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Überblick über die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland

Title: Überblick über die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland

Term Paper , 2002 , 15 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Heiko Fischer (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Die Interkulturelle Pädagogik ist eine zentrale Fachrichtung der Pädagogik, welche gleichzeitig Bestandteil des Studienganges Pädagogik an der Bundeswehruniversität in Hamburg ist. Sie wird auch als „multicultural education“ im Englischen bezeichnet und verdeutlicht das Entgegenkommen und Eingehen auf die in den Ländern Europas und auch in den Vereinigten Staaten von Amerika immer mehr vorherrschende Multikulturalität.
In dieser Fachrichtung der Pädagogik sind sehr viele Begrifflichkeiten entstanden, die sich auch in den verschiedensten Seminaren und Literaturen widerspiegeln. Aber die Interkulturelle Pädagogik bestand nicht immer so, wie sie heute praktiziert wird. In meinem Studium stellte ich fest, dass man sich sehr mit der jetzigen Situation beschäftigen kann, besonders wegen der Ereignisse in New York des letzten Jahres. Aber hier stellten sich letztlich für mich die Fragen: Wie entstand überhaupt die Interkulturelle Pädagogik in Deutschland? Warum war es nötig die Pädagogik auf so eine Weise Auszurichten und was waren dafür die Auslöser? Ich möchte also mit dieser Arbeit auf die Entstehung und Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik eingehen und diese kritisch beleuchten. Dazu möchte ich in einem ersten Teil auf die Arbeitskräfteanwerbung der Bundesrepublik Deutschland als Ursache für die Entwicklung eingehen. In einem weiteren Abschnitt werde ich die Entwicklung anhand von Nieke, Wolfgang; Interkulturelle Erziehung und Bildung - Wertorientierungen im Alltag; 2., überarbeitete und ergänzte Auflage; Opladen: Leske + Budrich 2000 skizzieren. Dabei gehe ich v. a. auf das von ihm erstellte fünf Phasen Modell ein. In den letzten Abschnitten möchte ich gezielt die Ausländerpädagogik, als einen abgeschlossenen Prozess bis in die achtziger Jahre, der Interkulturellen Pädagogik gegenüberstellen. Die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik ist dabei noch nicht abgeschlossen, was mir auch die Möglichkeit gibt auf mögliche und zukünftige Veränderungen einzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Migration als Auslöser der Entwicklung

3. Überblick über die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland

4. Ausländerpädagogik versus Interkulturelle Pädagogik

4.1 Analyse der Ausländerpädagogik

4.2 Die Interkulturelle Pädagogik im Gegensatz

5. Kritik an der Interkulturellen Pädagogik

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland, indem sie deren historische Wurzeln kritisch beleuchtet und dem Konzept der Ausländerpädagogik gegenüberstellt, um ein Verständnis für die Notwendigkeit einer interkulturellen Ausrichtung des Bildungswesens zu entwickeln.

  • Historische Entwicklung der Migration in Deutschland
  • Differenzierung zwischen Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik
  • Analyse des fünf-Phasen-Modells nach Wolfgang Nieke
  • Kritische Reflexion der Konzepte und ihrer gesellschaftlichen Relevanz
  • Bedeutung der interkulturellen Bildung in einer globalisierten Welt

Auszug aus dem Buch

4.2 Die Interkulturelle Pädagogik im Gegensatz

Die Interkulturelle Pädagogik kann als unabgeschlossene Phase in der Bildungsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland verstanden werden. Sie ist aus der Kritik über der Ausländerpädagogik und dem folgenden Wandel im Verständnis der Erziehungswissenschaft im Zeitraum der achtziger Jahre des Zwanzigsten Jahrhunderts entstanden.

Radtke und Diehm bezeichnen die Interkulturelle Pädagogik „als vielstimmiger und vielgestaltiger Entwurf für eine noch zu entwickelnde und zu realisierende Praxis“. Dies verdeutlicht den Punkt, dass die Interkulturelle Pädagogik zwar angewandt wird, allerdings in der Praxis ist sie noch nicht ganz ausgereift.

Die Interkulturelle Pädagogik richtet sich im Vergleich zur Ausländerpädagogik nicht nur an die Kinder der zugewanderten Ausländer, sondern sie spricht alle Schüler oder besser, letztendlich die gesamte Spannbreite der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland an.

Ziel ist es nicht mehr nur die ausländischen Einwanderer zu integrieren, sondern ihre Kultur und Existenz neben der Eigenen anzuerkennen und auch zu fördern. Man geht dabei von einer multikulturellen Gesellschaft aus, in der mehrere Kulturen und unterschiedlichste Ethnien nebeneinander existieren und leben. Ziel ist die Anerkennung der anderen Kultur und der Erhalt der kulturellen Identität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fachrichtung der Interkulturellen Pädagogik vor und formuliert die zentralen Fragestellungen zur Entstehung und Notwendigkeit dieses pädagogischen Ansatzes.

2. Migration als Auslöser der Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext der Anwerbeabkommen der 1960er Jahre und deren Auswirkungen auf die Zuwanderung nach Deutschland.

3. Überblick über die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland: Hier wird die historische Entwicklung anhand des fünf-Phasen-Modells von Wolfgang Nieke systematisiert und in ihrem zeitlichen Verlauf dargestellt.

4. Ausländerpädagogik versus Interkulturelle Pädagogik: Dieser Abschnitt vergleicht die Ansätze der Ausländerpädagogik und der Interkulturellen Pädagogik hinsichtlich ihrer Zielsetzungen und praktischen Ausrichtung.

4.1 Analyse der Ausländerpädagogik: Das Unterkapitel beschreibt die Ausländerpädagogik als eine auf Integration und Defizitbehebung ausgerichtete Phase, die sich primär an Gastarbeiterkinder richtete.

4.2 Die Interkulturelle Pädagogik im Gegensatz: Hier wird die Interkulturelle Pädagogik als ein den gesamten Bildungsbereich umfassendes, auf Anerkennung und Mehrperspektivität ausgerichtetes Konzept definiert.

5. Kritik an der Interkulturellen Pädagogik: Dieses Kapitel beleuchtet Herausforderungen und kritische Stimmen zur Interkulturellen Pädagogik, etwa bezüglich der Begründung von Zielen und der praktischen Umsetzung.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem Ausblick auf die wachsende Bedeutung interkultureller Kompetenz in einer globalisierten, vernetzten Welt.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Pädagogik, Ausländerpädagogik, Migration, Multikulturalität, Integration, Bildungsgeschichte, Gastarbeiterkinder, Wolfgang Nieke, Erziehungswissenschaften, kulturelle Identität, Chancengleichheit, Einwanderung, Pädagogik, Vorbereitungsklassen, Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland, von den Anfängen der Ausländerpädagogik bis hin zu aktuellen interkulturellen Ansätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte der Bundesrepublik, der Wandel pädagogischer Paradigmen vom Defizitansatz zur Anerkennung kultureller Vielfalt und die kritische Auseinandersetzung mit diesen Konzepten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehung der Interkulturellen Pädagogik nachzuvollziehen, deren theoretische Basis zu skizzieren und die Unterschiede zur klassischen Ausländerpädagogik herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei insbesondere das fünf-Phasen-Modell von Wolfgang Nieke als systematischer Rahmen genutzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Migrationsursachen, die detaillierte Phaseneinteilung der Entwicklung sowie einen direkten Vergleich zwischen Ausländerpädagogik und Interkultureller Pädagogik samt kritischer Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interkulturelle Pädagogik, Migration, Integration, multikulturelle Gesellschaft und Bildungsgeschichte geprägt.

Warum wird die Ausländerpädagogik in der Arbeit als "Sonderpädagogik" bezeichnet?

Da sie sich gezielt auf die Defizitbehebung bei Kindern von Gastarbeitern konzentrierte und diese oft in gesonderten Klassen unterrichtete, wird sie im Text kritisch als eine Art Sonderpädagogik charakterisiert.

Inwiefern spielt das 11.-September-Ereignis eine Rolle im Fazit?

Der Autor führt dieses Ereignis als Beispiel dafür an, warum ein tieferes Verständnis verschiedener Kulturen und die Suche nach Ursachen statt reiner Verurteilung für die heutige Pädagogik essenziell geworden sind.

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Details

Title
Überblick über die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Course
kulturelle Differenz als erziehungswissenschaftliches Thema
Grade
2,3
Author
Heiko Fischer (Author)
Publication Year
2002
Pages
15
Catalog Number
V48406
ISBN (eBook)
9783638451253
Language
German
Tags
Entwicklung Interkulturellen Pädagogik Deutschland Differenz Thema
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Fischer (Author), 2002, Überblick über die Entwicklung der Interkulturellen Pädagogik in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48406
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