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Das iranische Atomprogramm und seine Auswirkungen auf die Region

Title: Das iranische Atomprogramm und seine Auswirkungen auf die Region

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Feld (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Durch das iranische Atomprogramm sehen sich die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika einer großen Herausforderung gegenüber. Die Verhandlungen mit dem Iran haben zum Ziel, den Iran daran zu hindern, den gehindert den Brennstoffkreislauf zu schließen. Ein geschlossener
Brennstoffkreislauf wird als Ausgangspunkt zum Bau von Atomwaffen betrachtet. Nicht nur im Westen löst das iranische Atomprogramm große Sorgen aus. Auch auf die Nachbarstaaten im Nahen Osten hat das Atomprogramm große Auswirkungen. Welche Auswirkungen das Programm auf die einzelnen Staaten hat, ist die Ausgangsfrage dieser Arbeit.
Diese Arbeit betrachtet exemplarisch die Auswirkungen des iranischen Atomprogramms auf den regionalen Nachbarn Ägypten. Ägypten tritt als ein Staat mit Führungsanspruch auf und sieht sich mit dem Iran in einem Konkurrenzverhältnis. Die säkulare Staatsrichtung Ägyptens steht dem Modell eines Gottesstaates in Iran diametral entgegen und macht eine Betrachtung der Auswirkungen wertvoll. Zusätzlich stellt sich die Frage, ob Ägypten sich gezwungen sieht, ebenfalls ein Nuklearprogramm aufzubauen. Die Beziehungen der betrachteten Staaten sind also hinsichtlich der Fragestellungen wie folgt gekennzeichnet:
•Beide Staaten streben eine Vormachtstellung in der Region an.
•Beide Staaten besitzen noch keine Atomwaffen.
•Beide Staaten stehen in einem Konkurrenzverhältnis zueinander.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Untersuchung der folgende Fragen:
•Hat das iranische Atomprogramm Auswirkungen auf die Sicherheitspolitik Ägyptens?
•Wird durch einen atomar bewaffneten Iran Ägypten gezwungen, selbst nuklear aufzurüsten?
Als theoretische Grundlage für eine Analyse der strategischen Auswirkungen des iranischen Atomprogramms auf Ägypten wird der neorealistische Ansatz gewählt. Dies erscheint als sinnvoll, weil zwei Staaten als Hauptakteure im Mittelpunkt der Untersuchung stehen. Hierfür bietet insbesondere der neorealistische Ansatz ein hervorragendes Analysegerüst. Nach der Theoretischen Einordnung soll das Iranische Atomprogramm kurz beschrieben werden. In den Kapiteln vier und fünf werden zunächst jeweils die Außenpolitik gegenüber ihren Nachbarn, der jeweilige Einfluss von Ägypten oder des Irans auf die Sicherheit des anderen Landes, die konventionellen Militärpotentiale und die jeweiligen Raketenprogramme analysiert, um auf dieser Grundlage die Eingangs gestellten Fragen beantworten zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Einbettung

2.1 Neorealismus

2.2 Der neorealistische Ansatz nach Waltz

2.3 Analysekriterien

3. Das iranische Atomprogramm

4. Iran

4.1 Die iranische Außenpolitik gegenüber seinen Nachbarn

4.2 Einfluss Ägyptens auf die iranische Sicherheitspolitik

4.3 Das iranische Militärpotential

4.3.1 Das iranische Raketenprogramm

4.4 Zusammenfassung

5. Ägypten

5.1 Die ägyptische Außenpolitik gegenüber seinen Nachbarn

5.2 Einfluss des Irans auf die ägyptische Sicherheitspolitik

5.3 Das ägyptische Militärpotential

5.4 Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des iranischen Atomprogramms auf die regionale Sicherheitspolitik Ägyptens unter Anwendung neorealistischer Theorieansätze und analysiert dabei das Konkurrenzverhältnis beider Staaten.

  • Analyse des iranischen Atomprogramms und der damit verbundenen regionalen Sicherheitsrisiken.
  • Untersuchung der außenpolitischen Strategien von Iran und Ägypten im Kontext ihrer regionalen Führungsansprüche.
  • Vergleich der konventionellen Militärpotentiale sowie der Raketenprogramme beider Staaten.
  • Beurteilung der Notwendigkeit einer nuklearen Aufrüstung Ägyptens als Antwort auf das iranische Programm.
  • Evaluierung alternativer Sicherheitsstrategien, wie z.B. Raketenabwehrsysteme.

Auszug aus dem Buch

3. Das iranische Atomprogramm

„Immer handfester wird der Verdacht, dass Teheran an einem Kernwaffenprogramm arbeitet. Doch die iranische Regierung begründet ihre nuklearen Aktivitäten damit, dass ihre Öl- und Gasvorkommen begrenzt seien.“

Das Zitat verdeutlicht die Problematik des iranischen Atomprogramms. Auf der einen Seite besteht der Verdacht, dass der Iran an einem Nuklearprogramm arbeitet. Auf der anderen Seite argumentiert der Iran, dass das Atomprogramm friedlichen Zwecken dient. Vor einer Analyse der Auswirkungen einer iranischen Atombombe sollen in diesem Kapitel kurz die Geschichte und der derzeitige Stand der Verhandlungen anhand der Positionen der beteiligten Länder dargestellt werden.

Schon unter dem Vorgänger-Regime des Shahs wurde ein nukleares Entwicklungsprojekt in Iran forciert. 1976 wurde mit dem Bau der ersten Atomanlagen begonnen. Argumentiert wurde damals mit der Sicherung der Energieversorgung und der Entwicklung des Landes. Unterstützt wurde der Iran dabei vom damaligen Verbündeten den USA.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an den regionalen Auswirkungen des iranischen Atomprogramms auf Ägypten und skizziert die methodische Vorgehensweise auf Basis neorealistischer Theorien.

2. Theoretische Einbettung: Dieses Kapitel begründet die Wahl des neorealistischen Ansatzes nach Kenneth Waltz als Analysegerüst zur Bewertung staatlicher Sicherheitsinteressen und Machtungleichgewichte.

3. Das iranische Atomprogramm: Hier erfolgt eine historische Einordnung sowie eine Darstellung der unterschiedlichen Positionen von Iran, USA und EU zum iranischen Nuklearprogramm.

4. Iran: Das Kapitel analysiert die iranische Außenpolitik, den Einfluss Ägyptens auf die dortige Sicherheitspolitik sowie das konventionelle Militär- und Raketenpotential des Iran.

5. Ägypten: Es wird die ägyptische Außenpolitik sowie der Einfluss des Iran auf die Sicherheitspolitik Ägyptens beleuchtet und das ägyptische Militärpotential inklusive des Raketenprogramms untersucht.

6. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse aus den vorangegangenen Kapiteln zusammen, bewertet die Sicherheitslage und diskutiert mögliche strategische Optionen Ägyptens.

Schlüsselwörter

Iran, Ägypten, Atomprogramm, Neorealismus, Sicherheitspolitik, Regionalmacht, Raketenprogramm, Militärpotential, Außenpolitik, Nuklearwaffen, Balancing, Naher Osten, Abschreckung, Bedrohungsszenario, Geopolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die strategischen Auswirkungen des iranischen Atomprogramms auf die regionale Sicherheitspolitik, wobei Ägypten als zentrales Fallbeispiel dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Mittelpunkt stehen die Außenpolitik, die militärischen Potentiale inklusive der Raketenprogramme sowie die sicherheitspolitischen Konkurrenzverhältnisse zwischen dem Iran und Ägypten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob das iranische Atomprogramm Auswirkungen auf die Sicherheitspolitik Ägyptens hat und ob Ägypten sich gezwungen sieht, selbst nuklear aufzurüsten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt den neorealistischen Ansatz der Internationalen Beziehungen, um die Auswirkungen von Machtungleichgewichten auf das Verhalten der Nationalstaaten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Darstellung des iranischen Atomprogramms sowie detaillierte Länderanalysen von Iran und Ägypten hinsichtlich Außenpolitik, Sicherheit und Rüstung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Iran, Ägypten, Atomprogramm, Neorealismus und regionale Sicherheitspolitik charakterisieren.

Wie bewertet die Arbeit das konventionelle militärische Bedrohungspotential?

Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass das konventionelle Militär des Iran keine unmittelbare Bedrohung für Ägypten darstellt, während das Raketenprogramm in Kombination mit nuklearen Optionen als gefährlicher eingestuft wird.

Welche Alternativen werden für Ägypten zur nuklearen Aufrüstung diskutiert?

Als Alternative zur nuklearen Aufrüstung wird die Kooperation bei Raketenabwehrsystemen wie MEADS oder ARROW diskutiert, um die „Raketenlücke“ defensiv zu schließen.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Das iranische Atomprogramm und seine Auswirkungen auf die Region
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Grade
1,0
Author
Andreas Feld (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V48704
ISBN (eBook)
9783638453240
Language
German
Tags
Atomprogramm Auswirkungen Region
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Feld (Author), 2005, Das iranische Atomprogramm und seine Auswirkungen auf die Region, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48704
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