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Ausgewählte Termini der Freud'schen Theorie und Praxis und ihre aktuelle Rezeption - Eine semantisch-kritische Untersuchung

Title: Ausgewählte Termini der Freud'schen Theorie und Praxis und ihre aktuelle Rezeption - Eine semantisch-kritische Untersuchung

Thesis (M.A.) , 2005 , 74 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lena Langensiepen (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die Freud’sche Terminologie gehört zu jenen Fachwortschätzen, die sich relativ genau bis zu ihren Anfängen zurückverfolgen lassen – in dem umfangreichen Werk Sigmund Freuds findet sich die Dokumentation der Entstehung und Ausarbeitung der psychoanalytischen Termini. Freud gelangt infolge seiner praktischen Forschungen zu Erkenntnissen, welche die Grundlage für seine Theorien und damit für einen neuen wissenschaftlichen Ansatz bilden; diese erfordern eine sprachliche und inhaltliche Fixierung, die Freud in der Bildung seiner fachsprachlichen Termini realisiert. Dabei bedient er sich sowohl der Allgemeinsprache, z.B. Metaphern, Vergleichen und anthropomorphisierenden Begriffen, als auch der (natur-)wissenschaftlichen Fachsprache.

Die Arbeit befasst sich mit einer Auswahl an Termini, die Freud für die Darstellung seiner Traumlehre entwickelt und deren semantischer Gehalt aus einem Kontext heraus erfasst und deren Bedeutungsbeziehungen zueinander untersucht werden sollen. Der Freud’sche Aufsatz „Über den Traum“, der einen Einblick in das Werk „Die Traumdeutung“ gibt, bildet den Ausgangspunkt der semantischen Untersuchung. Zum einen wird anhand der gewonnenen Ergebnisse analysiert, ob und inwiefern die psychoanalytischen Termini sowie ihre Gebrauchsweise den Anforderungen an eine wissenschaftliche Fachsprache entsprechen; zum anderen stellt sich die Frage, ob und in welcher Weise sich die Bedeutungen der Fachbegriffe Freuds in der modernen psychoanalytischen Rezeption verändern. Als Beispiel für die aktuelle psychoanalytische Fachsprache wird das Fachkompendium „Psychoanalytische Grundbegriffe“ von Wolfgang Mertens herangezogen.

Der erste Teil gibt einen Überblick über die Varietät ‚Fachsprache’ – unter besonderer Berücksichtigung ihrer Entstehung, der Ebenen ihres Gebrauchs sowie der sprachlichen Eigenschaften von Fachwörtern – und spezieller über deren Erscheinungsform ‚Psychoanalytische Fachsprache’. An diesen schließen die Kapitel, die sich mit der semantischen Analyse der Freud’schen Termini befassen. Hier werden die Bedeutungen der Begriffe unter Berücksichtigung der Wortbildungsarten sowie der Herkunft der Termini erfasst. Außerdem werden die Fachbegriffe des Kompendiums hinsichtlich des Gebrauches der Freud’schen Termini sowie im Hinblick auf mögliche Neubildungen untersucht. Die abschließende Betrachtung stellt die Ergebnisse der Analysen im Hinblick auf die allgemeinen Merkmale der dargestellten Varietät ‚Fachsprache’ zusammenfassend dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. FACHSPRACHEN

1.1 Begrifflichkeit und Definition

1.2 Entstehung von Fachsprachen

1.3 Ebenen des Fachsprachengebrauchs

1.4 Sprachliche Eigenschaften von Fachsprachen

1.4.1 Semantik der Fachbegriffe

1.4.2 Wortbildung im fachsprachlichen Bereich

1.4.2.1 Herkunft des Wortmaterials

1.4.3 Syntaktische Merkmale

1.5 Die Fachsprache der Psychoanalyse

2. DIE FREUD’SCHEN FACHTERMINI

2.1 „Über den Traum“ – Ein inhaltlicher Überblick

2.2 Semantische Untersuchung ausgewählter Termini

2.2.1 Der Terminus ‚Traum’

2.2.2 Begriffsbildungen mit ‚Traum’

2.2.2.1 Synonyme und Antonyme

2.2.2.2 Variation der Termini

2.2.2.3 Kombination der Fachbegriffe

2.3 Zusammenfassung

3. DIE FREUD’SCHEN ‚TRAUM’-BEGRIFFE IN DER AKTUELLEN REZEPTION DES FACHKOMPENDIUMS

3.1 Freud’sche Termini im aktuellen Gebrauch

3.2 Neue psychoanalytische Begriffsbildungen

4. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den semantischen Gehalt einer Auswahl von Freud’schen Fachtermini aus dessen Traumlehre und analysiert, inwiefern diese Begriffe den Anforderungen einer wissenschaftlichen Fachsprache genügen und wie sie in der modernen psychoanalytischen Rezeption fortbestehen oder sich verändern.

  • Analyse der sprachlichen Eigenschaften und der Wortbildung von Fachsprachen.
  • Untersuchung der spezifischen Fachterminologie Sigmund Freuds anhand des Werkes „Über den Traum“.
  • Semantische Analyse der Freud’schen Traumbegriffe und ihrer Bedeutungsbeziehungen.
  • Kontrastiver Vergleich mit der aktuellen Rezeption der Freud’schen Theorie in einem psychoanalytischen Fachkompendium.
  • Erforschung von Tendenzen zur Umdeutung oder Ersetzung psychoanalytischer Begriffe durch neue Forschungsergebnisse.

Auszug aus dem Buch

Der Terminus ‚Traum’

Da Freud sich als erster Wissenschaftler mit dem Traum beschäftigt, stehen ihm keinerlei Fachausdrücke zu dessen Erläuterung zur Verfügung, so dass er durch seine praktischen Beobachtungen und Erkenntnisse die Termini selbst entwickelt, sozusagen „von der Sache zum Wort gelangt“. Er liefert die Erklärung des Terminus’ ‚Traum’ anhand der Darstellung seiner Forschungen. Um den semantischen Gehalt des fachsprachlichen Ausdrucks erfassen zu können, ist es daher notwendig, sich mit dem Gegenstand selbst auseinander zu setzen.

Der Fachbegriff ‚Traum’ besitzt insgesamt den höchsten Verwendungsgrad innerhalb des Freud’schen Essays. Er bezeichnet den Gegenstand, der im Mittelpunkt der Traumlehre steht, da er die entscheidende Fähigkeit besitzt, einen Zugang zum Unbewußten zu eröffnen. Das Grundlegende dieses Begriffs für die Psychoanalyse liegt nicht bloß im semantischen Gehalt, sondern wird im Weiteren durch die Formseite unterstützt; es handelt sich um ein Simplex, das den Ausgangspunkt einer langen Reihe neuer Fachtermini des Freud’schen Gedankenmodells bildet.

Interessant ist die Art und Weise der Einführung des Begriffs ‚Traum’. Freud verwendet ihn anfangs nicht in der psychoanalytischen, sondern in seiner ‚alten’, allgemeinen Bedeutung und beschreibt den Umgang mit dem Traum in vorwissenschaftlicher Zeit, in der er als etwas Fremdbestimmtes, als die „Kundgebung höherer, dämonischer und göttlicher Mächte“, angesehen wurde. Der Übergang des Traumes von der Mythologie in die Psychologie, d.h. die Entwicklung einer neuen, wissenschaftlichen Sichtweise auf den Traum, wird besonders hervorgehoben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. FACHSPRACHEN: Dieses Kapitel gibt einen grundlegenden Überblick über Fachsprachen, definiert den Begriff und erläutert wesentliche Merkmale wie Wortbildung und syntaktische Strukturen sowie die Bedeutung der Fachsprache der Psychoanalyse.

2. DIE FREUD’SCHEN FACHTERMINI: Hier erfolgt eine detaillierte semantische Analyse ausgewählter Begriffe aus Freuds Aufsatz „Über den Traum“, wobei insbesondere der Terminus ‚Traum’ und verschiedene Begriffsbildungen untersucht werden.

3. DIE FREUD’SCHEN ‚TRAUM’-BEGRIFFE IN DER AKTUELLEN REZEPTION DES FACHKOMPENDIUMS: Dieses Kapitel analysiert, welche der Freud’schen Traumbegriffe in der modernen psychoanalytischen Literatur noch verwendet werden und wie sich deren Bedeutung durch neue fachübergreifende Ansätze gewandelt hat.

4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier zusammengefasst; es wird verdeutlicht, dass Freuds Sprachgebrauch zwar von den Idealen einer präzisen Fachsprache abweicht, aber durch seinen literarisch-anschaulichen Stil zur Verständlichkeit der Theorie beiträgt.

Schlüsselwörter

Fachsprache, Psychoanalyse, Sigmund Freud, Traumlehre, Semantik, Fachterminologie, Traumarbeit, Wunscherfüllung, Bedeutungswandel, Wortbildung, Psychoanalytische Grundbegriffe, Wissenschaftssprache, Terminologie, Metaphorisierung, Traumdeutung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den semantischen Gehalt der Freud’schen Fachterminologie im Bereich der Traumlehre und analysiert, wie diese Begriffe innerhalb der Psychoanalyse sowie in der aktuellen Rezeption verwendet und gedeutet werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit befasst sich primär mit Fachsprachenforschung, der psychoanalytischen Terminologie Freuds, der Traumtheorie und der Entwicklung psychoanalytischer Begriffe in modernen Fachkompendien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob und inwieweit die psychoanalytischen Termini Freuds den Anforderungen einer wissenschaftlichen Fachsprache entsprechen und wie sich ihre Bedeutung im Laufe der Zeit in der modernen Rezeption verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine semantisch-kritische Untersuchung, bei der Begriffe aus dem Text analysiert, auf ihre Wortbildungsart und Bedeutungskomponenten geprüft sowie kontrastiv mit aktueller fachsprachlicher Rezeption verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Fachsprachen, eine detaillierte Analyse der Freud’schen Termini anhand von „Über den Traum“ und eine Untersuchung der heutigen Rezeption dieser Begriffe durch Wolfgang Mertens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Fachsprache, Psychoanalyse, Freud’sche Traumlehre, semantische Analyse, Fachtermini, Traumarbeit und Bedeutungswandel.

Wie bewertet die Autorin Freuds Umgang mit seiner Fachsprache?

Die Autorin stellt fest, dass Freud keine strenge, wissenschaftlich neutrale Fachsprache verwendet. Er bevorzugt einen eher literarischen und anschaulichen Stil, der dazu dient, seine Theorie auch für Laien verständlich zu machen, dabei aber Ungenauigkeiten in der Terminologie in Kauf nimmt.

Was unterscheidet die moderne Rezeption in Fachkompendien von Freuds ursprünglicher Theorie?

Die aktuelle Rezeption integriert Erkenntnisse aus benachbarten Disziplinen wie der Neurophysiologie. Dabei werden einige von Freuds Begriffen ersetzt, modernisiert oder durch neue, technisch geprägte Konzepte wie „Traumgenerierung“ oder „Updating von Problemlösungen“ ergänzt.

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Details

Title
Ausgewählte Termini der Freud'schen Theorie und Praxis und ihre aktuelle Rezeption - Eine semantisch-kritische Untersuchung
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,3
Author
Lena Langensiepen (Author)
Publication Year
2005
Pages
74
Catalog Number
V48456
ISBN (eBook)
9783638451659
ISBN (Book)
9783638717908
Language
German
Tags
Ausgewählte Termini Freud Theorie Praxis Rezeption Eine Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Langensiepen (Author), 2005, Ausgewählte Termini der Freud'schen Theorie und Praxis und ihre aktuelle Rezeption - Eine semantisch-kritische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48456
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