf die das Fernsehpublikum zu brennend wartet, an den Tag zu fördern. Talkshows behandeln Gesprächsthemen, die alltäglich erscheinen sollen. Die Talkshowteilnehmer in den „Bekenntnisshows“ sind selten Prominente. Sie stehen für den „normalen“ Bundesbürger. Diese Faktoren, alltägliche Gesprächsthemen, normale Gesprächsteilnehmer, ein Publikum, das eine Gesellschaftsstichprobe darstellt und schließlich eine Moderator, der mit normaler Neugier forscht und fragt, tragen dazu bei, dass Talkshows suggerieren, Alltagsgeschehen abzubilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in das Thema: Das Kapitel definiert den Rahmen der Arbeit, bestimmt die Altersgruppe der Jugendlichen (13–29 Jahre) und führt in die Problematik des medialen Einflusses ein.

2. Medienverhalten Jugendlicher: Hier wird das Nutzungsverhalten von Hörfunk, Internet und Fernsehen dargestellt, wobei betont wird, dass Jugendliche Medien zunehmend parallel und zweckorientiert verwenden.

3. Motive des Fernsehkonsums: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Hintergründe, wie Eskapismus und Ersatzbefriedigung, die Jugendliche dazu bewegen, regelmäßig fernzusehen.

4. „Die Konstruktion der Wirklichkeit durch die Medien“: Es werden theoretische Ansätze zur Medienwirkung diskutiert und aufgezeigt, wie Medien durch Selektion und Interpretation zur Konstruktion der individuellen Realitätswahrnehmung beitragen.

5. Der Einfluss des Fernsehens auf die Wirklichkeitswahrnehmung der Jugendlichen am Beispiel von Talkshows: Das Kernkapitel analysiert das Wesen von Talkshows sowie deren Themenwahl und untersucht empirisch, ob ein direkter Zusammenhang zwischen Talkshowkonsum und Wirklichkeitswahrnehmung besteht.

6. Zusammenfassung der Befunde und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein Großteil der Jugendlichen die Medienangebote differenziert wahrnimmt, wenngleich bei Risikogruppen eine problematische Medieneinflussnahme nicht ausgeschlossen werden kann.

Schlüsselwörter

Jugendsoziologie, Massenmedien, Fernsehen, Talkshows, Wirklichkeitskonstruktion, Medienwirkung, Eskapismus, Mediennutzung, Realitätswahrnehmung, parasoziale Beziehungen, Jugend, Alltag, Sozialisation, Bekenntnisshows, Medienrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, ob und wie Massenmedien – speziell Talkshows – die Wahrnehmung der Wirklichkeit bei Jugendlichen beeinflussen.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher, die Funktionen des Fernsehkonsums, die theoretische Konstruktion von Realität durch Medien sowie die spezifische Wirkung von Talkshows.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwieweit Jugendliche zwischen der in Talkshows präsentierten „Live“-Wirklichkeit und der realen Gesellschaft unterscheiden können und ob daraus eine Fehlwahrnehmung resultiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Forschungsstandsanalyse, wobei auf empirische Studien, wie die der Landesanstalt für Rundfunk Nordrhein-Westfalen oder die Shell Jugendstudie, zurückgegriffen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Medienverhaltens, eine theoretische Abhandlung zur Wirklichkeitskonstruktion und eine vertiefende Analyse der Talkshow-Strukturen und deren Wirkungsweise auf das Zielpublikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendsoziologie, Medienwirkung, Talkshows, Wirklichkeitskonstruktion und Mediennutzung charakterisieren.

Wie definieren die Talkshows ihren Anspruch auf Alltäglichkeit?

Talkshows simulieren alltägliche Gespräche durch die Verwendung von „normalen“ Gesprächsteilnehmern, ein Publikum als Gesellschaftsstichprobe und einen Moderator, der den Anschein einer investigativen Neugier vermittelt.

Gibt es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Talkshowkonsum und einer verzerrten Wirklichkeitswahrnehmung?

Nach den untersuchten Studien konnten keine signifikanten direkten Auswirkungen gefunden werden; der Großteil der Jugendlichen ist in der Lage, mediale Inhalte differenziert aufzunehmen und von der eigenen Realität zu unterscheiden.

Excerpt out of 32 pages  - scroll top

Details

Title
Die Wirkungen von Massenmedien bei Jugendlichen am Beispiel von Talkshows
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
Ausgewählte Probleme der Jugendsoziologie
Grade
1,0
Author
Stefan Kuhles (Author)
Publication Year
2005
Pages
32
Catalog Number
V48400
ISBN (eBook)
9783638451192
ISBN (Book)
9783638659550
Language
German
Tags
Wirkungen Massenmedien Jugendlichen Beispiel Talkshows Ausgewählte Probleme Jugendsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Kuhles (Author), 2005, Die Wirkungen von Massenmedien bei Jugendlichen am Beispiel von Talkshows, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48400
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  32  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint