"Summer Fun Book". Entwurf einer Englischstunde zum Thema "Speaking Activity" einer 5. Klasse


Unterrichtsentwurf, 2018
15 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge
1. Übergeordnetes Ziel der Unterrichtsreihe
2. Aufbau der Unterrichtsreihe

B. Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde
1. Ziel der Unterrichtsstunde
2. Entscheidungen zur didaktischen Schwerpunktsetzung
3. Verlaufsplan der Unterrichtsstunde
4. Anhang
5. Literaturangaben

A. Darstellung der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

1. Übergeordnetes Ziel der Unterrichtsreihe

Die SuS erweitern ihr Vokabular zum Thema Sommer. Sie können über Freizeitaktivitäten im Sommer und über Urlaubspläne für den Sommer sprechen. Zudem sind sie in der Lage ihre eigene Person und ihre Sommervorlieben zu präsentieren und die der anderen zu erfragen.

2. Aufbau der Unterrichtsreihe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

B. Schriftliche Planung der Unterrichtsstunde

1. Ziel der Unterrichtsstunde

Die SuS erweitern ihre kommunikativen Kompetenzen in den Bereichen „Sprechen-an Gesprächen teilnehmen“ sowie „Hörverstehen“ und „Schreiben“, in dem sie in einem Partnerinterview die Informationen aus ihrem eigenen mündlich weitergeben und die Antworten des Partnerkindes verstehen und seinen Steckbrief vervollständigen.

2. Zentrale Entscheidungen zur didaktischen Schwerpunktsetzung

Lehrplan Bezug

Die heutige Stunde nimmt insbesondere die kommunikativen Kompetenzen im Bereich Sprechen und Hörverstehen in den Blick, da der kommunikative Austausch bei einem Partnerinterview im Vordergrund steht. Vom Lehrplan wird gefordert, dass sich SuS „in einfachen Alltagssituationen über vertraute Themen“ verständigen und „über sich selbst […] in einfacher Form“ berichten und „mit einfachen sprachlichen Mitteln Gespräche führen“.1 Auch in dieser Stunde geht es um den sprachlichen Austausch, denn die SuS „stellen Kontakt her und stellen selbstständig bzw. beantworten Fragen zu Themen aus den Erfahrungsfeldern, wie z.B . im Interview über sich selbst Auskunft geben sowie entsprechende Fragen stellen. All diese Kompetenzen können in der heutigen Stunde geübt und gefestigt werden, indem die SuS die eingeführten Redemittel zum Themenbereich summer anwenden.

Um zu sichern, dass alle Kinder ihrem Partnerkind auch wirklich zuhören, soll jedes Kind einen Steckbrief von seinem Partnerkind erstellen, indem es die Antworten auf einem Bogen verschriftlicht. Auch der Lehrplan verlangt, dass SuS „einfache Notizen“ als Gedächtnisstüze oder Strukturhilfe anfertigen.2

Lernausgangslage und Maßnahmen zur Differenzierung

Die Klasse 5b unterrichte ich seit Ende April 2018 im Fach Englisch. Die Lerngruppe setzt sich aus 19 Schülerinnen und Schülern (9 Jungen, 10 Mädchen) zusammen und zeigt im Englischunterricht ein breites Leistungsspektrum. Als leistungsstarke Kinder sind S., N., T., H., H., und K. zu nennen. Große Probleme, den Anforderungen entsprechend zu arbeiten, haben momentan die SchülerInnen M., E., E., I. und L..

Zu M. und E. ist anzumerken, dass sie Schülerinnen mit dem Schwerpunkt Lernen sind. L. hatte einen Schulwechsel während des Schuljahres und ist seit 23.04.18 Schüler der Klasse 5b. Er wechselte von der Gesamtschule über die Realschule zur Hauptschule. Seine englischen Vokabelkenntnisse sind sehr gering. Aufgrund mangelnder Wortschatz hat er Schwierigkeiten dem Unterrichtsgeschehen zu folgen und sich sachgerecht zu äußern. Ebenfalls neu an der Schule sind A. und D.. Seit drei Wochen nehmen sie nun am Unterricht teil. Beide haben Probleme sich selbst zu organisieren und die Hausaufgaben termingerecht zu erledigen. Auch die Schülerin I. weist starke sprachliche Defizite im Englischen auf. Sie kann kaum lesen und hat Schwierigkeiten, die Laut-Buchstaben-Zuordnung zu erkennen sowie anzuwenden.

Das Sozialverhalten der meisten Kinder entspricht meinen Erwartungen in vollem Umfang. Nicht immer den Erwartungen entsprechen M. und N.. M. ist sehr mitteilungsbedürftig und redet oft unaufgefordert. Außerdem hat er starke Probleme sich zu konzentrieren. Der Schüler N. hat familiäre Probleme und bleibt in einer Wohngruppe, die er bald wechseln muss. Er verhält sich derzeit sehr unruhig und auffällig.

In der heutigen Stunde werde ich einige Formen der Differenzierung nutzen, um der großen Heterogenität in der Klasse gerecht zu werden. Es befinden sich thematisch angeordnete Plakate mit Wort-Bild-Zuordnung und speech bubbles an der Tafel sowie am Fenster, die den SuS als Sprechhilfe und Schreibhilfe dienen. Auch ich stehe den SuS bei Problemen und Fragen zur Seite. Auf dem Steckbrief gibt es eine Lücke, die von den Kindern individuell ausgefüllt werden kann. Somit hat jedes Kind die Möglichkeit, entweder nur die von mir vorgegebenen Fragestrukturen zu nutzen oder diese beliebig und interessengeleitet zu erweitern. Außerdem können die Lernenden selbst entscheiden, ob sie die Fragen des Partnerkindes frei beantworten oder von ihrem Steckbrief die Antwort ablesen.

Eine weitere „soziale Differenzierung“ bietet das Zusammenarbeiten mit einem Partner. Durch die Partnerarbeit ist die Wahrscheinlichkeit mit einem lernstärkeren bzw. lernschwächeren Kindern zu arbeiten größer. Hierbei wird das gegenseitige Helfen, Korrigieren und Nachfragen erwünscht. Dafür wird auch in der Probehandlung die Phrase “I need help“ eingeführt.

Der thematische Schwerpunkt

Im Mittelpunkt dieser Einheit steht das Kind und seine Vorlieben. Am Ende dieser Unterrichtsreihe soll jedes Kind ein eigenes „Freunde- bzw. Sommerbuch“ mit den Steckbriefen der Klassenkameraden haben. Das Prinzip des Freundebuches habe ich mir ausgesucht, weil Kinder es sehr spannend finden, mehr voneinander zu erfahren und dieses Wissen zu vergleichen. Freundebücher sind großartige Erinnerungsstücke, die all die schönen Tage und Zeiten in der Schule in Erinnerung rufen.

Steckbriefe bzw. ihre Inhalte sind ein hervorragender Sprechanlass für den Englischunterricht, da die Sprache nicht nur als Lerngegenstand benutzt wird, sondern als Kommunikations- und Handlungsmittel. In dem Partnerinterview wenden die SuS ausgewählte Redemittel auf ihrem Niveau an und wiederholen den Wortschatz. Hierbei sind Fehler natürlich erlaubt, denn der Austausch und die Kommunikation stehen im Fokus.

Die Kinder sollen in der vorliegenden Stunde die Informationen ihres Partnerkindes in dem “My classmates“ - Steckbrief ergänzen. Jedoch nimmt in dieser Stunde die Schrift bzw. das Schreiben eine dienende Funktion ein, denn die Kommunikation steht an erster Stelle. Das Schriftbild dient den Kindern als Hilfe. Wichtig ist dabei, dass das Schreiben in Situationen eingebettet ist, die für die Lernenden eine Bedeutung haben. In der vorliegenden Stunde sollen die Kinder keine eigenen Texte schreiben, sondern nur einzelne Wörter abschreiben. Denn das Abschreiben ist „auch in der Fremdsprache eine wichtige Vorbereitung auf das spätere selbstständige kreative Schreiben.“3

Auch in der vorkommunikativen Aktivität der Stunde (swapping cards) spielt das Schriftbild eine wichtige Rolle. Durch das Lesen der Fragen und Antworten werden die Redemittel ständig wiederholt und somit eingeübt. Zu dem Spiel allgemein kann gesagt werden, dass es einen positiven Effekt auf das soziale Miteinander und die Kooperation hat und alle Kinder miteinbezieht.

Methodische Entscheidung

Die Stunde beginnt mit dem Begrüßungslied und der anschließenden Ritualphase. Die Rituale sind „fest eingebaute, stets wiederkehrende Elemente des Unterrichts.“4 Der Good-Morning -Song dient als erste sprachliche Aktivität. Das Singen eines Liedes in jeder Englischstunde ist eine Möglichkeit sprachliche Elemente und Redemittel in vertrauter Umgebung und vertrautem Zusammenhang durch Wiederholung zu üben. Ein weiteres Ritual bildet das Benennen des Datums und Stundenablaufs. Die Stundentransparenz wird von den SuS präsentiert, um einen Überblick über die Stunde zu schaffen. Abschließend folgt eine vorkommunikative Aktivität (sprachbezogenes Sprechen), in denen die Sprachstrukturen im Vordergrund stehen. Ich habe mich nach langem Überlegen für das warm-up “swapping cards“ entschieden, da ich durch das Erstellen der Kärtchen selbst entscheiden konnte, welche Redemittel ich vor der zentralen Lernaufgabe aktivieren möchte. Das Spiel swapping cards dient als Einstieg in die Thematik und als Wiederholung der Redemittel zu summer.

Diese feste Ritualphase mit all ihren Elementen, bietet vor allem lernschwächeren und schüchternen SuS eine Sicherheit, da sie wissen was von ihnen verlangt wird und wie der Ablauf ist. Somit trauen sich diese SuS in dieser Phase mehr aktiv zu sein als in anderen Phasen. Außerdem soll das spielerische die Kinder zur weiteren Mitarbeit motivieren und das soziale Miteinander stärken.

Dem Spiel folgt nun das Chorsprechen. Die Frage-Antwort-Strukturen werden gemeinsam geübt. Danach wird die Probehandlung für die zentrale Lernaufgabe dieser Stunde durchgeführt. Für das exemplarische Durchspielen des Interviews nehme ich mir ein leistungsstarkes Kind zur Hilfe und schlüpfe selbst in die Rolle eines Schülers. Die SuS hören nicht nur den Arbeitsauftrag, sondern sehen auch die Umsetzung, sodass sichergestellt ist, dass ihn alle verstanden haben. Die Differenzierungsmöglichkeiten und Hilfsangebote werden in der Probehandlung bereits aufgezeigt, sodass die SuS wissen, wie sie bei Schwierigkeiten vorgehen können. In dieser Phase wird auch die Phrase „I need help“ neu eingeführt, sodass die Kinder wissen, dass das Nachfragen und Hilfe einfordern in der Interviewphase erwünscht ist. Der Arbeitsauftrag wird von einem Kind auf Deutsch wiederholt, um das Verständnis für lernschwache Kinder zu erleichtern.

Der Probehandlung folgt nun das „mitteilungsbezogene Sprechen“, wo der Inhalt des Gesagten bzw. die Kommunikation im Vordergrund steht. Für das Interview brauchen die SuS ihren Steckbrief. Dann begeben sich die Partnerkinder zusammen zu einem frei wählbaren Ort in der Klasse. Die Frage-Antwort-Strukturen des Steckbriefes sollen angewendet und geübt werden. Wenn das Interview mit dem Partnerkind durchgeführt wurde, suchen sich die SuS am bus stop einen neuen Partner. Der bus stop bietet eine kooperative Lernform und sorgt für einen strukturierten und reibungslosen Ablauf bei der Partnersuche.

[...]


1 Kernlehrplan Englisch (2011), S.17.

2 Ebd. S.21.

3 Böttger, Heiner (Hrsg.) (2014): Englisch: Didaktik für die Grundschule. 2.Auflage. Cornelsen Schulverlage GmbH. S.87.

4 Modul 5: Fortbildung Englisch Grundschule NRW (2008). S.18.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
"Summer Fun Book". Entwurf einer Englischstunde zum Thema "Speaking Activity" einer 5. Klasse
Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Paderborn
Note
1
Autor
Jahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V484037
ISBN (eBook)
9783668996564
ISBN (Buch)
9783668996571
Sprache
Deutsch
Schlagworte
summer, book, entwurf, englischstunde, thema, speaking, activity, klasse
Arbeit zitieren
Gülsüm Yilmaz (Autor), 2018, "Summer Fun Book". Entwurf einer Englischstunde zum Thema "Speaking Activity" einer 5. Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/484037

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