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Die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den deutschen Arbeitsmarkt

Title: Die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den deutschen Arbeitsmarkt

Term Paper , 2005 , 41 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Boris Naujoks (Author)

Economics - Job market economics
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Am 1. Mai 2004 wurde die Europäische Union um acht Länder an ihre Ostgrenze erweitert: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn sind seither Mitglied der EU. Hinzu kommen außerdem die beiden Mittelmeerinseln Malta und Zypern (griechischer Teil). Abbildung 1: Die EU-Beitrittsländer im Überblick Quelle: Die Zeit, http://www.zeit.de/politik/eu/index vom 27.05.2005 Obwohl die neuen Mitgliedstaaten, zum Zeitpunkt ihres Beitritts, zusammen nicht einmal das wirtschaftliche Gewicht der Niederlande erreichten, schien die deutsche Wirtschaft von Zweifeln geplagt. Nachteile, wie die Gefahr der Billigkonkurrenz, die Angst vor dem Verlust von Arbeitsplätzen oder finanzieller Belastung sind nicht von der Hand zu weisen. Es wurden jedoch auch zahlreiche Vorteile der EU-Osterweiterung u.a. von Politikern diskutiert und in den Medien erörtert. Um bestehende Ängste zu entkräften wurde bspw. die folgenden Vorteile dargestellt: Steigerung des Exportes durch Erschließung neuer Märkte, positive Abfärbungseffekte des Wirtschaftswachstums der Neumitglieder auf das deutsche Wachstum, Aufschwung für die Bauindustrie auf Grund des erheblichen Anpassungsbedarfs in der Infrastruktur, um nur einige zu nennen.


Nun, gut ein Jahr nachdem die größte Erweiterungsrunde in der Geschichte der EU mit der Aufnahme zehn neuer Mitgliedsländer vollzogen wurde, stellt sich die Frage, ob sich diese Hoffnungen und Befürchtungen bewahrheitet haben. Diese Arbeit soll zunächst einen groben Überblick über die Inhalte der Beschäftigungspolitik der EU geben, bevor dann die o.g. Hoffnungen und Prognosen detaillierter hinterfragt werden. Dabei soll im Speziellen lediglich die Auswirkung der EU-Osterweiterung 2004 auf den deutschen Arbeitsmarkt untersucht werden. Unterteilt werden die Auswirkungen in drei Bereiche: Zunächst werden Immigration nach und legale Arbeitsmöglichkeiten (insbesondere Saisonarbeit) in Deutschland betrachtet (Kapitel drei). Anschließend beschäftigt sich Kapitel vier mit den Arbeitsmarkeffekten auf Grund eines erwarteten wirtschaftlichen Aufschwungs. Weiterhin geht Kapitel fünf auf die Auswirkungen von Produktionsverlagerungen auf den deutschen Arbeitsmarkt ein. Zuletzt soll in Kapitel sechs ein kurzer Ausblick gegeben werden, wie die zukünftige Entwicklung der EU in Bezug auf weitere Beitrittsländer aussehen könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Grundlagen zur Beschäftigungspolitik der EU

2.1 Die Beschäftigungspolitik der Europäischen Union

2.2 Die rechtlichen Grundlagen der Beschäftigungspolitik

2.3 Die Entwicklung der Beschäftigungspolitik

2.4 Maßnahmen der EU zur Steuerung des europäischen Arbeitsmarktes

2.4.1 Einschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit

2.4.2 Niederlassungsfreiheit – Art. 43 EG-Vertrag

2.4.3 Dienstleistungsfreiheit – Art. 49 EG-Vertrag

3 Immigration nach und legale Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland

3.1 Befürchtung verstärkter Immigration

3.2 Legale Arbeitsmöglichkeiten für Bürger der EU-Beitrittsländer in Deutschland

3.2.1 Allgemeines

3.2.2 Selbständige

3.2.3 Saisonarbeiter in Deutschland - Beispiel Polen

4 Arbeitsmarkteffekte auf Grund eines erwarteten wirtschaftlichen Aufschwungs

4.1 Steigerung des Wirtschaftswachstums

4.2 Export-Steigerung

4.2.1 Chancen durch gesteigerten Export

4.2.2 Deutschland ist Exportweltmeister – stimmt das wirklich?

4.3 Aufschwung für Bauindustrie

5 Produktionsverlagerung aus Deutschland in die Beitrittsländer

5.1 Lohn- und Lohnkostenniveau in den neuen EU- Staaten

5.2 Steuerwettbewerb begünstigt Abwanderung

5.3 Auswirkungen der Verlagerungen von Geschäftsprozessen auf den deutschen Arbeitsmarkt

6 Weitere Beitritte in der Zukunft

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der EU-Osterweiterung von 2004 auf den deutschen Arbeitsmarkt, wobei insbesondere die Hoffnungen auf wirtschaftliche Impulse den Befürchtungen hinsichtlich Immigration und Produktionsverlagerungen gegenübergestellt werden.

  • Beschäftigungspolitik der Europäischen Union
  • Immigration und legale Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland
  • Wirtschaftliche Aufschwungseffekte und Exportentwicklung
  • Produktionsverlagerung und Steuerwettbewerb
  • Zukunftsperspektiven weiterer EU-Beitritte

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Selbständige

Die Möglichkeit für Bürger der Beitrittsländer, gemäß der Dienstleistungsfreiheit eine selbständige Tätigkeit in Deutschland auszuüben, wird wie praxisnahe Beispiele beweisen, leider oftmals ausgenutzt, um Einschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit zu umgehen. Obwohl letztere vor allem die bisherigen EU-Mitglieder vor übermäßiger Zuwanderung von Arbeitskräften und Lohndumping schützen soll.

So kann sich bspw. ein polnischer Fliesenleger selbständig machen und seine Arbeitkraft zu dem Preis anbieten, den er selbst bestimmt. Er kann also die Arbeit sogar unter dem Mindestlohn erledigen, womit diese Regel schon für Ihn hinfällig wird. Schließlich kann niemandem verboten werden, sich selbst auszubeuten. Dasselbe gilt für das Entsendegesetz, welches auf Selbstständige keine Anwendung findet. Durch diese Lücke ist letztendlich auch wieder eine Art von „Scheinselbständigkeit“ gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die EU-Osterweiterung 2004 ein und skizziert die kontroversen Erwartungen hinsichtlich wirtschaftlicher Chancen und drohender Nachteile für den deutschen Arbeitsmarkt.

2 Allgemeine Grundlagen zur Beschäftigungspolitik der EU: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Strukturen und die Entwicklung der europäischen Beschäftigungspolitik, inklusive der Steuerungsinstrumente des EU-Arbeitsmarktes.

3 Immigration nach und legale Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland: Es werden Ängste vor Zuwanderung analysiert und die verschiedenen legalen Beschäftigungswege für Bürger aus Beitrittsländern aufgezeigt.

4 Arbeitsmarkteffekte auf Grund eines erwarteten wirtschaftlichen Aufschwungs: Hier wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Osterweiterung tatsächlich zu gesteigertem Export und einem Aufschwung, insbesondere in der Bauindustrie, führen konnte.

5 Produktionsverlagerung aus Deutschland in die Beitrittsländer: Dieses Kapitel thematisiert den Lohn- und Steuerwettbewerb als Ursache für die Verlagerung von Produktionsstandorten und Geschäftsprozessen in die neuen EU-Mitgliedstaaten.

6 Weitere Beitritte in der Zukunft: Ein Ausblick auf geplante Erweiterungsschritte der EU und deren potenzielle weitere Konsequenzen für den deutschen Arbeitsmarkt.

7 Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der bisherigen Auswirkungen und betont die Notwendigkeit flexibler Reformen am Standort Deutschland, um die Chancen der Erweiterung zu nutzen.

Schlüsselwörter

EU-Osterweiterung, deutscher Arbeitsmarkt, Beschäftigungspolitik, Arbeitnehmerfreizügigkeit, Immigration, Exportweltmeister, Produktionsverlagerung, Lohnkostenniveau, Steuerwettbewerb, Scheinselbständigkeit, Bauindustrie, Standortvorteile, Wirtschaftswachstum, Beitrittsländer, Dienstleistungsfreiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der EU-Osterweiterung im Jahr 2004 auf den deutschen Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund geäußerter Hoffnungen und Befürchtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Beschäftigungspolitik der EU, Immigration, Arbeitsmarkteffekte durch Wirtschaftswachstum, die Bauwirtschaft sowie Produktionsverlagerungen ins osteuropäische Ausland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob sich die prognostizierten wirtschaftlichen Hoffnungen sowie die befürchteten negativen Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den deutschen Arbeitsmarkt nach gut einem Jahr bewahrheitet haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und wertet aktuelle Wirtschaftsdaten sowie offizielle Statistiken aus, um die Auswirkungen der EU-Osterweiterung zu belegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die EU-Beschäftigungspolitik, die Auswirkungen auf die Immigration, mögliche wirtschaftliche Aufschwungseffekte sowie die Gründe für Produktionsverlagerungen in die Beitrittsländer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind EU-Osterweiterung, Lohnwettbewerb, Produktionsverlagerung, Export, Freizügigkeit und Standort Deutschland.

Wie bewertet der Autor das Phänomen der Scheinselbständigkeit?

Der Autor sieht in der Scheinselbständigkeit eine problematische Ausnutzung von Gesetzen, um Mindestlohnregelungen und Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit zu umgehen.

Wie beurteilt der Autor die Auswirkungen auf die deutsche Bauindustrie?

Die Bauindustrie hat laut Arbeit entgegen den ursprünglichen Hoffnungen eher mit Arbeitsplatzverlusten zu kämpfen, da die erhofften Impulse aus den Beitrittsländern ausblieben.

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Details

Title
Die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den deutschen Arbeitsmarkt
College
Academy of Administration and Economy Freiburg
Grade
1,3
Author
Boris Naujoks (Author)
Publication Year
2005
Pages
41
Catalog Number
V48619
ISBN (eBook)
9783638452809
ISBN (Book)
9783638659864
Language
German
Tags
Auswirkungen EU-Osterweiterung Arbeitsmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Boris Naujoks (Author), 2005, Die Auswirkungen der EU-Osterweiterung auf den deutschen Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48619
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