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Medienberichterstattung und Medienkritik in der täglichen Boulevardpresse

Titre: Medienberichterstattung und Medienkritik in der täglichen Boulevardpresse

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2005 , 36 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Médias / Communication - Journalisme
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Résumé Extrait Résumé des informations

„Das Alltagsleben (...) wird von einem Nexus unterschiedlicher, aber einander beeinflussender Medien durchdrungen (Tageszeitungen, Magazinpresse, Regenbogenillustrierte, Plakatwerbung, Kino, Rundfunk, öffentlich-rechtlich und privat, Video, Comics etc.). Eine Analyse dieses Nexus findet - man kann sagen: fast ohne Ausnahme - in (...) Tageszeitungen nicht statt. Stattdessen singen die Medienanalytiker ebenso konstant wie berechtigt und erfolglos das Lied von der Misere der Medienkritik.“
Diese Feststellung traf Herbert Heinzelmann 1988. Doch wie steht es um den Stellenwert von Medienjournalismus heute? Besteht die „Misere der Medienkritik“ immer noch?
Die Medien als „Vierte Gewalt“ haben eine wichtige Funktion im Staat - gerade deshalb ist die Medienwelt ein Objekt, das kontinuierlich beobachtet und analysiert werden sollte. Somit kommt dem Medienjournalismus als „Kontrolleur“ der Medien ebenfalls ein bedeutender Aufgabenbereich zu. Medienpolitik, Medienwirtschaft und Medienkritik sind wichtige Themen, die alle Menschen - gleich welchen Bildungsstandes, welcher sozialen Herkunft, welcher Lesegewohnheiten - betreffen. Deshalb müsste sie nicht nur in den so genannten Qualitätszeitungen, sondern auch in den Boulevardmedien zu finden sein. Nur wenn die Leser über die Hintergründe der Medienwelt aufgeklärt sind, ist die Medienberichterstattung für sie transparent, und Entgleisungen, wie Cross-Promotion aus wirtschaftlichem Interesse eines Verlages, werden auch als solche wahrgenommen.
In dieser Arbeit soll daher der Frage nachgegangen werden, welchen Stellenwert Medienjournalismus und Medienkritik in den täglich erscheinenden Boulevardzeitungen haben, und was die Gegenstände und Ziele der Berichterstattung sind. Daraus abgeleitet soll festgestellt werden, ob von einer umfassenden, informativen Medienberichterstattung in den Boulevardmedien gesprochen werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Boulevardpresse

2.2 Rahmenbedingungen des Medienjournalismus in Boulevardmedien

2.3 Aufgaben und Ziele der Medienkritik und des Medienjournalismus

3 Hauptteil – Fallstudien

3.1 Vorgehensweise

3.2 BILD

3.2.1 Kurzportrait

3.2.2 Medienjournalismus

3.2.2.1 Medienakteure

3.2.2.2 TV

3.2.2.3 Kino

3.2.3 Kurz-Fazit

3.3 BZ

3.3.1 Kurzportrait

3.3.2 Medienjournalismus

3.3.2.1 Medienakteure

3.3.2.2 TV

3.3.2.3 Kino

3.3.3 Kurz-Fazit

3.4 Hamburger Morgenpost

3.4.1 Kurzportrait

3.4.2 Medienjournalismus

3.4.2.1 Medienakteure

3.4.2.2 TV

3.4.2.3 Radio

3.4.2.4 Kino

3.4.3 Kurz-Fazit

3.5 EXPRESS

3.5.1 Kurzportrait

3.5.2 Medienjournalismus

3.5.2.1 Medienakteure

3.5.2.2 TV

3.5.2.3 Radio

3.5.2.4 Kino

3.5.3 Kurz-Fazit

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Ausgestaltung von Medienjournalismus und Medienkritik in täglich erscheinenden Boulevardzeitungen. Ziel ist es, zu analysieren, ob diese Publikationen über eine umfassende und informative Medienberichterstattung verfügen oder ob die Berichterstattung primär anderen funktionalen Zielen folgt.

  • Analyse des Stellenwerts von Medienjournalismus im Boulevard-Segment
  • Vergleich der Berichterstattung über Medienakteure, TV, Radio und Kino
  • Untersuchung der journalistischen Standards und der Qualität der Medienkritik
  • Darstellung der Boulevardisierung von Medienthemen
  • Bewertung der ökonomischen Einflüsse auf die inhaltliche Gestaltung

Auszug aus dem Buch

3.2.2.1 Medienakteure

Wie die quantitative Auswertung der Artikel bereits zeigt, sind die Gegenstände der Medienkritik bzw. des Medienjournalismus hauptsächlich Medienakteure. In diesem Abschnitt wird auf den Gehalt der Artikel eingegangen indem beide Ausgaben der Bild-Zeitung zusammen betrachtet werden. Es soll ein vollständiges Bild über alle Artikel, die sich auf Medienakteure beziehen geliefert werden und an einigen Beispielen soll die Untersuchung näher in das Detail gehen. Zu den festen Rubriken in diesem Bereich kann man „Bea im Bild“ und „Showtelegramm“ zählen. In der Rubrik „Bea im Bild“ berichtet, wie der Name schon sagt, die Reporterin Bea von den neuesten Klatschgeschichten aus dem Leben bekannter Persönlichkeiten aus der Region Hamburg. Dies geschieht in einer Weise, die den Leser sehr direkt anspricht (manchmal in der ich-Form). Ungefähr zwei bis drei Abschnitte in denen jeweils auf andere Medienakteure eingegangen wird, tauchen in dieser Rubrik auf, wobei einer einen größeren Umfang hat und den Hauptartikel bildet. Im Ganzen besetzt „Bea im Bild“ über 90 Zeilen. An einem Beispiel soll der Inhalt und der Schreibstil genauer beschrieben werden. In der Donnerstag-Ausgabe lautet der Hauptartikel wie folgt:

Teppichluder Janina Modeltraum geplatzt

St. Pauli – Ihren Spitznamen wird sie wohl nie los, ihr Image vielleicht auch nicht. Janina Youssefian schwebte vor vier Jahren als „Teppichluder“ durch die Medienlandschaft. Da soll sie nämlich ein Verhältnis mit Pop-Titan Dieter Bohlen gehabt haben. Damals war sie Verkäuferin in einem Teppichladen. Und dort sollen die beiden nicht gerade Teppiche geknüpft haben. Aber das ist Vergangenheit. Trotzdem: Wenn Janina heute irgendwo auftaucht, flüstern die Gäste: Guck mal, das Teppichluder! So auch Dienstag abend. Da traf ich die 25 jährige im neuen „East“-Hotel in Begleitung eines netten, nicht mehr ganz so jungen Herren. Ihr Verlobter Manfred (45) war´s nicht. Ich zu ihr: „Wolltet ihr nicht letzten Sommer auf Sylt heiraten?“ Antwort, oder besser gesagt Reaktion: Schultern hochziehen, Augen verdrehen. Soll wohl heißen: Hat sich erledigt. Und was treibt Janina so? „Ich werde jetzt Fotomodell“, sprudelte es euphorisch aus der 25 jährigen raus. „Eine Setkarte habe ich schon. Die liegt bei einer bekannten Agentur.“

Anruf bei der Model-Agentur. „Die Fotos sind gut, aber wir nehmen Janina nicht unter Vertrag“, meinte die Chefin und fügte noch leise hinzu: „Aber bitte, nennen Sie unseren Namen nicht.“ Arme Janina. Hoffentlich ist daran nicht ihr Image schuld.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung der "Misere der Medienkritik" ein und definiert die Fragestellung zur Rolle von Medienjournalismus in Boulevardmedien.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Boulevardpresse, erläutert die spezifischen Rahmenbedingungen und diskutiert die Aufgaben und Ziele einer theoretisch notwendigen Medienkritik.

3 Hauptteil – Fallstudien: Der Hauptteil analysiert detailliert die Medienberichterstattung in vier Boulevardzeitungen (BILD, BZ, Hamburger Morgenpost, EXPRESS) hinsichtlich ihrer Inhalte und Qualität.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine analytische Medienkritik in den untersuchten Boulevardmedien kaum stattfindet und stattdessen eine Fixierung auf Prominente und Unterhaltung dominiert.

Schlüsselwörter

Medienkritik, Boulevardpresse, Medienjournalismus, Medienakteure, Boulevardisierung, Fernsehen, Presseanalyse, Journalistische Standards, Unterhaltungsfunktion, Medienberichterstattung, Fallstudie, Medienpolitik, Klatsch, Prominente, Servicerubriken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Stellenwert und die Qualität von Medienjournalismus und Medienkritik innerhalb der täglichen Boulevardpresse in Deutschland.

Welche Boulevardzeitungen wurden für diese Studie ausgewählt?

Analysiert wurden die BILD-Zeitung, die BZ (Berliner Zeitung), die Hamburger Morgenpost und der EXPRESS.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob in der Boulevardpresse eine umfassende, informative Medienberichterstattung stattfindet oder ob eine "Misere der Medienkritik" vorliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin verwendet eine inhaltsanalytische Vorgehensweise, bei der die Berichterstattung über verschiedene Kategorien (Medienakteure, TV, Radio, Kino) quantitativ und qualitativ ausgewertet wird.

Welche Themenbereiche stehen im Fokus der Berichterstattung?

Im Fokus stehen vorwiegend "Medienakteure" (Stars, Moderatoren, Prominente) und die tägliche Fernseh-Programmbegleitung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Boulevardisierung, mediale Unterhaltungsfunktion, Prominentenfokus und das Defizit an analytischer Medienkritik charakterisiert.

Warum spielt das Fernsehen in der untersuchten Boulevardpresse eine so dominante Rolle?

Die Studie zeigt eine starke Wechselwirkung: Da das Fernsehen ein Massenmedium ist, orientiert sich die Presse zur Leserbindung primär an dessen Inhalten und Stars.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Qualität der Medienkritik?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Medienkritik in den Boulevardmedien die Note "nicht ausreichend" verdient, da sie ihre Funktion als "media watchdog" nicht erfüllt und Medienthemen zugunsten werblicher Unterhaltung vernachlässigt.

Fin de l'extrait de 36 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Medienberichterstattung und Medienkritik in der täglichen Boulevardpresse
Université
University of Hamburg  (Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft)
Cours
Mediengeschichte im Spiegel der Medienkritik
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
36
N° de catalogue
V48556
ISBN (ebook)
9783638452342
Langue
allemand
mots-clé
Medienberichterstattung Medienkritik Boulevardpresse Mediengeschichte Spiegel Medienkritik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2005, Medienberichterstattung und Medienkritik in der täglichen Boulevardpresse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48556
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Extrait de  36  pages
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