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Steuerliche Behandlung der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen

Title: Steuerliche Behandlung der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen

Diploma Thesis , 2005 , 117 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lars Nordmeier (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

In den kommenden Jahren steht eine Vielzahl von Vermögensübertragungen von der älteren auf die jüngere Generation bevor, denn die durchaus vermögensstarke Nachkriegsgeneration befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter. Das Geben mit warmer Hand sei seliger als das Geben mit kalter Hand, heißt es hierzu passend im Volksmund. Allerdings sollte die Übertragung von Vermögen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge gut durchdacht sein, denn wer seinen Besitz ohne Einschränkung überträgt, verliert sämtliche seiner Rechte und Vermögenspositionen – etwa das Wohnrecht oder die Erträge aus Wertpapieren. In vielen Fällen benötigt der Übergeber aber noch die Erträge aus dem zu übertragenden Vermögen, um seinen Lebensabend zu finanzieren.
Eine Möglichkeit, um dieses Ziel zu erreichen, bietet die Übertragung von Vermögen gegen Zahlung von regelmäßigen Versorgungsleistungen an den Übergeber bis an dessen Lebensende durch den Übernehmer.

Dieses Buch gibt Ihnen einen ausführlichen Einblick in das steuerliche Gestaltungsmodell der "Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen". Insbesondere die Entwicklung der Rechtsprechung und die Auffassung der Finanzverwaltung werden dabei kritisch durchleuchtet. Anhand von verständlichen Praxisbeispielen werden Ihnen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten dargelegt, wobei sämtliche Vermögensarten (insbesondere Betriebe, Immobilien und Grundstücke, Wertpapiervermögen) Berücksichtigung finden.

Das Buch richtet sich nur an Personen, die in naher Zukunft ihr Vermögen übertragen wollen. Besonders für die Steuerberatungsbranche eignet sich dieses Werk, um Mandanten eine passende Beratung für die geplante Vermögensübertragung zu geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SONDERRECHT DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN

2.1 VORWEGGENOMMENE ERBFOLGE

2.2 CHARAKTER DER VERSORGUNGSLEISTUNGEN

2.3 ABGRENZUNG ZU UNTERHALTSLEISTUNGEN UND GEGENLEISTUNGSRENTEN

2.4 ENTWICKLUNG DES SONDERRECHTS

2.4.1 Unterscheidung von zwei Vertragstypen

2.4.2 Beschlüsse des Großen Senats vom 12.05.2003

3 VORAUSSETZUNGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN

3.1 SACHLICHE VORAUSSETZUNGEN

3.1.1 Gegenstand der Vermögensübergabe

3.1.1.1 Existenzsichernde Wirtschaftseinheiten

3.1.1.2 Wertpapiervermögen

3.1.1.3 Vermögensübertragung gegen Auflage zur Umschichtung

3.1.1.4 Eigengenutzte Wohnung

3.1.2 Ausreichend ertragbringende Wirtschaftseinheit

3.1.2.1 Unterschiedliche Rechtsprechung des BFH

3.1.2.2 Abschaffung des Typus 2

3.1.2.3 Ermittlung der Erträge

3.1.2.3.1 Nettoerträge

3.1.2.3.2 Ertragsprognose

3.1.2.3.3 Beweiserleichterungen für Betriebsvermögen

3.1.2.4 Wert des übertragenen Vermögens

3.2 PERSÖNLICHE VORAUSSETZUNGEN

3.2.1 Empfänger des Vermögens

3.2.2 Empfänger der Versorgungsleistung

3.3 ZEITLICHE VORAUSSETZUNGEN

3.3.1 Leistungen auf Lebenszeit

3.3.2 Leistungen mit Höchst- oder Mindestlaufzeit

3.4 FORMELLE VORAUSSETZUNGEN

3.4.1 Anforderungen an den Übergabevertrag

3.4.2 Wertsicherungsklausel

4 RECHTSFOLGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNGEN GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN

4.1 STEUERLICHE BEHANDLUNG DER VERSORGUNGSLEISTUNGEN

4.1.1 Korrespondenzprinzip

4.1.2 Abgrenzung von Leibrente und dauernde Last

4.2 STEUERLICHE BEHANDLUNG DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG

4.2.1 Einkommensteuer

4.2.2 Schenkungsteuer

4.2.3 Eigenheimzulage

5 SONDERFRAGEN BEI DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN

5.1 NACHTRÄGLICHE UMSCHICHTUNG

5.1.1 Bisherige Rechtslage

5.1.2 Neue Rechtslage

5.2 TEILENTGELTLICHER ERWERB

5.3 VERSORGUNGSLEISTUNGEN AUF GRUND EINER VERFÜGUNG VON TODES WEGEN

5.4 ÜBERTRAGUNG VON VERMÖGEN UNTER NIEßBRAUCHSVORBEHALT

5.5 RÜCKVERMIETUNG DES ÜBERTRAGENEN VERMÖGENS AN DEN VERMÖGENSÜBERGEBER (STUTTGARTER MODELL)

5.6 EINBRINGUNG IN EINE KAPITAL- ODER PERSONENGESELLSCHAFT

6 SCHLUSS

6.1 ZUSAMMENFASSUNG

6.2 OFFENE FRAGEN

6.3 KRITIK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit hat zum Ziel, die aktuelle steuerrechtliche Situation bei der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen darzustellen und einer kritischen Analyse zu unterziehen. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, unter welchen Voraussetzungen regelmäßige Zahlungen an den Übergeber steuerlich als begünstigte Versorgungsleistungen anerkannt werden, um einen steuermindernden Sonderausgabenabzug beim Übernehmer zu ermöglichen.

  • Analyse der einkommensteuerlichen Behandlung von Versorgungsleistungen im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge.
  • Darstellung der Entwicklung der höchstrichterlichen Rechtsprechung und der aktuellen Verwaltungsanweisungen.
  • Kritische Untersuchung der Voraussetzungen wie "existenzsichernde Wirtschaftseinheit" und "Ertragsprognose".
  • Erörterung von Sonderfragen wie nachträgliche Umschichtung, Rückvermietung (Stuttgarter Modell) und teilentgeltlicher Erwerb.
  • Aufzeigen von Gestaltungsmöglichkeiten für eine steuerlich optimale Vermögensübertragung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1.1 Existenzsichernde Wirtschaftseinheiten

Nach den Entscheidungen des Großen Senats war klar, dass die Finanzverwaltung ihren bisherigen Rentenerlass nicht mehr aufrecht halten konnte und ihn erneut an die Rechtsprechung anpassen musste. Mit dem BMF-Schreiben vom 08.01.2004 hatte sie bereits die Überarbeitung des Rentenerlasses angekündigt und zugleich den Steuerpflichtigen ein Wahlrecht eingeräumt, ob sie bis zur Veröffentlichung des neuen Rentenerlasses die Anwendung der Regelungen aus dem alten Rentenerlass oder die Anwendung der Beschlüsse des Großen Senats wünschen. Risthaus zufolge hatten sie viele Fragen offen gelassen, die erst noch durch die Folgerechtsprechung geklärt werden müssten, und erst dann könne die Finanzverwaltung den Rentenerlass neu überarbeiten. Nun liegt die Antwort der Verwaltung mit dem Erlass vom 16.09.2004 vor, der nun weitestgehend der neuen Rechtsprechung entspricht.

Gegenstand der Vermögensübergabe muss danach auch weiterhin eine die Existenz des Übergebers wenigstens teilweise sichernde Wirtschaftseinheit sein. Ihre Erträge müssen ausreichen, um die vereinbarten wiederkehrenden Leistungen abzudecken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen vor dem Hintergrund der vorweggenommenen Erbfolge und der aktuellen Rechtsprechung.

2 SONDERRECHT DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Darstellung des Rechtsinstituts, seiner Einordnung als Schenkung unter Auflage und der historischen Entwicklung durch die Rechtsprechung des BFH.

3 VORAUSSETZUNGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Detaillierte Analyse der sachlichen, persönlichen, zeitlichen und formellen Voraussetzungen, die für die steuerliche Anerkennung als Versorgungsleistung erfüllt sein müssen.

4 RECHTSFOLGEN DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNGEN GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Erläuterung der steuerlichen Konsequenzen, insbesondere des Sonderausgabenabzugs beim Übernehmer und der Besteuerung beim Empfänger sowie der Schenkungsteuer.

5 SONDERFRAGEN BEI DER VERMÖGENSÜBERTRAGUNG GEGEN VERSORGUNGSLEISTUNGEN: Untersuchung komplexer Gestaltungssituationen wie nachträgliche Umschichtung, Stuttgarter Modell und Einbringung in Gesellschaften.

6 SCHLUSS: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, kritische Würdigung der aktuellen Rechtslage und Ausblick auf künftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Vermögensübertragung, Versorgungsleistungen, Vorweggenommene Erbfolge, Sonderausgabenabzug, Einkommensteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Existenzsichernde Wirtschaftseinheit, Nettoerträge, Ertragsprognose, Typusbildung, BFH, Finanzverwaltung, Umschichtung, Stuttgarter Modell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der einkommensteuerlichen Behandlung von Versorgungsleistungen, die im Zuge einer Vermögensübertragung zur vorweggenommenen Erbfolge vereinbart werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Zentrum stehen die Voraussetzungen für die Anerkennung von Versorgungsleistungen, die steuerlichen Rechtsfolgen für Übergeber und Übernehmer sowie komplexe Sondergestaltungen bei der Vermögensübertragung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die aktuelle Rechtslage nach den Grundsatzbeschlüssen des Großen Senats des BFH darzustellen, kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten für eine optimale, steuerlich begünstigte Vermögensgestaltung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine juristisch-betriebswirtschaftliche Analyse, die auf der Auswertung von Gesetzestexten, der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) und der Finanzverwaltung (Rentenerlasse) sowie der Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Voraussetzungen (Kapitel 3), die steuerlichen Rechtsfolgen (Kapitel 4) und eine tiefgehende Analyse von Sonderfragen bei der Übertragung (Kapitel 5).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Versorgungsleistungen, vorweggenommene Erbfolge, Sonderausgabenabzug, Ertragsprognose und das Korrespondenzprinzip.

Wie hat sich die rechtliche Bewertung des sogenannten "Typus 2" verändert?

Der "Typus 2", der bisher Fälle mit unzureichenden Erträgen unter bestimmten Bedingungen begünstigte, wurde durch die neue Rechtsprechung und den Rentenerlass abgeschafft. Nun müssen die Erträge generell ausreichen, um die Versorgungsleistungen zu decken, andernfalls wird ein entgeltlicher Vorgang angenommen.

Inwiefern ist das "Stuttgarter Modell" steuerlich relevant?

Das Stuttgarter Modell betrifft die Rückvermietung übertragenen Vermögens an den Übergeber. Die Arbeit analysiert, unter welchen Voraussetzungen dies als Gestaltungsmissbrauch (§ 42 AO) angesehen wird oder steuerlich anerkannt bleibt.

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Details

Title
Steuerliche Behandlung der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen
College
University of Applied Sciences Fulda
Grade
1,3
Author
Lars Nordmeier (Author)
Publication Year
2005
Pages
117
Catalog Number
V48655
ISBN (eBook)
9783638453042
ISBN (Book)
9783638708340
Language
German
Tags
Steuerliche Behandlung Vermögensübertragung Versorgungsleistungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lars Nordmeier (Author), 2005, Steuerliche Behandlung der Vermögensübertragung gegen Versorgungsleistungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48655
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